08.08.2014, 09.16 Uhr

Schrott richtig entsorgen: Wegweiser im Schrottlabyrinth

Fast jeder von uns hat mit Elektroschrott schon mal Bekanntschaft gemacht: Mal gibt die Kaffeemaschine den Geist auf, dann wird der alte Walkman aussortiert und zu guter Letzt quittiert auch der Laptop seinen Dienst. Wer sich nicht im Laufe der Zeit seine eigene kleine Elektroschrotthalde aufbauen mag, steht dann vor der Frage: Wohin mit den defekten Geräten? Muss jedes Mal ein Wertstoffhof angesteuert werden oder können die Geräte auch in die Mülltonne?

Verbraucher sind oft verunsichert, wie Elektroschrott richtig zu entsorgen ist.

Verbraucher sind oft verunsichert, wie Elektroschrott richtig zu entsorgen ist. Bild: picture alliance / dpa / Bernd Thissen

Elektroschrott nicht im Restmüll entsorgen

Grundlegend steht fest: Geräte, die elektronische Bauteile enthalten, haben im normalen Restmüll oder der schwarzen Mülltonne nichts verloren. Wo die alten Geräte entsorgt werden, hängt einerseits von ihrer Größe ab. Überschreiten Geräte die Abmessungen von 30 mal 30 mal 30 Zentimeter, zählen sie als Elektrogroßgeräte. Solche sperrigen Geräte, darunter auch Waschmaschinen, Fernseher, Staubsauger, Wäschetrockner oder Mikrowellengeräte, finden idealerweise auf einem Wertstoffhof ihre letzte Ruhestätte. Auf den Recyclingsammelstellen, die in jeder Stadt zu finden sind, werden die Altgeräte kostenfrei entgegengenommen.

Voraussetzung sind jedoch sogenannte Berechtigungskarten, die bei der Ablieferung des Elektroschrotts vorgezeigt werden müssen. In der Regel werden sie jedem Haushalt zusammen mit dem jährlich erscheinenden Abfallwegweiser zugestellt. Alternativ kann ein amtlicher Lichtbildausweis zum Wertstoffhof mitgebracht werden, der belegt, dass Sie Anwohner der Stadt sind, in dem Sie Ihren Elektroschrott abgeben möchten. Wer beispielsweise nicht über ein Auto verfügt oder aus anderen Gründen nicht ohne weiteres zu einem Wertstoffhof fahren kann, kann auch bei der Stadtreinigung seines Wohnortes beantragen, dass die Altgeräte abgeholt werden - ein Telefonanruf genügt in der Regel.

Viele Elektrokleingeräte können in der Gelben Tonne plus entsorgt werden - sperrigere Elektrogeräte gehören auf den Wertstoffhof.

Viele Elektrokleingeräte können in der Gelben Tonne plus entsorgt werden - sperrigere Elektrogeräte gehören auf den Wertstoffhof. Bild: picture alliance / dpa / Marijan Murat

So werden Elektrokleingeräte richtig entsorgt

Kleinere Geräte wie ausgediente Bügeleisen, Computermäuse und anderes kleineres PC-Zubehör, Haartrockner oder durchgebrannte Glühbirnen können problemlos in der Gelben Tonne plus entsorgt werden. Diese ist für Elektrokleingeräte aus Verbundmaterialien gedacht - auch alte Handys und Laptops können hier fachgerecht entsorgt werden. Kabel an kleinen Elektrogeräten müssen jedoch ebenso wie Batterien oder Akkus entfernt werden, bevor die Geräte in die Gelbe Tonne plus wandern - Kabel gehören Informationen der Abfallwirtschaft nämlich in den Restmüll, also die schwarze Mülltonne. Batterien und Akkus sollten jedoch keinesfalls mit dem Restmüll entsorgt werden, sondern der Umwelt zuliebe der Schadstoffsammlung zugeführt werden. Letzteres gilt auch für Energiesparlampen. Wer sich allerdings von alten Disketten trennen möchte, wirft diese in die schwarze Tonne, denn diese Abfälle können in der Müllverbrennungsanlage vernichtet beziehungsweise deponiert werden.

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loc/news.de
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