11.07.2018, 09.03 Uhr

Zentralrat der Muslime fordert: Wegen Özil-Äußerungen! Bierhoff muss weg

Ginge es nach dem Zentralrat der Muslime, müsste Bierhoff seinen Hut nehmen!

Ginge es nach dem Zentralrat der Muslime, müsste Bierhoff seinen Hut nehmen! Bild: Ina Fassbender / dpa

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland hat nach den umstrittenen Äußerungen über Mesut Özil den Rücktritt von DFB-Teammanager Oliver Bierhoff und Verbandschef Reinhard Grindel gefordert. "Nachtreten wird im Sport mit einer Roten Karte bestraft", schrieb Aiman Mazyek auf seiner Facebook-Seite. Der amerikanische Sender ESPN hatte zuerst darüber berichtet. "Bierhoff und Grindel müssen zurücktreten, wenn sie in ihrer langen Karriere nichts anderes gelernt haben als: 'Man verliert als Özil' anstatt 'Man verliert als Mannschaft", meinte Mazyek.

Vorsitzender des Zentralrats der Muslime sieht Vorbildfunktion des DFB in Sachen Integration gefährdet

Mazyek schrieb zudem: "Würden wir derzeit nicht diese Schlagseite im Integrations- und Islamdiskurs haben, die auch noch AfD-affin geführt wird; beide Funktionäre, Grindel und Bierhoff, müssten längst nach ihren unterirdischen Aussagen den Hut nehmen." Jetzt werde sportpolitisches Porzellan zerschlagen. "Vereine, Menschen, Jugendlichen zu zig Tausende in der der DFB eigentlich integrationspolitisch Vorbild sein sollte, dürfen dann die Zeche über Jahre zahlen."

Eine umstrittene Äußerung von Oliver Bierhoff zu Mesut Özil ist der Stein des Anstoßes

Nach dem WM-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hatte Bierhoff in der vergangenen Woche angedeutet, dass man vor dem Turnier in Russland die Nominierung Özils hätte überdenken müssen. Anschließend hatte er betont, er sei mit dieser Aussage missverstanden worden. DFB-Präsident Grindel hatte am Montag in einem Interview eine Erklärung Özils zu den umstrittenen Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gefordert und zumindest indirekt diese Erklärung zur Bedingung einer Fortsetzung von Özils Karriere im DFB-Trikot gemacht.

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pap/bua/news.de/dpa
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