04.11.2017, 10.12 Uhr

Neue EU-Richtlinie PSD2: Kontodaten in Gefahr! So unsicher sind Internetgeschäfte

Sind Ihre Kontodaten in Gefahr?

Sind Ihre Kontodaten in Gefahr? Bild: dpa

Seit Jahren ist ein klarer Trend erkennbar: Der Einzelhandel wird nach und nach von Internetgeschäften abgelöst. Wer Kleidung, Spielzeug, Möbel oder dergleichen braucht, klickt sich mittlerweile lieber durch das Internet, als mühsam die Geschäfte in der Stadt abzuklappern.

Kontodaten aufgrund neuer EU-Richtlinie in Gefahr

Doch Shopping im Internet könnte ab 2018 allerdings äußerst riskant werden. Grund dafür ist eine neue EU-Richtlinie für Banken, die Zweite Zahlungsdiensterichtlinie. Experten befürchten schon jetzt Daten-Missbrauch und Betrug. Doch worum geht es genau?

Unternehmen haben aufgrund dieser Richtlinie künftig die Möglichkeit, sogenannte Konteninformationsdienste anzubieten. Dafür müssen sie sich lediglich bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) registrieren lassen.

Geben Sie Ihre Kontodaten nicht an Nicht-Banken weiter

Was von Grund auf gut gemeint ist, könnte übel enden. Diese Dienste haben eigentlich den Zweck, Kunden auf einen Blick Informationen über ihre verschiedenen Konten zu geben. Doch der Haken: Sie als Verbraucher müssen dem Unternehmen Ihre Zugangs-PIN für Ihr Bankkonto verraten.

Nutzen Amazon, Google und Co. die neue EU-Richtlinie aus?

Groß ist daher die Gefahr, große Unternehmen wie Amazon, Facebook und Co. könnten derlei Dienste anbieten, um an die Kontodaten der Nutzer zu gelangen. Christian Pirkner, Chef des Finanz-Technik-Unternehmens Blue Code, erklärte gegenüber der "Bild"-Zeitung: "Es ist zu erwarten, dass viele Internetunternehmen den Kunden den Zugriff auf die Kontodaten z. B. mit Rabatten oder sonstigen Vergünstigungen schmackhaft machen werden, ohne ihnen zu sagen, dass sie mit den gewonnenen Daten Geschäfte machen wollen."

Als Bankkunde sollten Sie daher unbedingt darauf achten, Internetunternehmen nicht willkürlich bzw. am besten gar nicht den Zugriff auf ihre Konten zu erlauben.

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fka/news.de
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