06.07.2019, 13.30 Uhr

Blade: Computer aus der Cloud: Was hat Shadow zu bieten?

PC-Gaming geht heute auch ohne eigenen Highend-PC

PC-Gaming geht heute auch ohne eigenen Highend-PC Bild: Gorodenkoff/Shutterstock.com/spot on news

Ein leistungsstarker PC fürs Spielen oder zur Videobearbeitung kann teuer sein. Doch der Anbieter Blade möchte mit seinem 2015 ins Leben gerufenen Service Shadow Abhilfe schaffen. Die Prämisse ist eine einfache: Statt sich immer wieder neue PC-Hardware kaufen zu müssen, sollen Nutzer dank der Cloud von überall auf leistungsfähige Rechner zugreifen können. Und dazu brauchen sie nicht mal selbst einen Desktop-PC.

Wer den Service nutzt, der kann unter anderem auch mit einem Laptop oder seinem Android- und iOS-Smartphone auf den "gemieteten Rechner" zugreifen. So wird es beispielsweise möglich, aktuelle PC-Spiele auch auf älterer Hardware laufen zu lassen - oder auch auf dem Mac, auf Linux-Systemen und eben auf dem Smartphone. Die dafür nötigen Programme und Apps gibt es kostenlos auf der Homepage des Anbieters.

Aktuelle Bestseller-Games für den PC, wie "Total War: Three Kingdoms", gibt es hier

Highend-PC-Gaming immer und überall ist also nicht mehr unerreichbares #Neuland, sondern mittlerweile ohne größere Probleme machbar. Ein weiterer großer Vorteil des Angebots: Shadow verspricht, dass man stets auf dem neuesten Stand bleibt, denn die in den Servern des Unternehmens verbaute Hardware wird immer wieder erneuert. Damit ist die Lösung auch zukunftssicher.

Doch wie funktioniert das Ganze überhaupt?

Nachdem man das Programm oder die App heruntergeladen hat, kann man sich ganz einfach auf seinem Cloud-PC einloggen. Dort ist Windows 10 vorinstalliert. Nutzer können sämtliche Games oder Programme installieren, die sie benötigen. Die Eingaben des Nutzers - zum Beispiel während eines Spiels - werden an Shadow gesendet, im Rechenzentrum wird alles verarbeitet und Bild und Ton werden als Stream zurückgeschickt. So muss etwa auf dem Smartphone nur ein Stream angezeigt werden, die Berechnungen finden komplett auf der Seite von Shadow statt.

Und wie sieht es mit den persönlichen Daten aus? Shadow versichert, dass nur der Nutzer auf seine eigenen Daten zugreifen kann. Wie ein normaler PC ist auch der Cloud-Rechner von Shadow beispielsweise passwortgeschützt. Übertragen werden die Daten zwischen User und Service über ein "Tunnelsystem", wie es auf der Webseite des Dienstes weiter heißt. Eine Verschlüsselung mit SSL-Zertifizierung soll noch kommen.

Schnelles Internet ist ein Muss

Um den Dienst allerdings auch vernünftig nutzen zu können, ist eine schnelle Internetleitung absolute Pflicht. Shadow empfiehlt eine Bandbreite von mindestens 15 Mbit. Das dürfte für Spiele bei Full-HD-Auflösung ausreichen. Für Games in 4K-Auflösung sollte allerdings deutlich mehr Bandbreite zur Verfügung stehen.

Der Preis von Shadow ist zudem relativ happig. Wer sich für ein ganzes Jahr bindet, der bezahlt monatlich 29,95 Euro. Ohne Vertragsbindung steigen die Kosten auf 39,95 Euro im Monat - ein erster Probemonat ist kostenlos. Doch auch das kann sich durchaus rechnen. Ein eigener Highend-Gaming-PC, der auch noch immer wieder aufgerüstet werden muss, kommt auf Dauer in der Theorie teurer. Unschön dürfte für viele zudem sein, dass man sich wirklich nur den Rechner mietet. Spielevollversionen sind nicht enthalten. Man muss sich also auch weiterhin auf Steam oder im Epic Games Store selbst mit Spielen versorgen.

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