22.07.2018, 07.00 Uhr

KI-Roboter im Anmarsch!: So gefährlich kann künstliche Intelligenz werden

Der vierbeinige Roboter

Der vierbeinige Roboter "Spot" wurde schon 2015 auf einer Basis der Marine Corps in den USA getestet. Bild: Defense Media Activity/Cpl. Er/US Marines/picture alliance/dpa

Von news.de-Volontärin Sandy Schmiedel

Was passiert, wenn Maschinen mit künstlicher Intelligenz die Menschheit überholen und sich gegen ihre Schöpfer wenden? Filme wie "Terminator" zeigen die möglichen Konsequenzen solcher Szenarien in den Kinos, doch auch in der Realität entwickelt sich die Technik hinter Robotern immer schneller.

Künstliche Intelligenz macht Besorgnis erregende Fortschritte

Die von Google aufgekaufte Firma Boston Dynamics arbeitet unter anderem an Robotern für das US-Militär und hat Internet-Nutzern schon im Februar 2018 ein mulmiges Gefühl beschert. Ein Video des Unternehmens zeigte einen hundeähnlichen Roboter, der eine massive Tür selbstständig öffnen kann, um sich und seinen Maschinen-Kollegen den Weg freizugeben, die mit bemerkenswerter Geschwindigkeit unterwegs sind. Der "SpotMini" kann außerdem Treppen benutzen und spezifizierte Gebiete navigieren. Es würde Menschen also immer schwerer fallen, sich vor Robotern zu verstecken.

Boston Dynamics entwickelt humanoide Roboter mit KI - zur Menschenjagd?

Atlas, der humanoide Roboter von Boston Dynamics, ist schon seit über zwei Jahren in der Entwicklung und kann jetzt unabhängig vom Gelände, zum Beispiel durch einen Wald, joggen. Er springt über Hindernisse und navigiert sogar selbstständig Gebäude. Dabei rennt Atlas in einem konstanten Tempo und würde wahrscheinlich einige unsportliche Menschen schnell einholen, die auf der Flucht vor ihm sein könnten.

Das Internet lässt es sich natürlich nicht nehmen, die nahende "Roboter-Invasion" mit Humor zu kommentieren. Ein Twitter-Nutzer teilte das Video von Atlas mit den Worten "Das neueste Update von unseren zukünftigen Roboter-Overlords", während ein anderer User schon über mögliche Gegenmittel nachdachte. Die Lösung: einen Türstopper hinter die Tür klemmen. Ob das die Roboter bei einer eventuellen Menschenjagd wirklich aufhalten könnte?

Killer-Roboter mit künstlicher Intelligenz beunruhigen Wissenschaftler

Obwohl die existierenden Maschinen bisher anscheinend keine ernsthafte Gefahr darstellen, wurde Boston Dynamics bereits 2014 vorgeworfen, Killer-Roboter herzustellen. Besorgnis erregend ist auch, dass es tausende Regierungsvertreter und Experten für künstliche Intelligenz als nötig erachten, öffentlich zu versichern, dass sie sich nicht an der Entwicklung oder Herstellung von tödlichen Waffensystemen beteiligen werden, die selbstständig über Leben und Tod eines Menschen entscheiden würden. Davon berichtet die britische Zeitung "The Guardian". Die Unterschriftensammlung zählt mittlerweile über 2.400 Zusagen, unter anderem von den Google DeepMind Entwicklern und Unternehmer Elon Musk.

Ausgefeilte Technik mit künstlicher Intelligenz auch große Hilfe für Menschheit

Natürlich sind nicht alle Entwicklungen von Technik mit künstlicher Intelligenz als gefährlich zu betrachten. Ein mobiler 3D-Drucker konnte beispielsweise innerhalb von 48 Stunden ein vollständiges Haus bauen, dessen Materialien sogar wiederverwendbar sind. Besonders im Kampf gegen Obdachlosigkeit würde das Konzept eine große Hilfe sein.

Auch zu Hause könnten Ihnen intelligente Roboter behilflich werden. Forscher der Technischen Universität in Singapur haben ein System aus zwei Roboterarmen entwickelt, die für Sie lästige Ikea-Möbel zusammenbauen können. Ohne menschliche Hilfe war ein klassischer Stuhl beispielsweise nach 20 Minuten gebrauchsfertig.

In welche Richtung die Entwicklung künstlicher Intelligenz gehen wird, liegt also in den Händen der Menschheit selbst. Fest steht, es muss noch einiges passieren. Erst vor wenigen Monaten starb eine Fußgängerin bei einem Unfall mit einem selbstfahrenden Auto.

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scs/loc/news.de
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