16.08.2018, 08.53 Uhr

Toni Kroos: Real-Star macht im DFB-Team weiter und kritisiert Mesut Özil

Real-Star will bei der EM 2020 wieder angreifen: Toni Kroos bleibt in der Nationalmannschaft.

Real-Star will bei der EM 2020 wieder angreifen: Toni Kroos bleibt in der Nationalmannschaft. Bild: dpa

Toni Kroos wird weiter in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft spielen. "Ja, ich werde den Weg bis zur EM 2020 weitergehen und habe mir selbst als großes Ziel gesetzt, dass wir dort deutlich erfolgreicher sind als zuletzt", sagte der Mittelfeldstar von Real Madrid der "Bild".

Nach WM-Debakel: Toni Kroos bleibt Nationalspieler - Dank seiner Frau!

"Unser Ziel muss sein, im Sommer 2020 eine Topmannschaft zu stellen", meinte der 86-malige A-Nationalspieler. Nach dem Vorrunden-Aus bei der WM in Russland sei seine Frau Jessy die Erste gewesen, die gesagt hätte: "Schatz, so kannst du nicht zurücktreten." Auch sein Sohn "wollte unbedingt, dass ich für Deutschland weiterspiele. Er ist nun mal großer Fan von Real UND der Nationalmannschaft. Da wäre es schwer gewesen, Nein zu sagen", meinte Kroos.

Real-Star macht im DFB-Team weiter - aber mit Ruhepausen

Der 28-Jährige sagte, dass er sich sehr wohl über die weitere Nationalelf-Karriere "viele Gedanken gemacht und alle möglichen Entscheidungen in Erwägung gezogen" habe. Kroos betonte, dass er künftig Ruhepausen im Nationalteam benötigen würde, "um auch in den kommenden Spielzeiten auf dem gleichen Niveau zu bleiben."

Er habe deshalb ein "sehr gutes Gespräch" mit Bundestrainer Joachim Löw gehabt, der Verständnis gezeigt habe. "Und der trotzdem dafür gekämpft hat, dass ich ihm erhalten bleibe. Wir werden gemeinsam Lösungen finden, damit ich auch hier und da eine notwendige Ruhepause bekomme", sagte Kroos der "Bild" und fügte an: "Das ist aus meiner Sicht der einzige Weg und ich bin Jogi für sein Verständnis dankbar. Schließlich wollen alle Beteiligten, dass ich im Sommer 2020 in einer guten Verfassung bin."

Toni Kroos spricht über Erdogan-Affäre

Fußball-Nationalspieler Toni Kroos hat sich kritisch über den Rücktritt von Mesut Özil geäußert. Die umstrittenen Fotos von Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan sieht er aber nicht als Grund für das erstmalige Vorrunden-Aus bei einer WM. In einem der Interview der "Bild" (Donnerstag-Ausgabe) erklärte der Mittelfeldspieler von Real Madrid: "Aus meiner Sicht wäre es peinlich, sich als Mannschaft hinter dieser - hauptsächlich öffentlich ausgetragenen - Debatte zu verstecken und dies mit als Grund für das Abschneiden zu nennen."

Kroos über Özil-Rücktritt: "Die Art und Weise seines Rücktritts war nicht in Ordnung"

Nachdem sich zuvor andere Nationalspieler nur sehr zurückhaltend zu diesem Thema geäußert haben, sagt der Real-Star im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung: Özil sei "ein lieber Kerl" und hätte "einen besseren Abgang verdient gehabt", sagte Kroos. "Die Art und Weise seines Rücktritts war aber nicht in Ordnung. Der Anteil, der in seiner Erklärung gut und richtig angesprochen wird, wird leider durch den wesentlich höheren Anteil an Quatsch überschattet. Ich denke, dass er selbst weiß, dass es Rassismus innerhalb der Nationalmannschaft und des DFB nicht gibt."

Weiter erklärt der 28-Jährige: "Mesut wurde für das Foto kritisiert – und das zu Recht. Und er hat die Chance verstreichen lassen, sich dazu zu erklären." Auch sei er der Meinung, dass die "Art der Kritik sicher nicht immer auf gutem Niveau war - aber da muss man als Spieler dann durch."

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sba/jat/news.de/dpa
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