27.04.2014, 09.00 Uhr

Trend Lifecasting: Warum Menschen ihr komplettes Leben ins Internet streamen

Von news.de-Volontärin Anika Bube

Justin Kan gilt als der Begründer des Lifcastings als er 2007 damit begann sein komplettes Leben zu streamen.

Justin Kan gilt als der Begründer des Lifcastings als er 2007 damit begann sein komplettes Leben zu streamen. Bild: Screenshot Pinterest / TechCrunch

Musik anhören oder Filme genießen.

Doch es lassen sich auch einige Menschen ausmachen, die ihren kompletten Alltag ins Netz stellen. Die Echtzeitübertragung des privaten Lebens nennt sich Lifecasting. Als Begründer dieses Standards für Videos im Netz gilt der 31-jährige Justin Kan aus San Francisco.

Lifecasting auf Justin.TV

2007 veröffentlichte er auf Justin.TV 24 Stunden an sieben Tagen der Woche sein Leben. Eine Webcam, die an seinem Kopf befestigt war, zeichnet jeden Lebensabschnitt auf und übertrug ihn direkt ins Internet. Justins Lifecasting ging ungefähr acht Monate.

Auf der Plattform Justin.TV können heute alle Live-Videos veröffentlichen. Im Monat werden hier ungefähr 300 Millionen Videos mit einer Gesamtspieldauer von 50 Millionen Stunden von den Nutzern angeschaut. Laut Angaben der Betreiber startet jede Sekunde ein neuer Livestream.

Negative Schlagzeilen erhielt die Plattform, als am 19. November 2008 der damals 19-jährige Abraham Biggs in einem Livestream Selbstmord gegangen hat. Wie die «New York Times» berichtete, ermutigten die Zuschauer des Livestreams Biggs dazu, den tödlichen Pillencocktail zu nehmen. Erst als der junge Mann bewusstlos vor seiner Webcam lag, riefen einige der Zuschauer die Polizei an.

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