08.09.2019, 20.22 Uhr

Juan Manuel Correa in Klinik: Rennfahrer erleidet Atemstillstand nach Todes-Crash in Formel 2

Die Fahrzeuge von Juan Manuel Correa aus den USA und Anthoine Hubert aus Frankreich wurden bei dem schlimmen Crash in der zweiten Runde völlig zerstört.

Die Fahrzeuge von Juan Manuel Correa aus den USA und Anthoine Hubert aus Frankreich wurden bei dem schlimmen Crash in der zweiten Runde völlig zerstört. Bild: dpa

Juan Manuel Correa kämpft eine Woche nach seinem Horrorcrash in Belgien mit Komplikationen. Der in den tödlichen Unfall des Franzosen Anthoine Hubert verwickelte Pilot ist zurzeit nicht bei Bewusstsein, wie seine Eltern in der Nacht auf Samstag in einem Statement mitteilten, das in den sozialen Netzwerken Instagram, Twitter und Facebook sowie auf der Homepage des 20 Jahre alten Rennfahrers veröffentlicht wurde.

Juan Manuel Correa erleidet Atemstillstand nach Formel-2-Unfall

Demnach wurde bei der Ankunft des verunglückten Correa in einer Klinik in London ein akutes Atemnotsyndrom festgestellt. Es handele sich um eine Verletzung, die angesichts der Heftigkeit des Unfalls vorkomme, schrieben Juan Carlos und Maria Correa. Sie habe aber leider zu einem Atemstillstand geführt.Mit dem jüngsten Statement über den Zustand von Correa wolle man der geradlinigen und ehrlichen Art ihres Sohnes Rechnung tragen, erklärten die Eltern.

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Ärzte kämpfen um schwer verletzten Formel-2-PilotCorrea

Derzeit ist ihr Sohn dem Statement zufolge an ein Atemgerät angeschlossen. Sein Zustand sei kritisch, aber stabil. "Wir sind zuversichtlich, dass uns unser Sohn überraschen wird, wie er das immer macht mit seinem enormen Kampfeswillen und seiner Stärke, und sich komplett erholen wird", schrieben die Eltern. Sie bedankten sich für die Genesungswünsche für ihren Sohn von innerhalb und außerhalb des Motorsports. Sie baten aber auch darum, ihre Privatsphäre zu respektieren. "Als Familie müssen wir nun zu 100 Prozent für Juan Manuel da sein."

Correa erlitt bei Unfall in Spa-Francorchamps schwere Verletzungen

Ihr Sohn, der erst seit diesem Jahr in der Formel 2 antritt, war am Mittwoch vom Krankenhaus in Lüttich nach England transportiert worden. In Belgien hatten die Ärzte den in Ecuador geborenen Amerikaner noch am Tag des Unfalls operiert. Der Nachwuchspilot des Sauber-Junior-Teams war mit hoher Geschwindigkeit in den zuvor bereits verunglückten Wagen Huberts am 31. August gekracht. Dabei war Correa enormen Kräften ausgesetzt worden.

Der Fahrer mit amerikanischem und ecuadorianischem Pass hatte sich schwere Beinverletzungen und eine leichte Wirbelverletzung zugezogen. Er war umgehend nach Lüttich transportiert und operiert worden. Der Unfallhergang und die Ursachen, die zu dem Horrorcrash führten, werden weiterhin untersucht.

Der Unfall löste eine Sicherheitsdebatte aus. Dabei geht es auch um Auslaufzonen, nachdem Hubert zunächst auf die Strecke zurückgeschleudert worden war, wo dann Correa in den Wagen fuhr. Er hatte den Rivalen vom BWT-Arden-Team ausgangs der berühmten Kurve Eau Rouge auf dem Kurs in den Ardennen nicht sehen können. Hubert starb noch am Tag des Unfalls mit 22 Jahren.

Nach Tod von Anthoine Hubert: Correas Familie veröffentlicht emotionales Schreiben

"Maria und ich möchten die Gelegenheit nutzen und der Familie Hubert unser Beileid ausdrücken für ihren Verlust. Unsere Herzen sind gebrochen, wir können uns den Schmerz nur vorstellen, den dieser Verlust über sie gebracht haben muss", hieß es in dem Schreiben.

Das Formel-2-Rennen in Belgien war am vergangenen Sonntag nach den schrecklichen Ereignissen abgesagt worden. Die Nachwuchsrennserie, in der auch Michael Schumachers Sohn Mick fährt, absolvierte am Freitag in Monza wieder die ersten Runden nach dem Unfall. Die Plätze von Hubert und Correa blieben frei. Der Unfall löste auch eine Sicherheitsdebatte aus.

sba/news.de/dpa
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