06.10.2015, 09.13 Uhr

Bundeskanzlerin vor Minaretten: Skandal mit Ansage! ARD verschleiert Angela Merkel

Darf man die Bundeskanzlerin so zeigen?

Darf man die Bundeskanzlerin so zeigen? Bild: news.de-Screenshot (ARD-Mediathek)

Von news.de-Redakteur Tobias Rüster

Das Wort Skandal und die ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" wollten bisher nicht wirklich zusammenpassen. Immerhin will das Politmagazin am Sonntagabend zwischen "Sportschau" und "Lindenstraße" dem geneigten ARD-Vorabend-Zuschauer die große, nüchterne Bundespolitik erklären. So etwas wie wöchentlicher Politikunterricht in der Schule: Was plant die Regierung? Was erwidert die Opposition? Und was bedeuten die Entscheidungen für den Bürger?

ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" zeigt verschleierte Angela Merkel

Doch an diesem Sonntagabend traute sich die sonst bisweilen recht staubig und trocken daherkommende Sendung etwas - und erntete dafür prompt eine arge Breitseite aus Zuschauerkreisen. Doch was war passiert? Für einen Beitrag über die aktuelle Flüchtlingssituation in Europa, speziell in Deutschland, präsentierten die "Bericht aus Berlin"-Macher ein Bild von Bundeskanzlerin Angela Merkel, das es so wohl noch nicht gegeben hat.

Gezeigt wurde die Kanzlerin kurzerhand in einem Tschador, also jenem meist großem dunklen Tuch, das von muslimischen Frauen in Form eines umsäumten Halbkreises als Umhang um Kopf und Körper getragen wird und nur das Gesicht frei lässt. Passend dazu thronte Angela Merkel vor dem Berliner Reichstag, der zusätzlich mit Minaretten versehen war. Vielleicht hätten die Zuschauer das noch durchgehen lassen, doch just in diesem Moment stellte Moderator Rainald Becker die Fragen: "Wie verändert sich das Leben? Ja, wie reagieren wir, wenn Flüchtlinge Probleme haben mit der Gleichstellung, mit Frauenrechten, mit Presse- und Meinungsfreiheit?", wandte er sich an sein Publikum.

Spielt die ARD islamfeindlicher Propaganda in die Arme?

Auf alle diese Fragen gebe es noch keine Antworten, erklärte Becker, immerhin stellvertretender Chefredakteur Fernsehen im ARD-Hauptstadtstudio, weiter. Was sich daran anschloss, war ein Sturm der Entrüstung, der sich vor allem in den sozialen Netzwerken der ARD niederschlug. So könne man nicht berichten, lautete der Vorwurf, würde man doch so islamfeindlicher Propaganda in die Hände spielen. Mittlerweile reagierte auch das Team von "Bericht aus Berlin" auf die Vorwürfe und erklärte auf seinem Facebook-Account, die Merkel-Fotomontage sei schlicht missverstanden worden.

Verschleierte Merkel: So reagierte die ARD auf die Skandal-Vorwürfe

"Die Grafik stand in direktem Zusammenhang mit der Moderation von Rainald Becker zu einem Bericht, in dem es um die Werte unserer Gesellschaft ging. Er sprach von den Errungenschaften unserer westlichen Gesellschaft: Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Gleichstellung. Diese Freiheiten spiegeln sich in Form dieser Grafik wider", gibt es da als Erklärung zu lesen. Den Vorwurf, islamfeindliche Propaganda zu unterstützen, wies man in aller Deutlichkeit zurück.

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rut/boi/news.de
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