03.07.2018, 15.13 Uhr

DIESE Unternehmen haben ihre Daten: Facebook-Skandal um Datenklau größer als gedacht!

Facebook-Chef Mark Zuckerberg sitzt vor einer Anhörung des Energie- und Handelsausschusses des US-Repräsentantenhauses im Kapitol.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg sitzt vor einer Anhörung des Energie- und Handelsausschusses des US-Repräsentantenhauses im Kapitol. Bild: picture alliance/Andrew Harnik/AP/dpa

Im Datenskandal um Cambridge Analytica wurden 50 Millionen Facebook-Profile regelrecht ausgebeutet. Jetzt gab die Social Media Plattform um Gründer Mark Zuckerberg weitere Details bekannt, die zeigen wie viele Unternehmen Zugang zu sensiblen Daten hatten.

Neue Informationen zum Facebook Datenskandal veröffentlicht

In einem schriftlichen Report für den US Kongress beantwortet Facebook auf über 700 Seiten Fragen des Energie- und Handelsausschuss-Komitees und bringt damit das Ausmaß des Datenskandals zum Vorschein. Es wurde bekannt, dass Facebook die gesammelten Informationen über Nutzer mit insgesamt 52 Unternehmen teilte, darunter Entwickler von Hard- und Software aus aller Welt. Die mit verschiedenen Firmen getroffenen Vereinbarungen sollten eigentlich seit dem Jahr 2014 eingestellt sein. Bis dahin konnten dritte Anbieter von Facebook-Apps die Daten ihrer Nutzer, aber auch von Profilen aus ihrem "Freundeskreis" sammeln, was mit neuen Regelungen unterbunden werden sollte. Die "Washington Post" berichtet aber, der neue Report zeige, dass nur 38 der 52 Kooperationen beendet wurden. Manche seien sogar heute noch aktiv.

Über 50 Unternehmen hatten Zugriff auf Ihre Facebook-Daten

Unter den Firmen, die zunächst eine Schonfrist bekamen um die neuen Regelungen umzusetzen, befinden sich viele bekannte Namen: Nike, Spotify, UPS, Panasonic, AOL, Nissan, Amazon, Apple, Huawei, Lenovo, Microsoft, Samsung oder HP sind auf der Liste zu finden. Außerdem wurden 52 Unternehmen besondere Zugeständnisse gemacht, um "Facebook und Facebook Features" in Geräten und Diensten zu nutzen, wodurch ebenfalls Nutzerdaten übermittelt wurden. In einem Blogpost des Facebook "Newsroom" betont der Internet-Riese, man achte jetzt vor allem darauf, "welche Informationen von Apps benutzt werden können, wenn man sie mit Facebook verbindet" und dass an Einschränkungen gearbeitet werde, um "die Informationen der Menschen besser zu schützen".

FBI hat neben Cambridge Analytica auch Facebook im Visier

Während die Ermittlungen gegen Cambridge Analytica laufen, haben das Justizministerium und das FBI ihre Ermittlungen auch auf Facebook ausgeweitet.Der Social-Media-Riese hatte bereits Ende 2015 erfahren, dass der Cambridge-Professor Aleksandr Kogan Nutzer-Daten aus einer Umfrage an die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica weitergegeben hatte. Das Online-Netzwerk gab sich damals jedoch zufrieden mit der Zusicherung, dass die Daten gelöscht worden seien und informierte die betroffenen Nutzer nicht. Diese Entscheidung sei ein Schwerpunkt der Untersuchungen, berichtete die "Washington Post". Vom Datenklau bei Facebook sind auch bis zu 310.000 Deutsche betroffen.

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scs/loc/news.de/dpa
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