09.09.2018, 19.10 Uhr

US-Open-Finale der Damen: 17.000 Dollar Geldstrafe! Serena Williams sorgt für Eklat

Serena Williams steht aktuell in der Kritik.

Serena Williams steht aktuell in der Kritik. Bild: dpa

Nach ihren Ausrastern im Finale der US Open muss Serena Williams eine Geldstrafe von 17 000 US-Dollar zahlen. Das teilte der Veranstalter des Grand-Slam-Tennisturniers in New York am Sonntag mit. Die Amerikanerin hatte bei der 2:6, 4:6-Niederlage gegen die Japanerin Naomi Osaka tags zuvor drei Verwarnungen von Schiedsrichter Carlos Ramos erhalten. Die erste gab es wegen Coachings von der Tribüne, nach der zweiten wegen eines zertrümmerten Schlägers verhängte Ramos einen Punktabzug, nach der dritten einen kampflosen Spielverlust zum 3:5 im zweiten Satz. Die Amerikanerin hatte Ramos unter anderem als Dieb bezeichnet.

Skandal beim Finale der US Open Williams gegen Osaka

Serena Williams hat ihr Verhalten zuvor nach dem verlorenen Tennis-Finale bei den US Open verteidigt. Auf ihrer Pressekonferenz blieb die 36-Jährige dabei. "Ich könnte hier nicht sitzen und nicht sagen, dass er ein Dieb ist, denn ich denke, er hat mir ein Spiel weggenommen", sagte Williams. Sie empfand die regelkonforme Bestrafung sogar als sexistisch. "Er hat noch nie einem Mann ein Spiel weggenommen, weil er 'Dieb' gesagt hat."

Williams gegen Osaka: Eklat beim US-Open-Finale

Sie werde weiterhin für Frauenrechte und Gleichberechtigung kämpfen, fügte Williams hinzu und erhielt Lob vom US-Tennis-Verband, weil sie bei der Siegerehrung die Zuschauer aufgefordert hatte, nicht mehr zu buhen und Osaka den Moment ihres bislang größten Erfolges genießen zu lassen. "Was Serena auf dem Podium getan hat, war von großer Klasse und Sportlichkeit", erklärte Verbandspräsidentin Katrina Adams in einer Mitteilung und lobte Williams trotz des für sie frustrierenden Ausgangs des Matches als echten Champion.

Hat Serena Williams beim US-Open-Finale betrogen?

Ihr französischer Trainer Patrick Mouratoglou räumte beim US-Sender ESPN zwar ein, er habe versucht, seinem Schützling Zeichen zu geben. Serena Williams habe sie aber nicht gesehen. Außerdem werde praktisch jeder Spieler während des Matches gecoacht. "Der Star der Show war wieder einmal der Schiedsrichter", schrieb er bei Twitter.

Naomi Osaka gewinnt ersten Grand-Slam-Titel

Osaka erklärte, sie habe von den Kontroversen kaum etwas mitbekommen. Sie habe sich weggedreht, meinte die 20-Jährige, die für den ersten Grand-Slam-Titel in Japans Tennis-Geschichte gesorgt hatte. "Ich weiß, dass sie wirklich den 24. Grand-Slam-Titel wollte, richtig?", sagte Osaka nach dem Erfolg über ihr Idol.

Auf dem Platz sei sie aber kein Serena-Fan mehr, sondern nur eine Tennisspielerin, die gegen eine andere Tennisspielerin antrete. "Als ich sie am Netz umarmt habe, habe ich mich wieder wie ein kleines Kind gefühlt", sagte die seit ihrer Kindheit in den USA lebende Osaka bei ihrer Pressekonferenz und weinte.

Serena Williams hat die meisten Grand-Slam-Titel

Mit einem Sieg im Finale und ihrem 24. Grand-Slam-Titel hätte Serena Williams den Rekord der Australierin Margaret Court für die meisten Titel bei den vier wichtigsten Tennis-Turnieren eingestellt. Zuletzt verlor sie bereits im Wimbledonfinale gegen Angelique Kerber.

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fka/news.de/dpa
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