11.01.2016, 14.30 Uhr

"Fast perfekt" als Wiederholung: In der ARD-Mediathek: Anke Engelke wagt den Selbstversuch

Anke Engelke testet, ob sie mit Strom im Kopf schneller rechnen kann.

Anke Engelke testet, ob sie mit Strom im Kopf schneller rechnen kann. Bild: WDR/good karma productions

Rundum zufrieden sind die meisten so gut wie nie. Es findet sich immer ein Grund zum mäkeln. Die meisten Menschen finden sich nämlich zu dick, zu dumm oder zu langsam oder stören sich an anderen vermeintlichen Defiziten. Der Drang, sich zu optimieren, ist so groß wie nie. Doch darf er unser Leben bestimmen? Oder wäre es nicht besser, zufrieden mit dem zu sein, was nicht optimal ist - wir aber nur schwer ändern können?

Für die ARD-Reportage "Fast perfekt – Anke Engelke und die Selbstoptimierer" wagte der Comedy-Star den Selbstversuch. Anke Engelke versuchte selbst besser zu werden. Dazu testete sie unter anderem "Rechnen unter Strom".

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"Fast perfekt - Anke Engelke und die Selbstoptimierer" vom 11. Januar 2016 verpasst? So sehen Sie die Wiederholung in der ARD-Mediathek

Sie haben die Reportage mit Anke Engelke am Montag, den 11. Januar verpasst? Kein Problem! Eine Wiederholung von "Fast perfekt - Anke Engelke und die Selbstoptimierer" finden Sie in der ARD-Mediathek. Dort steht Ihnen die Sendung als Video on Demand kostenfrei zur Verfügung. Eine Wiederholung im TV suchen Sie leider vergebens.

Darum geht's bei "Fast perfekt - Anke Engelke und die Selbstoptimierer" am 11. Januar 2016:

Dr. Hummel schnallt ihr eine Gummimanschette um den Kopf, fixiert zwei Elektroden und fragt behutsam: "Sind sie bereit, Frau Engelke?" Der Neurologe dreht den Regler auf und Strom fließt durch die Schädeldecke direkt ins Gehirn. Nun soll sie Kopfrechnen - so schnell wie möglich.
Strom im Kopf - eine von vielen Optimierungsmethoden, an denen zur Zeit geforscht wird.

Bei der Commerzbank in Frankfurt melden sich Mitarbeiter freiwillig zu einer Challenge. Sie treten intern und weltweit gegen andere Firmenteams an: Wer schafft die meisten Schritte? Die Daten werden gesammelt und verglichen. Was heute noch spielerisch daher kommt, kann in Zukunft Wirklichkeit für uns alle werden. Der Unternehmer Peter Ohnemus entwickelt eine Software, die Gesundheitsdaten misst, kontrolliert und auswertet. Er hat bereits begonnen, mit Krankenkassen zu kooperieren: "Wenn einer wirklich gesund lebt und sich gesund ernährt und sich vernünftig bewegt, dann ist das nicht fair, wenn diese Person genau die gleiche Krankenkassenprämie zahlt, wie einer, der jeden Tag zwölf Bier trinkt, jeden Tag Pommes isst und 40 Zigaretten raucht."

Was aber heißt das für die Unperfekten und Fehlbaren? Was bedeutet es für unsere Gesellschaft, wenn wir uns immer perfekter vermessen - und unsere Daten auch Dritten zugänglich machen? Anke Engelke spricht mit dem Zukunftsforscher Harald Welzer über die Folgen von Selbstoptimierung und Effizienzdenken. Sie trifft Menschen mit Down-Syndrom und deren Eltern, die mit den Auswirkungen von Perfektionsdrang und Leistungskampf leben müssen. Am Ende kommt Anke Engelke zu der Erkenntnis: "Kaum einer, den ich auf meiner Reise traf, war zufrieden mit sich, weder innen noch außen. Und ich dachte irgendwann: Sind wir hier alle auf Fehlersuche konditioniert?! Können wir nicht erkennen, dass wir jenseits all unserer vermeintlichen Fehler absolut o.k. sind? Da muss sich etwas ändern, sonst drehen wir durch vor lauter Selbstoptimierung!"

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jko/hos/news.de
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