27.04.2015, 11.37 Uhr

Weil sein Opa ausbüxte: 16-Jähriger entwickelt Alarm-Socken für Alzheimer-Kranke

Millionen Menschen weltweit kämpfen den Kampf gegen das Vergessen. Denn Alzheimer ist eine tückische Krankheit, schreitet mal langsamer, mal schneller voran und macht viele Betroffene auf Dauer von fremder Hilfe abhängig - so auch der Großvater des 16-jährigen Kenneth Shinozukas aus den USA.

Zum Thema: Deshalb erkranken launische Frauen häufiger an Demenz.

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16-Jähriger entwickelt Alzheimer-Socken für seinen Opa

Wie "Spiegel Online" berichtet, entstanden durch die Orientierungslosigkeit, unter der sein Opa aufgrund der Krankheit leidet, immer wieder brenzlige Situationen einher: Er verirrte sich im Park, lief des nachts auf die Bundesstraße, büchste aus und brachte sich so in Lebensgefahr. Selbst eine Nachtwache konnte nicht alle Ausbrüche verhindern.

Die Alzheimer-Socken sollen Patienten vor gefährlichen Ausflügen bewahren (Symbolbild).

Die Alzheimer-Socken sollen Patienten vor gefährlichen Ausflügen bewahren (Symbolbild). Bild: apops - Fotolia.com

Deshalb überlegte sich Kenneth einen Kniff: Der technikbegeisterte Teenager entwickelte spezielle Alarm-Socken für seinen Alzheimer-kranken Großvater. Sobald er seine Füße aus dem Bett auf den Boden setzt, gibt ein in den Socken verbauter Sensor ein Signal ab, dass die nächtliche Flucht sofort an das damit verbundene Smartphone meldet.

Alzheimer-Socken in Pflegeheimen - weniger "Ausbrüche"

Ein Jahr lang tüfftelte Kenneth laut "Spiegel Online" an seiner Erfindung. Dann bekam sein Opa das erste Mal die Hightech-Socken an seine Füße. Seitdem sei er kein einziges Mal mehr unbemerkt aufgebüchst. Deshalb fanden die Alzheimer-Socken auch ihren Weg in 13 kalifornische Pflegeheime, um sie dort an Demenz-Patienten zu testen.

Mittlerweile hat Kenneth Shinozukas auf seine Erfindung, für die er sogar Preise einheimste, Patent angemeldet. Die Markteinführung in den USA hängt vom weiteren Testverlauf ab. Pro Paar sind 70 US-Dollar veranschlagt. Zum Vergleich: Eine Sensormatte, wie sie u.a. in Deutschland verwendet wird, kostet 700 Euro.

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zij/news.de
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