12.06.2019, 08.35 Uhr

Fußball-EM Qualifikation 2019/20 Ergebnisse: DFB-Elf mit hohem Sieg in die Sommerpause! 8:0 gegen Estland

Nationalspieler und BVB-Star Marco Reus schoss sich im Training schon mal warm.

Nationalspieler und BVB-Star Marco Reus schoss sich im Training schon mal warm. Bild: dpa

24 Mannschaften, 51 Spiele, 12 Gastgeber - das ist die Fußball-EM 2020 in Zahlen. Doch bevor das Turnier mit dem Eröffnungsspiel am 12. Juni 2020 angepfiffen wird, gilt es, die 24 teilnehmenden Mannschaften in der Qualifikation zu ermitteln. Auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft steht in den Startlöchern, um sich in der Qualifikation in Gruppe C gegen Nordirland, die Niederlande, Estland und Weißrussland zu behaupten.

Fußball-EM-Qualifikation 2019/2020: Alle Infos + Ergebnis zum SpielDeutschland vs. Estland

Das dritte Match der EM-Qualifikation steht für die DFB-Auswahl am Dienstag, dem 11. Juni 2019, auf dem Spielplan, wenn die deutsche Nationalmannschaft gegen Estland antritt. Wie sich Jogis Jungs im dritten Qualispiel zur Fußball-EM 2020 schlagen, erfahren Sie hier bei news.de mit allen nützlichen Hintergrundinformationen zum Spiel.

Wie auch sie das Quali-Spiel der deutschen Nationalmannschaft live im TV sehen können, erfahren Sie hier!

Fußball-EM 2020: Alle Deutschland-Spiele der Qualifikation im Überblick

Datum Anstoß Ansetzung
24.03.2019 20.45 Uhr Niederlande - Deutschland
08.06.2019 20.45 Uhr Weißrussland - Deutschland
11.06.2019 20.45 Uhr Deutschland - Estland
06.09.2019 20.45 Uhr Deutschland - Niederlande
09.09.2019 20.45 Uhr Nordirland - Deutschland
13.10.2019 20.45 Uhr Estland - Deutschland
16.11.2019 20.45 Uhr Deutschland - Weißrussland
19.11.2019 20.45 Uhr Deutschland - Nordirland
22.11.2019 Play-off-Auslosung der EM-Qualifikation
30.11.2019   Auslosung der Endrunde der Fußball-EM 2020
26. - 31.03.2020   Play-offs der EM-Qualifikation
01.04.2020   Weitere Auslosung für die EM-Endrunde (falls erforderlich)
12.06. - 12.07.2020  

Fußball-EM 2020

+++ 11.06.2019: DFB-Elf mit hohem Sieg in die Sommerpause: 8:0 gegen Estland +++

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat sich mit einem Kantersieg in die Sommerpause verabschiedet. Die Elf von Ersatz-Bundestrainer Marcus Sorg gewann am Dienstag in Mainz ihr EM-Qualifikationsspiel gegen Estland 8:0 (5:0). Die Doppeltorschützen Marco Reus (10. und 37. Minute) und Serge Gnabry (17. und 63.) sowie Leon Goretzka (20.), Ilkay Gündogan (26./Foulelfmeter), Timo Werner (79.) und Leroy Sané (88.) sorgten für den deutlichen Erfolg. Sorg vertrat erneut den nach einem Sportunfall verhinderten Joachim Löw. Das 8:0 vor 26 050 Zuschauern gegen die harmlosen Esten war der höchste deutsche Sieg seit November 2016.

+++ 11.06.2019: Zwei Wechsel gegen Estland: Goretzka und Kehrer in der Startelf +++

Aushilfs-Bundestrainer Marcus Sorg verändert die deutsche Startformation im EM-Qualifikationsspiel gegen Estland auf zwei Positionen. Leon Goretzka und Thilo Kehrer kommen im Vergleich zum 2:0 in Weißrussland neu ins Team. Sie nehmen die Plätze von Lukas Klostermann und Jonathan Tah ein, die in diesem Sommer noch mit der deutschen U21-Auswahl die Fußball-Europameisterschaft in Italien bestreiten werden. Die Offensive bilden erneut Marco Reus, Serge Gnabry und Leroy Sané. Der Leipziger Timo Werner sitzt wieder auf der Ersatzbank. Bundestrainer Joachim Löw fehlt aus gesundheitlichen Gründen wie schon gegen Weißrussland.

Die deutsche Startelf:

Neuer - Kehrer, Ginter, Süle, Schulz - Kimmich - Goretzka, Gündogan - Reus, Gnabry, Sané

+++ 10.06.2019: Neuer auch gegen Estland im Tor - Sorg plant keine große Rotation +++

Manuel Neuer wird auch im EM-Qualifikationsspiel gegen Estland im Tor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft stehen. Der Kapitän sei ein "Faktor der Stabilität" und werde das Team damit auch am Dienstag (20.45 Uhr) als Kapitän anführen, sagte Trainer Marcus Sorg am Montag. Eine größere Rotation werde es im Vergleich zum 2:0 in Weißrussland nicht geben, aber schon "die eine oder andere Veränderung". Sorg warnte davor, gegen die noch punktlosen Esten bereits im Vorfeld nur über die Höhe des Erfolges zu sprechen. "Wir tun gut daran, erst über den Sieg nachzudenken und dann über das Ergebnis. Man muss die Esten erst einmal knacken", sagte Sorg, der erneut den fehlenden Bundestrainer Joachim Löw als Chef ersetzt.

+++ 10.06.2019: Einstimmung der Nationalelf auf Estland: "Viele Tore schießen" +++

Nach der Rückkehr vom Sieg in Weißrussland bleibt Aushilfs-Chef Marcus Sorg am neuen Standort Mainz nur wenig Zeit, um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf das letzte Länderspiel der Saison vorzubereiten. Eine Trainingseinheit am Montagabend in Mainz muss zur Einstimmung auf das EM-Qualifikationsspiel gegen Estland reichen.

"Im Detail wissen wir noch nicht, wie wir es am Dienstag angehen", hatte Sorg nach dem 2:0 am Wochenende in Weißrussland erklärt. Im Vordergrund stand zunächst das Regenerieren, bevor im letzten Spiel vor dem Urlaub noch einmal alle Kräfte mobilisiert werden sollen. "Gegen Estland hoffen wir auf mehr Tore vor der heimischen Kulisse und ein gutes Spiel zum Abschluss", sagte Bayern-Profi Niklas Süle.

Größere taktische und personelle Umstellungen erwägen Sorg und der aus gesundheitlichen Gründen noch einmal fehlende Bundestrainer Joachim Löw für die Partien am Dienstagabend (20.45 Uhr/RTL) offensichtlich nicht. "Klar ist, dass wir versuchen müssen, schon eine gewisse Konstanz reinzubekommen", erklärte Sorg.

Demnach ist davon auszugehen, dass weitestgehend die Spieler im Stadion des Bundesligisten FSV Mainz 05 auflaufen werden, die am Samstagabend in Borissow erfolgreich gewesen waren. "Ich sage jetzt mal, ohne dass es mit dem Bundestrainer abgesprochen ist, dass man davon ausgehen kann, dass es keine elf Wechsel geben wird", hatte Sorg noch in Weißrussland gesagt. Das erklärte Ziel ist es, mit der Maximalausbeute von neun Quali-Punkten in die Sommerpause zu gehen.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff hofft, den eigenen Fans zum Abschluss des Umbruchjahres noch einmal ein Fußballfest bieten zu können. "Wir wollen immer so viele Tore wie möglich schießen", sagte er.

+++ 09.06.2019: Löw beglückwünscht Sorg: Pflichtaufgabe in Weißrussland "erfüllt" +++

Auf die Gratulation von Joachim Löw musste Marcus Sorg nicht lange warten. Der Bundestrainer meldete sich direkt nach dem zweiten Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation telefonisch bei seinem Assistenten, der ihn beim 2:0 (1:0) am Samstagabend in Borissow erfolgreich als Chef vertreten hatte. "Er hat uns beglückwünscht und ist natürlich auch sehr zufrieden", berichtete Sorg noch im Stadion über das kurze Gespräch mit Löw, der aus gesundheitlichen Gründen zum Saisonabschluss fehlt.

"Das Ergebnis hat ihm geholfen, morgen wieder einen ruhigeren Tag zu haben", erzählte DFB-Direktor Oliver Bierhoff, der ebenfalls mit Löw gesprochen hatte. "Da kam auch raus, wie schwer es ihm fiel, das erste Mal nicht dabei zu sein", verriet Bierhoff außerdem.

Es geht also auch mal ohne den seit 13 Jahren amtierenden Bundestrainer. Das war eine sehr wichtige Erkenntnis des Abends. Sorg erledigte seinen Job als Chef unaufgeregt und erfolgreich. "Natürlich war es etwas Besonderes", gab der 53-Jährige zu.

Es war kein glanzvoller, aber ein ungefährdeter Sieg nach Toren der Angreifer Leroy Sané und Marco Reus. Und es war zudem am Ende einer langen Saison und nach einer längeren Wettkampfpause für etliche Nationalspieler ein weiterer Entwicklungsschritt der stark verjüngten Mannschaft. "Wir sind im Gesamtpaket zufrieden", sagte Sorg. Und Torschütze Reus resümierte in aller Kürze: "Pflichtaufgabe erfüllt."

Das Ergebnis gegen einen Gegner, der vor allem auf Toreverhinderung ausgerichtet war, genoss Priorität. "Siege sind für eine Mannschaft, die wie unsere in der Entwicklung steht, ungemein wichtig", betonte Sorg. "Grundsätzlich haben wir eine positive Tendenz, das ist schon mal wichtig", erklärte auch Kapitän Manuel Neuer.

Mit sechs Punkten aus zwei Spielen ist der Grundstein für die Qualifikation für die EM 2020 gelegt. Bevor die Nationalspieler in den verdienten Urlaub gehen können, soll nun noch am Dienstag in Mainz gegen Estland Sieg Nummer drei in der Gruppe C folgen.

+++ 08.06.2019: Es geht auch ohne Löw: DFB-Team erfüllt Pflicht in Weißrussland +++

Auch ohne Joachim Löw hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft den Pflichtsieg in Weißrussland gebucht. Aushilfschef Marcus Sorg konnte in der EM-Qualifikation am Samstagabend beim 2:0 (1:0) in Borissow die Tore des neuen Erfolgsgaranten Leroy Sané (12. Minute) und von Marco Reus (62.) bejubeln. Teil eins des Sechs-Punkte-Auftrags von Bundestrainer Löw, der aus gesundheitlichen Gründen erstmals in seinen 15 DFB-Jahren ein Länderspiel verpasste, ist damit erfüllt worden. Das Resultat hätte indes unter anderem bei Sanés Pfosten-Kopfball (83.) noch deutlich höher ausfallen können.

Vor dem Urlaub steht nun noch am Dienstag in Mainz die Partie gegen Estland an, das gegen den mit drei Siegen gestarteten Tabellenführer Nordirland mit 1:2 verlor. Deutschland ist nach zwei gewonnenen Spielen Zweiter in Gruppe C.

+++ 07.06.2019: Prüfstein für DFB-Elf? Weißrussland ohne Oldie Hleb und mit EM-Chance +++

Der einzige große Name fehlt. Wenn Weißrusslands Fußballer an diesem Samstag (20.45 Uhr/RTL) in der EM-Qualifikation die große Überraschung gegen die hochfavorisierte DFB-Elf anpeilen, wird Alexander Hleb nicht dabei sein. Der 38-Jährige, früher unter anderem beim VfB Stuttgart, dem FC Barcelona und dem FC Arsenal aktiv, wurde von Trainer Igor Kriuschenko nicht berücksichtigt. "Eingeladen sind die 23 am besten vorbereiteten Fußballspieler. Es gibt kreative Spieler in der Nationalmannschaft", sagte Kriuschenko.

Dazu zählt Oldie Hleb nach 18 Jahren Nationalmannschaft offenbar gerade nicht mehr. Der Kreativgeist von internationalem Format prägte eine ganze Ära im Nationalteam. Dem Boulevardblatt "Komsomolskaja Prawda" sagte Hleb, er werde nun erst einmal ein paar Tage wegfliegen. Serienmeister BATE Borissow hatte zuvor den bis zum Ende des Jahres gültigen Vertrag mit dem Routinier aufgelöst.

Wie gering die Erwartungen des punktlosen Letzten sind, zeigt eine Ankündigung von Kriuschenko. Schon bei einem Punktgewinn in Borissow gegen Manuel Neuer und Co. möchte er seinen markanten Schnauzbart abrasieren. Die bessere Chance auf die EM-Premiere hat Weißrussland aber über die Nations League. Dort spielt das Team mit Mazedonien, Kosovo und Georgien einen Startplatz bei der Endrunde 2020 aus.

+++ 07.06.2019: 954. Länderspiel als Premiere für Sorg - Draxler vor 50. DFB-Einsatz +++

STATISTIK: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bestreitet am Samstag in Borissow gegen Weißrussland ihr insgesamt 954. Länderspiel. Die Bilanz ist mit 553 Siegen, 194 Unentschieden und 206 Niederlagen positiv. Das Torverhältnis lautet 2132:1120.

EM-QUALIFIKATION: Für die DFB-Auswahl ist es die 96. Partie in einer Qualifikation für eine Europameisterschafts-Endrunde. Bislang gab es 68 Siege, 18 Remis und neun Niederlagen. Die deutsche Mannschaft hat die letzten zwölf Quali-Spiele für ein WM- oder EM-Turnier alle gewonnen. Die letzte Niederlage datiert vom 8. Oktober 2015 in Dublin gegen Irland (0:1) in der Qualifikation für die EM 2016.

GRUPPE C: Nordirland führt die Gruppe C mit sechs Punkten an. Dahinter folgen die Niederlande, die auch schon zwei Partien bestritten haben, und Deutschland mit jeweils drei Zählern. Das DFB-Team hatte zum Auftakt im März mit 3:2 in Holland gewonnen. Die Weißrussen sind nach Niederlagen in den Niederlanden (0:4) und in Nordirland (1:2) vor ihrem ersten Heimspiel Tabellenletzter. Der Erste und Zweite der Gruppe, die Estland (0 Punkte) komplettiert, qualifizieren sich für die EM 2020.

WEISSRUSSLAND: Erst zum zweiten Mal treffen die Nationalteams von Deutschland und Weißrussland aufeinander. Die Premiere endete am 27. Mai 2008 in Kaiserslautern 2:2. Ein Treffer von Miroslav Klose und ein Eigentor sorgten im Fritz-Walter-Stadion vor 47 258 Zuschauern für eine 2:0-Pausenführung des Teams von Joachim Löw. Witali Buliga traf in dem Testspiel in der zweiten Hälfte zweimal für die Gäste.

BUNDESTRAINER: In der Arena von Bate Borissow kommt es zu einer Premiere. Erstmals wird Marcus Sorg bei einem Länderspiel als Chef am Spielfeldrand stehen. Der 53 Jahre alte Assistenzcoach vertritt Joachim Löw. Der Bundestrainer fehlt wegen eines Sportunfalls erstmals in seiner 13-jährigen Amtszeit als Chefcoach bei einem Länderspiel.

JUBILÄUM: Julian Draxler steht vor seinem 50. Länderspiel. Der 25 Jahre alte Profi von Paris Saint-Germain hatte am 26. Mai 2012 beim 3:5 im Testspiel gegen die Schweiz in Basel als Einwechselspieler debütiert. Drei Akteure könnten zum 25. Mal im A-Team zum Einsatz kommen; der Gladbacher Matthias Ginter, der Leverkusener Julian Brandt sowie Timo Werner von RB Leipzig.

KADER: Kapitän Manuel Neuer ist mit 86 Länderspielen der erfahrenste Akteur im 22-köpfigen DFB-Aufgebot. Dahinter folgen Draxler (49) und der Kölner Jonas Hector (42.). Torwart Sven Ulreich vom FC Bayern und der Berliner Niklas Stark sind noch ohne Länderspieleinsatz.

TORSCHÜTZEN: Der Dortmunder Marco Reus ist mit zehn Toren der einzige Spieler im deutschen Kader, der eine zweistellige Trefferzahl vorweisen kann. Dahinter folgen Timo Werner (9) und Bayern-Profi Leon Goretzka (6.). Von den 19 Feldspielern warten noch sieben auf ihr Premierentor im Nationaltrikot.

SCHIEDSRICHTER: Der Serbe Srdjan Jovanovic leitet die Partie. Der 33-Jährige hat noch kein Länderspiel mit Beteiligung der deutschen Nationalmannschaft gepfiffen.

+++ 06.06.2019: Sorg startet letzte Phase der Vorbereitung auf Weißrussland +++

Die Vorbereitung auf das EM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Weißrussland tritt in die letzte Phase. Nach der öffentlichen Trainingseinheit vor 20.500 Zuschauern am Mittwochabend in Aachen wird Joachim Löws Assistent Marcus Sorg den Feinschliff für die Partie am Samstag (20.45 Uhr) in Borissow wieder ohne Publikum im Trainingslager in Venlo abschließen.

Für Sorg ist entscheidend, dass die Spieler in Weißrussland in der bestmöglichen Verfassung sind und eine optimale Leistung abrufen. "Dass die Spieler jetzt schon alle spritzig sind und vor Spielfreude explodieren, kann man nicht erwarten", sagte er in Aachen.

Das 40-minütige interne Trainingsspiel lieferte ihm und dem abwesenden Bundestrainer Löw wertvolle Erkenntnisse. Besonders spielfreudig präsentierte sich am Tivoli der Dortmunder Marco Reus, der sein Team als zweifacher Torschütze zum 2:1-Erfolg führte. "Marco ist ein Spieler, wo man automatisch den Unterschied sieht, wenn er gesund ist und spielfreudig ist mit seiner Leichtigkeit", lobte Sorg.

Reus untermauert seine Ansprüche auf einen Einsatz in Borissow mit guten Trainingsleistungen. Der 30-Jährige will zum Saisonabschluss seinen Anteil dazu beitragen, dass die deutsche Mannschaft nach dem 3:2 gegen die Niederlande zum Start in die EM-Qualifikation die nächsten drei Punkte einfährt. "Ein Sieg ist Pflicht", sagte der BVB-Profi zur Aufgabe gegen die mit zwei Niederlagen gestarteten Weißrussen. "Wenn wir das erreichen, ist es gut", sagte Reus.

Der Kampf um die elf Startplätze tritt nun in die entscheidende Phase. "Es ist ein Leistungsprinzip, die Besten spielen", sagte Reus zum Konkurrenzkampf: "Jeder Einzelne muss sich im Training zeigen." Am Freitag fliegt die deutsche Mannschaft nach dem Abschlusstraining, das noch in Venlo absolviert wird, von Düsseldorf nach Minsk.

+++ 24.03.2019: Deutschland siegt gegen Niederlande im EM-Quali-Spiel +++

Dieser Last-Minute-Sieg beim Fußball-Erzrivalen Niederlande tat allen richtig gut nach dem verkorksten WM-Jahr und dem radikalen Verjüngungsprozess des Bundestrainers. "Heute haben wir die PS auf die Straße gebracht", frohlockte Joachim Löw nach dem 3:2 (2:0) am Sonntagabend in Amsterdam gegen die Niederlande.

Eine Genugtuung wies Löw nach einem seiner wichtigsten Siege in 13 Jahren als Chef der Fußball-Nationalmannschaft weit von sich. Aber der 59-Jährige räumte ein: "So ein Sieg hilft schon für die nächsten Wochen und Monate." Es war ein Topstart in die EM-Qualifikation.

Löw rühmte seine junge Mannschaft für viele positive Facetten, die sie in 90 packenden Länderspielminuten gezeigt hatte. "Die erste Halbzeit war, was das Fußballerische betrifft, überragend", schwärmte Löw. Die Tore von Serge Gnabry und Leroy Sané waren die Belohnung.

Holland schlug durch Matthijs de Ligt und Memphis Depay nach der Pause zurück. Aber im achten Länderspiel nach der WM in Russland kehrte das "Spielglück" zur DFB-Auswahl zurück, wie Löw sagte. Nico Schulz erzielte in der Schlussminute nach einem klasse Spielzug über die eingewechselten Ilkay Gündogan und Marco Reus den Siegtreffer. "Wir hatten den Glauben an den Sieg nicht verloren", erklärte Löw.

Der finale Glücksmoment löste große Emotionen aus - und schon auch Genugtuung. "Das zeigt, dass wir doch nicht so schlecht sind", sagte Matchwinner Schulz. "Die Mannschaft brauchte ein Erfolgserlebnis. Das haben wir zum Glück noch hinbekommen", sagte Kapitän Manuel Neuer, der im Torhüter-Zweikampf mit Marc-André ter Stegen punkten konnte.

Der 24. März 2019 könnte die Geburtsstunde einer neuen, verschworenen Einheit gewesen sein, die Richtung EM 2020 ihr Potenzial mehr als nur andeuten konnte. "Ich glaube, so etwas schweißt zusammen. So etwas hilft bei so einer Entwicklung. Ich glaube, dass solche Erlebnisse wichtig sind", sagte Leon Goretzka. "Es hört sich vielleicht komisch an, aber im Nachhinein ist das 3:2 wichtiger, als wenn wir 3:0 gewonnen hätten", meinte Goretzkas Bayern-Kollege Joshua Kimmich.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff drückte die Erleichterung aus, die alle im DFB-Tross verspürten: "Natürlich tut das der Seele und der Moral gut." Erst drei Wochen nach dem Bundesliga-Ende geht es für die Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation weiter mit einem Auswärtsspiel am 8. Juni in Weißrussland sowie dem Heimspiel drei Tage später in Mainz gegen Estland.

+++ 19.03.2019: Löw richtet alles auf Holland aus - "Stehen vor neuer Zeitrechnung" +++

Joachim Löw hat vor den ersten Länderspielen des Jahres eine "neue Zeitrechnung" bei der Fußball-Nationalmannschaft ausgerufen. "Wir stehen vor einer neuen Herausforderung", sagte der Bundestrainer am Dienstag in Wolfsburg angesichts der Ausmusterung des Bayern-Trios Jérôme Boateng, Mats Hummels sowie Thomas Müller und dem Ziel, aus vielen jungen Spielern wieder ein titelfähiges Team für kommende Turniere zu formen. "Dieser jungen Mannschaft muss ich das Gefühl entgegenbringen, dass ich ihr als Trainer das absolute Vertrauen gebe", sagte Löw. Das gelte auch im Fall von Rückschlägen.

Das Testländerspiel am Mittwoch in Wolfsburg gegen Serbien ist für ihn ein wichtiger Probelauf für den anschließenden schwierigen Start in die EM-Qualifikation. "Alles ist ausgerichtet auf die Partie am Sonntag gegen Holland. Die Woche steht in diesem Zeichen", sagte der Bundestrainer. Eine souveräne Qualifikation für die Europameisterschaft 2020 ist das erklärte Ziel. "Wir wollen eine gute Quali spielen und uns nicht irgendwie durchwursteln", sagte Löw. Mit dem Druck nach dem verkorksten WM-Jahr könne er gut umgehen. "Dass man liefern muss als Nationaltrainer, weiß ich schon", sagte der Langzeit-Bundestrainer. "Ich verstehe, mit Druck umzugehen."

Bayern-Profi Serge Gnabry wird gegen Serbien nicht zum Einsatz kommen. Der nach einer Erkältung erst am Dienstag zum Team gereiste Angreifer sei für Mittwoch "nicht eingeplant", sagte Löw. Die übrigen 22 Akteure des von Löw nominierten Kaders stehen zur Verfügung.

Wer gegen die Serben im Tor stehen wird, ließ Löw offen. "Da haben wir noch keine Entscheidung getroffen", sagte der Bundestrainer über die Wahl zwischen Kapitän Manuel Neuer und Herausforderer Marc-André ter Stegen. Der Bundestrainer plant Bayern Münchens Rechtsverteidiger Joshua Kimmich auch beim Neubeginn weiter im defensiven Mittelfeld ein. Das habe sich bewährt, begründete der Bundestrainer.

+++ 18.03.2019: Löws brisante Arbeitswoche - Druck von oben: 2020 um Titel mitspielen +++

Mit der Bahn reiste Joachim Löw in die Autostadt des neuen DFB-Sponsors Volkswagen, wo er eine eng getaktete und vor allem zukunftsweisende Arbeitswoche erfolgreich bewältigen muss. Der zunehmend kritisch beäugte Bundestrainer will nach seinem radikalen Umdenken mit einem weiter verjüngten Kader beim Neustart nach vier Monaten Länderspielpause auf Anhieb positive Resultate liefern.

Nach der - zumindest für einen Bundestrainer Löw - unwiderruflichen Ausmusterung des Bayern-Trios Jérôme Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller birgt der Aufbruch Richtung Fußball-EM 2020 erhöhte Brisanz. "Für uns steht ein neuer Zyklus an", sagte Löw, der vor dem Testspiel am Mittwoch gegen Serbien und dem Chancen und Risiken bergenden ersten Punktspiel vier Tage später in Amsterdam gegen Holland ein Versprechen gab: "Die Qualifikation werden wir schaffen."

Immerhin: Die Mehrheit der Deutschen traut Löw im Jahr nach dem WM-Desaster und dem Nations-League-Abstieg wenigstens das noch zu. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur rechnen 59 Prozent der Befragten mit einer EM-Teilnahme. 18 Prozent glauben wiederum an das erste Scheitern der DFB-Auswahl in einer Qualirunde seit der EM 1968.

DFB-Präsident Reinhard Grindel erhöhte pünktlich zum Neubeginn den Druck auf Löw, auch wenn er dem vertraglich bis zur nächsten WM 2022 in Katar gebundenen Coach zugleich das Vertrauen aussprach. "Jogi bringt alle Qualitäten mit, um den Umbruch zu gestalten", sagte Grindel am Sonntagabend im Bayerischen Fernsehen. Ein weiteres sportliches Versagen könnte Grindel dem "ewigen Bundes-Jogi" aber kaum noch durchgehen lassen. "Wir wollen uns souverän für die EURO 2020 qualifizieren", sagte der Verbandschef. "Und ich denke, wir werden dann auch eine Mannschaft haben, die um den Titel mitspielen kann."

Teil zwei ist dabei die anspruchsvollere Vorgabe. Neben den wieder erstarkten Niederländern sollten in der Quali Nordirland, Weißrussland und Estland nicht zu Stolpersteinen werden. Platz zwei reicht schon für das EM-Ticket. "Ich glaube schon, dass wir mit den jungen Spielern eine gute Rolle spielen können", sagte Niklas Süle. Sein erkälteter Bayern-Kollege Serge Gnabry fehlte am Montag beim Treffpunkt in der VW-Metropole. Der Angreifer wird wohl höchstens für das wichtigere Punktspiel gegen Holland eine Option für Löw sein.

Confed-Cup-Sieger wie Joshua Kimmich, Leon Goretzka oder den neuen Abwehrchef Süle hat der Bundestrainer dazu auserkoren, nun vermehrt Verantwortung zu übernehmen. "Wir sind in der Lage, in die Fußstapfen der Weltmeister zu treten", sagte Goretzka selbstbewusst. Der talentierte Jahrgang 1995 soll und will übernehmen. "Jetzt ist allerhöchstes Niveau gefragt, jetzt sind nicht andere da, wo man sich verstecken kann", formulierte Löw deutliche Ansprüche an die Jungen.

Ein gelungener Jahresauftakt würde ihm nach dem Schlingerkurs seit dem WM-Unfall in Russland Zeit und Ruhe verschaffen. Die interne Anspannung ist groß. "Das kann man im Voraus nicht sagen", sagte Kapitän Manuel Neuer auf die Frage, was der Nationalmannschaft ohne seine Bayern-Kollegen Müller, Boateng und Hummels fehlen werde.

Grindel wünscht sich, dass jetzt der Fußball wieder im Fokus steht. Die Konzentration soll ganz den Spielen gegen Serbien und Holland gelten. "Das wird schwer genug", sagte der DFB-Boss. 23 Spieler hat Löw nominiert, nur noch einer ist älter als 30: Kapitän Neuer (32).

Drei Neulinge stehen dafür im EM-Perspektivkader: die Abwehrspieler Niklas Stark von Hertha BSC und Lukas Klostermann von RB Leipzig sowie der Bremer Maximilian Eggestein. "Natürlich orientiert man sich an den Spielern, die länger dabei sind, die Weltmeister geworden sind", sagte der 22-jährige Eggestein bei der Ankunft am Teamhotel bescheiden. Die Zeitenwende dokumentieren auch die Trikotnummern. Stark übernahm am Montag die 17 von Boateng, Klostermann erhielt Müllers 13. Und mit der 5 von Hummels könnte der bislang erst in vier Länderspielen eingesetzte Leverkusener Jonathan Tah auflaufen.

+++ 18.03.2019: Gefährlicher Platz 2: Ohne Gruppensieg droht 2020 Hammergruppe bei EM +++

Joachim Löw rechnet fest mit einer Teilnahme an der EM 2020. Den Gruppensieg in der diese Woche beginnenden Qualifikation hat der Bundestrainer allerdings bei den Kontrahenten Niederlande, Nordirland, Weißrussland und Estland nicht als Ziel ausgegeben. Auch als Gruppenzweiter wäre die deutsche Fußball-Nationalmannschaft sicher bei der Endrunde des Pan-Europa-Turniers im Sommer kommenden Jahres dabei. Allerdings würde der Löw-Auswahl als Quali-Zweitem bei der Auslosung am 30. November eine sehr schwere EM-Gruppe drohen.

Nur die sechs besten Gruppensieger aus den zehn Qualigruppen werden bei der Zeremonie in Bukarest im Topf der besten Teams gesetzt sein. Die vier weiteren Ersten kommen mit den zwei besten Gruppenzweiten in Topf 2. Die sechs nächstbesten Gruppenzweiten bilden den Topf 3 und die beiden schlechtesten Gruppenzweiten wandern mit den vier Teams, die sich erst in den Playoffs qualifizieren, in Topf 4. Das geht aus den Turnierregularien der UEFA hervor.

Die Qualifikation beginnt am Donnerstag. Die DFB-Elf startet am Sonntag in Amsterdam gegen die Niederlande in den Wettbewerb. Die Endrunde findet vom 12. Juni bis 12. Juli in zwölf europäischen Ländern statt. München ist deutscher Spielort mit drei Gruppenpartien und einem Viertelfinale. Beide Halbfinals und das Endspiel finden in London statt.

+++ 17.03.2019: Fußball-Bundestrainer Löw: Brauchen vor allem wieder gute Ergebnisse +++

Bundestrainer Joachim Löw hat vor den ersten Länderspielen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in diesem Jahr vor allem bessere Resultate als zuletzt gefordert. "Jetzt brauchen wir zwar eine gute Spielweise mit viel Enthusiasmus. Aber wir brauchen vor allem auch wieder gute Ergebnisse. Und dazu brauchen wir den Mut zu Veränderungen", sagte Löw in einem Interview der "Welt am Sonntag". Die DFB-Auswahl trifft am Mittwoch in Wolfsburg in einem Testspiel auf Serbien, am kommenden Sonntag beginnt mit dem schweren Auswärtsspiel gegen die Niederlande in Amsterdam die Qualifikation für die Europameisterschafts-Endrunde 2020.

Löw will nun vor allem die jüngeren Spieler in die Pflicht nehmen, nachdem er nicht mehr mit den einstigen Weltmeistern Thomas Müller, Jérôme Boateng und Mats Hummels plant. Als Beispiel nannte der 59-Jährige Niklas Süle vom FC Bayern, der in der Abwehr nun nicht mehr seine Münchner Vereinskollegen Hummels und Boateng um sich herum habe. "Niklas ist jetzt in der Verantwortung", sagte Löw und betonte: "Wir erwarten noch mehr von ihm. Er muss jetzt hinten organisieren, dirigieren, sich zeigen. Genauso wie Antonio Rüdiger."

Der Bundestrainer zeigte sich wie schon auf seiner Pressekonferenz am Freitag in Frankfurt überrascht, dass nach der Ausmusterung von Müller, Boateng und Hummels die Frage nach dem Stil so in den Vordergrund getreten sei. "Mir ging es um das persönliche, direkte und ehrliche Gespräch. Ich weiß, es gibt andere Trainer, die rufen nicht mal an. Die entscheiden einfach und nominieren den Spieler nicht mehr", erklärte Löw.

Seiten: 12
Michael Schumacher Uli HoeneßWetter im August 2019 aktuellNeue Nachrichten auf der Startseite