12.06.2018, 09.21 Uhr

Sebastian Vettel: Michael Schumacher war beim Kanada-GP stets an seiner Seite

Sebastian Vettel (r) und Michael Schumacher am 24.08.2011 auf der Rennbahn vom Kart-Club Kerpen in Mannheim. Beim diesjährigen GP in Kanada denkt Vettel an seinen Freund Schumacher.

Sebastian Vettel (r) und Michael Schumacher am 24.08.2011 auf der Rennbahn vom Kart-Club Kerpen in Mannheim. Beim diesjährigen GP in Kanada denkt Vettel an seinen Freund Schumacher. Bild: Rolf Vennenbernd / dpa

Es war eine Gala-Fahrt, mit der Sebastian Vettel beim GP in Kanada seinen insgesamt 50. Sieg einfuhr und an die Spitze der aktuellen Saisonwertung schoss. Bei seiner Siegesfahrt ließ er sich noch nicht einmal von der zu früh von dem Model Winnie Harlow geschwenkten Zielflagge irritieren oder einbremsen. Nach zweimonatiger Durststrecke gelang Vettel damit am 10. Juni 2018 sein dritter Grand-Prix-Sieg in diesem Jahr, in dessen Verlauf er mehrfach an Rennsport-Legenden dachte.

Sebastian Vettel erinnert beim Kanada-GP 2018 in Montreal an Ferrari-Ikone Gilles Villeneuve

Das ganze Wochenende über aber waren Vettels Gedanken bei zwei großen Ikonen des Rennsports. Schon nach der Qualifikation hatte er an Kanadas Volksheld und Ferrari-Ikone Gilles Villeneuve erinnert, der vor 40 Jahren die Premiere auf dem Kurs in Montréal gewann. Vier Jahre später wurde die Strecke kurz nach seinem tragischen Tod nach ihm benannt.

Vettel: "In den letzten Runden habe ich viel an Michael Schumacher gedacht"

Am Sonntag dann sprach Vettel auch über Michael Schumacher, der vor ihm vor 14 Jahren der letzte Kanada-Sieger in einem Ferrari war. "In den letzten Runden habe ich noch gezittert, dass alles hält, dass das Auto hält, und an Michael gedacht, an seinen letzten Sieg hier", berichtete der Ferrari-Pilot und wurde ungewohnt emotional. "Es ist schade, dass er heute nicht dabei sein kann, den Tag nicht genießen kann, als Ferraristi", sagte er. So sei es die letzten Runden schwer gewesen, die Augen auf der Strecke zu halten.

Doch sein Sieg am Sonntag könnte wie damals für Schumacher ein gutes Omen sein. 2004 war auch das Jahr, in dem der Rekordweltmeister seinen siebten und letzten Titel gewann. Vettel ist jetzt selbst auf dem besten Weg, einen eigenen Platz in der Geschichte des ruhmreichen Rennstalls zu erobern.

Die Souveränität von Vettels Auftritt in Montréal ließ zudem Parallelen zu Schumachers besten Zeiten erkennen. Die spanische Zeitung "El Pais" erkannte "einen Spaziergang" des Deutschen. Die Überlegenheit beeindruckte und erschrak vor allem die silberne Konkurrenz. "Zu keinem Zeitpunkt hatten wir eine Chance zu gewinnen", meinte Mercedes-Teamchef Toto Wolf.Aufsichtsrat Niki Lauda sah Mercedes von Ferrari "in allen Disziplinen überholt, in denen wir mal vorne lagen".

Sebastian Vettel auf den Erfolgsspuren von Schumi

Mit seinem Erfolg beim Großen Preis von Kanada in Montréal hat Sebastian Vettel am Sonntag als vierter Fahrer der Formel-1-Geschichte die Marke von 50 Siegen erreicht. Der Ferrari-Pilot aus Heppenheim, der 2010 und 2013 zum Weltmeistertitel raste, ist damit nur noch einen Erfolg vom Franzosen Alain Prost entfernt. Unangefochtener Grand-Prix-Rekordgewinner ist Michael Schumacher mit 91 Triumphen. Vettels Titelrivale Lewis Hamilton folgt auf Rang zwei mit 64 Siegen.

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pap/kns/news.de/dpa
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