15.12.2018, 14.00 Uhr

Geänderte Gemeinschaftsstandards: Komplett sexfrei?! DIESE Inhalte hat Facebook heimlich verboten

Facebook verbietet sexuelle Inhalte

Facebook verbietet sexuelle Inhalte Bild: dpa

Bei Facebook wird es wohl künftig züchtiger zugehen. Das soziale Netzwerk hat nämlich ganz ohne große Ankündigung die Gemeinschaftsstandards geändert. Ab sofort sind einige Dinge auf Facebook generell verboten. Wer dagegen verstößt, wird gelöscht.

Facebook verbietet "sexuelle Kontaktaufnahme"

Bisher war die Darstellung von weiblichen Nippeln auf Facebook verboten. Wer nackte Haut zeigen wollte, musste die Nippel zensieren. Doch das reicht dem sozialen Netzwerk nicht. Facebook soll jetzt offenbar komplett sexfrei werden. Die Gemeinschaftsstandards wurden bereits am 15. Oktober 2018 geändert. "Netzpolitik.org" machte darauf aufmerksam. Nun ist sogar "sexuelle Kontaktaufnahme" verboten, sprich Sex-Chats oder auch nur die Bemerkung "Ich möchte heute Abend noch Spaß haben". Eindeutig zu anzüglich!

Verboten sind künftig "Koordinierungs- oder Anwerbeversuche für sexuelle, nicht jugendfreie Handlungen wie gefilmte sexuelle Handlungen, pornografische Handlungen und erotische Tänze oder Massagen". Auch "sexualisierter Slang" ist nun nicht mehr erlaubt. Einige Facebook-Nutzer finden das nämlich anstößig. Facebook zeigt sich prüde.

Keine Nacktbilder in privaten Nachrichten

Auch sexuelle Andeutungen, aber auch andere Inhalte wie beispielsweise künstlerische Zeichnungen sind verboten. Nacktbilder oder Pornovideos sollten Nutzer nun auch nicht mehr verschicken. Auch sollte man nicht über den "Hygienezustand von Genitalien oder Gesäß" schreiben. Das Verbot betrifft übrigens nicht nur öffentliche Postings, sondern auch private Nachrichten. Inhalte, die gegen die Regeln verstoßen, können gemeldet werden und werden gelöscht. 

Doch wie passt die Änderung der Gemeinschaftsstandards zu dem Plan, dass Facebook eine Dating-Plattfom werden will? Wie "netzpolitik.org" schreibt, spekuliert die Bürgerrechtsorganisation EFF, dass ein neues Gesetz in den USA Ursache des Sex-Verbots auf Facebook sein könnte. Online-Plattformen können demnach künftig für die Anbahnung von Menschenhandel haftbar gemacht werden. Um das zu verhindern, änderte der Internetgigant offenbar seine Gemeinschaftsregeln. Facebook kündigte allerdings an, die Regeln noch einmal zu überarbeiten. Bis dahin sollte man die Gespräche oberhalb der Gürtellinie halten.

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bua/news.de
Themen: Facebook, Sex
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