05.05.2014, 18.00 Uhr

Eurovision Song Contest 2014: ESC-Siegerin Conchita Wurst wirbt für Freiheit und Toleranz

Von news.de-Redakteurin Juliane Ziegengeist

Am Samstagabend wurde Kopenhagen zum Schauplatz der wohl größten Party Europas. Der Eurovision Song Contest 2014 gastierte nach dem Vorjahressieg von Emmelie de Forest in der dänischen Hauptstadt. Gesucht wurde auch in diesem Jahr der beste Musikact des Kontinents. Dieser Herausforderung stellten sich Künstler aus insgesamt 37 Ländern, die in zwei Halbfinals (6. und 8. Mai 2014) und einem großen ESC-Finale um die Gunst der Zuschauer und der Fachjurys sangen. Alle Neuigkeiten zum Showspektakel gibt's hier.

Mitarbeit: Tobias Rüster, Ullrich Kroemer und Ines Fedder

Der Eurovision Song Contest von A bis Z
Europa singt und tanzt
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Conchita Wurst hat gewonnen.

Conchita Wurst hat gewonnen. Bild: Jörg Carstensen/dpa

00.30 Uhr: Conchita Wurst gewinnt haushoch den ESC 2014

Sie hat es geschafft! Schon während der Show war Conchita den Tränen nahe, als es dann zur Punktevergabe ging und sie eine «12» nach der anderen absahnte, konnte sie nichts mehr halten. Conchita Wurst hat mit 290 Punkten den Eurovision Songcontest gewonnen und widmete ihren Sieg allen, die an Frieden und Freiheit glauben. «This night is dedicated to everyone who believes in peace and freedom. We are unstoppable!», verkündet die strahlende Siegerin Conchita vollkommen überwältigt auf der Bühne. Ein schönes Statement von der Sängerin mit Bart. Oder wie Peter Urban schelmisch sagte: «Vielleicht hat sich Europa geändert, heute ist alles ‹Wurst›.»

ESC 2014: Niederlande und Schweden auf dem Treppchen

Es ist offiziell! Das Treppchen beim ESC 2014 auf einen Blick:

1. Platz: Österreich: Conchita Wurst («Rise Like A Phoenix»)

2. Platz: Niederlande: The Common Linnets («Calm After The Storm»)

3. Platz: Schweden: Sanna Nielsen («Undo»)

... 18. Platz für Deutschland mit Elaiza («Is It Right»)

Alle Punkte im Überblick finden Sie auf auf der offiziellen Conchita Wurst für Österreich auf der Bühne. Der Travestiekünstler hatte sich im Vorfeld bereits wüsten Anfeindungen erwehren müssen. Ein russischer Politiker etwa schimpfte über die «himmelschreiende Propaganda von Homosexualität». Weißrussland soll gar eine Petition gestartet haben. Und auch ESC-Favorit Aram Sargsyan fiel mit homophoben Äußerungen auf, für die er sich im Nachhinein entschuldigte.

Trotz der bösen Kommentare gehen die Buchmacher davon aus, das Conchita Wurst mit ihrem Song «Rise Like A Phoenix» die Hürde des Halbfinales meistern und ins Finale des Eurovision Song Contests 2014 am Samstag einziehen wird.

15.35 Uhr: Spekulationen über mögliche ESC-Manipulation durch Putin

Die Ukraine-Krise scheint langsam aber sich die Überhand über den diesjährigen Eurovision Song Contest zu gewinnen. Zumindest beherrscht das Weiterkommen des russischen Beitrags die Schlagzeilen. Um dessen musikalische Qualität geht es dabei jedoch selten.

So mutmaßt die «Bild»-Zeitung, es gäbe sogenannte Voting-Camps in ehemaligen Sowjetrepubliken, mit Hilfe derer Russlands Präsident Wladimir Putin die Tolmatschowа-Zwillinge möglichst weit bringen wolle. Er habe den Delegationen und den Sängerinnen außerdem verboten, sich öffentlich über die Krim-Krise zu äußern. Ob sich am Ende alle daran halten, bleibt abzuwarten.

Großes Kino: Conchita Wurst liefert grandios ab.

Großes Kino: Conchita Wurst liefert grandios ab. Bild: Jörg Carstensen/dpa

14.00 Uhr: Trotz ESC-Finaleinzugs flossen bei Russland die Tränen

Eigentlich soll der ESC 2014 eine riesengroße Party sein, die die Völker eint und bei der jeder seinen Spaß hat. Doch für die russischen Zwillinge Anastassija Andrejewna und Marija Andrejewna Tolmatschowа endete das erste Halbfinale in Tränen - nicht etwa, weil sie rausflogen, sondern bei ihrem Finaleinzug vom Publikum ausgebuht wurden. Der Grund: der aktuelle Konflikt mit der Ukraine. Wie «bild.de» berichtet, soll das Gesangsduo sogar darüber nachgedacht haben, gar nicht mehr anzutreten!

Dabei hatten die Zwillinge im Internet während der Vorbereitungen auf die Show mit der ukrainischen Teilnehmerin Maria Yaremchuk für Fotos posiert und so Einigkeit demonstrieren wollen.

12.45 Uhr: Kronprinzessin Mary outet sich als ESC-Fan

Für das zweite Halbfinale des Eurovision Song Contests 2014 am Donnerstag hat sich hoher Besuch angekündigt. Die dänische Kronprinzessin Mary wird die Teilnehmer bei der Generalprobe höchstpersönlich in Augenschein nehmen. Königin Margrethe wird das Musikspektakel in Kopenhagen mit dem Rest der Königsfamilie vom heimischen Fernseher aus verfolgen, wie eine Pressesprecherin des Königshauses «dpa» sagte.

11 Uhr: Armenien und Schweden werden ihrer Favoritenstellung gerecht

Sie haben das erste ESC-Halbfinale verpasst? Kein Problem! Wir haben die ersten zehn gewählten Finalisten noch einmal in Bildern für sie festgehalten. Dabei konnten vor allem Armenien und Schweden überzeugen, die laut Wettbüros heiße Favoriten auf des ESC-Titel 2014 sind. Im zweiten Halbfinale am Donnerstag werden aus weiteren 15 Ländern die nächsten zehn Finalteilnehmer gewählt. Mit den sechs gesetzten Ländern fürs Finale kämpfen am Samstag dann insgesamt 26 Nationen um den ESC-Sieg 2014.

Basim sorgt für gute Laune.

Basim sorgt für gute Laune. Bild: Jörg Carstensen/dpa

Mittwoch, 7. Mai, 9.20 Uhr: Konflikt zwischen Russland und Ukraine überschattet ESC 2014

Eigentlich sind politische Botschaften auf der ESC-Bühne verboten. Doch schon im ersten Halbfinale wurde deutlich: Auch der Gesangswettwerb kann sich vor der anhaltenden Ukraine-Krise nicht verschließen. So wurde der Einzug des russischen Gesangsduo ins ESC-Finale von Buhrufen aus dem Publikum begleitet. Man darf gespannt, wie sich die Punktevergabe am Samstag angesichts der angespannten Situation gestalten wird.

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