12.12.2018, 22.00 Uhr

Test: OnePlus 6T: Preiswertes Premium-Smartphone mit kleinen Makeln

Neues Feature beim OnePlus 6T: Der Fingerabdrucksensor sitzt hinter dem AMOLED-Display

Neues Feature beim OnePlus 6T: Der Fingerabdrucksensor sitzt hinter dem AMOLED-Display Bild: OnePlus/spot on news

Während allen voran Apple, aber zunehmend auch Huawei, Google oder Samsung bei Smartphone-Neuvorstellungen schamlos die 1.000-Euro-Grenze überschreiten, gibt es nach wie vor auch Premium-Geräte für die Hälfte. Der chinesische Hersteller OnePlus hat sich im Lager der Preis-Leistungs-Jünger mittlerweile einen guten Namen gemacht und zeigt mit dem aktuellen Modell 6T erneut, warum das so ist.

Das T steht bei OnePlus traditionell für sanfte Weiterentwicklungen des Vorgängermodells und so sind die Veränderungen zur 6er-Variante auch überschaubar - aber dennoch erwähnenswert. Vor allem der ins AMOLED-Display integrierte Fingerabdrucksensor überzeugt. Das neue Feature sorgt gleichzeitig dafür, dass das Display minimal von 6,3 auf 6,4 Zoll anwächst, ohne dass das ohnehin üppige Gehäuse noch größer werden musste. Gleichzeitig reduziert sich die lästige Notch-Aussparung mit der Frontkamera auf ein Minimum.

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Display hui, Audio pf... geht so

Das Display bereitet also große Freude, egal, ob beim Schauen von Videos, beim Spielen oder einfach nur beim Bedienen der OxygenOS-Oberfläche, die auf Android 9 basiert. Einschränkungen muss der User jedoch beim Klang hinnehmen. Ohne Kopfhörer klingt Musik ohnehin blechern und extrem einseitig, da sie nur von der Smartphone-Unterkante her ertönt. Und mit Kopfhörer? Da muss der altmodische User erst mal in der Lieferbox nach dem USB-Adapter kramen, denn den Klinkenanschluss hat OnePlus beim 6T wegrationalisiert. Schade, weil es so unmöglich wird, gleichzeitig das Gerät vollumfänglich zu nutzen und es zu laden - denn auch auf induktives Laden verzichtet der Hersteller.

Dies sind aber auch schon die wenigen Kritikpunkte, die man an dem 6T finden kann. Lediglich User, die noch nicht die Cloud zur einzig wahren Speicherlösung erkoren haben, werden sich über den nicht erweiterbaren, internen Speicher von 128 bzw. 256 Gigabyte ärgern. Dafür findet theoretisch eine zweite SIM-Karte im Gehäuse Platz. Die zahlreichen Verbindungsmöglichkeiten per LTE, NFC, Bluetooth und WLAN sind ohnehin Standard. Performance und Akkulaufzeit sind top: Das Qualcomm-Spitzenmodell, der Octa-Core-Prozessor Snapdragon 845, sorgt mit Unterstützung von 6 bis 8 Gigabyte RAM für flüssige Animationen auch beim Zocken. Der Slogan "Unlock The Speed" ist also nicht nur ein leeres Versprechen.

Software-Update optimiert die alte Dual-Kamera

Auch die Dual-Kamera überzeugt mit 16 Megabyte Auflösung. Vor allem in der Dämmerung holt die im Vergleich zum 6er-Modell aktualisierte Kamera-Software beeindruckend viel aus den Fotomotiven heraus. Apropos Optik: Trotz der nach wie vor aus Gorillaglas bestehenden Rückseite wirkt das 6T edler als sein Vorgänger, die matte Oberfläche verbirgt Fingerabdrücke besser als die Hochglanz-Variante des OnePlus 6. Wer das Gerät dennoch lieber in Gummi hüllt, wird sich über die nette (aber kaum teure) Geste freuen, dass die Schutzhülle gleich im Lieferumfang enthalten ist.

Das OnePlus 6T ist bereits seit November erhältlich - die unverbindliche Preisempfehlung bewegt sich zwischen 549 Euro bei 6 GB RAM und 128 GB Speicher und 629 Euro bei 8 GB RAM und 256 GB Speicher. Wer kleinere Abstriche bei Akustik, schnurlosem Laden und dem nicht erweiterbaren Speicher akzeptiert, erhält mit dem 6T ein Premium-Smartphone mit kaum schlagbaren Preis-Leistungsverhältnis.

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