26.05.2018, 07.46 Uhr

Social-Media-Tipps: So erkennen Sie Social Bots und Fake-Profile

Nicht immer steckt hinter einem Social-Media-Profil ein echter Mensch.

Nicht immer steckt hinter einem Social-Media-Profil ein echter Mensch. Bild: Silas Stein/dpa

Von news.de-Redakteur Thomas Jacob

Die modernen Kommunikationsmedien sind Fluch und Segen zugleich. Über soziale Netzwerke können Nutzer nicht nur mit Familie und Freunden in Kontakt bleiben sowie Gleichgesinnte finden. In den vergangenen Jahren ist gleichzeitig die Gefahr der Meinungsmanipulation gestiegen. Doch nicht hinter jedem Profil steckt immer ein echter Mensch. So erkennen Sie Fake-Profile und Social Bots.

Tipp 1: Biografie, Freunde und Aktivitäten eines Accounts prüfen

Besonders auf Twitter haben Social Bots Hochkonjunktur, schließlich gestattete das Unternehmen bisher ausdrücklich die Verwendung derartiger Profile. Falls Sie sich nicht sicher sind, ob hinter einem Account eine echte Person steckt, sollten Sie zunächst die Biografie eines Nutzers auf der jeweiligen Profilseite prüfen. Sind keine oder widersprüchliche Angaben vorhanden, sollten Sie misstrauisch sein. Überprüfen Sie auch, welchen Profilen der Account folgt oder ob andere Nutzer dem Account folgen. Ein Account mit Hunderten Tweets, der keine oder nur wenige Follower hat, sollte misstrauisch machen.

Tipp 2: Social Bots posten in wiederkehrenden Mustern

Auch das Verhalten eines Accounts kann Hinweise auf eine mögliche Fälschung geben. Gerade Bots posten ihre Inhalte oft in wiederkehrenden Mustern. Robhat Labs, die Macher der Bot-Erkennungssoftware "botcheckme.com", gaben gegenüber "medium.com" folgende Hinweise, auf die man achten sollte: Sogenannte "High-Confidence Bot Accounts" seien daran zu erkennen, dass sie oft im Abstand weniger Minuten posten und dabei beispielsweise kontroverse, politische Positionen – darunter auch Fake News – verbreiten würden. Auch eine relativ schnell wachsende Follower-Zahl in kurzer Zeit und die Unterstützung anderer "High-Confidence Bot Accounts" durch Verweise und Retweets seien Merkmale für eine mögliche Manipulation.

Tipp 3: Falsche Profilbilder per Google-Bilder-Rückwärtssuche erkennen

Zuletzt kann auch das Profilbild einen Hinweis auf die wahre Intention eines Accounts geben. Sollte darauf etwa eine Person zu erkennen sein, können Sie mit der Bildersuche von Google herausfinden, ob das Foto bereits auf anderen Internetseiten verwendet wurde. Unter "images.google.com" können Sie das zu untersuchende Bild hochladen oder direkt die URL des Fotos eingeben. Dank der Bilder-Rückwärtssuche erkennt die Suchmaschine gleiche Resultate und listet sie entsprechend auf. Sollte das Foto dutzendfach vorhanden sein, lässt dies auf ein mögliches Fake-Profil schließen.

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jat/kad/news.de
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