28.07.2019, 13.47 Uhr

Schwimm-Weltmeisterschaft 2019 Ergebnisse: Wellbrock gewinnt Gold im 1500 Meter Freistil

Südkorea, Gwangju: Eine Fernsehkamera steht bei der Schwimm-WM vor einer großen Videoleinwand.

Südkorea, Gwangju: Eine Fernsehkamera steht bei der Schwimm-WM vor einer großen Videoleinwand. Bild: picture alliance/Bernd Thissen/dpa

Die weltbesten Schwimmer und Wasserspringer messen sich zur Schwimm-WM in diesem Jahr in der südkoreanischen Metropole Gwangju. Die Wettkämpfe teilen sich in Freiwasser- und Beckenschwimmen, Wasserspringen, Synchronschwimmen und Wasserball auf. Wenn sich die Athleten aus 194 Ländern messen, kämpfen sie auch für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio 2020.

Wo und wann Sie die Schwimm-Wettbewerbe von Gwangju im Livestream oder TV sehen können, sagen wir Ihnen hier.

Schwimm-WM 2019 in Gwangju: Medaillenspiegel im Überblick (Stand 27.07.2019)

Land Gold Silber Bronze Gesamt
1 China 16 10 3 29
2 Russland 12 10 4 26
3 USA 12 9 10 31
4 Australien 7 8 6 21
5 Italien 4 5 4 13
6 Ungarn 4 0 0 4
7 Großbritannien 3 2 6 11
8 Brasilien 2 3 2 7
9 Kanada 2 2 6 10
10 Deutschland 2 2 3 7

Schwimm-WM 2019 in Gwangju: Zeitplan mit allen Disziplinen, Wettkämpfen und Ergebnissen im Überblick

Die Zeitplan-Tabelle gibt Ihnen einen Überblick, wann welche Wettkämpfe stattfinden und wer die Sieger respektive Erstplatzierten sind.

Datum Uhrzeit Disziplin
Freitag, 12. Juli 2019

13:00

 

Eröffnungsfeier

Vorrunden Synchronschwimmen und Kunst-/Turmspringen

Samstag, 13. Juli 2019 6:00 Kunst- und Turmspringen: Synchronspringen 10-Meter-Turm mixed
Samstag, 13. Juli 2019 8:30 Kunst- und Turnspringen: 1-Meter-Brett Frauen
Samstag, 13. Juli 2019 12:00 Synchronschwimmen: technische Kür Einzel
Samstag, 13. Juli 2019 13:45 Kunst- und Turmspringen: Synchronspringen 3-Meter-Brett Männer
Sonntag, 14. Juli 2019 8:30 Kunst- und Turmspringen: 1-Meter-Brett Männer
Sonntag, 14. Juli 2019 12:00 Synchronschwimmen: Technische Kür Duett
Sonntag, 14. Juli 2019 13:45 Kunst- und Turmspringen: Synchronspringen 10-Meter-Turm Frauen
Montag, 15. Juli 2019 8:20 Kunst- und Turmspringen: Synchronspringen 3-Meter-Brett Frauen
Montag, 15. Juli 2019 10:00 Synchronschwimmen: Technische Kür Duett Mixed
Montag, 15. Juli 2019 12:00 Synchronschwimmen: Highlight Routine
Montag, 15. Juli 2019 13:30 Wasserball: Deutschland - Japan, Männer, Vorrunde
Montag, 15. Juli 2019 13:45 Kunst- und Turmspringen: Synchronspringen 10-Meter-Turm Männer
Dienstag, 16. Juli 2019 12:00 Synchronschwimmen: Technische Kür Team
Dienstag, 16. Juli 2019 13:45 Kunst- und Turmspringen: 3-Meter-Brett / 10-Meter-Turm Team Event
Mittwoch, 17. Juli 2019 10:50 Wasserball: Deutschland – Brasilien, Männer, Vorrunde
Mittwoch, 17. Juli 2019 12:00 Synchronschwimmen: Freie Kür Einzel
Mittwoch, 17. Juli 2019 13:45 Kunst- und Turmspringen: 10-Meter-Turm Frauen
Donnerstag, 18. Juli 2019 12:00 Synchronschwimmen: Freie Kür Duett
Donnerstag, 18. Juli 2019 13:45 Kunst- und Turmspringen: 3-Meter-Brett Männer
Freitag, 19. Juli 2019 5:30 Wasserball, Deutschland-Italien, Männer, Vorrunde
Freitag, 19. Juli 2019 12:00 Synchronschwimmen, Team Freie Kür
Freitag, 19. Juli 2019 13:45 Kunst- und Turmspringen, 3-Meter-Brett Frauen
Samstag, 20. Juli 2019 8:30 Kunst-/Turmspringen, Synchronspringen 3-Meter-Brett Mixed
Samstag, 20. Juli 2019 10:00 Synchronschwimmen, Mixed Duett Freie Kür
Samstag, 20. Juli 2019 12:00 Synchronschwimmen, Freie Kombination
Samstag, 20. Juli 2019 13:45 Synchronschwimmen, Gala
Samstag, 20. Juli 2019 13:45 Kunst-/Turmspringen, 10-Meter-Brett Männer
Sonntag, 21. Juli 2019 13:00 Beckenwettbewerbe mit

400 Meter Freistil Männer/Frauen

4x 100 Meter Freistil-Staffel Männer/Frauen

Montag, 22. Juli 2019 3:00 Beckenwettbewerbe, diverse Vorläufe
Montag, 22. Juli 2019 13:00 Beckenwettbewerbe, u.a. mit

100 Meter Brust Männer

200 Meter Lagen Frauen

Dienstag, 23. Juli 2019 5:00 Klippenspringen, Frauen
Dienstag, 23. Juli 2019 13:00 Beckenwettbewerbe, u.a. mit

200 Meter Freistil Männer

100 Meter Brust Frauen

Mittwoch, 24. Juli 2019 5:00 Klippenspringen, Männer
Mittwoch, 24. Juli 2019 13:00 Beckenwettbewerbe, u.a. mit

800 Meter Freistil Männer

200 Meter Freistil Frauen

Donnerstag, 25. Juli 2019 13:00 Beckenwettbewerbe, u.a. mit

200 Meter Lagen Männer

200 Meter Schmetterling Frauen

Freitag, 26. Juli 2019 11:30 Wasserball, Finale Frauen
Freitag, 26. Juli 2019 12:55 Beckenwettbewerbe, u.a. mit

200 Meter Brust Männer

100 Meter Freistil Frauen

Samstag, 27. Juli 2019 11:30 Wasserball, Finale Männer
Samstag, 27. Juli 2019 13:00 Beckenwettbewerbe, u.a. mit

100 Meter Schmetterling Männer

200 Meter Rücken Frauen

Sonntag, 28. Juli 2019 13:00 Beckenwettbewerbe, u.a. mit

400 Meter Lagen Männer

50 Meter Freistil Frauen

Schwimm-WM 2019 in Gwangju: Alle Ergebnisse im Überblick

+++ 28.07.2019: Wellbrock gewinnt Gold bei Schwimm-WM über 1500 Meter Freistil +++

Florian Wellbrock hat bei der Schwimm-WM Gold über 1500 Meter Freistil gewonnen. Der 21-Jährige setzte sich am Sonntag im südkoreanischen Gwangju vor dem Ukrainer Michailo Romantschuk und Olympiasieger Gregorio Paltrinieri aus Italien durch.

+++ 28.07.2019: Brustschwimmerin Elendt beendet WM-Debüt auf Rang sieben +++

 

Brustschwimmerin Anna Elendt hat sich im Finale über 50 Meter Brust bei ihrer WM-Premiere noch einmal steigern können. Die 17-Jährige schlug im Endlauf am Sonntag in Gwangju nach 31,06 Sekunden als Siebte an. Im Halbfinale hatte sie ihre persönliche Bestzeit von 31,10 Sekunden aufgestellt und es damit überraschend in das Finale geschafft. Den Sieg sicherte sich die amerikanische Favoritin Lilly King in 29,84 Sekunden.

+++ 28.07.2019: Lagen-Staffeln lösen Olympia-Tickets - Heintz im Finale +++

Die deutschen 4 x 100 Meter Lagen-Staffeln haben bei der Schwimm-WM in Südkorea die Olympia-Tickets gelöst. Sowohl das Männer- als auch das Frauen-Quartett erreichten den erforderlichen Platz unter den besten zwölf und sorgten dafür, dass alle sieben olympischen Staffeln 2020 vom deutschen Team besetzt werden können.

Christian Diener, Fabian Schwingenschlögl, Marius Kusch und Damian Wierling schlugen am Sonntag in Gwangju nach 3:34,02 Minuten an und qualifizierten sich damit auch für das Finale. Das gelang Laura Riedemann, Anna Elendt, Angelina Köhler und Jessica Steiger nicht. Nach Rang neun und der geschafften Tokio-Qualifikation in 4:00,91 Minuten war das Team dennoch zufrieden.

Lagenschwimmer Philip Heintz erreichte mit einem Kraftakt in 4:15,24 Minuten als Achter das Finale über 400 Meter. Die Endläufe beginnen ab 13.00 Uhr (MESZ). Für Langstreckenschwimmer Florian Wellbrock ist dann über 1500 Meter Freistil eine Medaille drin.

+++ 27.07.2019: US-Staffel stellt Weltrekord bei Schwimm-WM auf +++

Die amerikanische Mixed-Staffel über 4 x 100 Meter Freistil hat bei der Schwimm-WM den eigenen Weltrekord nochmal um 20 Hundertstelsekunden verbessert. Caeleb Dressel, Zach Apple, Mallory Comerford und Simone Manuel schlugen am Samstag im südkoreanischen Gwangju nach 3:19,40 Minuten an. Sie sicherten sich in dem nicht olympischen Wettkampf den Titel vor Australien und Frankreich. Für Dressel war es bereits die sechste Goldmedaille bei diesen Weltmeisterschaften.

+++ 27.07.2019: Schwimmerin Köhler verbessert Uralt-Rekord und wird WM-Vierte +++

Freistilschwimmerin Sarah Köhler hat bei der Schwimm-WM in Gwangju einen 32 Jahre alten deutschen Rekord geknackt, zu einer weiteren Medaille hat es aber knapp nicht gereicht. Die zweimalige Medaillengewinnerin der Titelkämpfe in Südkorea blieb am Samstag über 800 Meter als Vierte in 8:16,43 Minuten klar unter der bisherigen deutschen Bestzeit von 8:19,53 Minuten. Diese war die Magdeburgerin Anke Möhring am 22. August 1987 geschwommen.

Lange war Köhler in Gwangju auf Rang drei, auf den letzten hundert Metern drehte aber die Australierin Ariarne Titmus noch einmal auf und schnappte sich mit einem Vorsprung von 0,73 Sekunden Bronze. Der Sieg ging in einem spannenden Rennen an die US-Amerikanerin Katie Ledecky, die bei Weltmeisterschaften zum vierten Mal nacheinander auf dieser Strecke gewinnen konnte. Silber holte sich 1500-Meter-Weltmeisterin Simona Quadarella aus Italien.

Köhler kann auch ohne dritte WM-Medaille zufrieden abreisen. Nach Gold mit der Freiwasser-Staffel hatte sie Silber über 1500 Meter Freistil gewonnen. "Über die Zeit bin ich mega-froh", sagte Köhler im ZDF. "Es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

+++ 27.07.2019: Brustschwimmerin Elendt qualifiziert sich überraschend für WM-Finale +++

Die 17-jährige Anna Elendt hat sich bei der Schwimm-WM in Südkorea überraschend für das Finale über 50 Meter Brust qualifiziert. Bei ihren ersten Weltmeisterschaften schlug sie nach 31,10 Sekunden an und blieb damit am Samstag in Gwangju 14 Hundertstelsekunden unter ihrer Bestzeit. Das reichte in der nicht-olympischen Disziplin für Platz acht und das letzte Final-Ticket. Vorlaufschnellste war die Amerikanerin Lilly King in 29,84 Sekunden.

+++ 27.07.2019: Schwimmer Kusch über 100 Meter Schmetterling bei WM auf Rang acht +++

Marius Kusch hat bei der Schwimm-WM in Südkorea im Endlauf über 100 Meter Schmetterling den achten Platz belegt. Der 26-Jährige blieb am Samstag in 51,66 Sekunden über seiner Bestzeit von 51,35 Sekunden. Damit wäre er Fünfter geworden. Der Titel ging erwartungsgemäß an den US-Amerikaner Caeleb Dressel, der im Halbfinale den zehn Jahre alten Weltrekord seines Landsmannes Michael Phelps geknackt hatte. Er bejubelte nach 49,66 Sekunden seinen fünften Titel in Gwangju.

Der deutsche Vielstarter Kusch haderte nur wenig. «Leider Platz acht. Das ist zwar nicht, was man sich wünscht. Aber ich denke, es kann sich trotzdem sehen lassen», sagte Kusch dem ZDF.

+++ 27.07.2019: Deutsche Wasserballer beenden WM auf Rang acht +++

Die deutschen Wasserballer haben die Weltmeisterschaft auf dem achten Platz beendet. Die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm unterlag am Samstag Griechenland mit 6:11 (2:1, 2:3, 0:2, 2:5). Bester deutscher Torschütze im südkoreanischen Gwangju war Trainersohn Marko Stamm mit zwei Treffern.

Trotz der deutlichen Niederlage zum Abschluss kann das Nationalteam auf ein gelungenes Turnier zurückblicken. Bei der ersten WM für die Auswahl seit 2013 machte die Mannschaft mit couragierten Auftritten und spannenden Spielen auf sich aufmerksam. Sie erreichte die anvisierte Rückkehr unter die Top 8 der Welt. Auch gegen Wasserball-Schwergewichte zeigte Deutschland starke Leistungen.

Die erste Platzierungspartie in der Runde um die Plätze 5 bis 8 hatte die Stamm-Mannschaft am Donnerstag erst im Fünfmeterwerfen gegen Olympiasieger Serbien verloren. Zuvor hatte die Auswahl schon gegen Weltmeister Kroatien (8:10) und im Duell mit dem Olympiadritten Italien (7:8) lange Zeit sehr gut gespielt. Im kommenden Jahr will Stamm mit seiner Mannschaft nach zwei verpassten Sommerspielen das Ticket für Olympia in Tokio lösen. Dazu muss Deutschland bei der EM in Budapest im Januar das beste noch nicht qualifizierte europäische Team werden oder sich einen Startplatz für ein Qualifikationsturnier in Rotterdam sichern.

+++ 27.07.2019: Wellbrock erreicht souverän WM-Finale über 1500 Meter Freistil +++

Langstreckenspezialist Florian Wellbrock hat seine Medaillenchancen bei der Schwimm-WM über 1500 Meter Freistil gewahrt. Der 21-Jährige qualifizierte sich am Samstag im südkoreanischen Gwangju als Zweiter der Vorläufe souverän für das Finale am Sonntag (ab 13.00 Uhr/MESZ). Wellbrock schlug nach 14:47,52 Minuten an und war damit nur langsamer als der italienische Olympiasieger Gregorio Paltrinieri in 14:45,80 Minuten. Vier Tage nach seinem überraschenden Vorlauf-Aus als 17. über 800 Meter zeigte sich der Freiwasser-Weltmeister gut erholt. Der zweite deutsche Starter Ruwen Straub schied als 17. aus.

+++ 26.07.2019: Köhler und Kusch bei Schwimm-WM im Finale - Wellbrock gefordert +++

Der Finalauftritt von Silbermedaillengewinnerin Sarah Köhler und der Vorlauf von Zehn-Kilometer-Weltmeister Florian Wellbrock stehen am Samstag aus deutscher Sicht im Fokus der Schwimm-WM. Köhler, die über 1.500 Meter Freitil Zweite geworden war, zählt über 800 Meter nicht zu den Top-Favoritinnen in Südkorea. Genau wie Schmetterling-Schwimmer Marius Kusch im Endlauf auf der 100-Meter-Strecke (ab 13.00 Uhr/MESZ).

Köhlers Freund und Freiwasser-Champion Wellbrock war eigentlich einer der großen Goldkandidaten über 1.500 Meter. Dann scheiterte er über 800 Meter völlig überraschend im Vorlauf. Hinter seiner Form steht ein großes Fragezeichen. Die deutschen Wasserballer spielen zum WM-Abschluss gegen Griechenland um Platz sieben (7.00 Uhr/MESZ).

+++ 26.07.2019: Freistilschwimmer mit der Staffel auf WM-Rang acht +++

Die deutsche 4 x 200 Meter Freistil-Staffel der Männer hat im Finale der Schwimm-WM erwartungsgemäß nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen können. Poul Zellmann, Rafael Miroslaw, Jacob Heidtmann und Damian Wierling schlugen am Freitag im südkoreanischen Gwangju nach 7:07,65 Minuten an und belegten damit Rang acht. Gold sicherte sich das Quartett aus Australien vor Russland und den USA. Durch Rang sieben im Vorlauf hatte die deutsche Staffel bereits das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 gebucht.

+++ 26.07.2019: Brustschwimmer Koch Fünfter über 200 Meter - Weltrekord für Schupkow +++

Brustschwimmer Marco Koch hat bei der Schwimm-WM trotz eines guten Auftritts nicht in den Medaillenkampf über 200 Meter eingreifen können. Dem 29 Jahre alte Weltmeister von 2015 fehlten am Freitag mit seiner Zeit von 2:07,60 Minuten im südkoreanischen Gwangju nur 0,13 Sekunden auf seinen deutschen Rekord. Gold holte sich der Russe Anton Schupkow in der Weltrekordzeit von 2:06,12. Zweiter wurde der Australier Matthew Wilson.

Koch hatte nach eigener Aussage bereits mit dem Einzug in den Endlauf sein Ziel für die internationalen Titelkämpfe erreicht. Der Fokus liegt auf den Olympischen Spielen im kommenden Jahr in Tokio.

+++ 26.07.2019: 17-Jährige bricht sieben Jahre alten Schwimm-Weltrekord +++

Die erst 17 Jahre alte Regan Smith hat den sieben Jahre alten Weltrekord von Missy Franklin über 200 Meter Rücken gebrochen. Die Amerikanerin schlug am Freitag bei der WM im südkoreanischen Gwangju im Halbfinale nach 2:03,35 Minuten an und war damit 71 Hundertstelsekunden schneller als ihre Teamkollegin Franklin bei den Olympischen Spielen in London 2012.

+++ 26.07.2019: Schwimmer Kusch im WM-Finale - Phelps verliert zweiten Weltrekord +++

Schmetterling-Schwimmer Marius Kusch hat das WM-Finale über 100 Meter erreicht. Der 26-Jährige schlug am Freitag im südkoreanischen Gwangju nach 51,50 Sekunden an und belegte damit den insgesamt fünften Rang. Schnellster war der Amerikaner Caeleb Dressel in der Weltrekordzeit 49,50 Sekunden.

Der 22-Jährige blieb damit 0,32 Sekunden unter der zehn Jahre alten Bestzeit von Rekord-Olympiasieger Michael Phelps. Der nicht mehr aktive US-Superstar hatte in dieser Woche schon seine Bestzeit über 200 Meter Schmetterling an den 19-jährigen Kristof Milak aus Ungarn verloren.

+++ 26.07.2019: US-Schwimmstar Lochte vor Comeback nach langer Doping-Sperre +++

 

Der sechsmalige Schwimm-Olympiasieger Ryan Lochte will wenige Tage nach dem Ende seiner Dopingsperre und den Weltmeisterschaften sein Comeback geben. Der 34-Jährige geht in der kommenden Woche bei den nationalen Meisterschaften in Stanford in voraussichtlich sechs Disziplinen an den Start. Der Amerikaner strebt Tokio als seine fünften Olympischen Spiele an. Es dürfte spannend sein, wie das verspätete Fernduell mit den Weltmeistern von Gwangju ausgehen wird.

Lochte musste die WM in Südkorea wegen der Sperre auslassen. Grund war kein positiver Test und keine verbotene Substanz, sondern eine Vitamin-Infusion. Diese hatte Lochte auch noch selbst in einem Sozialen Netzwerk gepostet, die amerikanische Anti-Doping-Agentur hatte daraufhin Untersuchungen eingeleitet und einen Verstoß gegen die Regeln festgestellt. Ein Grund für eine Ausnahme lag nicht vor. 14 Monate Sperre waren die Folge.

Es war Lochtes zweite Sperre seit den Sommerspielen in Rio de Janeiro. Der US-Schwimmverband hatte den Sportler im September 2016 für zehn Monate von allen Wettbewerben ausgeschlossen, weil er behauptet hatte, dass er und drei andere US-Schwimmer bei den Spielen in der brasilianischen Stadt ausgeraubt worden seien. Bilder von Überwachungskameras zeigten jedoch, dass dies nicht stimmte.

+++ 26.07.2019: Wasserball-Ziel für WM-Abschied: Top-Nation Griechenland "weghauen" +++

Die deutschen Wasserballer wollen sich zum Abschluss einer gelungenen WM mit einem Sieg Selbstvertrauen für die angepeilte Olympia-Qualifikation holen. "Wir werden versuchen, uns noch ein Glücksgefühl zu verschaffen", kündigte Bundestrainer Hagen Stamm vor dem Spiel um Platz sieben gegen Griechenland am Samstag (07.00 Uhr/MESZ) an. "Achter von acht hört sich einfach komisch an", sagte Stamm im südkoreanischen Gwangju mit Bezug auf die beiden Platzierungsspiele um die Plätze fünf bis acht seines Teams nach dem Viertelfinal-Aus. "Siebter von acht hört sich einfach besser an und man fährt mit einem viel besseren Geschmack nach Hause."

Die erste Platzierungspartie hatte Deutschland nach einem starken Auftritt erst im Fünfmeterwerfen gegen Olympiasieger Serbien verloren. Zuvor hatte Deutschland schon gegen Weltmeister Kroatien (8:10) und im Duell mit dem Olympiadritten Italien (7:8) lange Zeit sehr gut gespielt. Probleme, seine Mannschaft nach der knapp verpassten Sensation gegen Serbien für Griechenland nochmal zu motivieren, sieht Stamm nicht. "Wenn ich das nicht hinkriegen würde, wäre ich ein schlechter Trainer", sagte er. "Das ist sicherlich eine meiner Stärken, die Leute nochmal hochzuholen."

Nationalspieler Dennis Eidner sieht ebenfalls kein Motivationsproblem vor der Begegnung mit dem WM-Dritten von 2015: "Wir wollen jetzt nicht mit vier Niederlagen hier rausgehen und am Ende heißt es, wir waren ganz knapp an den Top-Nationen dran", sagte er. "Wir müssen jetzt auch mal eine weghauen, damit es auch für unseren Kopf weitergehen kann." Im kommenden Jahr will die deutsche Mannschaft nach zwei verpassten Sommerspielen das Ticket für Olympia in Tokio lösen. Dazu muss sich das Stamm-Team bei der EM in Budapest im Januar einen Startplatz für ein Qualifikationsturnier in Rotterdam sichern.

+++ 26.07.2019: Silbergewinnerin Köhler im WM-Finale - Tokio-Ticket für Staffel +++

WM-Silbergewinnerin Sarah Köhler hat sich souverän für das Finale über 800 Meter Freistil qualifiziert. Die Langstreckenschwimmerin schlug am Freitag im südkoreanischen Gwangju nach 8:22,95 Minuten an und erreichte als Sechste der Vorläufe den Endlauf am Samstag. Am Dienstag hatte die 25-Jährige über 1500 Meter Freistil den zweiten Platz belegt. Im Gegensatz zum Finale über die 1,5 Kilometer war US-Schwimmstar Katie Ledecky im kürzeren Rennen wieder dabei. Die Titelverteidigerin hatte drei Tage zuvor aus gesundheitlichen Gründen gefehlt und wurde nun Vorlaufzweite knapp hinter ihrer Landsfrau Leah Smith.

Die deutsche 4 x 200 Meter Freistil-Staffel der Männer qualifizierte sich für das Finale am Nachmittag (ab 13.00 Uhr/MESZ). Poul Zellmann, Rafael Miroslaw, Jacob Heidtmann und Damian Wierling schwammen in 7:08,45 Minuten die siebtschnellste Zeit der Vorläufe und buchten damit als fünfte deutsche Staffel das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio.

+++ 25.07.2019: Koch im Finale bei Schwimm-WM - Köhler über 800 Meter gefordert +++

Brustschwimmer Marco Koch will seine positive Tendenz bei der Schwimm-WM in Südkorea weiter fortsetzen. Der Weltmeister von 2015 steht am Freitag über 200 Meter im Finale. In den Endlauf will auch Sarah Köhler auf der 800 Meter Freistil-Strecke einziehen. Die Silbergewinnerin über 1500 Meter und Titelträgerin mit der Freiwasser-Staffel freut sich auf die aus ihrer Sicht kurze Distanz. Die 4 x 200 Meter Freistil-Staffel der Männer kämpft in Gwangju um ein Olympia-Ticket. Um dieses bei der WM zu lösen, muss das Quartett in die Top-12 schwimmen.

+++ 25.07.2019: Lagenschwimmer Heintz verpasst WM-Bronze ganz knapp +++

Lagenschwimmer Philip Heintz hat bei der WM in Südkorea eine Medaille über 200 Meter knapp verpasst. Der 28-Jährige schlug am Donnerstag in Gwangju nach 1:56,86 Minuten an und wurde Vierter. Auf Bronze und Chase Kalisz aus den USA fehlten ihm nur acht Hundertstelsekunden. Gold sicherte sich der Japaner Daiya Seto. Silber holte Jeremy Desplanches aus der Schweiz.

Im Halbfinale war Heintz in 1:56,95 Minuten noch die zweitschnellste Zeit geschwommen. Dabei war er 1,4 Sekunden schneller als bei seiner vorherigen Jahresbestzeit gewesen. Im Endlauf steigerte er sich erneut, doch es reichte nicht ganz für Edelmetall.

+++ 25.07.2019: Schmetterling-Schwimmerin Hentke verpasst WM-Bronze knapp +++

 Schmetterling-Schwimmerin Franziska Hentke hat bei der Weltmeisterschaft in Südkorea eine Medaille knapp verpasst. Die 30-Jährige schlug am Donnerstag über 200 Meter nach 2:07,30 Minuten an und war als Vierte nur 26 Hundertstelsekunden zu langsam für Bronze. Den Titel sicherte sich Boglarka Kapas aus Ungarn. Silber holte die US-Amerikanerin Hali Flickinger vor ihrer Landsfrau Katie Drabot.

Zwei Jahre nach ihrer Silbermedaille von Budapest gelang es Hentke nicht, an den Erfolg auf ihrer Paradestrecke anzuknüpfen. Bei der vergangenen WM in Ungarn hatte Hentke die einzige Medaille für die deutschen Beckenschwimmer geholt.

+++ 25.07.2019: Deutsche Wasserballer verpassen Sensationssieg gegen Olympiasieger +++

 Die deutschen Wasserballer haben bei der WM in Südkorea nach einer sehr starken Leistung erst im Fünfmeterwerfen gegen den Olympiasieger verloren. Die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm unterlag am Donnerstag in ihrem ersten Platzierungsspiel nach dem Viertelfinal-Aus 16:17 (3:3, 3:3, 3:2, 3:4, 4:5) gegen Serbien. Beste Torschützen in der regulären Spielzeit im erneut sehr forsch auftretenden Stamm-Team waren Timo van der Bosch, Maurice Jüngling und Dennis Eidner mit je zwei Treffern. Im Fünfmeterwerfen scheiterte Lucas Gielen am serbischen Torwart.

Am Samstag entscheidet sich in einer weiteren Partie (07.00 Uhr/MESZ) nun, ob Deutschland die Weltmeisterschaft auf Rang sieben oder acht abschließt.

+++ 25.07.2019: Staffel holt Olympia-Ticket - Brustschwimmer Koch im WM-Halbfinale +++

Die deutsche Freistil-Staffel der Frauen über 4 x 200 Meter hat bei der Schwimm-WM das Ticket für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio gelöst. Reva Foos, Isabel Gose, Marie Pietruschka und Annika Bruhn schlugen am Donnerstag in Südkorea nach 7:54,30 Minuten an und qualifizierten sich damit als fünftschnellste Staffel der Vorläufe auch für das Finale am Nachmittag (ab 13.00 Uhr/MESZ). Auch Brustschwimmer Marco Koch konnte zufrieden sein. Der Weltmeister von 2015 erreichte als Dritter der Vorläufe über 200 Meter souverän das Halbfinale.

Der zweite deutsche Starter über 200 Meter Brust, Maximilian Pilger, schied als 23. aus. Christian Diener kam über 200 Meter Rücken in 1:57,61 Minuten als Achter ins Halbfinale.

+++ 24.07.2019: Heintz und Hentke schwimmen im WM-Finale - Auftakt für Marco Koch +++

 Lagenspezialist Philip Heintz und Schmetterling-Expertin Franziska Hentke stehen am fünften Tag der Beckenwettbewerbe bei der Schwimm-WM in Südkorea aus deutscher Sicht im Fokus. Heintz weckte mit Platz zwei im Halbfinale über 200 Meter Medaillenhoffnungen für den Endlauf (ab 13.00 Uhr/MESZ). Hentke qualifizierte sich ebenfalls sicher für das Finale auf der 200-Meter-Strecke.

Über 200 Meter Brust greift der Weltmeister von 2015, Marco Koch, ins Geschehen ein. Die deutschen Freistilschwimmerinnen wollen sich mit der 4 x 200 Meter Staffel das Olympia-Ticket sichern. Es wäre das vierte eines deutschen Quartetts bei diesen Weltmeisterschaften. Die Wasserballer treffen nach ihrem knappen Viertelfinal-Aus ab 7.00 Uhr (MESZ) im ersten von zwei Platzierungsspielen auf Serbien.

+++ 24.07.2019: Schwimm-Staffel im WM-Finale auf Rang sieben +++

Die deutsche 4 x 100 Meter Lagen Mixed-Staffel hat bei der WM in Südkorea erwartungsgemäß nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen können. Laura Riedemann, Fabian Schwingenschlögl, Marius Kusch und Jessica Steiger schlugen am Mittwoch in Gwangju nach 3:45,07 Minuten an. Das Quartett des Deutschen Schwimm-Verbands belegte Rang sieben, die Niederlande wurden disqualifiziert.

Ihr Hauptziel hatte die Staffel bereits mit Rang acht im Vorlauf und der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio erreicht, wo die 4 x 100 Meter Lagen Mixed-Staffel neu im Programm ist. Den WM-Titel sicherten sich die Australier hauchdünn vor den USA und Großbritannien.

+++ 24.07.2019: Lagenschwimmer Heintz erreicht WM-Finale über 200 Meter als Zweiter +++

Lagenschwimmer Philip Heintz hat bei der WM in Südkorea das Finale über 200 Meter erreicht. Der 28-Jährige schlug am Mittwoch in Gwangju nach 1:56,95 Minuten an und belegte damit im Halbfinale Rang zwei. Schnellster war der Schweizer Jeremy Desplanches mit einer Zeit von 1:56,73 Minuten. Heintz hatte sich vor den Weltmeisterschaften sehr defensiv zu seinen Zielen geäußert. Sein persönlicher Auftakttag im WM-Becken macht nun sogar Hoffnung auf eine Medaille.

+++ 24.07.2019: Schmetterling-Schwimmerin Hentke erreicht als Fünfte das Finale +++

Schmetterling-Schwimmerin Franziska Hentke darf sich nach Silber bei der vergangenen WM auch in Südkorea Hoffnungen auf eine Topplatzierung machen. Die 30-Jährige schlug am Mittwoch im Halbfinale über 200 Meter nach 2:08,14 Minuten an und erreichte damit den fünften Platz. Schnellste in Gwangju war Hali Flickinger aus den USA mit einer Zeit von 2:06,25 Minuten.

Vor zwei Jahren hatte Hentke bei der Weltmeisterschaft in Budapest als Zweite die einzige Medaille für die deutschen Beckenschwimmer geholt. Die Konkurrenz sei seitdem allerdings näher zusammengerückt, sagte Hentke. "Die Dichte ist einfach viel größer geworden."

+++ 24.07.2019: Ungar Kristof Milak knackt Weltrekord von Michael Phelps +++

Kristof Milak hat den zehn Jahre alten Weltrekord von US-Superstar Michael Phelps über 200 Meter Schmetterling geknackt. Der erst 19 Jahre alte Ungar schlug am Mittwoch bei der WM im südkoreanischen Gwangju nach 1:50,73 Minuten an und war damit 78 Hundertstelsekunden schneller als Phelps 2009 in Rom. Mit seiner Bestmarke sicherte sich Milak die Goldmedaille vor dem Japaner Diaya Seto und dem Südafrikaner Chade le Clos.

+++ 24.07.2019: Nach Wellbrocks Vorlauf-Aus: Paltrinieri holt Gold über 800 Meter +++

Gregorio Paltrinieri hat bei der Schwimm-WM in Südkorea Gold über 800 Meter Freistil gewonnen. Der 24 Jahre alte Italiener setzte sich am Mittwoch in Gwangju in europäischer Rekordzeit von 7:39,27 Minuten vor Henrik Christiansen aus Norwegen und dem Franzosen David Aubry durch.

Eigentlich hatte auch der deutsche Langstreckenspezialist und Zehn-Kilometer-Weltmeister Florian Wellbrock um die Medaillen mitkämpfen wollen. Der 21-Jährige war am Vortag jedoch völlig überraschend bereits im Vorlauf als 17. ausgeschieden. Der des Dopings verdächtige Chinese Sun Yang, der über 200 und 400 Meter Freistil Weltmeister geworden war, belegte im Endlauf den sechsten Platz.

+++ 24.07.2019: Köhler freut sich nach WM-Silber auf 800 Meter: "Was Kürzeres mal" +++

Freistilschwimmerin Sarah Köhler hat die Silbermedaille bei der WM in Südkorea nach eigenen Angaben auch einen Tag nach dem Erfolg noch nicht "so richtig" realisiert. «Für mich hat sich bis jetzt noch nichts verändert», sagte Köhler am Mittwoch in Gwangju. "Ich bin immer noch glücklich, wenn ich dahin gucke und zwei Medaillen da liegen sehe", sagte sie und schaute auf die vor sich ausgebreitete Gold- und Silbermedaille.

Vor Platz zwei im Becken von Gwangju hatte die 25-Jährige in der vergangenen Woche bereits Gold mit der 4 x 1,25 Kilometer Staffel im Freiwasser gewonnen. Nach Silber in der Halle habe sie «weit über 100 Nachrichten» erhalten - zum Beantworten aller Glückwünsche sei sie da nicht sofort gekommen.

Auch zum Feiern hatte die Magdeburgerin nach ihrem zweiten Platz am Dienstag bislang noch keine Zeit. "Ich war noch essen und dann bin ich direkt ins Bett", sagte sie. "Die 800 Meter stehen ja noch auf dem Programm und bis dahin muss das Feiern noch warten."

Langstreckenspezialistin Köhler will sich auch über die 800 Meter Freistil im Vorlauf am Freitag für das Finale qualifizieren. "Wozu das am Ende reicht: Mal gucken", sagte sie. "Ich freue mich jetzt auf die 800, ein bisschen was Kürzeres mal", sagte sie und lächelte.

+++ 24.07.2019: Köhler-Erfolg kann Wellbrock Schub bei Schwimm-WM geben +++

Der Teamchef der deutschen Schwimmer, Bernd Berkhahn, kann sich einen Schub für Florian Wellbrock durch die Silbermedaille von Sarah Köhler vorstellen. "Ganz sicher. Er weiß ja, was seine Trainingsgruppe geleistet hat bis hier hin. Das gibt natürlich Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein", sagte Berkhahn am Mittwoch bei der Schwimm-WM in Gwangju. Das Wohlbefinden im Wasser fehle seinem Athleten allerdings, sagte Berkhahn. "Wir schauen, wie ist die Situation, und versuchen ganz klar zu analysieren, was können wir tun, um den Florian fit zu machen und wieder zum Schwimmen zu bringen."

Freiwasser-Weltmeister Wellbrock war im Vorlauf über 800 Meter Freistil als 17. ausgeschieden. Seine Freundin Köhler hatte am Dienstag Silber über 1.500 Meter Freistil gewonnen. Bei den Männern stehen in dieser Disziplin am Samstag die Vorläufe und am Sonntag das Finale an. "Wie weit wir da kommen bis zu den 1.500 Metern - das müssen wir dann mal sehen", sagte der 48-Jährige.

Berkhahn berichtete allgemein von "sehr, sehr positiven" Leistungsdaten von Wellbrock. Eine ähnliche Situation habe man schon einmal in diesem Jahr gehabt, danach sei Wellbrock mit einer starken Zeit zurückgekommen. Bei den Swim Open Stockholm im April hatte er danach die bis zur WM weltweit zweitbeste Zeit über 800 Meter Freistil hingelegt.

+++ 24.07.2019: Deutsche Wasserballer wollen sich als WM-Fünfter verabschieden +++

Die deutschen Wasserballer peilen nach dem knappen Viertelfinal-Aus nun den fünften Platz bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Südkorea an. "Wieder angreifen heißt die Devise», sagte Kapitän Julian Real. "Unser Ziel waren die Top 8, der Rest ist Zugabe. Die ersten Plätze sind vergeben, aber wir wollen auf jeden Fall Fünfter werden."

In den Spielen um die Plätze fünf bis acht trifft die deutsche Auswahl am Donnerstag (7.00 Uhr/MESZ) zunächst auf Serbien. "Die haben bei ihrer Niederlage gegen Spanien auch viele Körner gelassen", sagte Real. Die deutsche Mannschaft hatte im Viertelfinale beim 8:10 gegen Kroatien nur knapp eine Sensation verpasst.

"Wir wollen hier noch ein Spiel gewinnen und schauen, dass wir nicht Achter werden", sagte Bundestrainer Hagen Stamm. Viel wichtiger als die nun folgende WM-Platzierung sind aber die Herausforderungen im kommenden Jahr. Dann will sich sein Team nach zwei verpassten Sommerspielen zurück zu Olympia kämpfen. Dazu muss sich die Mannschaft bei der EM in Budapest im Januar einen Startplatz für ein Qualifikationsturnier in Rotterdam sichern.

+++ 24.07.2019: Schwimm-Staffel holt Olympia-Ticket - Hentke und Heintz bei WM weiter +++

Die deutsche Mixed-Staffel über 4 x 100 Meter Lagen hat das Olympia-Ticket für die Sommerspiele in Tokio 2020 gelöst und das WM-Finale erreicht. Einen Tag nach dem Silber-Jubel von Freistil-Ass Sarah Köhler über 1500 Meter schlugen Laura Riedemann, Fabian Schwingenschlögl, Marius Kusch und Jessica Steiger in Südkorea nach 3:45,20 Minuten an. Das war die neuntbeste Zeit, doch da die schnelleren Chinesen disqualifiziert wurden, rutschte das deutsche Quartett auf den letzten Finalplatz vor.

Wie die Staffel waren auch Franziska Hentke und Philip Heintz nach ihren ersten Auftritten am Mittwoch in Gwangju zufrieden. Die Zweite der vergangenen Weltmeisterschaft über 200 Meter Schmetterling und der Lagenspezialist kamen souverän ins Halbfinale. Lagenschwimmer Heintz ist am Nachmittag nochmal gefordert. Der 28-Jährige benötigte für die 200-Meter-Strecke 1:58,71 Minuten und war damit knapp langsamer als bei seiner bisherigen Saisonbestleistung. Wie Hentke belegte auch er Rang sechs.

Vor seinem Start in der 4 x 100 Meter Lagen-Mixed-Staffel schied Freistilschwimmer Marius Kusch über 100 Meter in 49,31 Sekunden als 28. aus.

+++ 23.07.2019: Nach Köhlers Silber: Nächste Hoffnungsträger starten bei Schwimm-WM +++

Einen Tag nach Silber von Freistilschwimmerin Sarah Köhler über 1.500 Meter greifen zwei weitere deutsche Hoffnungsträger ins WM-Geschehen ein. Vize-Weltmeisterin Franziska Hentke, die vor zwei Jahren in Budapest die einzige Weltmeisterschafts-Medaille für die deutschen Beckenschwimmer geholt hatte, startet im Vorlauf über 200 Meter Schmetterling.

Lagen-Spezialist Philip Heintz ist im südkoreanischen Gwangju ebenfalls über 200 Meter gefordert. Die deutsche 4 x 100 Meter Lagen-Mixed-Staffel kämpft um ein Ticket für den im kommenden Jahr erstmals bei den Olympischen Spielen ausgetragenen Wettkampf.

+++ 23.07.2019: Köhler schwimmt zu WM-Silber über 1500 Meter Freistil +++

Sarah Köhler hat bei der Schwimm-WM in Südkorea Silber über 1.500 Meter Freistil gewonnen. Die 25-Jährige schlug am Dienstag nach 15:48,83 Minuten an und blieb dabei klar unter dem deutschen Rekord. Sie musste sich nur mit rund acht Sekunden Rückstand der Italienerin Simona Quadarella geschlagen geben. Nach dem enttäuschenden Vorlauf-Aus von Köhlers Freund Florian Wellbrock über 800 Meter Freistil am Vormittag sorgte Köhler rund neun Stunden später für die erste Medaille der deutschen Beckenschwimmer bei den Titelkämpfen in Gwangju.

Für die EM-Zweite selbst war es der größte internationale Erfolg im Becken. In der vergangenen Woche hatte sie Gold mit der Freiwasser-Staffel gewonnen. Über 1.500 Meter Freistil war es die erste deutsche Medaille seit 2003.

Köhler füllte das WM-Konto des Deutschen Schwimm-Verbandes auf nun sieben Medaillen auf. In der vergangenen Woche hatten die Freiwasserschwimmer mit zweimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze mächtig vorgelegt. Zudem steuerten die Wasserspringer Tina Punzel und Lou Massenberg eine Bronzemedaille bei.

+++ 23.07.2019: Biedermann kann feiern - Beide Weltrekorde halten in Gwangju +++

Paul Biedermann kann zu seiner Jubiläumsfeier einladen. Zehn Jahre nach seinem WM-Triumph in Rom mit Siegen und Weltrekorden über 200 und 400 Meter Freistil halten seine Bestzeiten weiter. Sun Yang siegte bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Südkorea über 200 und 400 Meter, blieb aber jeweils wie erwartet über der Weltrekordzeit von Biedermann.

"Wenn die beiden Weltrekorde oder einer davon dann noch stehen, mache ich eine kleine Feier zu diesem Jubiläum", hatte Biedermann in der «Welt» angekündigt. Hat geklappt.

Sun Yang, dessen Teilnahme wegen einer mit einem Hammer zerstörten Dopingprobe umstritten sind, profitierte bei seinem Sieg am Dienstag über 200 Meter von einer Disqualifikation von Danas Rapsys. Der Schwimmer aus Litauen schlug als Erster an, doch schnell stand der Name von Sun Yang auf der Anzeigetafel. Für die Entscheidung gab es Jubel und Pfiffe von der Tribüne.

+++ 23.07.2019: Wasserballer verpassen WM-Halbfinale und Riesenüberraschung knapp +++

Die deutschen Wasserballer haben bei den Weltmeisterschaft nur knapp den Halbfinaleinzug und eine Sensation gegen den Weltmeister verpasst. Die Auswahl von Bundestrainer Hagen Stamm verlor am Dienstag in Gwangju im ersten WM-Viertelfinale seit acht Jahren mit 8:10 (2:1, 1:3, 3:3, 2:3) gegen Kroatien.

Im umkämpften Duell hielt die leidenschaftlich kämpfende deutsche Mannschaft bemerkenswert gut mit, führte nach dem ersten Viertel sogar. Der London-Olympiasieger zog dann auf 7:3 davon, doch mit starker Moral kam Deutschland wieder auf 6:7 heran. Im Schlussviertel glich Mateo Cuk sogar aus. Kroatien behielt jedoch die Oberhand. Bester Torschütze gegen den haushohen Favoriten war Lucas Gielen mit drei Treffern.

Die Niederlage schmälert die WM-Bewertung der deutschen Mannschaft, für die es mit Platzierungsspielen weitergeht, keineswegs. Bei der ersten Teilnahme bei Schwimm-Weltmeisterschaften seit sechs Jahren glückte der Stamm-Formation die Rückkehr in die Top acht der Welt. Im kommenden Jahr will das Team auch das Olympia-Comeback sichern. Dazu muss sich die Mannschaft bei der EM in Budapest im Januar einen Startplatz für ein Qualifikationsturnier in Rotterdam sichern.

+++ 23.07.2019: Leistungssportdirektor zum Fall Sun Yang: "Opfer sind die Ehrlichen" +++

Der Leistungssportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbands, Thomas Kurschilgen, kritisiert den Weltverband FINA für den Umgang im Streitfall um den des Dopings verdächtigten Chinesen Sun Yang. "Meiner Meinung nach trägt die Haltung der FINA derzeit leider so nicht zu einem glaubwürdigen Kampf gegen Doping und zu einem unumstrittenen sauberen Schwimmsport bei", sagte Kurschilgen in einem DSV-Statement am Dienstag auf Anfrage. "Opfer sind dabei die ehrlichen Hochbegabten, denen immer weniger begeisterte Schwimmfans glauben, dass sie ihre Leistungen manipulationsfrei erbringen."

Tags zuvor hatte Athletensprecher Jacob Heidtmann seinen Unmut über die WM-Starts des umstrittenen Sun Yang deutlich geäußert. "Dass der hier schwimmt, ist eine Frechheit für alle sauberen Athleten, für jeden, der für den sauberen Sport einsteht", hatte Heidtmann gesagt. Hintergrund ist eine mit einem Hammer zerstörte Dopingprobe des Chinesen. Der Fall wird im September vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS verhandelt.

Zu aktuellen Fällen und laufenden Verfahren könne er sich nicht äußern, erklärte Kurschilgen. "In jedem Fall ist diese Hängepartie bis zu einer Entscheidung des CAS für alle fairen und sauberen Aktiven der weltweiten Schwimmerfamilie sehr belastend."

Nach Sun Yangs Titel über 400 Meter Freistil hatte der zweitplatzierte Australier Mack Horton dem Chinesen den Handschlag verweigert, bei der Nationalhymne seinen Podestplatz nicht betreten und beim Foto der Medaillengewinner reichlich Abstand gehalten. Der Weltverband FINA hatte daraufhin Horton und den australischen Verband ermahnt. Veranstaltungen des Weltverbandes sollten nicht für persönliche Statements oder Gesten genutzt werden. In Bezug auf Sun Yang verwies die FINA auf die anstehende Verhandlung vor dem CAS.

+++ 23.07.2019: Ratloser Wellbrock über 800 Meter raus - "Ein bisschen verzweifelt" +++

Geschockt und ratlos wollte Florian Wellbrock einfach nur weg: Nach seinem überraschend klaren Vorlauf-Aus über 800 Meter Freistil packte Deutschlands größte Gold-Hoffnung im WM-Becken direkt seine Sachen und verzog sich zum Ausschwimmen. Öffentlich reden wollte der Zehn-Kilometer-Weltmeister über die riesengroße Enttäuschung und Platz 17 nicht. Der Frust saß tief. Stunden später sprang er erneut ins Wettkampfbecken von Gwangju - zum Training und auf der Suche nach seiner Form.

"Er ist natürlich gar nicht glücklich mit dem Ergebnis und auch ein bisschen verzweifelt, weil er nicht weiß warum", beschrieb Teamchef Bernd Berkhahn den Gemütszustand seines Top-Schwimmers. Wellbrock blieb am Dienstag in Südkorea in 7:53,75 Minuten mehr als zehn Sekunden über seiner persönlichen Bestzeit. Für das Finale fehlten dem Weltranglistenzweiten mehr als fünf Sekunden.

"Ich bin überhaupt nicht ins Rennen reingekommen. Und ich kann es mir zurzeit auch nicht erklären, eigentlich hatte ich mich ganz gut gefühlt", lautete das rund eine Stunde nach dem Rennen vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) verbreitete Statement Wellbrocks.

Das frühe Ende der Medaillenträume des Mitfavoriten auf der 800-Meter-Strecke war trotz starker Konkurrenz absolut nicht abzusehen gewesen. Im Freiwasser hatte Wellbrock in der ersten WM-Woche Gold über zehn Kilometer gewonnen und sich souverän das Olympia-Ticket gesichert. Die Erwartungshaltung an den EM-Zweiten war vor dem 800-Meter-Rennen entsprechend hoch gewesen.

"Das ist nicht so einfach, das alles auf die Reihe zu bekommen und dann hier gleich wieder zu glänzen", sagte Berkhahn. Das Training sei gut gelaufen, mentale Faktoren könnten eine Rolle gespielt haben. Nach außen hatte sich Wellbrock selbstbewusst und locker gezeigt. Nichts deutete auf eine derart misslungene Vorstellung hin. Auch für die Beckenrennen unter dem Hallendach des Nambu University Municipal Aquatics Centers hegte Wellbrock große Erwartungen.

Schon früh fiel der 21-Jährige jedoch zurück. "Es war auf der ersten Bahn klar, es war bei der ersten Wende klar: Er ist überhaupt nicht reingekommen", sagte auch Berkhahn. Wellbrock habe "tief im Wasser" gelegen und nicht - so wie es sein sollte - "auf dem Wasser". Vorlaufschnellster war der Italiener Gregorio Paltrinieri, den Wellbrock im Hafenbecken von Yeosu noch geschlagen und ihm anschließend Tipps gegeben hatte. Der umstrittene Chinese Sun Yang erreichte den Endlauf geradeso als Achter.

Über die 1.500 Meter Freistil wurden Wellbrocks Aussichten im WM-Vorfeld als besser eingestuft. Angesichts des großen Rückstands auf die 800-Meter-Konkurrenz und dem beträchtlichen Abstand zur Bestzeit müssen sich die Verantwortlichen jedoch um die Form ihres besten Schwimmers sorgen. "Wir müssen sehen, dass wir ihn jetzt klarkriegen", sagte Berkhahn. Wellbrocks Magdeburger Coach weiß jedoch auch: "Jetzt ist die Erwartungshaltung noch größer." Schon am Samstag muss sich Wellbrock über seine Paradestrecke beweisen.

Für den vor allem dank der Freiwassersparte in Südkorea bislang erfolgreichen DSV bedeutet das Wellbrock-Aus einen schweren Dämpfer. Mit zweimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze hatte das Team von Bundestrainer Stefan Lurz eine nahezu perfekte WM-Vorstellung abgeliefert. Die Wasserspringer steuerten einmal Bronze bei.

+++ 23.07.2019 Medaillenhoffnung Wellbrock scheitert als WM-17. überraschend klar +++

Medaillenhoffnung Florian Wellbrock hat bei den Schwimm-Weltmeisterschaften mit dem überraschend klaren Vorlauf-Aus eine riesige Enttäuschung erlebt. Der 21 Jahre alte Freiwasser-Weltmeister belegte in den Vorläufen über 800 Meter Freistil nur den 17. Platz. Wellbrock blieb am Dienstag in Südkorea in 7:53,75 Minuten mehr als zehn Sekunden über seiner persönlichen Bestzeit.

Für das Finale, das der umstrittene Chinese Sun Yang so gerade noch erreichte, fehlten Wellbrock über fünf Sekunden. Vorlaufschnellster war der Italiener Gregorio Paltrinieri.

Der Magdeburger Weltranglistenzweite schwieg direkt nach dem Vorlauf-Aus. Nach seinem Sieg und dem Olympia-Ticket über zehn Kilometer vor einer Woche hegte Wellbrock auch für das Beckenrennen große Erwartungen. Allerdings hatte der 21-Jährige schon im Vorfeld auf die große Konkurrenz gerade über die 800 Meter hingewiesen. Zumal die Herausforderung, sowohl im Becken als auch im Freiwasser zu schwimmen, sehr groß ist.

Die Aussichten von Wellbrock über 1500 Meter Freistil wurden im WM-Vorfeld als besser eingetuft. Angesichts des großen Rückstands auf die 800-Meter-Konkurrenz und dem beträchtlichen Abstand zur Bestzeit müssen sich die Verantwortlichen jedoch um die Form ihres besten Schwimmers sorgen.

Für den vor allem dank der Freiwassersparte in Südkorea bislang erfolgreichen Deutschen Schwimm-Verband bedeutet das Wellbrock-Aus einen schweren Dämpfer. Mit zweimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze hatten die Freiwasserschwimmer in Yeosu eine nahezu perfekte WM-Vorstellung abgeliefert. Die Wasserspringer steuerten einmal Bronze bei.

Bei den Beckenschwimmern hat Sarah Köhler über 1500 Meter Freistil an diesem Dienstag eine gute Chance - zumal die amerikanische Favoritin Katie Ledecky die Strecke aus gesundheitlichen Gründen auslässt.

+++ 23.07.2019: Klippenspringerin Schmidbauer bei Schwimm-WM auf Rang acht +++

Klippenspringerin Iris Schmidbauer hat bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Südkorea erwartungsgemäß nicht mehr in den Kampf um die Medaillen eingreifen können. Nach Rang elf zur Halbzeit des Wettbewerbs aus 20 Metern Höhe verbesserte sich die 24-Jährige aber mit einer Höchstschwierigkeit am Dienstag in den finalen Durchgängen noch auf Platz acht. Mit 233,55 Punkten fehlten rund 60 Zähler auf die Medaillenränge. Die australische Favoritin Rhiannan Iffland verteidigte ihren Titel von 2017 erfolgreich.

Im vierten und entscheidenden Durchgang zeigte Schmidbauer den Sprung mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad: Den dreifachen Salto rückwärts mit Doppelschraube. Diesen hatte sie erst kürzlich in ihr Wettkampfprogramm aufgenommen. Seit 2013 ist das High Diving, so die offizielle Bezeichnung, bei der WM dabei. Damals gewann Anna Bader Bronze. Olympisch ist der Wettbewerb nicht.

+++ 22.07.2019: Köhler bei Schwimm-WM mit Medaillenchance über 1.500 Meter Freistil +++

Bei den Weltmeisterschaften in Südkorea dürfen die deutschen Schwimmer am Dienstag auf ihre erste Medaille im Becken hoffen. Nach ihrem deutschen Rekord im Vorlauf über 1.500 Meter Freistil kann Sarah Köhler um die Podestplätze mitkämpfen. Gold dürfte die Amerikanerin Katie Ledecky gewinnen. Der umstrittene Chinese Sun Yang, der unter Doping-Verdacht steht, greift im Finale über 200 Meter Freistil an. Über 400 Meter hat er schon gewonnen.

Die deutschen Wasserballer kämpfen im WM-Viertelfinale um eine Sensation. Im Normalfall ist Weltmeister Kroatien für die deutsche Auswahl in deren erstem Viertelfinale seit acht Jahren Endstation.

+++ 22.07.2019: 19-Jährige besiegt Schwimm-Olympiasiegerin - Hosszu und Peaty siegen +++

Bei den Weltmeisterschaften hat die nächste junge Schwimmerin eine Favoritin gestürzt. Einen Tag nach der überraschenden Niederlage der amerikanischen Seriensiegerin Katie Ledecky gegen die 18-jährige Australierin Ariarne Titmus über 400 Meter Freistil schwamm am Montag eine 19-jährige Kanadierin ins Rampenlicht von Gwangju.

Margaret MacNeil schlug über 100 Meter Schmetterling nach 55,83 Sekunden an und verwies die schwedische Olympiasiegerin Sarah Sjöström mit 0,39 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Sjöström verpasste es, als erste Frau fünf Titel nacheinander über eine Strecke zu gewinnen.

Der Ungarin Katinka Hosszu glückte der vierte Sieg nacheinander über 200 Meter Lagen. Sie gewann in 2:07,53 Minuten. Der Brite Adam Peaty kam im Finale über 100 Meter Brust am Montag in Gwangju zwar nicht an seinen Weltrekord aus dem Halbfinale heran, holte sich in 57,14 Sekunden aber seinen dritten WM-Titel in dieser Disziplin in Serie.

Der Amerikaner Caeleb Dressel, siebenmaliger Champion der WM 2017, gewann über 50 Meter Schmetterling in 22,35 Sekunden den ersten Titel in dieser Disziplin für sein Land.

+++ 22.07.2019: Wasserball-Bundestrainer Stamm: Sieg gegen Kroaten wie "Weihnachten"

Wasserball-Bundestrainer Hagen Stamm sieht die Chance seines WM-Teams auf einen Viertelfinalsieg gegen Kroatien bei "zehn Prozent". Für den Einzug ins Halbfinale "müssten schon Weihnachten, Ostern und Nikolaus zusammenfallen", sagte Stamm der Deutschen Presse-Agentur am Montag im südkoreanischen Gwangju. Der 59-Jährige ergänzte einen Tag vor dem Duell am Dienstag (08.30 Uhr/MESZ) mit dem Weltmeister: "Sie sind klarer Favorit, trotzdem werden wir versuchen, uns teuer zu verkaufen." Im letzten Aufeinandertreffen wenige Wochen vor den internationalen Titelkämpfen hatte die Nationalmannschaft 10:22 gegen Kroatien verloren.

Seine Mannschaft habe allerdings bei der knappen 7:8-Niederlage gegen den Olympiadritten Italien mit einer starken Leistung Selbstvertrauen tanken können. "Wir werden versuchen, von Anfang an ein schwerer Gegner zu sein für die Kroaten", sagte Stamm, der in der klaren Außenseiterrolle auch eine Chance sieht: "Es spielt sich ja leichter, wenn man nicht Favorit ist", sagte er. "Die müssen das Spiel machen."

Das WM-Ziel Top acht hat sein Team bereits erreicht. Im kommenden Jahr soll das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio gelöst werden. Dazu muss sich die Auswahl bei der EM in Budapest im Januar einen Startplatz für ein Qualifikationsturnier in Rotterdam sichern.

+++ 22.07.2019: Südkoreas Wasserballerinnen beenden WM: Kein Punkt und 6:172 Tore +++

Südkoreas Wasserballerinnen haben sich bei der WM als wahrhaft gute Gastgeberinnen präsentiert. In fünf Spielen bei den Titelkämpfen in Gwangju kassierte das Team fünf saftige Niederlagen mit insgesamt 6:172 Toren. Das bedeutete natürlich den letzten Platz.

In der WM-Vorrunde gewannen die Ungarinnen gegen Südkorea mit 64:0. Das war der höchste Sieg in der Historie von Schwimm-Weltmeisterschaften. Da ein Wasserball-Spiel viermal acht Minuten dauert, fingen sich die Gastgeberinnen im Schnitt pro Minute zwei Gegentore ein.

+++ 22.07.2019: Klippenspringerin Schmidbauer bei Schwimm-WM zur Halbzeit Elfte +++

Klippenspringerin Iris Schmidbauer liegt bei der Schwimm-WM in Südkorea zur Halbzeit auf dem elften Platz. Mit ihrer Leistung bei den Sprüngen aus schwindelerregenden 20 Metern Höhe war die 24-Jährige am Montag in Gwangju nicht zufrieden. "Vielleicht habe ich mir selber zu viel Druck gemacht, weil ich beim letzten Wettkampf so gut gesprungen bin und mehr von mir erwartet habe", sagte die Bayerin, die bei der WM-Generalprobe vor einer Woche Vierte war.

"Auf der anderen Seite ist es auch schwierig, sich in zwei Tagen umzustellen. Meine letzten zwei Wettkämpfe waren aus 22 Metern Höhe", sagte die Bayerin. Da ihr neuer Sprung, der noch ausstehende dreieinhalbfache Salto rückwärts mit Doppelschraube einen besonders höhen Schwierigkeitsgrad hat, war nach den ersten beiden Durchgängen aber noch viel drin vor der Entscheidung am Dienstag.

In vier Durchgängen zeigen die Sportler je zwei Pflicht- und zwei Kürsprünge. Anders als in der Weltserie vor atemberaubender Kulisse springen sie bei der WM von einem Stahlrohrgerüst. Offiziell heißt der Wettkampf "High Diving". Seit 2013 ist die Disziplin im WM-Programm, bei Olympia ist sie nicht dabei.

Über zwei Sekunden sind die Sportler in der Luft. Die Männer erreichen aus 27 Metern Höhe Geschwindigkeiten von rund 80 Stundenkilometern. Deshalb tauchen sie auch mit den Füßen voran ein.

+++ 22.07.2019: Köhler schwimmt deutschen Rekord über 1.500 Meter Freistil +++

Freistilschwimmerin Sarah Köhler hat mit einem deutschen Rekord souverän das WM-Finale über 1.500 Meter erreicht. Die 25-Jährige schlug am Montag nach 15:54,08 Minuten an und war damit die Drittschnellste der Vorläufe. Die beste Zeit im südkoreanischen Gwangju schwamm erwartungsgemäß die US-Amerikanerin Katie Ledecky, die auch im Finale am Dienstag (ab 13.00 Uhr/MESZ) als Favoritin an den Start geht. Köhler unterbot ihre eigene nationale Bestmarke aus dem vergangenen Jahr um fast vier Sekunden.

Wie ihr Freund Florina Wellbrock hat Köhler bei diesen Weltmeisterschaften schon eine Goldmedaille gewonnen und ist mit Rückenwind zu den Beckenrennen nach Gwangju gereist. In der vergangenen Woche siegte sie mit der 4 x 1,25 Kilometer Staffel im Freiwasser in der Hafenstadt Yeosu. Wellbrock hatte sich im Einzel über zehn Kilometer den Titel gesichert.

+++ 22.07.2019: Schwimmer Heidtmann zu Sun Yangs WM-Starts: "Schlag ins Gesicht" +++

Mit deutlichen Worten hat Freistilschwimmer Jacob Heidtmann seinen Unmut über die WM-Starts des unter Doping-Verdacht stehenden Chinesen Sun Yang zum Ausdruck gebracht. "Dass der hier schwimmt, ist eine Frechheit für alle sauberen Athleten, für jeden, der für den sauberen Sport einsteht", sagte Heidtmann am Montag im südkoreanischen Gwangju. Er ist einer von zwei Athletensprechern der deutschen Schwimmer. "Das ist ein Schlag ins Gesicht und ich hoffe, dass jetzt das Zeichen ausreicht, damit der Weltverband allgemein einsieht, dass der nie wieder auf so einer Bühne stehen darf eigentlich", sagte Heidtmann.

Sun Yang hatte am Vortag den Titel über 400 Meter Freistil gewonnen. Über 200 Meter trat er ebenfalls an und qualifizierte sich - anders als Heidtmann und der zweite deutsche Starter Poul Zellmann - locker für das Halbfinale am Nachmittag (MESZ).

Nach Sun Yangs Titel hatte der zweitplatzierte Australier Mack Horton demonstrativ sein Missfallen zum Ausdruck gebracht. Der 23-Jährige verweigerte dem umstrittenen Schwimmer den Handschlag, boykottierte bei der Nationalhymne seinen Platz auf dem Podium und hielt beim Foto der Medaillengewinner reichlich Abstand.

"Ich bin froh, dass endlich mal jemand ein Zeichen gesetzt hat", sagte Heidtmann. Sun Yangs Sieg wühlte auch Heidtmann auf: "Mich hat's sau geärgert. Ich darf mich damit eigentlich gar nicht beschäftigen, weil das macht einen so fertig. Aber natürlich: Es frisst alle im Team an und alle waren froh, dass endlich mal ein Zeichen gesetzt wurde."

Bei einer unangekündigten Doping-Kontrolle im September 2018 in China war laut Medienberichten eine Probe mit Sun Yangs Blut mit einem Hammer zertrümmert worden. Der 27 Jahre alte Schwimmer soll daran direkt beteiligt gewesen sein, lautet der Vorwurf. Die FINA hatte ihn allerdings vom Betrugsverdacht freigesprochen. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA legte Berufung gegen die FINA-Entscheidung ein. Der Fall soll im September vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS verhandelt werden. Sun Yang war bereits 2014 wegen Dopings für drei Monate gesperrt gewesen.

+++ 22.07.2019: Rückenschwimmer Diener verpasst WM-Halbfinale: "Das ist echt traurig" +++

Rückenschwimmer Christian Diener hat bei der Schwimm-WM in Südkorea das Halbfinale über 100 Meter klar verpasst. Der 26-Jährige schlug am Montag in Gwangju nach 54,68 Sekunden an und belegte im Vorlauf nur den 25. Platz. "Das Ziel war bei mir, unter eine 54 zu schwimmen und das war ja weit daneben", sagte Diener enttäuscht zu seiner Zeit. "Das ist echt traurig, dass es so schlecht war jetzt am Anfang." Er müsse das Rennen jetzt abhaken. Diener will auch noch über die doppelte Distanz und in der 4 x 100 Meter Lagen-Staffel starten.

+++ 21.07.2019: Schwimm-Olympiasieger im Fokus - Klippenspringer starten +++

Bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Südkorea stehen am Montag mehrere Olympiasieger im Fokus. Der Brite Adam Peaty will nach seinem Weltrekord über 100 Brust den WM-Titel verteidigen. Die Ungarin Katinka Hosszu geht als Titelverteidigerin über 200 Meter Lagen an den Start. Die Schwedin Sarah Sjöström strebt wieder den Sieg über 100 Meter Schmetterling an. Deutsche Medaillenchancen gibt es nicht.

Dazu bekommt die WM eine Extra-Portion Nervenkitzel. Beim Klippenspringen, offiziell High Diving genannt, springen die Frauen aus 20 Metern Höhe und die Männer aus 27 Metern. Hier finden die ersten beiden Runden statt, die Medaillen werden am Dienstag und Mittwoch vergeben. Einzige deutsche Teilnehmerin ist Iris Schmidbauer.

+++ 21.07.2019: WM-Champ unter Betrugsverdacht: Sun Yang siegt auf Biedermann-Strecke +++

Nach dem WM-Titel des unter Dopingverdachts stehenden Olympiasieger Sun Yang hat der zweitplatzierte Australier Mack Horton demonstrativ sein Missfallen über den alten und neuen Weltmeister zum Ausdruck gebracht. Der 23-Jährige verweigerte dem umstrittenen Schwimmer den Handschlag, boykottierte bei der Nationalhymne seinen Platz auf dem Podium und hielt beim Foto der Medaillengewinner reichlich Abstand.

Sun Yang hatte am Sonntag die erste Entscheidung der Beckenwettbewerbe bei der Schwimm-WM in Südkorea nach 3:42,44 Minuten über 400 Meter Freistil gewonnen. Zum nun zehn Jahre alten Weltrekord von Paul Biedermann fehlten dem 27-Jährigen über zwei Sekunden. Bronze ging an Gabriele Detti aus Italien.

Der Start Sun Yangs wurde wiederholt von der internationalen Konkurrenz kritisiert. Bei einer unangekündigten Doping-Kontrolle im September 2018 in China war laut Medienberichten eine Probe mit Sun Yangs Blut mit einem Hammer zertrümmert worden. Der 27 Jahre alte Schwimmer soll daran direkt beteiligt gewesen sein, lautet der Vorwurf. Das Doping-Panel der FINA hatte ihn am 3. Januar dieses Jahres allerdings vom Betrugsverdacht freigesprochen.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA legte Berufung gegen die FINA-Entscheidung ein. Der Fall soll im September vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS verhandelt werden.

Sun Yang war bereits 2014 wegen Dopings für drei Monate gesperrt. Sollte ihm ein weiteres Vergehen nachgewiesen werden, dürften die Sanktionen für den Chinesen deutlich strenger ausfallen. Olympia in Tokio dürfte dann kein Thema mehr für ihn sein.

Um Sun Yang gab es wiederholt Ärger, nicht nur wegen der Sperre 2014. Bei der WM 2015 soll der Chinese laut Augenzeugen eine brasilianische Sportlerin im Einschwimmbecken attackiert haben. Seinen späteren überraschenden Verzicht auf das anschließende 1.500-Meter-Finale als Titelverteidiger erklärte er mit Herzproblemen.

+++ 21.07.2019: Deutsche Freistil-Frauen nach Olympia-Ticket Final-Achte +++

Die deutschen Freistilschwimmerinnen haben sich im Staffel-Finale über 4 x 100 Meter nicht mehr steigern können. Jessica Steiger, Julia Mrozinski, Reva Foos und Annika Bruhn schlugen bei der Schwimm-WM in Gwangju nach 3:39,07 Minuten an und wurden Achte. Im Vergleich zum Vorlauf waren sie rund eine halbe Sekunde langsamer. Es war am Sonntag das einzige Finale mit deutscher Beteiligung.

Das Olympia-Ticket hatten sie ebenso wie das deutsche Männer-Quartett im Vorlauf gelöst. Für letztere hatte es allerdings nicht für das Finale gereicht. Der Sieg bei den Frauen ging an die Australierinnen in 3:30,21 Minuten. Bei den Männern verteidigten die Amerikaner ihren Titel erfolgreich. Sie gewannen in 3:09,06 Minuten.

+++ 21.07.2019: Brustschwimmer Peaty schwimmt ersten Weltrekord bei WM in Südkorea +++

Brustschwimm-Star Adam Peaty hat den ersten Weltrekord bei der Schwimm-WM in Südkorea aufgestellt. Der 24 Jahre alte Brite schlug am Sonntag in Gwangju im Halbfinale über 100 Meter Brust nach 56,88 Sekunden Minuten an. Der Olympiasieger unterbot damit seine eigene alte Bestmarke von den European Championships im vergangenen Jahr in Glasgow um 22 Hundertstelsekunden.

+++ 21.07.2019: US-Schwimmstar Ledecky verliert überraschend gegen 18-Jährige +++

WM-Seriensiegerin Katie Ledecky hat bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Südkorea eine überraschende Niederlage kassiert. Die fünfmalige Olympiasiegerin verlor am Sonntag über 400 Meter Freistil gegen die 18-jährige Australierin Ariarne Titmus. Nach 3:58,76 Minuten schlug diese vor Ledecky an, die die letzten drei WM-Titel über diese Strecke gewonnen hatte. Dritte wurde Leah Smith aus den USA. Eine deutsche Schwimmerin war nicht am Start. Ledecky hat als Vielstarterin noch mehrere Gold-Chancen.

+++ 21.07.2019: Schmetterlingschwimmerin Köhler beim WM-Debüt auf Rang 13 +++

Angelina Köhler hat bei ihrem WM-Debüt einen überraschenden Finaleinzug über 100 Meter Schmetterling verpasst. Die 18-Jährige aus Hannover schlug im Halbfinale nach 57,93 Sekunden an und landete damit auf Rang 13. Köhler blieb acht Hundertstelsekunden über ihrer Bestzeit. Halbfinalschnellste am Sonntag bei der Schwimm-WM in Gwangju war wie erwartet die Schwedin Sarah Sjöström - in 56,29 Sekunden.

+++ 21.07.2019: Deutsche Wasserballer mit Rekordsieg ins WM-Viertelfinale +++

Die deutschen Wasserballer haben auf dem Weg in ihr erstes Viertelfinale seit acht Jahren die Pflichtaufgabe gegen Südafrika mit einem Rekord gelöst. Das 25:5 (5:2, 6:0, 9:1, 5:2) am Sonntag in Gwangju war der höchste WM-Sieg einer deutschen Auswahl. In der Runde der letzten Acht ist am Dienstag (8.30 Uhr/MESZ) Weltmeister Kroatien der Gegner. Bester Werfer gegen Südafrika war Lucas Gielen mit sechs Toren. Der bisherige deutsche WM-Rekordsieg liegt schon lange zurück, es war das 22:7 gegen Ägypten 1991 in Perth.

London-Olympiasieger Kroatien dürfte bei den ersten Schwimm-Weltmeisterschaften der deutschen Wasserballer seit 2013 am Dienstag aber Endstation für die Mannschaft von Trainer Hagen Stamm sein. Das Ziel, einen Top-8-Rang, hat diese aber erreicht.

Bereits beim Weltcup 2018 in Berlin hatte sich die deutsche Auswahl mit einem 24:5-Erfolg im entscheidenden Spiel gegen die Südafrikaner das WM-Ticket gesichert.

+++ 21.07.2019: Weltmeister Wellbrock: "20 Prozent Druck und 80 Prozent Vorfreude" +++

Freiwasser-Weltmeister Florian Wellbrock zieht aus seinem Gold-Coup über zehn Kilometer keine übermäßigen Rückschlüsse auf seine Medaillenchancen im WM-Becken. "Den Schwung probiere ich ein bisschen mitzunehmen, aber im Endeffekt ist es ein ganz anderer Wettkampf", sagte der 21-jährige Schwimmer am Sonntag bei der Veranstaltung eines Sponsors (Arena). Wellbrock zählt über 800 und 1.500 Meter Freistil zum Favoritenkreis in Südkorea. "Aber was ein wichtiger Baustein ist: Ich weiß, dass ich gut in Form bin und mich auf keinen Fall verstecken muss."

Am Dienstag ist Wellbrock in den Vorläufen über 800 Meter Freistil gefordert, einen Tag später steht das Finale in dieser Disziplin an. "Ich kann auch selbstbewusst ins Rennen gehen und werde da nicht großartig pokern. Ich möchte fürs Finale auch eine gute Bahn haben", sagte der Europameister. "Das Becken fühlt sich wahnsinnig schnell an. Ich hoffe, das ist es im Endeffekt auch." In der Weltrangliste liegt er über 800 und 1.500 Meter Freistil auf dem zweiten Platz. Über 1.500 Meter geht es am letzten WM-Tag um die Medaillen.

Besonders große Anspannung verspürte der größte deutsche Medaillenkandidat am Sonntag noch keine. "Im Moment sind es 20 Prozent Druck und 80 Prozent Vorfreude."

+++ 21.07.2019: Deutsche Freistil-Staffeln über 100 Meter lösen Olympia-Tickets +++

Die deutschen Freistil-Staffeln über 4 x 100 Meter haben bei der Schwimm-WM in Südkorea die Olympia-Tickets gesichert. Sowohl die Männer als auch die Frauen erreichten am Sonntag den notwendigen Platz in den Top 12. Annika Bruhn, Reva Foos, Julia Mrozinski und Jessica Steiger schlugen nach 3:38,55 Minuten an und wurden Achte. Damit qualifizierten sie sich auch für das spätere Finale (ab 13.00/MESZ). "Olympia-Quali in der Tasche: erstmal Daumen hoch", sagte Foos. Steiger kommentierte das Ergebnis so: "Wir sind einfach super happy. Es ist einfach geil."

Bei den Männer lagen Damian Wierling, Marius Kusch, Josha Salchow und Christoph Fildebrandt drei Plätze weiter hinten. Sie schwammen 3:14,58 Minuten. Das reichte für Tokio 2020, im Endlauf sind die Deutschen nicht dabei.

+++ 21.07.2019: WM-Start für deutsches Beckenteam: 18-jährige Köhler im Halbfinale +++

Angelina Köhler hat die Rennen im WM-Becken für die deutsche Schwimm-Mannschaft eröffnet. Die 18-Jährige aus Hannover schlug bei ihrem Weltmeisterschafts-Debüt am Sonntag in den Vorläufen über 100 Meter Schmetterling nach 57,92 Sekunden an. Damit qualifizierte sie sich als Elfte für das Halbfinale am Nachmittag (MESZ). Mit ihrer Zeit blieb sie in Gwangju sieben Hundertstelsekunden hinter ihrer persönlichen Bestmarke zurück. Vorlaufschnellste in Südkorea war erwartungsgemäß die schwedische Weltrekordhalterin Sarah Sjöström in 56,45 Sekunden.

Bis zum kommenden Sonntag wird bei der Schwimm-WM um Medaillen im Becken gekämpft. Insgesamt 28 deutsche Schwimmer gehen dabei an den Start.

+++ 20.07.2019: Beckenwettbewerbe beginnen bei Schwimm-WM - Wasserballer gefordert +++

Mit dem Vorlauf über 200 Meter Lagen der Frauen beginnen an diesem Sonntag die prestigeträchtigen Beckenwettbewerbe bei der Schwimm-WM in Südkorea. Nachdem die Freiwasserschwimmer mit zweimal Gold und insgesamt fünf Medaillen sowie die Wasserspringer mit einmal Bronze vorgelegt haben, wollen die deutschen Becken-Asse nachziehen. Die größten Chancen hat Zehn-Kilometer-Weltmeister Florian Wellbrock, der in der kommenden Woche über 1500 und 800 Meter Freistil starten will. Für den Deutschen Schwimm-Verband springen als Erste Angelina Köhler über 100 Meter Schmetterling, Marius Kusch über 50 Meter Schmetterling und Fabian Schwingenschlögl über 100 Meter Brust ins Becken.

Die deutschen Wasserballer wollen mit einem Sieg gegen Südafrika ins Viertelfinale einziehen. Die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm ist in der Partie ab 11.30 Uhr MESZ klarer Favorit und würde bei einem Sieg auf Weltmeister Kroatien treffen.

+++ 20.07.2019: Wasserspringer Punzel und Massenberg gewinnen WM-Bronze +++

Tina Punzel und Lou Massenberg haben bei der Schwimm-WM Bronze im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett gewonnen. Im nicht-olympischen Mixed-Wettbewerb sicherten die Europameister am Samstag die insgesamt sechste deutsche Medaille der Titelkämpfe in Südkorea. Mit 301,62 Punkten mussten sie sich nur knapp den siegreichen Australiern Maddison Keeney und Matthew Carter (304,86) sowie den Kanadiern Jennifer Abel und Francois Imbeau-Dulac (304,08) geschlagen geben.

Für die Wasserspringer war es die erste Medaille der Titelkämpfe in Gwangju. Rekordeuropameister Patrick Hausding schnupperte wiederholt am Edelmetall, doch ein vierter Platz war sein bestes Ergebnis. Viel wichtiger war für ihn aber der Olympia-Startplatz vom Drei-Meter-Brett. Diesen holte sich auch Punzel im Einzel. Weitere Quotenplätze will der Deutsche Schwimm-Verband beim Weltcup im kommenden Jahr in Tokio holen.

Die favorisierten Chinesen ließen am Samstag den Mixed-Wettbewerb aus, da sich Yang Hao auf das wichtigere Einzelfinale der Männer vom Turm vorbereitete. Nach elf Siegen in den elf vorangegangenen Wettbewerben nutzten so die Australier ihre Chance.

+++ 19.07.2019: Letzte Springer-Medaillen werden bei Schwimm-WM vergeben +++

Bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Südkorea werden am Samstag (8.30 Uhr/MESZ) die letzten Medaillen im Wasserspringen vergeben. Im Mixed-Wettbewerb des Synchronspringens vom Drei-Meter-Brett streben die Europameister Tina Punzel und Lou Massenberg eine Topplatzierung an. Im Finale vom Turm ist kein deutscher Starter dabei. Einen Tag vor dem Start der WM-Beckenwettbewerbe arbeiten die Schwimmer weiter an ihrer Form. Hier werden am Sonntag die ersten Medaillen vergeben.

+++ 19.07.2019: Kunstspringerin Tina Punzel Zehnte vom Drei-Meter-Brett +++

Kunstspringerin Tina Punzel hat im WM-Finale vom Drei-Meter-Brett ihre Halbfinalleistung nicht verbessern können. Mit 281,00 Punkten belegte die EM-Dritte am Freitag bei der Schwimm-WM in Gwangju Rang zehn. Im Halbfinale hatte sie noch den fünften Platz mit 309,40 Zählern erreicht und einen Startplatz für die Olympischen Spiele gesichert. Weltmeisterin wurde die Chinesin Shi Tingmao. Titel Nummer elf für China im elften Wettbewerb.

"Alles in allem bin ich wirklich zufrieden. Wenn mir vorher jemand das gesagt hätte: Top 10 bei der WM, endlich mal im Finale, dann hätte ich gesagt, nehme ich", sagte Punzel. "Es war aber sicher nicht der perfekte Wettkampf."

Am Samstag ist die 23 Jahre alte Dresdnerin mit dem 18-jährigen Lou Massenberg im Mixed-Wettbewerb des Synchronspringens vom Drei-Meter-Brett im Einsatz. Als Europameister wollen sich die beiden auch im WM-Feld gut schlagen.

+++ 19.07.2019: Wellbrock arbeitet nach Freiwasser-Gold an Form für Beckenmedaille +++

Nach seinem Weltmeistertitel im Freiwasser arbeitet Langstreckenschwimmer Florian Wellbrock an seiner Medaillenform für die WM-Beckenwettbewerbe. "Er musste natürlich auch erstmal seinen ersten Weltmeistertitel verarbeiten. Das steckt man auch nicht so leicht weg", sagte Teamchef Bernd Berkhahn am Freitag in Gwangju. Währenddessen trainierte Wellbrock im Wettkampfbecken. Der 21-Jährige hatte Gold über zehn Kilometer gewonnen. Im Becken startet er über 800 und 1.500 Meter Freistil.

"Er hat jetzt ein bisschen Schwierigkeiten, diese Lockerheit und Leichtigkeit, die ihn auszeichnen, wieder zu erreichen. Das war zu erwarten. Das ist ganz normal nach so einem Rennen", sagte Berkhahn auf einer Pressekonferenz. "Wir versuchen, ihn jetzt wieder fit zu bekommen, auch vom Kopf her so einzustellen, dass er sich wieder auf seine Zeiten konzentriert."

Berkhahn ist davon überzeugt, dass dem aussichtsreichsten deutschen Medaillenkandidaten das glückt. "Ich bin da eigentlich sehr positiv überrascht. Ich habe gedacht, er hätte ein bisschen mehr damit zu tun, diesen Erfolg, diese Belastung zu verarbeiten", sagte der Teamchef. "Aber sowohl physisch als auch psychisch ist er in einer guten Verfassung."

Laut Berkhahn sind alle Beckenschwimmer gesund und haben das Quartier in Gwangju bezogen. Nur der 2015er Weltmeister Marco Koch und Lagenspezialist Philip Heintz kommen wegen späterer Wettkämpfe auch später an.

+++ 19.07.2019: Deutsche Beckenschwimmer wollen "in der Weltspitze mitspielen" +++

Die deutschen Beckenschwimmer streben nach zuletzt enttäuschenden Welt-Großereignissen neue Erfolge an. "Wir wollen hier wieder mitspielen in der Weltspitze, mit dabei sein und für Aufmerksamkeit sorgen", sagte Teamchef Bernd Berkhahn zwei Tage vor dem Start der Beckenrennen bei der WM in Gwangju. Medaillenziele verkündete der 48-Jährige am Freitag ebenso wie Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen weiterhin keine. Aber eine Nullnummer wie bei Olympia 2016 befürchten die beiden nicht.

"Ich bin überzeugt, dass wir in Gwangju deutsche Beckenschwimmer sehen werden, die sich in Final- und Medaillenrängen wiederfinden werden", sagte Kurschilgen. Größter Hoffnungsträger ist Freiwasser-Weltmeister Florian Wellbrock.

Ein Jahr vor den Sommerspielen in Tokio habe die WM etwas von "einer vorolympischen Premiere" und auch deshalb eine gewisse Aussagekraft für Olympia. "Wir sehen diese Weltmeisterschaften auch im Sinne der Neuformierung", sagte Kurschilgen. Es sind die ersten Weltmeisterschaften nach dem Ende der Amtszeit von Chefbundestrainer Henning Lambertz.

Kurschilgen sprach mit Blick auf die Freiwasserrennen mit fünf Medaillen und vier Olympia-Startplätzen von einem "historischen Ereignis". "Der Deutsche Schwimm-Verband gehört im Freiwasser zur absoluten Weltklasse", sagte der Leistungssportdirektor.

Berkhahn, der erstmals in neuer Führungsrolle bei einer WM dabei ist, fühlt sich noch ein bisschen im "Rausch" nach den Erfolgen im Freiwasser. "Ein besserer Auftakt geht eigentlich gar nicht", sagte Berkhahn. "Die Euphorie ist in der Mannschaft angekommen. Ich denke schon, dass es gelingt, die Euphoriewelle in die Beckenwettbewerbe mitzunehmen."

+++ 19.07.2019: Kurschilgen zum Zwist mit Lambertz: Aufs "Wesentliche konzentrieren" +++

Im Zwist mit dem früheren Chefbundestrainer Henning Lambertz hat der Leistungssportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbands Thomas Kurschilgen angekündigt, sich nicht mehr äußern zu wollen. "Wir sollten uns jetzt auf das Wesentliche konzentrieren", sagte Kurschilgen am Freitag bei der Schwimm-WM im südkoreanischen Gwangju. Das sei der Sport. Grundsätzlich wolle er zu ehemaligen Funktionären in der Öffentlichkeit nichts sagen, sagte Kurschilgen. Er habe sich durch Lambertz' Kritik aber verpflichtet gefühlt, sich "auch vor die Mannschaft zu stellen".

Kurschilgen und Lambertz hatten sich zuletzt einen öffentlichen Disput geliefert. Nachdem Lambertz Kritik an der Führung der deutschen Schwimmer geübt hatte, konterte Kurschilgen in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung": "Zunächst hat Henning Lambertz sich freiwillig zurückgezogen. Daraus kann man schlussfolgern, dass er, von Interviews abgesehen, selbst keine Antworten mehr liefern konnte oder wollte", sagte Kurschilgen.

Lambertz reagierte wiederum darauf und bezeichnete Kurschilgen als verantwortlich für seinen Rücktritt im vergangenen Dezember. "Ausschlaggebend für meinen Rückzug war er. Das weiß er, Familie und der Rücktritt von (Präsidentin) Gabi Dörries waren ebenso Punkte, die mich nachdenklich machten", sagte Lambertz, "aber er war es mit seinem Verhalten, der für meinen Rücktritt den Ausschlag gab. Ich hätte ihm eine Menge von Antworten auf Fragen geben können und wollen, aber dafür hätte er sich mit mir mal unterhalten müssen."

+++ 19.07.2019: Wasserspringer bleiben bei zwei Tokio-Tickets - Massenberg guter 17. +++

Die deutschen Wasserspringer nehmen von den Schwimm-Weltmeisterschaften in Gwangju zwei Olympia-Startplätze mit. Nach den gelösten Tokio-Tickets von Patrick Hausding und Tina Punzel im Wettbewerb vom Drei-Meter-Brett konnte Mixed-Europameister Lou Massenberg vom Turm keine überraschende weitere Top-12-Platzierung beisteuern. Der erst 18-Jährige schlug sich am Freitag aber im Halbfinale aus zehn Metern als 17. mit 365,70 Punkten wacker. Timo Barthel war als 21. des Vorkampfs ausgeschieden.

"Dass ich ins Halbfinale gekommen bin, war der Bonus. Ein 17. Platz ist nicht schlecht für einen Turm-Einstand im Einzel", sagte der Berliner Massenberg.

Der Deutsche Schwimm-Verband will beim Weltcup im April 2020 in Tokio weitere Startplätze sichern. Dazu winken bei den Europameisterschaften noch Quotenplätze in den Einzeldisziplinen für die Sommerspiele. Die EM findet vom 5. bis 11. August in Kiew statt.

+++ 19.07.2019: Deutsche Wasserballer 7:8 gegen Italien - Jetzt gegen Südafrika +++

Die deutschen Wasserballer haben bei der Schwimm-WM nur knapp eine Riesenüberraschung gegen Italien verpasst, sich aber den wichtigen zweiten Tabellenrang in ihrer Gruppe gesichert. Die Auswahl von Bundestrainer Hagen Stamm unterlag am Freitag in Südkorea dem Olympia-Dritten 7:8 (2:1, 2:3, 3:2, 0:2), hat aber nun eine gute Ausgangsposition für das Ausscheidungsspiel um einen Viertelfinal-Platz. Dort ist Deutschland am Sonntag (11.30 Uhr/MESZ) klarer Favorit gegen Südafrika.

"Das ist heute wahrscheinlich die süßeste Niederlage meiner Karriere", sagte Stamm nach dem starken Auftritt gegen Italien. Bester Torschütze war Dennis Eidner mit drei Treffern.

Gegen den "haushohen Favoriten", so Stamm, schnupperte die leidenschaftliche deutsche Mannschaft an der "Riesenüberraschung". Durch Tore des mit seinem Bänderriss wieder spielenden Marko Stamm und Eidner führte das Team im zweiten Viertel 4:2, doch dann fand Italien besser ins Spiel. Deutschland hatte zudem Abschlusspech. Viel fehlte nicht zum ersten Sieg gegen die Italiener seit 2012.

+++ 19.07.2019: Freiwasserschwimmerin Wunram gewinnt WM-Silber +++

Freiwasserschwimmerin Finnia Wunram hat überraschend WM-Silber über 25 Kilometer gewonnen. Die 23-Jährige musste sich am Freitag in Yeosu nur der brasilianischen Fünf-Kilometer-Weltmeisterin Ana Cunha geschlagen geben. Als Dritte schlug nach über fünf Stunden die Französin Lara Grangeon an. "Ich bin gerade einfach nur froh, dass es durch ist", sagte Wunram erschöpft und in ein Handtuch gewickelt. "Dass da Silber bei rausgesprungen ist, ist natürlich noch umso schöner."

Am letzten Tag der Freiwasserwettbewerbe der Titelkämpfe in Südkorea sorgte Wunram für die fünfte Medaille für das Freiwasserteam von Bundestrainer Stefan Lurz. "Wahnsinn!", sagte Lurz. "Insgesamt war diese ganze Woche der Hammer für uns."

Wunram durfte sich nach Bronze im Fünf-Kilometer-Rennen von Kasan 2015 über die zweite WM-Medaille ihrer Karriere freuen. Ihr Hauptziel der aktuellen Weltmeisterschaften hatte sie bereits im Zehn-Kilometer-Rennen erreicht: Als Achte qualifizierte sie sich für die Olympischen Spiele in Tokio 2020.

Im starken Regen und bei heftigem Wellengang setzte Wunram den beeindruckenden Schlusspunkt hinter eine herausragende Weltmeisterschaft der deutschen Freiwasserschwimmer. Andreas Waschburger als Achter und Sören Meißner auf Rang neun hatten über 25 Kilometer vor Wunram Top-Ten-Plätze erreicht. WM-Debütantin Lea Boy überzeugte als Zwölfte.

Bei der vergangenen WM in Budapest vor zwei Jahren waren die Langstreckenexperten noch ohne Medaille nach Hause gefahren. Danach habe man sich zusammengesetzt und gemeinsam überlegt, was man besser machen könne, erklärte Lurz. Sein Team stellte vieles auf den Prüfstand, auch der Bundestrainer hinterfragte sich.

In Südkorea holten vor Wunrams Medaille schon Florian Wellbrock über zehn Kilometer und die 4 x 1,25 Kilometer Staffel Gold, Rob Muffels und Leonie Beck durften sich in zwei weiteren Einzelrennen über Bronze freuen. Die WM-Leistungen machen auch Mut für das ganz große Highlight Olympia im kommenden Jahr.

In Yeosu lösten die Freiwasser-Asse die höchstmögliche Anzahl Tickets für die Olympischen Spiele. Neben Wunram sind Wellbrock, Muffels und Beck dabei. Vier deutsche Teilnehmer beim Ringespektakel im Freiwasser - das gab es bisher noch nie. Bevor es soweit ist, richtet sich der Fokus bei der Schwimm-WM nun auf die Halle. Am Sonntag beginnen in Gwangju die Beckenwettbewerbe.

+++ 19.07.2019: Top-Ten-Plätze für deutsche Freiwasserschwimmer über 25 Kilometer+++

Andreas Waschburger und Sören Meißner haben die Schwimm-WM in Südkorea für die deutschen Freiwasser-Männer mit Top-Ten-Plätzen abgeschlossen. Der 32 Jahre alte Waschburger beendete das harte und fast fünfstündige Rennen über 25 Kilometer am Freitag nach knapp fünf Stunden als Achter und kam damit einen Platz vor dem drei Jahre jüngeren Meißner ins Ziel. Gold bei heftigem Regen und starkem Wellengang in Yeosu sicherte sich der Franzose Axel Reymond im Fotofinish. Silber ging an Kirill Beljaew aus Russland, Bronze holte Alessio Occhipinti aus Italien.

+++ 18.07.2019: Wasserballer kämpfen bei WM um Viertelfinal-Einzug +++

Bei der Schwimm-Weltmeisterschaft in Südkorea geht für die Wasserballer an diesem Freitag (5.30 Uhr/MESZ) der Kampf um das Viertelfinale weiter. Die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm ist gegen den Olympia-Dritten Italien aber Außenseiter. Eine direkte Qualifikation ist für die Auswahl ebenso drin wie der Umweg über die sogenannten Ausscheidungsspiele. Dort werden die Teams ermittelt, die den vier Gruppensiegern ins Viertelfinale folgen.

Im Turmspringen der Männer werden die letzten Olympia-Quotenplätze der Wasserspringer in Gwangju vergeben. Tina Punzel ist zudem im Finale vom Drei-Meter-Brett gefordert. Die deutschen Freiwasserschwimmer sind nach einer Woche voller Medaillen über die 25 Kilometer im Einsatz.

+++ 18.07.2019: Wasserspringer Hausding nimmt zuversichtlich Kurs auf Tokio +++

Rekordeuropameister Patrick Hausding hat sich für seine Risiko-Lust nicht mit einer überraschenden WM-Medaille belohnen können. Der 30 Jahre alte Wasserspringer musste sich am Donnerstag am Tag nach seinem gelösten Olympia-Ticket im Wettkampf vom Drei-Meter-Brett hinter den Podestplätzen auf Rang sechs einreihen. Mit 452,25 Punkten fehlten dem WM-Zweiten und Olympia-Dritten in Gwangju über 50 Zähler auf Bronze. Der Weltmeistertitel ging an Xie Siyi. Er holte damit im zehnten Sprung-Wettkampf dieser Titelkämpfe das zehnte Gold für China.

"Beim ersten Sprung der WM hatte ich einen 200er Puls, jetzt war ich fast beim Ruhepuls gefühlt", sagte Hausding, der nach einer schweren Saison zum Jahreshöhepukt in Form kam. "Je lockerer ich werde, desto höher wird meine Qualität. Ich hoffe dass sich der Trend bei der EM fortsetzt. Und danach sind die Zeichen sowieso Richtung Tokio gesetzt."

Hausding hatte sein Sprungprogramm für das Finale umgestellt. Beim "Poker", so Buschkow, sprang sein bester Athlet im letzten Durchgang statt der dreieinhalbfachen Auerbachschraube den zweieinhalbfachen Salto vorwärts mit drei Schrauben. Dieser Sprung hat einen deutlich höheren Schwierigkeitsgrad. "Wir sind ein sehr hohes Risiko gegangen mit der Dreifachschraube", sagte Buschkow und war mit den gesamten WM-Leistungen Hausdings auch ohne Edelmetall zufrieden. "Er hat sich in der Weltspitze zurückgemeldet."

Außer Hausding glückte in Gwangju auch Tina Punzel die Olympia-Qualifikation. Die 23-Jährige greift am Freitag im Finale noch einmal an. Hausding darf Südkorea zufrieden verlassen. Das Ticket für seine vierten Olympischen Spiele waren sein Hauptziel.

Nach einer schwierigen Saison mit einer langen Zwangspause belegte Hausding zusammen mit Vereinskollege Lars Rüdiger einen guten vierten Platz im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett. Die Olympia-Qualifikation wollen die beiden beim Weltcup im kommenden Jahr meistern. Vom Ein-Meter-Brett war Hausding Fünfter geworden.

+++ 18.07.2019: Kunstspringer Hausding beendet WM als Sechster vom Drei-Meter-Brett +++

Rekordeuropameister Patrick Hausding hat nach dem gelösten Olympia-Ticket bei der Schwimm-WM in Südkorea nicht noch einen draufsetzen können. Der 30-Jährige musste sich am Donnerstag im Wettkampf vom Drei-Meter-Brett hinter den Medaillenplätzen auf Rang sechs einreihen. Mit 452,25 Punkten fehlten dem WM-Zweiten und Olympia-Dritten in dieser Disziplin über 50 Zähler auf Bronze. Der Weltmeistertitel ging an Xie Siyi. Er holte damit im zehnten Sprung-Wettkampf dieser Titelkämpfe das zehnte Gold für China.

Hausding hatte sein Sprungprogramm für das Finale umgestellt. Beim "Poker", so Bundestrainer Lutz Buschkow sprang Hausding im letzten Durchgang statt der dreieinhalbfachen Auerbachschraube den zweieinhalbfachen Salto vorwärts mit drei Schrauben, der einen deutlich höheren Schwierigkeitsgrad aufweist. "Alles auf eine Karte" lautete die Devise - belohnen konnte sich Hausding dafür nicht.

Außer Hausding glückte in Gwangju auch Tina Punzel die Olympia-Qualifikation. Die 23-Jährige greift am Freitag im Finale noch einmal an. Hausding darf Südkorea zufrieden verlassen. Das Ticket für seine vierten Olympischen Spielen waren sein Hauptziel.

Nach einer schwierigen Saison mit einer langen Zwangspause belegte er in Gwangju zusammen mit Vereinskollege Lars Rüdiger einen guten vierten Platz im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett. Die Olympia-Qualifikation wollen die beiden beim Weltcup im kommenden Jahr meistern. Vom Ein-Meter-Brett war Hausding Fünfter geworden.

+++ 18.07.2019: Wasserballer hoffen auf verletzten Stamm - "Die Jungs sind alle heiß" +++

Die deutschen Wasserballer hoffen auch im letzten Gruppenspiel gegen Olympiasieger Italien wieder auf einen Einsatz ihres verletzten Spielmachers Marko Stamm. Ob der Sohn von Trainer Hagen Stamm am Freitag (5.30 Uhr/MESZ) im Kampf um das Viertelfinale mit seinem Bänderriss im Sprunggelenk wie schon beim 15:8 gegen Brasilien am Mittwoch spielen kann, war einen Tag vor der Partie noch unklar. "Es geht ihm nicht gut. Er hat schlecht geschlafen und die Schmerzen sind schlimmer geworden", sagte Hagen Stamm der Deutschen Presse-Agentur.

Sein Sohn hatte sich im Auftaktspiel gegen Japan verletzt, gegen Brasilien aber dennoch gespielt. Mit fünf Toren war er sogar der beste deutsche Torschütze gewesen. "Es kommen ja nur noch Endspiele", sagte der Bundestrainer und betonte, dass jeder im Team spielen wolle: "Die Jungs sind alle heiß!"

Deutschland ist erstmals seit 2013 wieder bei einer Wasserball-WM dabei. Das Team will ins Viertelfinale und sich gegen den großen Favoriten Italien Platz zwei und damit einen leichteren Gegner in den Ausscheidungsspielen für die Runde der besten acht Teams sichern. Mit einem Überraschungssieg wäre sogar die direkte Qualifikation für das Viertelfinale möglich.

"Von der Papierform ist Italien als Olympiadritter eine andere Liga", sagte Stamm. "Italien ist aber noch auf der Suche nach seiner Form. Das ist unsere Chance."

+++ 18.07.2019: Deutsche Beckenschwimmer in Gwangju eingetroffen - Erstes Training +++

Ein Teil der deutschen Beckenschwimmer hat nach seiner Ankunft in Gwangju gleich ein erstes Training in der WM-Halle absolviert. Die Mannschaft von Teamchef Bernd Berkhahn und Teamcoach Frank Embacher bezog am Donnerstag das Quartier in Südkorea. Die Sportler hatten sich in Japan auf die Titelkämpfe vorbereitet. Nach der nach Angaben des Deutschen Schwimm-Verbandes fast elfstündigen Reise entschied sich der Großteil des Teams, kurzfristig zum Training zu fahren. Embacher ersetzt in seiner Rolle den erkrankten Hannes Vitense.

Die Freistilschwimmer Florian Wellbrock und Sarah Köhler, die beide in dieser Woche WM-Titel im Freiwasser feierten, waren zuvor schon von Yeosu nach Gwangju gereist. Die beiden Langstreckenspezialisten wollen bei den am Sonntag beginnenden Becken-Wettbewerben um die Top-Plätze mitkämpfen. Der 21-jährige Wellbrock ist der aussichtsreichste Medaillenkandidat. Er startet über 800 und 1500 Meter Freistil.

Besonders Schmetterling-Ass Franziska Hentke, Brustschwimmer Marco Koch und Lagenspezialist Philip Heintz werden ebenfalls vordere Plätze zugetraut. Bei der WM vor zwei Jahren in Budapest hatte Hentke über 200 Meter als Zweite die einzige Medaille der deutschen Beckenschwimmer gewonnen.

+++ 18.07.2019: Kunstspringerin Punzel springt zum Olympia-Startplatz +++

Die Kunstspringerin Tina Punzel hat bei der Schwimm-WM in Südkorea den zweiten Olympia-Startplatz für die deutschen Wasserspringer gesichert. Die EM-Dritte belegte am Donnerstag im Halbfinale vom Drei-Meter-Brett mit 309,40 Punkten den fünften Rang und darf sich auf die Sommerspiele in Tokio freuen.

"Ich bin super erleichtert. Ich wusste, dass ich das drauf habe. Die Kunst ist immer, das am Tag X umzusetzen", sagte die 23-Jährige, die 2013 Europameisterin war. "Bei meiner fünften WM habe ich es erstmals ins Finale vom Drei-Meter-Brett geschafft - und vor Olympia wurde das Ganze noch mit einem Quotenplatz belohnt."

Im Finale an diesem Freitag (13.45 Uhr/MESZ) geht sie befreit an den Start. "Ich bin sehr mit ihr zufrieden", sagte Bundestrainer Lutz Buschkow. Vor Punzel hatte Rekordeuropameister Patrick Hausding dem Deutschen Schwimm-Verband einen Tokio-Platz im Wettkampf vom Drei-Meter-Brett gesichert.

+++ 18.07.2019: Biedermann über Sieg gegen Phelps: "Tag hat mein Leben verändert" +++

Paul Biedermann denkt zehn Jahre nach den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom mit zwei Titeln und zwei Weltrekorden immer noch gerne an seinen Triumph zurück. Vor allem der Sieg über 200 Meter Freistil in der noch heute gültigen Bestzeit von 1:42,00 Minuten über Rekord-Olympiasieger Michael Phelps (USA) hat einen besonderen Stellenwert in der Karriere des 32-Jährigen.

"Dieser Tag hat mein Leben nachhaltig verändert. Alles, was danach kam, hatte indirekt mit diesem Rennen zu tun", sagte Biedermann der Deutschen Presse-Agentur. "Niemals hätte das Rennen so einen Stellenwert bekommen, wenn ich nicht gegen Michael Phelps gewonnen hätte. Dessen bin ich mir immer bewusst gewesen."

Nach den Olympischen Spielen in Rio 2016 hatte der frühere Lebenspartner von Britta Steffen seine Karriere beendet. Die Doppel-Olympiasiegerin von Peking siegte damals in Italiens Hauptstadt ebenfalls doppelt. Wie auch Thomas Lurz in den Freiwasserrennen.

Dass Biedermanns Weltrekorde noch heute gültig sind, freut den Freistil-Experten. "Ende Juli dieses Jahres sind es dann zehn Jahre. Ich bin der Meinung, Rekorde sind dafür da, um gebrochen zu werden. Aber natürlich bin ich froh darüber, diese Weltrekorde so lange halten zu können", sagte Biedermann. Sein langjähriger Erfolgstrainer Frank Embacher ist bei der WM in Gwangju als Teamchef in wichtiger Rolle bei den Beckenschwimmern dabei.

+++ 18.07.2019: Kunstspringerin Punzel hält bei WM Kurs auf Olympia-Startplatz +++

Die Kunstspringerin Tina Punzel hat bei der Schwimm-WM in Südkorea Kurs auf den zweiten Olympia-Startplatz der deutschen Wasserspringer genommen. Die EM-Dritte belegte im Vorkampf vom Drei-Meter-Brett mit 293,05 Punkten den siebten Rang. Nach dem Halbfinale am Donnerstag (8.30 Uhr/MESZ) ist der Quotenplatz für den Deutschen Schwimm-Verband sicher, wenn die 23-jährige Punzel in die Top 12 kommt und sich damit für das Finale qualifiziert. «Es war ein ewiger Wettkampf und ich bin total happy, dass ich solide durchgesprungen bin», sagte Punzel, Europameisterin von 2013.

Nicht ins Halbfinale schaffte es Lena Hentschel, die mit 238,10 Punkten auf Platz 32 kam. Die 18-Jährige sammelte bei den Titelkämpfen in Gwangju aber weitere wichtige internationale Erfahrung. Sie will nun bei der nächsten Möglichkeit beim Weltcup im kommenden Jahr die Qualifikation schaffen. Bislang hat Patrick Hausding dem Deutschen Schwimm-Verband einen Wassersprung-Quotenplatz für Tokio gesichert.

+++ 18.07.2019: Ex-Bundestrainer kritisiert Verbandschef- Hinter den Kulissen fliegen die Fetzen+++

Der ehemalige Schwimm-Bundestrainer Henning Lambertz hat erneut Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen kritisiert und diesen als verantwortlich für seinen Rücktritt bezeichnet.

Kurschilgen mache sich die Welt in "Pippi-Langstrumpf-Manier" wie sie ihm gefalle, sagte Lambertz bezogen auf eine Kurschilgen-Aussage in der "Süddeutschen Zeitung". "Zunächst hat Henning Lambertz sich freiwillig zurückgezogen. Daraus kann man schlussfolgern, dass er, von Interviews abgesehen, selbst keine Antworten mehr liefern konnte oder wollte", sagte Kurschilgen. Ende 2018 hatte Lambertz - offiziell aus persönlichen Gründen - das 2013 übernommene Amt niedergelegt.

Lambertz wirft Kurschilgen mangelnde Fachkenntnis vor und verteidigt erneut sein Konzept. "Mir war über alle Jahre der Weltmaßstab wichtig und nie der europäische, daher das stetige orientieren an der Welt", sagte Lambertz der Deutschen Presse-Agentur zu harten Normen für den Saisonhöhepunkt.

+++ 18.07.2019: "Note 1 mit Stern" - Deutsche Freiwasser-Staffel jubelt über WM-Gold +++

Ausnahme-Athlet Florian Wellbrock fehlt. Trotzdem feiern die deutschen Freiwasserschwimmer ihre zweite Goldmedaille der WM in Südkorea. Zum Erfolg trägt auch die Cleverness von Schlussschwimmer Rob Muffels gegen einen Olympiasieger bei.

Rob Muffels umarmte herzlich Trainer Bernd Berkhahn, dann bejubelte er mit den Staffelkollegen den nächsten großen Freiwasser-Sieg bei der WM in Südkorea. Lea Boy, Sarah Köhler, Sören Meißner und Muffels holten am Donnerstag nach 4 x 1,25 Kilometern überraschend Gold vor Italien und den USA. "Alle vier Note 1 mit Stern", sagte der euphorische Freiwasser-Bundestrainer Stefan Lurz nach dem zweiten Gold und der vierten Medaille innerhalb von nicht einmal zwei Tagen.

Zwei WM-Titel hatte es für den Deutschen Schwimm-Verband zuletzt 2015 in Kasan gegeben, zweimal Gold im Freiwasser 2013 in Barcelona - damals noch mit Rekordweltmeister Thomas Lurz.

+++ 17.07.2019: Freiwasserschwimmer in der Staffel gefordert - Hausding im WM-Finale +++

Die Staffel der Freiwasserschwimmer und Deutschlands bester Wasserspringer Patrick Hausding stehen am siebten Tag der Schwimm-WM im Fokus. Nach schon drei Medaillen für die Freiwasser-Asse zählt die deutsche Staffel an diesem Donnerstag (01.00 Uhr/MESZ) im Fünf-Kilometer-Rennen nicht zu den Top-Favoriten. Lea Boy, Sarah Köhler, Sören Meißner und Bronze-Gewinner Rob Muffels bilden das Team von Bundestrainer Stefan Lurz. Weltmeister Florian Wellbrock verzichtet auf einen Start, um sich für die Beckenwettbewerbe zu schonen.

Hausding hat sein Ziel vom Drei-Meter-Brett mit dem Finaleinzug und dem damit gesicherten Olympia-Platz bereits erreicht. Er würde sich über einen Top-Sechs-Rang freuen. Bei Tina Punzel und Lena Hentschel geht es aus der gleichen Höhe ebenfalls um Quotenplätze für Tokio 2020.

+++ 17.07.2019: Deutsche Wasserballer schlagen Brasilien 15:8 - Viertelfinale winkt +++

Die deutschen Wasserballer um den verletzten Marko Stamm haben bei ihrer Rückkehr auf die WM-Bühne einen wichtigen Schritt Richtung Viertelfinale gemacht. Zwei Tage nach dem 9:9 gegen Japan gewann die Auswahl von Bundestrainer Hagen Stamm am Mittwoch in Gwangju gegen Brasilien mit 15:8 (4:1, 6:1, 2:2, 3:4). Damit kann Deutschland nicht mehr aus den ersten drei Plätzen der Gruppe fallen und spielt zumindest in der Ausscheidungsrunde um das Viertelfinale mit. Das direkte Viertelfinal-Ticket ist auch noch möglich.

Bester Torschütze der deutschen Mannschaft war Marko Stamm. Er kam trotz eines Bänderrisses zum Einsatz und traf fünfmal für sein Team. Der Leistungsträger hatte das linke Sprunggelenk bandagiert und humpelte am Beckenrand entlang.

Vor dem deutschen Sieg hatte der Olympia-Dritte Italien gegen Japan mit 9:7 gewonnen. Die deutsche Mannschaft belegt nach zwei Spieltagen den zweiten Platz in Gruppe D. Am Freitag geht es gegen die favorisierten Italiener um den Gruppensieg und die Ausgangslage in der Ausscheidungsrunde.

+++ 17.07.2019: Kunstspringer Hausding löst Olympia-Ticket - Wolfram knapp geschlagen +++

Rekordeuropameister Patrick Hausding darf sich auf seine vierten Olympischen Spiele freuen. Der Berliner sicherte den deutschen Wasserspringern bei der Schwimm-WM in Gwangju den ersten Quotenplatz für Tokio. Mit 446,20 Punkten erreichte er am Mittwoch als Neunter das Finale vom Drei-Meter-Brett, obwohl er mit einem abgebrochenen Sprungversuch auch eine Schrecksekunde erlebte.

Dem langjährigen Turmspringer Martin Wolfram fehlte im Halbfinale auf Rang 15 mit 403,50 Zählern schon einiges, um ebenfalls das Sommerspiele-Startrecht zu sichern. Sein Auftritt machte aber Mut für die nächste Möglichkeit im kommenden Jahr. Auch in Südkorea gibt es weitere Chancen für die deutschen Wasserspringer auf Olympia-Tickets: im Turmspringen der Männer und bei den Frauen vom Drei-Meter-Brett.

Der zweimalige Olympia-Medaillengewinner Hausding will am Donnerstag (13.45 Uhr/MESZ) im WM-Finale einen Schritt nach vorne machen. Nach einer schwierigen Saison mit einem schweren Sturz im Training und Knieproblemen ist der 30-Jährige zum Saisonhöhepunkt in Form. Bislang stehen bei den Titelkämpfen für ihn ein vierter und fünfter Platz zu Buche.

+++ 17.07.2019: Freiwasser-Staffel ohne "Hausnummer" Wellbrock - Top Ten "Okay" +++

Ohne Weltmeister Florian Wellbrock gehen die deutschen Freiwasserschwimmer bei der WM in Südkorea ins Staffelrennen. Lea Boy, Sarah Köhler, Sören Meißner und Bronze-Gewinner Rob Muffels bilden am Donnerstag (01.00 Uhr/MESZ) in Yeosu das Team von Bundestrainer Stefan Lurz über fünf Kilometer. "Wir hoffen, uns gut verkaufen zu können", sagte Lurz, dem Wellbrock wie geplant als Top-Athlet fehlt. "Er ist natürlich schon eine Hausnummer", sagte Lurz nach der Bronzemedaille von Leonie Beck im Einzelrennen über fünf Kilometer am Mittwoch. Ein Top-Ten-Platz wäre für den Bundestrainer "okay".

Wellbrock hatte mit dem Team bei den Europameisterschaften in Schottland im vergangenen Jahr Silber geholt. In Südkorea verzichtet er auf den Start, um sich für die Beckenrennen über 1500 und 800 Meter in der zweiten WM-Woche zu schonen.

+++ 17.07.2019: Freiwasserschwimmerin Beck gewinnt Bronze über fünf Kilometer +++

Freiwasserschwimmerin Leonie Beck hat bei der WM in Südkorea die Bronzemedaille über fünf Kilometer gewonnen. Die 22-Jährige musste sich einen Tag nach dem doppelten Medaillenjubel von Weltmeister Florian Wellbrock und Bronzegewinner Rob Muffels nur 25-Kilometer-Weltmeisterin Ana Marcela Cunha aus Brasilien und der Französin Aurélie Muller geschlagen geben. Die Würzburgerin Beck teilt sich den dritten Rang nach dem knapp einstündigen Rennen mit der Amerikanerin Hannah Moore. Als zweite deutsche Starterin landete Finnia Wunram in dem Rennen auf der nicht-olympischen Strecke jenseits der Top 10.

Für die deutschen Freiwasserschwimmer sind die Titelkämpfe in Yeosu schon jetzt eine Erfolgsstory. Mit nun schon drei Medaillen hat das Team von Bundestrainer Stefan Lurz so viel Edelmetall geholt, wie die gesamte Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbands bei der WM vor zwei Jahren. Zudem ist Wellbrock der erste deutsche Schwimm-Weltmeister seit 2015.

Im Rennen über zehn Kilometer hatten Wunram als Achte und Beck als Neunte bereits ihr Ticket für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio gebucht, bei den Männern sind Wellbrock und Muffels ebenfalls dabei.

+++ 17.07.2019: Kunstspringer Hausding und Wolfram weiter im Rennen um Olympia-Ticket +++

 Die Kunstspringer Patrick Hausding und Martin Wolfram haben weiter Chancen, bei der WM einen Olympia-Startplatz für den Deutschen Schwimm-Verband zu sichern. Der Olympia-Dritte Hausding erreichte mit 418,25 Punkten als Neunter das Halbfinale vom Drei-Meter-Brett, der langjährige Turmspringer Wolfram qualifizierte sich als 14. mit 408,55 Zählern für die Runde der besten 18 Springer. Für das Tokio-Ticket muss am Mittwoch in Gwangju ein Platz im Finale der besten zwölf Springer her.

HAUSDING: Der Rekordeuropameister hat sich eine Spielekonsole gekauft. "Ich sitze in der Trockenhalle und spiele ein bisschen. Und wenn ich wieder dran bin, mache ich mich warm und springe dann", sagte Hausding. Der Vorkampf vom Drei-Meter-Brett sei wegen der Länge der "härteste Wettkampf, den es gibt".

WOLFRAM: Der frühere Turmspringer musste nach Verletzungen umschulen. Das ist geglückt. "Ich habe vor allem Musik gehört und gelesen. Da mein Körper so verletzungsanfällig ist, habe ich etwas ausgedehntere Erwärmung gemacht", sagte der zweimalige Olympia-Teilnehmer im Turmspringen. "Natürlich fehlt das Turmspringen, da war ich ein guter Springer. Das Kapitel ist abgehakt."

+++ 16.07.2019: Deutsche Schwimmer wollen WM-Schwung durch Wellbrock mitnehmen +++

Nach der Goldmedaille durch Florian Wellbrock hofft der Deutsche Schwimm-Verband bei der WM in Südkorea am Mittwoch auf weitere Topleistungen. Leonie Beck und Finnia Wunram wollen in das Freiwasserrennen über fünf Kilometer den Schwung vom gelösten Olympia-Ticket und Wellbrock-Sieg mitnehmen. Die Wasserspringer Patrick Hausding und Martin Wolfram kämpfen vom Drei-Meter-Brett um einen Olympia-Startplatz. Die Wasserballer peilen nach dem 9:9 gegen Japan einen Sieg gegen Brasilien an.

+++ 16.07.2019: Kurjo und Rüdiger beenden WM-Teamspringen auf Rang acht +++

Die Wasserspringer Maria Kurjo und Lars Rüdiger haben im Team-Wettbewerb wie erwartet nicht in den Kampf um die WM-Medaillen eingreifen können. Das Berliner Duo belegte am Dienstag im Wettbewerb von Drei-Meter-Brett und Turm mit 324,50 Punkten den achten Platz. Rund 33 Zähler fehlten auf die USA und Bronze. Bei der EM vor einem Jahr hatte Kurjo mit Lou Massenberg überraschend Silber gewonnen. Diesmal schlug sie sich mit Vereinskollege Rüdiger achtbar.

Der Sieg in dieser nicht-olympischen Disziplin bei der Schwimm-WM in Gwangju ging an China mit 416,5 Punkten. Es war das achte Gold im achten Sprung-Wettbewerb dieser Titelkämpfe für China. Silber ging an Russland.

Beim Teamspringen treten pro Nation je eine Frau und ein Mann an. Sie müssen jede der sechs Sprung-Gruppen wie beispielsweise Auerbach oder Delfin zeigen. Jede(r) muss dabei mindestens einmal vom Drei-Meter-Brett und vom Turm antreten.

Zuvor waren Kurjo und Christina Wassen im Turmspringen im Halbfinale ausgeschieden und hatten ein vorzeitiges Olympia-Ticket verpasst. An diesem Mittwoch greifen Rekordeuropameister Patrick Hausding erneut und Martin Wolfram zum ersten Mal in Südkorea ins Geschehen ein. Ein Finalplatz im Kunstspringen vom Drei-Meter-Brett sichert einen Olympia-Startplatz.

+++ 16.07.2019: Britta Steffen nach Wellbrock-Gold: "Fantastische Leistung" +++

Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen hofft nach dem Weltmeistertitel von Florian Wellbrock auf weitere Erfolge für das deutsche Team bei der Schwimm-WM in Südkorea. "Ich bin glücklich, dass die harte Arbeit sich für die Freiwasserschwimmer so auszahlt. Das Kribbeln möge diese Woche anhalten und zu einigen schönen Überraschungen verhelfen", sagte die 35-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Wellbrock hatte mit seinem Sieg im Freiwasserrennen über zehn Kilometer für die erste WM-Goldmedaille des Deutschen Schwimm-Verbandes seit vier Jahren gesorgt. "Fantastische Leistung! Ich freue mich wahnsinnig, dass der Beginn so golden ist. Weiter so!", sagte Steffen.

Die Doppel-Olympiasiegerin von Peking beendete vor sechs Jahren ihre Karriere. Die Mutter eines Sohnes ist vielfältig aktiv, unter anderem absolviert sie eine Heilpraktikerausbildung, hält Vorträge oder moderiert Veranstaltungen. Bereits vor der WM hatte sie auf die Wichtigkeit von Erfolgen bei den Titelkämpfen hingewiesen.

"Erfolge braucht es, um wieder eine gewisse Aufmerksamkeit zu erzielen. Aber wenn es auf den Schultern von drei Leuten lastet, beschwert das enorm. Deshalb versuche ich, den Leuten keinen Druck zu machen", sagte Steffen. "Wenn die Leute bei großen Wettkämpfen ihre Leistungen nicht bringen, wirkt sich das von Tag zu Tag auf die Stimmung aus", sagte die Doppel-Weltmeisterin von 2009 und erinnerte sich an vergangene Titelkämpfe. Das könnte nun in Gwangju anders sein.

+++ 16.07.2019: Freiwasser-Rekordweltmeister Lurz: Wellbrock kann Olympia-Gold holen +++

Freiwasser-Rekordweltmeister Thomas Lurz traut Florian Wellbrock nach WM-Gold auch den Olympiasieg in einem Jahr zu. "Er ist ein super Schwimmer und hat alle Möglichkeiten, in Tokio Gold zu gewinnen. Ich hoffe, er bleibt gesund und kann ein Jahr gut trainieren", sagte der 39-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Der zwölfmalige Weltmeister, der nicht in Südkorea vor Ort ist, sieht für den 21 Jahre alten Magdeburger eine blendende Perspektive.

"Auf jeden Fall kann er einiges reißen in Zukunft. Es ist für den Verband sehr wichtig, so einen super Schwimmer zu haben", sagte Lurz, zweimaliger Medaillengewinner bei Olympia. "Sowohl im Open Water als auch im Becken zu starten, ist sicher nicht einfach. Aber es gab schon Beispiele, dass das funktionieren kann." Wellbrock hatte als erster Deutscher seit Lurz 2009 den Titel über die olympischen zehn Kilometer gewonnen.

Vom ersten WM-Gold für den Deutschen Schwimm-Verband nach vier Jahren können auch andere in der DSV-Mannschaft in Gwangju profitieren. "Natürlich kann so ein Erfolg dem Team in Südkorea Auftrieb geben", sagte Lurz.

+++ 16.07.2019: Turmspringerinnen Kurjo und Wassen raus aus dem WM-Kampf um Olympia +++

Die Turmspringerinnen Maria Kurjo und Christina Wassen haben bei der Schwimm-WM keine Chance mehr auf ein Olympia-Ticket. Durch ihr Halbfinal-Aus am Dienstag können sie sich zumindest bei den Titelkämpfen im südkoreanischen Gwangju den Quotenplatz nicht mehr sichern. Wassen belegte am Dienstag im Halbfinale aus zehn Metern Höhe mit 298,90 Punkten den 14. Rang, Kurjo beendete diesen Wettkampf als 16. mit 295,55 Zählern. Für das Startrecht für Tokio hätten sich die beiden im Halbfinale für das Finale der besten Zwölf qualifizieren müssen.

Wie in den Synchronsprung-Disziplinen muss der Deutsche Schwimm-Verband seine Hoffnungen auch im Turm auf den Weltcup im kommenden Jahr setzen. "Ich hatte hier mit einem Quotenplatz geliebäugelt", sagte Wassersprung-Bundestrainer Lutz Buschkow. In den Synchronsprung-Disziplinen, wo nur die Medaillengewinner schon mit Tokio planen können, hatte er ohnehin nicht mit einem vorzeitigen Olympia-Ticket gerechnet.

An diesem Mittwoch (3.00 Uhr/MESZ) will Patrick Hausding vom Drei-Meter-Brett den ersten Olympia-Platz der Springer in Südkorea sichern. Außer ihm peilt auch Martin Wolfram ein gutes Resultat an. Nach mehreren Schulterverletzungen springt der Dresdner mittlerweile vom Drei-Meter-Brett und nicht mehr wie schon zweimal bei Olympia vom Turm.

+++ 16.07.2019: Erstes Gold und Bronze für Deutschland +++

WM-Champion Florian Wellbrock riss jubelnd beide Arme nach oben und fiel Freund und Bronzegewinner Rob Muffels erschöpft, aber glücklich um den Hals. Nach der ersten Goldmedaille für die deutschen Freiwasserschwimmer über zehn Kilometer seit dem Sieg von Idol Thomas Lurz vor zehn Jahren jubelte dessen Bruder, Bundestrainer Stefan Lurz, über einen "Riesentag". Und erstmals gab es zudem zwei Medaillen in dieser Disziplin. Wenn Supertalent Wellbrock so weitermacht, kann auch er eine Ära prägen. Wellbrock hatte in dieser Saison serienweise im Freiwasser gewonnen und wurde seiner Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht. "Ich frag mich selber, wie lange das noch gut geht", sagte er. "Irgendwann muss diese Glückssträhne auch mal vorbei sein. Aber ich habe wahnsinnig hart trainiert."

Er freute sich nicht nur über seinen eigenen Triumph, sondern auch über Muffels' dritten Platz. "Er ist mein Trainingspartner und einer meiner besten Freunde", erklärte er nach den ersten beiden Medaillen für den Deutschen Schwimm-Verband am fünften Tag der Titelkämpfe von Südkorea. In den Tagen vor Gold und Bronze hatten sich die beiden Magdeburger gegenseitig motiviert, auch mit Sprüchen.

"Das triezt einen ein bisschen - natürlich im positiven Sinne", sagte Wellbrock lächelnd. Er und Zimmerkollege Muffels hatten - quasi als zusätzlicher Ansporn - eine Tokio-Flagge mit den olympischen Ringen aufgehängt. Es wirkte: Durch ihre Top-Ten-Plätze buchten Wellbrock und Muffels ihr Olympia-Ticket.

"Medaille - das ist super", sagte der 24 Jahre alte Muffels euphorisch: "Ziel war Olympia. Gold und Bronze - absoluter Traum." Als "fantastisch" bezeichnete Teamchef Bernd Berkhahn Muffels' Auftritt. Weil auch Finnia Wunram und Leonie Beck zwei Tage zuvor die Qualifikation geschafft hatten, dürfen sich erstmals vier deutsche Freiwasserschwimmer auf die Sommerspiele freuen.

"Das ist wirklich ein historischer Tag für uns alle", sagte Stefan Lurz, der die vier Startplätze vorher als seinen "Wunschtraum" bezeichnet hatte. Nach der enttäuschenden WM in Ungarn vor zwei Jahren, als die deutschen Freiwasser-Asse erstmals seit 1994, als nur über 25 Kilometer im Freiwasser geschwommen wurde, ohne WM-Medaille nach Hause gefahren waren, ist der Erfolg besonders wichtig.

Bevor Wellbrock nach 1:47:55,9 Stunden im Ziel war, hatte er sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Silbergewinner Marc-Antoine Olivier geliefert. Zum Finale eines packenden Schlussspurts schlug Wellbrock gerade einmal 0,2 Sekunden vor dem Franzosen an. "Ich wollte zuerst mit der rechten Hand, dann mit der linken Hand, aber hab' gesehen, dass es gereicht hat", beschrieb Wellbrock sein Finish.

Die Freiwasser-Mission hat der Youngster erfüllt. Einen Tag abschalten heißt es nun, dann will Wellbrock die nächsten Ziele angehen. Auch im Becken ist er der große deutsche Hoffnungsträger in Gwangju. Der Europameister über 1.500 Meter will in diesem Rennen und über 800 Meter angreifen. Wie sich ein WM-Titel anfühlt, weiß er jetzt ja schon mal.

+++ 16.07.2019: Turmspringerinnen Maria Kurjo und Christina Wassen kämpfen um Olympia-Startplatz+++

Die Turmspringerinnen Maria Kurjo und Christina Wassen kämpfen bei der Schwimm-WM in Gwangju weiter um einen Olympia-Startplatz. Wassen belegte am Dienstag im Vorkampf aus zehn Metern Höhe mit 298,8 Punkten den 14. Rang, Kurjo beendete diesen Wettkampf als 16. mit 285,45 Zählern. Für das Startrecht für Tokio müssen sich die beiden im Halbfinale der besten 18 Sportlerinnen am Dienstag (8.30 Uhr/MESZ) steigern. Nur die zwölf Finalistinnen qualifizieren sich für die Sommerspiele.

+++ 15.07.2019: Wasserspringer Barthel und Massenberg WM-Zehnte vom Turm +++

Die Wasserspringer Timo Barthel und Lou Massenberg haben im Synchron-Wettbewerb vom Turm erwartungsgemäß nicht in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen können. Das Duo aus Dresden und Berlin belegte im Finale am Montag in Gwangju mit 368,25 Punkten den zehnten Rang und lag rund 57 Punkte hinter den Bronzemedaillengewinnern aus Großbritannien. Gold sicherten sich Cao Yuan und Chen Aisen, die damit den siebten Sieg im siebten Sprung-Wettbewerb der Titelkämpfe in Südkorea für China perfekt machten. Silber ging an Russland. Die drei bestplatzierten Paare sicherten sich zudem ihr Ticket für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Bereits früher am Tag waren Tina Punzel und Lena Hentschel im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett im Vorkampf ausgeschieden.

+++ 15.07.2019: Deutsche Wasserballer verpassen Sieg zum WM-Auftakt - 9:9 gegen Japan +++

Die deutschen Wasserballer haben sich bei ihrem WM-Comeback wenige Sekunden vor Schluss zu einem Unentschieden gerettet. Beim ersten Weltmeisterschaftsspiel seit 2013 trennte sich die Auswahl von Bundestrainer Hagen Stamm am Montag nach dem Last-Minute-Treffer von Kapitän Julian Real in Gwangju 9:9 von Japan (3:2, 4:3, 1:3, 1:1). Bester deutscher Torschütze zum Auftakt in Südkorea war Trainersohn Marko Stamm mit drei Toren.

Der Leistungsträger verletzte sich allerdings schwer am linken Sprunggelenk und droht für den Rest der WM auszufallen. "Das wäre für uns eine Katastrophe. Aber wir müssen sehen, dass wir das Beste draus machen", sagte der Bundestrainer.

Der nächste Gruppengegner ist am Mittwoch Brasilien, das gegen den Olympia-Dritten Italien mit 5:14 verlor. Ein Sieg der deutschen Mannschaft gegen wuselig verteidigende Japaner wäre wichtig gewesen, um im entscheidenden Playoff-Spiel um das Viertelfinale einem starken Gegner aus dem Weg zu gehen.

Nach langer Führung gab die deutsche Auswahl das Spiel gegen die Asiaten, die wiederholt das Aluminium trafen oder am herausragenden Torhüter Moritz Schenkel scheiterten, mit 7:8 wieder aus der Hand. Mit 8:8 ging es ins letzte Viertel, in dem Japan zunächst führte, ehe Real seinen großen Auftritt hatte. Gegen Brasilien muss nun ein Erfolg her. Das verjüngte deutsche Team peilt in Südkorea im Idealfall einen Platz in den Top 8 an.

Bei den Weltmeisterschaften 2013 in Barcelona war die Mannschaft von Bundestrainer Nebojsa Novoselac im Achtelfinale ausgeschieden, in der Vorrunde hatte es zwei Siege und eine Niederlage gegeben. Nach den verpassten Qualifikationen für die Olympischen Spiele in London 2012 und Rio 2016 soll im kommenden Jahr das Olympia-Ticket bei einem Turnier in Rotterdam gelöst werden. Dazu muss sich das Team bei der EM im Januar in Budapest qualifizieren.

+++ 15.07.2019: Deutsche Wasserballer spielen zum WM-Auftakt 9:9 gegen Japan +++

Die deutschen Wasserballer haben sich bei ihrem WM-Comeback wenige Sekunden vor Schluss zu einem Unentschieden gerettet. Beim ersten Weltmeisterschaftsspiel seit 2013 trennte sich die Auswahl von Bundestrainer Hagen Stamm am Montag nach dem Last-Minute-Treffer von Kapitän Julian Real in Gwangju 9:9 von Japan (3:2, 4:3, 1:3, 1:1). Bester deutscher Torschütze zum deutschen Auftakt in Südkorea war Trainersohn Marko Stamm mit drei Toren.

Der nächste Gruppengegner ist am Mittwoch Brasilien, das gegen den Olympia-Dritten Italien mit 5:14 verlor. Ein Sieg der deutschen Mannschaft gegen wuselig verteidigende Japaner wäre wichtig gewesen, um im entscheidenden Playoff-Spiel um das Viertelfinale einem starken Gegner aus dem Weg zu gehen.

Nach langer Führung gab die deutsche Auswahl das Spiel gegen die Asiaten, die wiederholt das Aluminium trafen oder an Torhüter Moritz Schenkel scheiterten, mit 7:8 wieder aus der Hand. Mit 8:8 ging es ins letzte Viertel, in dem Japan zunächst führte, ehe Real seinen großen Auftritt hatte. Gegen Brasilien soll nun ein Erfolg her. Das verjüngte deutsche Team peilt in Südkorea im Idealfall einen Platz in den Top 8 an.

Bei den Weltmeisterschaften 2013 in Barcelona war die Mannschaft von Bundestrainer Nebojsa Novoselac im Achtelfinale ausgeschieden, in der Vorrunde hatte es zwei Siege und eine Niederlage gegeben. Nach den verpassten Qualifikationen für die Olympischen Spiele in London 2012 und Rio 2016 soll im kommenden Jahr das Olympia-Ticket bei einem Turnier in Rotterdam gelöst werden. Dazu muss sich das Team bei der EM im Januar in Budapest qualifizieren.

+++ 15.07.2019: Turmspringer Barthel und Massenberg im Synchronsprung-Finale +++

Timo Barthel und Lou Massenberg haben bei der Schwimm-WM das Finale im Synchronspringen vom Turm erreicht. Das Duo aus Dresden und Berlin erreichte am Montag in Gwangju im Vorkampf mit 378,96 Punkten den sechsten Platz. Im Finale der besten zwölf Teams am Montag (13.45 Uhr/MESZ) sichern sich die ersten drei Paare neben den Medaillen auch einen Olympia-Startplatz. Barthel und Massenberg zählen nicht zu den Podestkandidaten. Im Vorkampf war ein Top-3-Rang rund 30 Punkte weit entfernt.

Nach dem enttäuschenden Aus von Tina Punzel und Lena Hentschel im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett hatte Wassersprung-Bundestrainer Lutz Buschkow etwas später wieder Grund zur Freude. "Die Jungs haben das abgerufen, was sie konnten und das ist erstmal ne schöne Sache", sagte er.

Die Sportler selbst stuften diese WM-Prüfung ebenfalls als gut bestanden ein. "Für unseren ersten Wettkampf sind wir sehr zufrieden. Ich war jetzt nicht nervös, weil wir nicht wirklich Druck hatten", sagte der 23-jährige Barthel. Sein fünf Jahre jüngerer Kollege legte schnell die Anspannung ab. "Ich war vor dem ersten Sprung ein bisschen nervös, aber das hat sich während des Wettkampfs dann ganz gut gelegt", sagte Massenberg.

+++ 15.07.2019: Klippenspringerin Schmidbauer bei WM-Generalprobe Vierte +++

Klippenspringerin Iris Schmidbauer hat sich eine Woche vor ihrem WM-Start in Südkorea in guter Form präsentiert. Die 24-Jährige belegte bei einem Wettkampf in Beirut den vierten Platz. Der Sieg ging an Rhiannan Iffland aus Australien und an den Briten Gary Hunt. Die Titelverteidigerin und der Weltmeister von 2015 sind auch die Favoriten für die Entscheidungen der High Diver, so die offizielle Bezeichnung, in der kommenden Woche bei den Titelkämpfen in Gwangju.

Nachdem Manuel Halbisch die WM verletzt absagen musste, ist Schmidbauer die einzige deutsche Vertreterin bei den Wettbewerben aus 20 Metern Höhe bei den Frauen und 27 Metern Höhe bei den Männern. Schmidbauer zeigte beim Wettbewerb der Red Bull Cliff Diving World Series am Sonntag im Libanon einen neuen Sprung.

Zu den Favoriten zählt Schmidbauer nicht, aber der nächste Vierte Platz macht Hoffnung auf ein gutes WM-Ergebnis. "Ich möchte meine persönliche Bestleistung bringen oder toppen", sagte die 24-Jährige.

+++ 15.07.2019: WM-Enttäuschung: Wasserspringerinnen scheiden im Vorkampf aus +++

Die deutschen Wasserspringerinnen Tina Punzel und Lena Hentschel müssen eine WM-Enttäuschungen verdauen. Im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett schieden die EM-Zweiten mit 253,59 Punkten als 13. aus. Rund vier Punkte fehlten am Montag in Gwangju für das Finale der besten zwölf Teams.

Punzel hatte bereits am Sonntag einen Weltmeisterschafts-Dämpfer hinnehmen müssen, als sie mit Christina Wassen den letzten Platz im Finale des Synchronspringens vom Turm hinnehmen musste. In beiden Disziplinen waren den deutschen Springerinnen keine Chancen auf einen Medaillenrang und damit auf ein vorzeitiges Olympia-Ticket eingeräumt worden.

"Wir sind dementsprechend enttäuscht", sagte Punzel. Eine "fette Umarmung" wollte die 18-jährige Hentschel der 23 Jahre alten Teamkollegin spenden. "Wir springen bei der WM. Natürlich ist man nervös. Aber genau sagen, was nicht gestimmt hat, können wir eigentlich noch nicht", sagte Hentschel.

Bis zum Einzel vom Drei-Meter-Brett am Donnerstag sollen die Sportlerinnen den Frust verdaut haben. "Das müssen wir jetzt abhaken. Im Drei-Meter-Einzel wollen wir noch unbedingt den Quotenplatz holen. Das ist unsere Zielstellung", sagte Bundestrainer Lutz Buschkow. Dazu muss der Finaleinzug her. "Jetzt geht es darum, im Drei-Meter-Synchron die richtigen Schlüsse für den Weltcup in Tokio zu ziehen", sagte Buschkow. Im kommenden Jahr geht es um die restlichen Olympia-Startplätze.

+++ 15.07.2019: Rekord bei der Schwimm-WM - ein 64:0 im Wasserball +++

Die Wasserballerinnen aus Ungarn und Südkorea haben sich einen besonderen Platz in der WM-Historie gesichert. In der WM-Vorrunde gewannen die Ungarinnen gegen Gastgeber Südkorea mit 64:0 (16:0, 18:0, 16:0, 14:0). Das bedeutete den höchsten Sieg in der Historie von Schwimm-Weltmeisterschaften. Da ein Wasserball-Spiel viermal acht Minuten dauert, fingen sich die Gastgeberinnen im Schnitt pro Minute zwei Gegentore. Bis dato war das 38:1 von Ungarn gegen Kroatien aus dem Jahr 1994 der höchste Sieg gewesen.

Der Sieg der Niederländerinnen am Sonntag mit 33:0 gegen Südafrika ist hinter dem 1994er Spiel die Nummer drei der Rangliste - vergleichsweise harmlos. Die Neuseeländerinnen durften beim 3:22 gegen die USA immerhin auch über eigene Tore jubeln.

+++ 14.07.2019: Dämpfer bei WM-Generalprobe: Achter erstmals geschlagen +++

Der Deutschland-Achter ist bei unruhigem Wasser und starkem Gegenwind vom Erfolgskurs abgekommen und hat erstmals seit drei Jahren ein wichtiges Rennen verloren. Im Endlauf des Weltcup-Finales auf der Willem-Alexander Baan von Rotterdam musste sich das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) am Sonntag mit Rang zwei hinter Großbritannien begnügen. Im Ziel lag der Dauerrivale der vergangenen Jahre eine komfortable Bootslänge vorn. "Durch die wechselnden Windbedingungen konnte man die Zeiten im Vorlauf überhaupt nicht vergleichen", klagte Zeidler. Seine Vorbereitung in den kommenden Wochen soll das nicht stören: "Abhaken. Es geht weiter Richtung WM."

+++ 14.07.2019: Deutsches Synchronschwimm-Duett steigert sich bei WM - Olympia-Chance +++

Die deutschen Synchronschwimmerinnen haben sich auf dem Weg zum Ende einer langen olympischen Durststrecke bei der WM in Südkorea bislang gut geschlagen. Die Münchnerinnen Marlene Bojer und Nadine Reinhardt beendeten die Technische Kür auf Platz 20, im Solo erreichte Bojer mit der ungünstigen Startnummer 1 Rang 14. Vor zwei Jahren bei der WM in Budapest hatte das Duett Rang 21 belegt.

Bei einem Qualifikations-Wettkampf im kommenden Jahr in Tokio wollen sich Bojer/Reinhardt für die Sommerspiele qualifizieren. Dann werden die letzten sieben Olympia-Tickets für das Starterfeld mit 22 Duetten vergeben. Bei der WM in Gwangju steht noch die Freie Kür an, sowohl im Solo für Bojer am Montag als auch für das Duett am Dienstag.

+++ 14.07.2019: Zwei Olympia-Tickets nach Freiwasser-Krimi - Beck muss lange bangen +++

Gut 20 Minuten hoffte und bangte Leonie Beck beim Blick auf die WM-Anzeigetafel, dann durfte auch sie endlich ihr Olympia-Ticket bejubeln. Erleichtert fiel die Freiwasserschwimmerin Bundestrainer Stefan Lurz und ihrem Vater in die Arme, wischte sich mit ihrem Handtuch die Freudentränen aus dem Gesicht und bejubelte den neunten Platz. Nach einem packenden Zehn-Kilometer-Rennen im Hafenbecken des sonnigen Expo Ocean Parks in Yeosu zeigten erst die Videobilder endgültig: Beck und ihre Teamkollegin Finnia Wunram als Achte dürfen in Tokio 2020 starten.

+++ 14.07.2019: Turmspringerinnen Wassen und Punzel erreichen Synchronsprung-Finale +++

Die Wasserspringerinnen Tina Punzel und Christina Wassen haben bei der Schwimm-WM in Südkorea das Finale erreicht. Punzel und Wassen belegten am Sonntag im Vorkampf im Turm-Synchronspringen mit 264,48 Punkten den zehnten Platz, zwölf Teams erreichten den Endkampf später am Tag (13.45 Uhr/MESZ). Vorkampfbeste waren in Gwangju die Chinesinnen Lu Wei und Zhang Jiaqi mit 317,82 Punkten.

+++ 13.07.2017: Synchronspringer Hausding und Rüdiger im Finale vom Drei-Meter-Brett +++

Patrick Hausding und Lars Rüdiger haben im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett das Finale erreicht. Das Duo aus Berlin belegte am Samstag bei der Schwimm-WM in Südkorea im Vorkampf den sechsten Platz. Mit 376,44 Punkten lagen die EM-Dritten nur knapp zwei Zähler hinter Rang drei, der im Finale am selben Tag einen Olympia-Startplatz bringen würde.

"Wir sind einen super Vorkampf gesprungen. Unser Plan war, die Top-6 irgendwie zu schaffen. Wenn wir das nochmal schaffen, sind wir super zufrieden", sagte Hausding, der etwas irritiert wegen der für alle Paare niedrigen Wertungen war. Doch das deutsche Kunstspringer-Duo ließ sich davon nicht groß beunruhigen, ebenso wenig wie die klaren Vorkampfsieger Cao Yuan und Xie Siyi aus China.

+++ 13.07.2019: WM-Debütant Frach bei erster Schwimm-Entscheidung auf Platz 18 +++

Die Freiwasserschwimmer Niklas Frach und Sören Meißner haben bei der ersten Entscheidung der Weltmeisterschaften in Südkorea erwartungsgemäß nicht in den Medaillenkampf eingreifen können. Über fünf Kilometer belegte der 21 Jahre alte WM-Debütant Frach am Samstag in Yeosu einen ordentlichen 18. Platz. Der 29-jährige Meißner kam beim Sieg des ungarischen Europameisters Kristóf Rasovszky in 53:22,1 Minuten als 23. ins Ziel.

Im Hafenbecken des Geländes der Weltausstellung von 2012 blieb das Rennen lange Zeit eng. In der Schlussphase setzt sich Favorit Rasovszky dann aber ab. Silber ging mit rund zehn Sekunden Rückstand an den Franzosen Logan Fontaine, Bronze holte der Kanadier Eric Hedlin. Um sich für das wichtigere Zehn-Kilometer-Rennen am Dienstag zu schonen, bei dem es um die Olympiaqualifikation geht, verzichteten viele Top-Freiwasserschwimmer auf einen Start über die nicht-olympische Distanz. Das nutzte Rasovszky, der auch am Dienstag wieder an den Start gehen will.

+++ 12.07.2019: Wasserspringer Hausding nach "Nervenkampf" im Ein-Meter-Finale +++

Wasserspringer Patrick Hausding hat bei der Schwimm-WM nach einem nervenaufreibenden Vorkampf das Finale vom Ein-Meter-Brett erreicht. Der Rekordeuropameister qualifizierte sich am Freitag in Gwangju im nicht-olympischen Wettbewerb als Neunter mit 357,20 Punkten für die Entscheidung unter den besten zwölf Kunstspringern am Montag. Sein 22 Jahre alter Teamkollege Frithjof Seidel sammelte als 34. WM-Erfahrung und verpasste das Finale am Sonntag. Den ersten Vorkampf der Titelkämpfe gewann der Chinese Wang Zongyuan mit 429,40 Zählern.

"Das war ein ganz schöner Nervenkampf. Wenn man so eine unglückliche Saison hat wie ich bis jetzt, wird man immer nervöser", sagte Hausding. Doch der 30-Jährige spielte seine Routine aus und kämpfte sich mit dem dreieinhalbfachen Salto vorwärts gehechtet im dritten von sechs Durchgänge "zurück ins Rennen". "Das war ein bisschen turnierpferdmäßig. Zwölfter vor der letzten Runde wünscht sich keiner", sagte Hausding, der in Südkorea noch im Einzel und im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett startet.

"Wir haben es extra so gemacht, dass er den Ein-Meter-Wettbewerb zum Einspringen nimmt", sagte Bundestrainer Lutz Buschkow. Hausding hat verletzungsbedingt bisher eine schwierige Saison hinter sich, zudem wurde er kurz vor der WM noch von einer Mittelohrentzündung gebremst. "Er kann eine mentale Stärke mitnehmen", sagte Buschkow nach dem Vorkampf.

Einen Ausfall haben die Wasserspringer auch zu verkraften. Wegen Rückenproblemen muss die 17-jährige Pauline Pfeif das WM-Debüt auf 2021 vertagen und kann diesmal nicht starten.

+++ 12.07.2019: WM-Hoffnungsträger Wellbrock: Freiwasserschwimmen macht "härter" +++

Der deutsche Schwimm-Hoffnungsträger Florian Wellbrock macht sich um die Olymia-Qualifikation im Freiwasser bei der WM keine großen Sorgen. Er glaube nicht, "dass die Olympia-Qualifikation beim Freiwasserschwimmen, für die ich in die Top Ten schwimmen muss, so eine große Hürde wird", sagte der 21-Jährige im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitag). "Das ist gar nicht mein Anspruch. Ich möchte eine Medaille holen."

Europameister Wellbrock will bei den Weltmeisterschaften in Südkorea zunächst über zehn Kilometer im Freiwasser in Yeosu starten und anschließend im Becken die Rennen über 800 und 1.500 Meter schwimmen.

Auf die Frage, ob Freiwasserschwimmer ein besonderer Schlag Schwimmer seien, sagte Wellbrock: "Ich würde behaupten, sie sind lockerer. Beim Freiwasserschwimmen ist diese Anspannung vor dem Start gar nicht so hoch, denn bis es wirklich wichtig wird, hat man ja noch eine Stunde Zeit." So sei der niederländische Olympiasieger Ferry Weertman "eine Zeit lang immer mit Arschbombe reingesprungen. Ich warte auf den Tag, an dem ein 1.500-Meter-Schwimmer mal mit Arschbombe ins Wasser springt. Das kann sich keiner leisten."

Wellbrock würde jedem Langstreckenschwimmer aus dem Becken empfehlen, Freiwasserschwimmen mal auszuprobieren. "Ich würde behaupten, man wird durchs Freiwasserschwimmen härter."

Zehn Kilometer zu schwimmen sei eine mentale Herausforderung, sagte der Magdeburger Wellbrock. Für ihn machten vor allem die letzten 100 Meter das Freiwasserschwimmen aus. "Die tun ja so höllisch und ekelig weh! Das kann man mit den Schmerzen, die man im Becken hat, gar nicht vergleichen. Ich möchte nicht sagen, dass das Freiwasser anstrengender ist, aber es ist ein ganz anderer Schmerz. Und diesen Schmerz mal zu fühlen ist fürs Beckenschwimmen schon hilfreich."

+++ 11.07.2019: Schwimm-WM beginnt in Südkorea +++

Die Wasserspringer und Synchronschwimmerinnen eröffnen mit ihren Wettkämpfen am Freitag die Schwimm-Weltmeisterschaften im südkoreanischen Gwangju. Vom Ein-Meter-Brett will sich Deutschlands bester Wasserspringer und Rekordeuropameister Patrick Hausding für das Finale am Sonntag qualifizieren. Zudem ist Frithjof Seidel ab 04.00 (MESZ) dabei. Bei den Frauen startet Lena Hentschel. In der Technischen Kür Solo und im Duett der Synchronschwimmerinnen ist Marlene Bojer für Deutschland dabei - im Duett mit Daniela Reinhardt.

+++ 11.07.2019: Freiwasser-Bundestrainer Lurz vor WM: "Schlagkräftige Truppe" +++

Freiwasser-Bundestrainer Stefan Lurz startet frohen Mutes in die Schwimm-WM in Südkorea. "Ich bin positiv, dass wir eine ganz schlagkräftige Truppe an den Start bringen", sagte der Bruder des zwölfmaligen Weltmeisters Thomas Lurz der Deutschen Presse-Agentur. Die letzten Resultate seien "sehr positiv" gewesen.

Bei den Rennen in Yeosu will er mit seinem Team die verkorksten Weltmeisterschaften vor zwei Jahren in Budapest vergessen machen. Nach den Titelkämpfen in Ungarn, die für die zuvor erfolgsverwöhnten deutschen Freiwasserschwimmer ohne Medaillen endeten, "mussten wir uns zusammensetzen und ein paar Dinge ansprechen", sagte Lurz. "Seitdem läuft es wieder erfolgreicher." Sein Team mache sich wieder "einen Ruf und Namen."

Nach den Misserfolgen 2017 habe sich Lurz auch selbst hinterfragt. "Nach Rücksprache war relativ klar, dass wir gemeinschaftlich versuchen, die Durststrecke zu überwinden", sagte er. Die Freiwasserschwimmer starten am Samstag (01.00 Uhr MESZ) mit dem Rennen über fünf Kilometer der Männer in die WM. Für Deutschland wollen Sören Meißner und Niklas Frach schwimmen.

+++ 11.07.2019: Ex-Schwimmer Biedermann über WM-Titel 2009: Selbst Oma gab Interviews +++

Schwimm-Weltrekordler Paul Biedermann plant zum möglichen zehnjährigen Jubiläum seiner Bestmarken über 200 und 400 Meter Freistil eine Party. "Wenn die beiden Weltrekorde oder einer davon dann noch stehen, mache ich eine kleine Feier zu diesem Jubiläum", sagte der 32-Jährige im Interview der "Welt". Bei den Weltmeisterschaften 2009 in Rom hatte Biedermann in Weltrekordzeit am 26. Juli Gold über 400 Meter und zwei Tage später über die halbe Distanz geholt. Im 200-Meter-Rennen hatte er US-Superstar Michael Phelps besiegt. Bei der am Freitag beginnenden WM im südkoreanischen Gwangju werden Biedermanns Rekorde wieder angegriffen.

An die Rennen von Rom kann sich Biedermann nicht mehr erinnern. "Ich weiß noch, dass ich mich beim Vorlauf über 400 Meter Freistil gut fühlte, aber nicht mal an die Vorbereitungen auf das Finale oder an den Tag danach kann ich mich erinnern. Wie ausgelöscht", sagte er. "Es war so überwältigend, und nach den Erfolgen strömte so viel auf mich ein, dass ich das scheinbar nur wie im Rausch wahrgenommen habe. Ich weiß nicht mal mehr, was ich danach gesagt habe."

Die WM-Triumphe seien für Biedermann damals "ein enormer Türöffner" gewesen. "Durch die Erfolge von 2009 war es mir möglich, meinen Sport als Profi zu betreiben", erklärt er. Und nicht nur für ihn waren die Folgen spürbar: "Selbst meine Omi musste viele Interviews geben."

+++ 11.07.2019: Wasserspringer Hausding lobt Bedingungen vor WM-Start +++

Deutschlands bester Wasserspringer Patrick Hausding hat nach der Ankunft einen positiven ersten Eindruck vom südkoreanischen WM-Ort Gwangju gewonnen und freut sich auf den Start. «Die Leute hier sind sehr höflich und sehr hilfsbereit, mein Eindruck ist erstmal durchweg positiv», sagte der 30 Jahre alte Rekordeuropameister der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Die Halle auf dem Universitätsgelände, in der Hausding mit seinen Konkurrenten an diesem Freitag (4 Uhr/MESZ) vom Ein-Meter-Brett die Wassersprung-Wettkämpfe eröffnet sei "sehr gut, schön groß und sehr hell".

Ähnlich wie bei Olympischen Spielen sind die Sportler in Gwangju nicht in verschiedenen Hotels, sondern in einem Athletendorf untergebracht. "Das ist ganz cool, weil man sich in so einem Dorf auch immer ein bisschen gemeinschaftlicher fühlt", sagte Hausding.

+++ 11.07.2019: Klippenspringer Halbisch muss Start bei Schwimm-WM verletzt absagen +++

Der Deutsche Schwimm-Verband muss kurz vor dem WM-Start eine verletzungsbedingte Absage verkraften. Klippenspringer Manuel Halbisch kann nach einem Sturz vor einem Monat nicht starten. Der 21-Jährige kam dabei auf dem Rücken auf, verletzte sich nach eigenen Angaben an der Lunge und erlitt eine leichte Milzprellung. Bis zuletzt war der WM-Start offen gewesen, in dieser Woche fiel die Entscheidung gegen die Reise zu den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Gwangju.

"Ich möchte als erstes wieder hundertprozentig fit werden und mich dann auf die kommende Saison vorbereiten", sagte Halbisch. Er nahm die EM im kommenden Jahr im High Diving, so die offizielle Bezeichnung der Disziplin bei der WM, als nächstes Ziel ins Visier.

Bei den Wettbewerben aus 20 Metern (Frauen) und 27 Metern (Männer) Höhe ist nun Iris Schmidbauer die einzige deutsche Starterin. Die Medaillen werden hier zum Start in die zweite WM-Woche vergeben. Die Weltmeisterschaften beginnen an diesem Freitag und dauern bis zum 28. Juli. Der DSV ist mit über 60 Sportlern vertreten.

+++ 10.07.2019: Wasserspringer Hausding: Für WM-Medaille "muss schon vieles passen" +++

Nach einem bislang schweren Jahr mit zahlreichen Verletzungen zählt sich Deutschlands bester Wasserspringer Patrick Hausding nicht zu den absoluten WM-Topfavoriten. "Nach dieser holprigen Saison muss schon vieles passen für eine Medaille", sagte der 30-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. "Aber es kann immer alles passieren. Ich hätte vor Budapest auch nicht gesagt, dass ich Zweiter werde und vor Rio nicht gesagt, dass ich Dritter werde", erklärte Hausding mit Verweis auf seine Silbermedaille bei der WM vor zwei Jahren in Ungarn und Bronze bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro - jeweils vom Drei-Meter-Brett.

Hausding brauchte nach einem schweren Trainingssturz im Januar lange, um in Form zu kommen. Zudem hatte er mit Knieproblemen zu kämpfen. Bei den am Freitag beginnenden Weltmeisterschaften im südkoreanischen Gwangju will der Berliner vom Ein-Meter-Brett sowie vom Dreier Einzeln und im Synchronwettbewerb mit dem 23 Jahre alten Lars Rüdiger aus drei Metern Höhe starten.

+++ 06.07.2019: Chancen auf WM-Start von Wasserspringer Wolfram steigen +++

Der WM-Start von Wasserspringer Martin Wolfram wird immer wahrscheinlicher. Der Europameister von 2015, der sich nach mehreren Schulteroperationen immer wieder zurückkämpfte, musste wegen Rückenproblemen die deutschen Meisterschaften auslassen. In der unmittelbaren Vorbereitung auf die Titelkämpfe vom 12. bis 28. Juli im südkoreanischen Gwangju hinterließ der 27-Jährige nun aber einen guten Eindruck.

"Martin hat ein paar sehr schöne Einheiten realisiert, so dass ich sehr optimistisch bin, was seinen Einsatz vom Drei-Meter-Brett anbelangt", sagte Bundestrainer Lutz Buschkow über den Olympia- Fünften von 2016 und Olympia-Achten von 2012. Verspätet reiste der zuletzt erkrankte Wassersprungkollege Lou Massenberg zur Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt.

Bei der WM in Südkorea geht es auch um Olympia-Startplätze. Kurz nach den Weltmeisterschaften steht noch die EM vom 5. bis 11. August in Kiew an.

+++ 04.07.2019: Ex-Bundestrainer Lambertz kritisiert Nachfolger im Schwimm-Verband +++

Der frühere Schwimm-Bundestrainer Henning Lambertz lehnt die Praxis seiner Nachfolger ab, die besten Schwimmer individuell mit eigenen Trainern arbeiten zu lassen. "Das funktioniert, darf aber niemals ein klar organisiertes und strukturiertes System ersetzen", kritisierte Lambertz in der "Rheinischen Post" (Donnerstag). Niemals könne so eine gesunde und langfristig erfolgreiche Schwimmergesellschaft entstehen. "Insellösungen sollten nicht die Grundidee eines Cheftrainers sein", sagte Lambertz.

Der 48-Jährige war im Dezember 2018 nach sechs Jahren im Amt des Bundestrainers zurückgetreten. Drei Wochen später hatte der Deutsche Schwimm-Verband Bernd Berkhahn und Hannes Vitense als Verantwortliche für die Nationalmannschaft eingesetzt. Lambertz arbeitet seit 1. Februar als Lehrer an einer Realschule in Wuppertal.

Heftig kritisierte der Ex-Coach die derzeitigen Zustände im Verband. "Im Moment ist es ein wenig so: Jeder darf machen, was er will. Das ist mir persönlich zu wenig, denn das haben wir bereits in der Vergangenheit gelebt, ohne Erfolg", sagte Lambertz. Saison-Höhepunkt der Schwimmer sind die Weltmeisterschaften vom 12. bis 28. Juli im südkoreanischen Gwangju.

+++ 30.06.2019: Deutsche WM-Starter bei Freiwasser-Meisterschaften in guter Form +++

Vier WM-Starter haben sich bei den deutschen Meisterschaften der Freiwasserschwimmer in Burghausen gut in Form präsentiert. Die Würzburgerin Leonie Antonia Beck, die bei den in zwei Wochen beginnenden Weltmeisterschaften in Südkorea Kandidatin für eine Topplatzierung ist, gewann bei den Titelkämpfen in Oberbayern am Wochenenden das Rennen über fünf Kilometer. Vereinskollegin Lea Boy siegte kurz vor ihrem WM-Debüt über zehn Kilometer.

Bei den Männern gewann Sören Meißner (Würzburg) den Wettkampf über fünf Kilometer. Über die Zehn-Kilometer-Strecke setzte sich ohne Beteiligung eines deutschen WM-Starters der Elmshorner Arti Krasniqi durch. Die WM in Gwangju findet vom 12. bis 28. Juli statt. Die Freiwasserschwimmer sind in der ersten WM-Woche am Start. Für sie geht es über zehn Kilometer auch um Olympia-Tickets.

Florian Wellbrock zählt sowohl im Freiwasser-Team von Bundestrainer Stefan Lurz als auch im Beckenschwimmen als Europameister über 1500 Meter zu den Hoffnungsträgern des Deutschen Schwimmverbands (DSV). Wellbrock verzichtete in der Vorbereitung wie weitere WM-Teilnehmer auf die nationalen Titelkämpfe.

+++ 21.06.2019: "Schwimmender Holländer" Gielen soll deutsche Wasserballer stärken +++

Der "schwimmende Holländer" Lucas Gielen ist eingebürgert worden und soll bei der anstehenden Weltmeisterschaft für die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft spielen. Der 29-Jährige von den Wasserfreunden Spandau 04, der auch schon für die Niederlande eingesetzt wurde, sei eine "Stärkung des deutschen Wasserballs", sagte Bundestrainer Hagen Stamm am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

"Mich freut es sehr, er hat einen starken Schuss aus der zweiten Reihe", sagte Stamm. Auf der Website der Spandauer Bundesligamannschaft wird der Center-Verteidiger mit dem Spitznamen "Der schwimmende Holländer" vorgestellt.

Die deutsche Nationalmannschaft ist in diesem Jahr erstmals seit 2013 wieder bei einer Weltmeisterschaft dabei. Die WM findet vom 12. bis zum 28. Juli in Gwangju/Südkorea statt.

+++ 05.06.2019: Wasserspringer Wolfram darf weiter auf WM-Teilnahme hoffen +++

Wasserspringer Martin Wolfram darf weiter auf das WM-Ticket hoffen. Der Europameister von 2015, der sich nach mehreren Schulteroperationen immer wieder zurückkämpfte, musste wegen Rückenproblemen die deutschen Meisterschaften auslassen. Der Olympia-Fünfte von 2016 und Olympia-Achte von 2012 kann es dank einer Wildcard von Bundestrainer Lutz Buschkow aber noch zu der WM in diesem Jahr vom 12. bis 28. Juli in Gwangju in Südkorea schaffen - wenn die Gesundheit mitspielt.

Dagegen muss der mehrmalige EM-Medaillengewinner Stephan Feck nach den Auswirkungen seines Bandscheibenvorfalls die WM in einem Monat abschreiben. Bei der angeschlagenen Elena Wassen muss ein Jahr vor Olympia der Genesungsprozess abgewartet werden. Bei den deutschen Meisterschaften konnte sie deshalb nicht starten. Nach Verletzungsproblemen findet Olympia-Medaillengewinner Patrick Hausding immer besser zur WM-Form, was er mit zwei weiteren DM-Titeln dokumentierte.

Bei der WM in Südkorea geht es auch um Olympia-Startplätze. Kurz nach den Weltmeisterschaften steht dann noch die EM vom 5. bis 11. August in Kiew an.

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