14.06.2019, 18.02 Uhr

Chris Froome: Unfall-Drama! Rad-Profi (34) nach schwerem Sturz operiert

Chris Froome stürzte schwer und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Chris Froome stürzte schwer und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Bild: dpa

Der viermalige Tour-de-France-Sieger Chris Froome fällt nach einem schweren Sturz für die am 6. Juli beginnende Frankreich-Rundfahrt aus. Laut Angaben seines Teams Ineos am Mittwoch stürzte der 34 Jahre alte Rad-Star aus Großbritannien bei der Streckenbesichtigung des 26,1 Kilometer langen Zeitfahrens des Critérium du Dauphiné in Roanne schwer.

Rad-Star Chris Froome bei Horror-Unfall schwer verletzt - Zustand aktuell

"Es ist ein sehr schwerer Unfall. Er wird eindeutig nicht bei der Tour de France am Start sein. Es wird ziemlich lange dauern, bis er wieder Rennen fährt", sagte Ineos-Teamchef Dave Brailsford französischen Medien.

Chris Froome im Krankenhaus - Rad-Star prallte gegen eine Wand

Froome sei bei einer Abfahrt mit hoher Geschwindigkeit gestürzt und gegen eine Wand geprallt. "Wir haben uns seine Daten angesehen, es waren 54 km/h", sagte Brailsford. Mit einem Hubschrauber wurde der Brite indie Uniklinik nach St. Etienne geflogen.

Froome brach sich bei dem Unfall den rechten Oberschenkel, die Hüfte, den Ellbogen und und einige Rippen. Zudem soll er bei dem Sturz das Bewusstsein verloren haben.Für die am 6. Juli beginnende Tour de France fällt Froome aus. "Nun muss er sich voll auf seine Genesung konzentrieren", sagte Brailsford.

Radprofi Chris Froome nach schwerem Sturz operiert

Am Donnerstagteilte sein Team Ineos mit, dass Froome nach seinem schweren Sturz mit mehreren Knochenbrüchen erfolgreich operiert worden ist. "Das Wichtigste zuerst, der Eingriff war ein Erfolg. Die Operation, die sechs Stunden dauerte, verlief sehr gut", sagte Ineos-Teamarzt Richard Usher. "Chris ist heute Morgen aufgewacht und wurde von Mitarbeitern der Intensivstation und von orthopädischen Spezialisten, welche die Operation durchgeführt haben, untersucht. Alles sind sehr zufrieden mit den bisherigen Fortschritten".

Froome soll zur Beobachtung noch einige Tage im Krankenhaus bleiben. "Aber er spricht bereits sehr aktiv über seine Rehabilitationsmöglichkeiten, was sehr ermutigend ist." Er will in den kommenden Tagen ein eigenes Statement veröffentlichen.

Chris Froome schwer verletzt: So kam es zu dem Unglück

Froome war am Mittwoch mit seinem Ineos-Teamkollegen Wout Poels in Roane zur Streckenbesichtigung unterwegs. Laut Brailsford ereignete sich der Unfall auf einer schwierigen Abfahrt. "Er signalisierte Wout, dass er seine Nase ausschnauben wolle, er nahm seine Hand vom Lenker. Dann traf ein Windstoß sein Vorderrad, er verlor die Kontrolle und fuhr direkt in die Wand eines Hauses."

Chris Froome ist viermaliger Tour-de-France-Sieger

Froome wollte die achttägige Rundfahrt als Generalprobe für die diesjährige Tour absolvieren, die mit einer Flachetappe rund um Brüssel startet. 2013, 2015 und 2016 hatte er das Rennen jeweils für sich entschieden - in allen drei Jahren folgten danach Gesamtsiege bei der Tour de France. Nur im Vorjahr musste er sich bei Dauphiné und Tour seinem Teamkollegen Geraint Thomas geschlagen geben.

Ehefrau von Chris Froome meldet sich auf Twitter zu Wort

Die Ehefrau von Chris Froome, Michelle, hatte sich nach dem schweren Unfall ihres Mannes auf Twitter zu Wort gemeldet. In dem Beitrag war zu lesen: "Chris is on his way to hospital after a high speed crash during the route recon earlier this afternoon, injuries are yet to be confirmed. I am awaiting information and transport to get to where he is and as soon as we have any information we will update you - MF".

Zu deutsch: Chris ist auf dem Weg ins Krankenhaus nach einem Unfall bei hoher Geschwindigkeit während der Streckenaufklärung am frühen Nachmittag. Die Verletzungen müssen noch bestätigt werden. Ich warte auf Informationen und darauf, zu ihm gebracht zu werden und sobald wir irgendwelche Informationen haben, werde ich euch informieren - MF".

Belgier Wout van Aret gewinnt Zeitfahren in Roanne

Das Zeitfahren in Roanne gewann der Belgier Wout van Aret überlegen mit 31 Sekunden Vorsprung auf Tejay van Garderen aus den USA. Dritter wurde der Giro-Sieger von 2017, Tom Dumoulin aus den Niederlanden. Emanuel Buchmann vom Team Bora-hansgrohe belegte als bester Deutscher den fünften Platz. In der Gesamtwertung übernahm der Brite Adam Yates das Gelbe Trikot des Spitzenreiters.

fka/news.de/dpa
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