30.09.2018, 12.45 Uhr

Podcasts: Podcasts: Darum ist das Radio zum Runterladen so beliebt

Podcasts erfreuen sich wachsender Beliebtheit

Podcasts erfreuen sich wachsender Beliebtheit Bild: goodluz/Shutterstock.com/spot on news

Die Geschichte der Podcasts ist noch keine Lange. Das Radio zum Runterladen ist keine 20 Jahre alt. Waren Podcasts anfangs nur verhältnismäßig wenigen Menschen bekannt, sind sie im Jahr 2018 ein wahres Massenphänomen. 22 Prozent der Deutschen hören mittlerweile regelmäßig Podcasts, 2016 waren es noch 14 Prozent. Das geht aus einer Studie im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom hervor, die im Juli veröffentlicht wurde.

Den gleichen Trend kann der Audio-Streamingdienst Deezer verzeichnen, der auch eigene Podcast Originals produziert - darunter "Drugs", der sich mit Hintergründen zum Thema Drogen beschäftigt, und "Das Kleine Fernsehballett", in dem Moderatorin Sarah Kuttner (39, "180 Grad Meer") und Journalist Stefan Niggemeier (48) über das gute alte Fernsehen sprechen. In den beiden letzten Jahren hat sich demnach die Zahl der Podcast-Hörer auf Deezer verdoppelt. Die durchschnittliche Hörzeit aktiver Podcast-Nutzer sei sogar um 171 Prozent gestiegen.

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Von den Anfängen

Als Erfinder der Podcasts gelten der US-Softwareentwickler Dave Winer (63) und der Publizist Tristan Louis (47). Für wachsende Bekanntheit des seit 2000 bestehenden Formats sorgte kurz darauf Radio- und MTV-Moderator Adam Curry (54). Der Begriff "Podcast" wurde 2004 von dem britischen Autoren Ben Hammersley (42) geprägt, der die Worte "Broadcast" und "iPod" miteinander verband - noch bevor iPod-Hersteller Apple 2005 Podcasts bei iTunes zugänglich machte.

Für die stetig wachsende Verbreitung von Podcasts sind vermutlich vor allem zwei Faktoren verantwortlich. Zum einen wäre da die Beliebtheit des Smartphones. Kaum ein moderner Mensch läuft mehr ohne herum - und laut Bitkom konsumieren rund sieben von zehn Hörern (74 Prozent) Podcasts über das Smartphone.

Zum anderen gibt es einige Podcasts, die sich dank Originalität, hochwertiger Produktion oder dergleichen mehr solcher Beliebtheit erfreuen, dass selbst der Flurfunk im Büro darüber redet. Da wären beispielsweise der "Sanft & Sorgfältig"-Nachfolger "Fest & Flauschig" von Olli Schulz (44) und Jan Böhmermann (37, "Alles, alles über Deutschland"), der seit Mai 2016 bei Spotify zu finden ist. Oder auch der US-True-Crime-Podcast "Serial", dessen erste Staffel 2014 einen regelrechten Hype auslöste. Kleiner Tipp: Fans des Formats sollten auch mal in den Podcast "Dunkle Heimat - Der Fall Hinterkaifeck" von Antenne Bayern reinhören.

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Themen: Podcast, Radio
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