14.05.2016, 15.00 Uhr

"Eurovision Song Contest" 2016 in der ARD-Mediathek: Ukraine siegt mit "1944"! Deutschland wird Letzter

Siegerin mit ernstem Song: Die Ukrainerin Jamala.

Siegerin mit ernstem Song: Die Ukrainerin Jamala. Bild: dpa

Mit dem Leidenslied "1944" über die Vertreibung ihrer Minderheit unter Sowjetdiktator Josef Stalin hat die Krimtartarin Jamala für die Ukraine den Eurovision Song Contest 2016 gewonnen. Damit siegte die Ukraine nach 2004 zum zweiten Mal beim ESC. Den Liederwettbewerb gibt es seit 1956. Platz zwei erreichte in der Nacht zu Sonntag Australien, Rang drei Russland. Deutschland holte in Stockholm mit dem Lied "Ghost" von Jamie-Lee Kriewitz lediglich elf Punkte und kam auf den letzten Platz. Im vergangenen Jahr war Deutschland mit Ann Sophie ("Black Smoke") und null Punkten ebenfalls auf dem letzten Platz gelandet.

ESC 2016: Justin rockt die Abstimm-Pause

Die Zuschauer konnten wie immer über den Sieger mit abstimmen, jedoch nicht für die eigene Nation. Ihr Voting wird ergänzt von Juroren. Voting-Fenster war zwischen 23.02 Uhr und 23.44 Uhr. In der Zeit trat der amerikanische Superstar Justin Timberlake außer Konkurrenz auf, wünschte den Teilnehmern viel Glück ("Cheers to You!") und sang unter anderem seinen neuen Hit "Can't Stop The Feeling", den zwei Schweden mitschrieben. In diesem Jahr zeigte auch ein US-Sender erstmals live das ESC-Finale.

In diesem Jahr war die Punkteverkündung von Jurys und Publikum erstmals getrennt, zuerst wurden per Schalte in alle Länder die Jurystimmen abgefragt (umgerechnet in 1 bis 8 sowie 10 Punkte und die Höchstwertung 12 Punkte; abgegeben bereits am Freitag nach der Generalprobe, dem sogenannten Jury-Finale). Dann verlasen die Moderatoren die Zuschauervoten (wieder in Punkten), was es diesmal spannend bis zum Schluss machte. Lange Zeit sah es nach einem Sieg von Australien aus.

Eurovision Song Contest: Mit Selbstironie durch den Grand Prix

Der Wettbewerb sei einst geschaffen worden, um einen nach dem Krieg zerrissenen Kontinent zu einen, sagte Moderator und Vorjahressieger Måns Zelmerlöw zum Auftakt der Finalshow. Moderatorin Petra Mede - die bereits 2013 in Malmö moderierte - ergänzte, wenigstens einmal im Jahr schaffe Europa eine völkerverbindende Show über die Musik.

Die Komikerin Mede und Zelmerlöw führten humorvoll und selbstironisch durch die Show, gaben während der Zuschauerabstimmung unter anderem einen Klischee-Grand-Prix-Lied zum Besten ("Love Love Peace Peace"), das auf allerhand frühere Teilnehmer und Sieger wie etwa die finnischen Hard-Rock-Monster Lordi von 2006 anspielte oder die russische Oma-Truppe Buranowskije Babuschki (Großmütter aus Buranowo) von 2012.

Eurovision Song Contest 2016 verpasst? Wiederholung bei Einsfestival und in der Mediathek

Falls Sie den Eurovision Song Contest 2016 verpasst haben, dann können Sie das musikalische Spektakel nochmal in der Wiederholung sehen. Einsfestival zeigt am Sonntag, den 15.05.2016, gleich zwei Wiederholungen im TV:

Sonntag, 08:15 Uhr bei Einsfestival

Sonntag, 11:45 Uhr bei Einsfestival

Wenn Sie die Show lieber online sehen wollen, dann können Sie das ESC-Finale auch nochmal als Video on Demand in der Einsfestival-Mediathek, der ARD-Mediathek oder auf eurovision.de nachsehen.

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Fotostrecke

Die Show von Jamie-Lee

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