11.10.2018, 18.15 Uhr

Michael Schumacher: Flavio Briatore verrät: Niemand war von Schumi überzeugt!

Sebastian Vettel vermisst Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher als Ratgeber.

Sebastian Vettel vermisst Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher als Ratgeber. Bild: picture alliance/Sebastiao Moreira/EFE/dpa

Flavio Briatore, von 1989 bis 1997 Teamchef von Benetton, holte den damals noch unbekannten Michael Schumacher 1991 in sein Team. Und das, obwohl außer ihm keiner an den jungen Fahrer geglaubt hatte.

Niemand war von Michael Schumacher überzeugt

In "Beyond Victory", dem Podcast von Nico Rosberg, erzählt Flavio Briatore jetzt, was damals alle über Michael Schumacher dachten: "Niemand war von Michael überzeugt." Er sei "nicht gut" und außerdem viel "zu jung", waren die Kollegen und Freunde des Sportmanagers überzeugt.

Aber er sei sich seiner Sache einfach so sicher gewesen, erklärt Flavio Briatore gegenüber Nico Rosberg. Deshalb habe er den jungen Schumacher trotzdem ins Team Benetton geholt. Und diese gegen den Widerstand seines Umfeldes getroffene Entscheidung hat der Italiener gewiss nie bereut!

Flavio Briatore: Schumi war ein Glücksgriff

Flavio Briatore machte mit Michael Schumacher einen unglaublichen Glücksgriff für seinen Rennstall. Aber, dass Michael Schumacher, der damals erst ein einziges Rennen gefahren war, sich als regelrechtes Formel-1-Wunder entpuppen sollte, hatte selbst Flavio Briatore nicht geahnt. Vor allem, nachdem er bei seinem ersten Rennen auch noch nach nur 500 Metern mit einem Kupplungsschaden liegen geblieben war.

Aber Michael Schumacher sollte alle überraschen. 1994 holt er mit Benetton seinen ersten Formel-1-Weltmeistertitel. Im Jahr darauf räumt der Ausnahmefahrer den Weltmeistertitel ein weiteres Mal ab. Flavio Briatore ist aber nicht nur wegen Schumachers Erfolgen so begeistert von dem jungen Nachwuchstalent.

"Michael Schumacher war anders als die anderen Fahrer"

Michael Schumacher sei im Umgang mit dem Team anders gewesen, als die meisten anderen Fahrer. Er habe sich auch niemals beschwert, lobt der damalige Benetton-Team-Chef seinen einstigen Schützling in Nico Rosbergs Podcast. "Wenn es ein Problem mit dem Auto gab, hat er versucht, es zu lösen. Andere Fahrer hätten einfach gesagt, das Auto ist scheiße."

Und auch nach seinem Wechsel zu Ferrari reißt die Glückssträhne des Ausnahmetalents Michael Schumacher nicht ab. Unglaubliche sieben Formel-1-Weltmeistertitel hat der seit einem schweren Skiunfall völlig zurückgezogen lebende 49-Jährige im Laufe seiner Karriere gewonnen.

Flavio Briatore lässt kein gutes Haar an Sebastian Vettel

In "Beyond Victory", Nico Rosbergs Podcast, spricht Flavio Briatore aber nicht nur über Michael Schumacher. Auch zu Sebastian Vettel, der seit 2015 für Ferrari fährt, hat der italienische Sportmanager etwas zu sagen. Und das lässt den vierfachen Formel-1-Weltmeister nicht allzu gut wegkommen...

Sebastian Vettel habe "viele Fehler gemacht dieses Jahr", kritisiert Flavio Briatore den 31-Jährigen. Dasselbe gelte auch für dessen Team Ferrari. Dieses hätte bei seiner Strategie "sehr viele Fehler gemacht in den letzten drei oder vier Rennen", so Briatore weiter.

Briatore über Vettel: "Als Zweiter bist du nur der erste Verlierer"

Die aktuelle Strategie Sebastian Vettels und seines Teams funktioniere nicht, ist der Sportmanager überzeugt. Deshalb werde der Ferrari-Fahrer auch bei der Weltmeisterschaft auf Position 2 hinter Lewis Hamilton bleiben. Als Zweiter sei Vettel aber eben "nur der erste Verlierer", so die Meinung Flavio Briatores.

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soj/kns/news.de
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