05.02.2019, 08.27 Uhr

Matti Nykänen ist tot: Sportwelt trauert! Skisprung-Legende mit 55 Jahren gestorben

Der finnische Skispringer Matti Nykänen ist im Alter von 55 Jahren verstorben.

Der finnische Skispringer Matti Nykänen ist im Alter von 55 Jahren verstorben. Bild: EPA/Parkkin/dpa

Der finnische Skispringer Matti Nykänen ist überraschend verstorben. Das bestätigte der finnische Sportminister Sampo Terho am Montagmorgen auf Twitter. Der Weltcup-Sieger wurde nur 55 Jahre alt.Zuvor hatte das finnische Magazin "Seiska" darüber berichtet. Dem Magazin zufolge starb Nykänen in der Nacht zum Montag.

Matti Nykänen ist tot: Skisprung-Legende stirbt mit 55 Jahren

Nykänen zählt zu den größten Skispringern aller Zeiten. Matti Nykänen wurde am 17. Juli 1963 im finnischen Jyväskylä geboren. Bei Olympia in Sarajewo 1984 und Calgary 1988 gewann er insgesamt viermal Gold und einmal Silber. Viermal holte er sich den Gesamt-Weltcup - das schaffte bislang sonst nur der Pole Adam Malysz. Die Vierschanzentournee gewann er zweimal. In Finnland wurde er 1985 und 1988 zum Sportler des Jahres gewählt. Den ersten seiner 46 Weltcup-Siege sicherte er sich am 30. Dezember 1981 in Oberstdorf, seinen letzten am 1. Januar 1989 in Garmisch-Partenkirchen.

Todesursache noch unklar! Woran starb Skispringer Matti Nykänen?

Woran genau Matti Nykänen verstorben ist, ist aktuell noch unklar. Der ehemalige Sportler sei seit einiger Zeit krank gewesen, sagte der Chef des Finnischen Skisprungverbandes Mika Kulmala der Deutschen Presse-Agentur. Gegenüber der "Welt am Sonntag" berichtete der Skispringer einst von seiner Sucht: "Ich war unglücklich und habe angefangen, in mir drinnen eine Mauer hochzuziehen. Ich habe getrunken, weil ich nichts anderes zu tun hatte, weil ich vergessen wollte."

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Die dunkle Seite von Matti Nykänen

Sportlich war Nykänen ein Idol, nach seiner Karriere machte er vor allem mit negativen Schlagzeilen aus seinem Privatleben auf sich aufmerksam. Er hatte mit Alkoholproblemen zu kämpfen und saß nach einer Messerattacke auf einen Freund im Gefängnis.

Kollegen trauern um verstorbene Skisprung-Legende

"Ich war schockiert, als ich davon gehört habe", sagte der Leiter der Skisprungabteilung des norwegischen Skiverbandes, Clas Brede Bråthen, der Nachrichtenagentur NTB zu Nykänens Tod. "Als Erstes musste ich an all das denken, was er für den Skisprungsport bedeutet hat. In vielerlei Hinsicht war er bahnbrechend mit dem, was er gemacht hat. Er hatte eine fantastische Fähigkeit, eine gesamte Skisprungwelt zu faszinieren und zu imponieren. Er hat neue Standards gesetzt." Bråthen und Nykänen waren Ende der 1980er Jahre Konkurrenten auf der Schanze gewesen. "Matti in Bestform war ein Idol für viele in meiner Altersgruppe", sagte er.

Jens Weißflog über Nykänen: "Er hat das Skispringen mitgeprägt"

Auch für Matti Nykänensehemaligen Kontrahenten Jens Weißflog ist der Tod des Skispringers ein echter Schock. "Er gehört zu den fünf Athleten, die die wichtigsten vier Wettbewerbe im Skispringen gewonnen haben. Er gehört ganz oben hin. Er hat das Skispringen mitgeprägt", sagte Weißflog dem Sender Sport 1. Nykänen sei ein Mensch mit Stärken und Schwächen gewesen. Der überwiegende Teil wisse, was er sportlich geleistet habe.

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jat/news.de
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