25.07.2019, 11.03 Uhr

Uli Hoeneß: DAS sagt Rummenigge zum angeblichen Hoeneß-Ende bei Bayern

Beendet Uli Hoeneß seine Karriere beim FC Bayern München?

Beendet Uli Hoeneß seine Karriere beim FC Bayern München? Bild: dpa

Die vier Jahrzehnte lange Ära Uli Hoeneß geht beim FC Bayern München nach Informationen der "Bild"-Zeitung im November zu Ende. Hoeneß will demnach nicht mehr zur Wiederwahl als Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters antreten. Der 67-Jährige hatte erst als Spieler und dann als Macher zahlreiche nationale und internationale Erfolge mit dem Club gefeiert, dessen Stellung als deutscher Branchenführer er systematisch ausbaute.

Hoeneß selbst hat sich gegenüber dem "Kicker" jetzt erstmals zu seinem vermeintlichen Rückzug geäußert. "Am 29. August werde ich dem Aufsichtsrat meine Entscheidung mitteilen, vorher gibt es von mir keine offizielle Erklärung.", zitiert ihn das Blatt. Damit gab Hoeneß weder ein Dementi noch eine Bestätigung ab.

Ende einer Ära? Uli Hoeneß offenbar vor Abschied beim FC Bayern München

Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge will zu dem von der "Bild"-Zeitung vermeldeten Rückzug von Uli Hoeneß als Vereinspräsident nicht detailliert Stellung nehmen. "Ich weiß nicht, ob es eine Tatsache ist, und ich möchte es auch nicht kommentieren, weil es ist eine exklusive Angelegenheit von Uli", sagte Rummenigge nach der Rückkehr des Fußball-Rekordmeisters von der USA-Reise am Mittwoch auf dem Flughafen München. "Er wird sich seine Zukunft reichlich überlegt haben und wird es dann, wenn ich es richtig gelesen habe, am 29. August verkünden", ergänzte Rummenigge.

So reagieren die Bayern auf den angeblichen Hoeneß-Abschied

Trainer Niko Kovac antwortete bei der Pressekonferenz angesprochen auf Hoeneß, dass er gerne etwas sagen würde, aber es nicht könne, weil er "wirklich" nicht wisse, "wieviel Wahrheitsgehalt" in dem Medienbericht stecke. "Von daher nehmen Sie es mir nicht übel, wenn ich das jetzt nicht kommentiere", äußerte der 47-Jährige.

Die Münchner Profis hielten sich ebenfalls zurück. "Ich habe noch keine Informationen aus erster Hand", sagte Thomas Müller. David Alaba gestand, dass es "schwierig" sein würde, sich den FC Bayern ohne Hoeneß vorzustellen. "Er ist schon die prägende Figur gewesen in zig Jahrzehnten. Das ist einmalig", erklärte Nationalspieler Leon Goretzka zum Vereinspatron: "Mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Ich denke, ich warte erstmal, dass er das persönlich meldet." Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich sagte: "Ich habe die Bombe noch nicht einschlagen hören. Wann hört er auf?"

Kein Statement von Vorstandschef Rummenigge zum mutmaßlichen Hoeneß-Ende

Die Nachricht aus Deutschland kam überraschend. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge war für eineStellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Nur wenige Stunden zuvor hatte der 63-Jährige bei einer Pressekonferenz die USA-Reise noch als "rundeste, interessanteste und erfolgreichste Tour" im Sommer gelobt. Kurz danach war es auch im Teamhotel in Nordamerika mit der Ruhe und Entspannung vorbei.

Laut "Bild": Uli Hoeneß willauch Posten als Aufsichtsratschef abgeben

Wie die "Bild" außerdem schreibt, will Hoeneß auch den Posten als Aufsichtsratschef abgeben. Für dieses Amt hatte er sich erst im vergangenen Dezember bis 2022 bestätigen lassen. Der langjährige Bayern-Macher wollte sich in dem Zeitungsbericht selbst nicht äußern. Neben dem Wunsch, etwas kürzerzutreten, soll aber auch die Kritik an seiner Person auf der vergangenen Mitgliederversammlung zur Entscheidung beigetragen haben, sich zurückzuziehen.

Uli Hoeneß seit 40 Jahren beim FC Bayern München

Hoeneß hatte erst Anfang Mai sein 40-jähriges Amtsjubiläum als Manager und Macher des Vereins gefeiert. "Ich werde mich nach der Saison in aller Ruhe mit meiner Familie zusammensetzen und bis Ende Juni entscheiden, ob ich noch einmal antrete oder nicht. Diesen Fahrplan kennen alle im Verein", hatte Hoeneß anlässlich des Jubiläums in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur erklärt. "Ich bin in der Sache total entspannt. Eines ist aber auch klar: Man darf sich nicht einbilden, dass man unersetzlich ist. Jeder ist ersetzbar", fügte der Weltmeister von 1974 hinzu.

Wer könnte Uli Hoeneß Nachfolger beim FC Bayern München werden?

Hoeneß soll planen, den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und ehemaligen Adidas-Chef Herbert Hainer als Nachfolger für seine bisherigen Ämter vorzuschlagen. Seit Ende 2016 ist Hoeneß zum zweiten Mal Präsident des deutschen Rekordmeisters, nachdem er im März 2014 nach der Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe wegen Steuerhinterziehung von seinen Ämtern zurückgetreten war.

Oliver Kahn alskünftiger Vorstandsvorsitzender beim FC Bayern München?

Als künftiger Vorstandsvorsitzender soll der einstige Bayern- und Nationalmannschaftstorwart Oliver Kahn kommen. Kahn soll ab 2020 zunächst auf Probe einsteigen und später den Job von Rummenigge übernehmen, der Ende 2021 aufhören will. Hoeneß hatte immer betont, ihm sei wichtig, dass Rummenigge und er nicht zur selben Zeit ihre Ämter aufgeben.

"Mir gefällt Olivers Entwicklung nach der Spieler-Karriere. Er hat sich als Experte im Fernsehen fantastisch entwickelt, ein Fernstudium in Betriebswirtschaft gemacht und eine Firma gegründet", hatte Hoeneß im dpa-Interview gesagt. "Wir haben hier jemanden, der den Fußball als Torwart auf allerhöchstem Niveau erlebt hat und zugleich in der Lage ist, im wirtschaftlichen Bereich seinen Mann zu stehen. Das reizt uns so."

Lesen Sie auch:Harte Worte! Abrechnung mit Kovac!

fka/bua/news.de/dpa
Michael Schumacher Tour de France 2019Asteroid 99942 ApophisNeue Nachrichten auf der Startseite