08.06.2018, 16.32 Uhr

Trainingslager für Fußball-WM Russland 2018: Halb Deutschland glaubt nicht an die WM-Titelverteidigung!

Joachim Löw bei seiner ersten Pressekonferenz in Südtirol.

Joachim Löw bei seiner ersten Pressekonferenz in Südtirol. Bild: dpa

Jetzt geht's los! Für Bundestrainer Joachim Löw beginnt die intensivste Zeit in seiner Funktion als Fußball-Lehrer. Im Trainingslager gilt es für den 58-Jährigen und seinen Stab, bis zum 7. Juni die Grundlagen für ein erfolgreiches WM-Turnier der Nationalmannschaft in Russland zu legen. In Südtirol muss Löw Baustellen schließen und knifflige Personalentscheidungen treffen. In unserem News-Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

News-Ticker über die aktuellen Entwicklungen im deutschen Trainingslager

+++ 08.06.2018: Polizei rechnet mit rund 100 deutschen Hooligans +++

Die deutsche Polizei rechnet mit bis zu 100 gewaltbereiten oder zumindest problematischen deutschen Fans bei den WM-Spielen der Fußball-Nationalmannschaft in Russland. "Wir haben potenzielle Störer im Vorfeld angesprochen und werden sie auch vor Ort im Auge behalten", sagte die Leiterin einer Delegation aus sechs szenekundigen Beamten, Heike Schultz, am Freitag in Duisburg. Das Team der Polizei reist am Montag nach Russland.

Die Fans würden an ihren Treffpunkten angesprochen und in den Stadien beobachtet, hieß es weiter. "Das holt sie aus der Anonymität und schreckt ab, Gewalttaten zu begehen", sagte Schultz. Man erwarte eher Einzelne und kleine Gruppen: "Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass die Anreise eines geschlossenen, gewaltbereiten Mobs aus Deutschland von mehreren hundert Personen unwahrscheinlich ist." Im Vergleich zur Fußball-EM in Frankreich 2016 sei es schwieriger nach Russland zu reisen. Es koste mehr Zeit, sei teurer und es werde ein Visum benötigt, um überhaupt nach Russland einreisen zu können.

Gegen acht Fans wurde vorab ein Ausreiseverbot verhängt. In der extremen Fan-Szene herrsche offenbar zudem ein gewisser Respekt davor, sich mit den als deutlich aggressiver geltenden Fan-Lagern anderer Nationen auseinanderzusetzen.

+++ 08.06.2018: Deutsche Gegner Mexiko, Schweden und Südkorea noch nicht in Form +++

Mexiko, Schweden und Südkorea - keiner der drei Gruppengegner wusste bislang in der Vorbereitung zu überzeugen.

Für Schlagzeilen sorgten die Mexikaner, am 17. Juni in Moskau erster Kontrahent der DFB-Elf, aber dennoch. Weil sich ein Teil des Teams Medienberichten zufolge an einem trainingsfreien Tag ausschweifend amüsierte, war die Aufregung in der Heimat riesig. Vor dem letzten Testspiel in Dänemark am Samstag waren alle Beteiligten deutlich bemüht, wieder das Sportliche in den Vordergrund zu stellen. Bislang rumpelte es in den Partien gegen Wales (0:0) und Schottland (1:0) noch gewaltig.

Der zweite deutsche Vorrundengegner Schweden will sich mit einigen Treffern gegen das ebenfalls für die WM qualifizierte Peru auf Russland einstimmen. Zuletzt hakte es bei den Skandinaviern beim 0:0 gegen Dänemark noch gewaltig in der Offensive. Eine weitere Nullnummer bei der Generalprobe am Samstag und die gerade verstummten Diskussionen über den fehlenden Superstar Zlatan Ibrahimovic würden wohl wieder losgehen.

Deutschlands letzter Gruppengegner Südkorea nutzt das Wochenende noch einmal, um Kraft zu tanken, ehe am Montag der letzte Test vor der Reise nach Russland in Österreich gegen den Senegal ansteht. Das jüngste 0:0 gegen Bolivien am Donnerstag dürfte Joachim Löw und Co. aber nicht besonders aufgeschreckt haben.

+++ 08.06.2018: Die Hälfte der Deutschen glaubt nicht an die WM-Titelverteidigung +++

Jeder dritte Deutsche glaubt laut einer Umfrage an den WM-Triumph der Fußball-Nationalmannschaft von Bundestrainer Joachim Löw. Das ergab eine repräsentative Erhebung im Auftrag des ZDF-Politbarometers, die am Freitag veröffentlicht wurde. Demnach meinen 34 Prozent der befragten Erwachsenen, dass Deutschland den Titel bei der Weltmeisterschaft in Russland holen wird. Vor vier Jahren hatten nur 22 Prozent an einen WM-Coup in Brasilien geglaubt. 54 Prozent gehen nicht von einer erfolgreichen Titelverteidigung aus.

Nur ein Viertel der Befragten glaubt, dass Deutschland vor dem Final-Wochenende die Heimreise antreten muss. Fünf Prozent der Befragten gab an, dass die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) schon in der Vorrunde oder im Achtelfinale scheitern werde. 20 Prozent prognostizierten ein Ausscheiden im Viertelfinale.

+++ 08.06.2018: Timo Werner holte sich nach Schwalbe Hilfe vom Psychologen +++

Nationalspieler Timo Werner hat nach seiner heftig diskutierten Schwalbe im Bundesliga-Spiel gegen Schalke im Dezember 2016 die Hilfe des Teampsychologen in Anspruch genommen. "Er hat mir gesagt, dass ich alle Menschen, die mich nicht mögen, mit einer einzigen Aktion zum Schweigen bringen kann: mit einem Tor nämlich", sagte der Angreifer von RB Leipzig in einem Interview des Nachrichtenmagazins "Focus". Viele Menschen hätten ihn damals für den "coolsten Typen der Bundesliga" gehalten, weil er "Pöbeleien und Pfiffe" so gut weggesteckt habe, sagte der 22-Jährige. Ein Psychologe habe ihm dabei helfen müssen, mit der Situation umzugehen.

Grundsätzlich spüre er aber auf dem Platz als Spieler keinen Druck. "Neben dem Feld ist Druck da, weil es in der Wahrnehmung von außen um Tore geht und wer sie schießt. Alle denken, dass ich der entscheidende Mann in einem Spiel sein kann, und daran werde ich gemessen. Damit kann ich allerdings gut umgehen. Auf dem Feld aber spüre ich keinen Druck", sagte Werner.

+++ 08.06.2018: Auch Berti Vogts kritisiert Löw für Sané-Entscheidung +++

Der frühere Fußball-Bundestrainer Berti Vogts hat Joachim Löw für die Nominierung eines vorläufigen WM-Kaders und die damit verbundene Ausbootung von vier Spielern kritisiert. "Warum handhabt er das so? Wenn einer verletzungsbedingt ausfällt, kann man immer noch einen Sané nachträglich nominieren. Das ist deutlich angenehmer, als vier Spieler nach Hause zu schicken", schrieb Vogts in seiner am Freitag veröffentlichten Kolumne für das Nachrichtenportal t-online.de. Er habe das als Trainer früher so gemacht, "und es war viel einfacher", sagte der 71-Jährige. Die tagelangen Diskussionen um die Streichung von Leroy Sané hätte man so verhindern können.

Der Profi von Manchester City war am Montag von Bundestrainer Löw ebenso wie Bernd Leno, Nils Petersen und Jonathan Tah nicht für das 23-köpfige WM-Aufgebot nominiert worden. "Man kennt ja die Problematik: Die Spieler sehen das gar nicht ein, wenn sie gehen müssen. Erst recht, wenn sie Spieler von Manchester City sind", sagte Vogts. "Es ist eine unheimliche Unruhe reingekommen, seit über die Streichkandidaten diskutiert wird. Und das ist eine große Gefahr."

+++ 07.06.2018: Manager Bierhoff wünscht sich Fan-Unterstützung für Gündogan +++

DFB-Teammanager Oliver Bierhoff hat Vorwürfe gegen den Deutschen Fußball-Bund zum Umgang mit dem umstrittenen Treffen der Fußball-Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan deutlich zurückgewiesen. Auf die Frage, warum der DFB im Trainingslager in Südtirol nicht alles dafür getan habe, ohne das Thema zur Weltmeisterschaft nach Russland reisen zu können, antwortete Bierhoff am Donnerstag: "Was hätten wir noch mehr machen sollen? Ich bin der Meinung, wir haben sehr viel gemacht - und jetzt reicht es dann auch."

Der 50-Jährige appellierte vor der WM-Generalprobe am Freitag in Leverkusen gegen Saudi-Arabien an die deutschen Fans. "Bei aller Verärgerung, die wir haben: Wir sind ein Team auch in Deutschland mit unseren Fans." Weltmeister Özil (29) wird in Leverkusen wegen einer Knieprellung nicht spielen. Ilkay Gündogan (27) könnte dagegen zum Einsatz kommen.

+++ 07.06.2018: Zweikampf zwischen "Rakete" Marco Reus und Julian Draxler um Stammplatz +++

Nach über zwei Jahren könnte Marco Reus im Nationalteam erstmals wieder in der Startelf stehen. Das bisher große Verletzungspech ist für ihn Vergangenheit. Der Bundestrainer sieht im Dortmunder einen möglichen WM-Trumpf. Doch der BVB-Star hat einen harten Kontrahenten.

Bei der WM-Generalprobe am Freitag gegen Saudi-Arabien werden Marco Reus und Julian Draxler wohl nebeneinander auflaufen. Doch beim Turnier in Russland sind die zwei Fußball-Nationalspieler auch harte Kontrahenten um den Stammplatz auf Links. "Der Konkurrenzkampf ist da, das weiß ich", sagte Draxler. "Konkurrenz ist wichtig. Nur so kannst du maximalen Erfolg haben", bemerkte Reus zum Zweikampf.

Reus ist derzeit in der Rolle des Herausforderers. Der beim europäischen Topclub Paris Saint-Germain gereifte Draxler hat sich bei Löw in den vergangenen zwei Jahren nach der EM einschließlich des Confed-Cup-Sieges 2017 einen Bonus erarbeitet. "Ich habe sehr viele gute Spiele gemacht. Der Bundestrainer kann mir vertrauen", sagte Draxler in Südtirol. Mit 24 Jahren kann der gebürtige Gladbecker bereits auf die stattliche Anzahl von 43 Länderspielen verweisen.

In Südtirol lobte der Bundestrainer aber den BVB-Profi Marco Reus fast überschwänglich: "Ich nehme ihn als Spieler wahr, der wahnsinnig geschickt und intelligent ist, die Gegner überraschen kann. Es wirkt bei ihm alles so leicht und spielerisch." Er könne eine Rakete sein für sein Team. "Offenbar habe ich im Training und in den Tests einen guten Eindruck hinterlassen. Er hofft wie ich, dass ich jetzt auch bei der WM zünde", erwiderte Reus.

+++ 07.06.2018: Die Aufstellungen für das SpielDeutschland - Saudi-Arabien (Freitag, 19.30 Uhr, ARD) +++

Deutschland: Neuer (Bayern München/32 Jahre/75 Länderspiele) - Kimmich (Bayern München/23/28), Boateng (Bayern München/29/70), Hummels (Bayern München/29/63), Hector (1. FC Köln/28/37) - Khedira (Juventus Turin/31/74), Kroos (Real Madrid/28/82) - Müller (Bayern München/28/90), Reus (Borussia Dortmund/29/30), Draxler (Paris Saint-Germain/24/43) - Werner (RB Leipzig/22/13)

Saudi-Arabien: Al-Mosailem (Al-Ahli Dschidda/34/32) - Al-Shahrani (Al-Hilal Riad/26/37), Osama Hawsawi (Al-Hilal Riad/34/127), Omar Hawsawi (Al-Nassr Riad/32/45), Al-Harbi (Al-Ahli Dschidda/30/40) - Otayf (Al-Hilal Riad/25/17), Al Jassim (Al-Ahli Dschidda/33/127) - Al-Muwallad (UD Levante/23/45), Al-Shehri (SD Leganes/27/53), Al-Dawsari (FC Villarreal/26/43) - Al-Sahlawi (Al-Nassr Riad/31/41)

Schiedsrichter: Vincic (Slowenien)

+++ 07.06.2018: Kahn fordert mehr Meinung von Spielern: "Fußball ist immer auch Politik." +++

Der langjährige Nationalmannschaftskapitän Oliver Kahn würde sich von Fußballprofis mehr Aussagen zu politischen Ansichten wünschen, wenngleich eine Weltmeisterschaft nicht unbedingt zu positiven Änderungen in einem Gastgeberland führt. "Damit überfordert man den Fußball. Fußball kann auf bestimmte Themen aufmerksam machen", sagte der 48-Jährige der "Abendzeitung" (Donnerstag).

"Das setzt jedoch voraus, dass die handelnden Akteure auch dazu bereit sind. Dass sie sich nicht zurückziehen auf den überstrapazierten Standpunkt: Fußball sollte man nicht mit Politik vermischen", führte der frühere Weltklassetorhüter aus. "Wieso eigentlich nicht? Fußball ist immer auch Politik. Jeder, der unten auf dem Platz steht, hat eine politische Ansicht oder eine Meinung zu bestimmten Ereignissen, die er durchaus äußern sollte." Kritik an WM-Gastgeber Russland hatte es immer wieder gegeben, etwa an der Politik des Gastgebers und der dortigen Menschenrechtssituation.

Für den ZDF-Experten Kahn ist es nicht neu, dass eine WM umstritten ist. "Ich kann mich nicht daran erinnern, dass irgendeine WM unumstritten war. Egal, wo Weltmeisterschaften stattfanden, es gab immer irgendwelche Gründe, warum jetzt diese WM in diesem Land gerade ganz besonders problematisch ist. Das ist in Russland nicht anders", sagte der frühere Bayern-Kapitän. "Es wird auch in vier Jahren in Katar nicht anders sein. Es ist wichtig, sich mit den Problemen in den jeweiligen Ländern auseinanderzusetzen. Das erfordert das Studium des ein oder anderen Buches."

+++ 07.06.2018: Deutschland will 3. Sieg gegen Saudis, Müller immer noch bester Torschütze +++

Die deutsche Mannschaft ist seit fünf Partien sieglos. Nach der souveränen WM-Qualifikation mit zehn Siegen in zehn Spielen gab es in den vergangenen fünf Test-Länderspielen drei Unentschieden gegen England (0:0), Frankreich (2:2) und Spanien (1:1) sowie zuletzt zwei Niederlagen gegen Brasilien (0:1) und Österreich (1:2).

Die Auswahl aus Saudi-Arabien bestreitet am kommenden Donnerstag in Moskau das WM-Eröffnungsspiel gegen Gastgeber Russland. Gegen Deutschland gab es bislang zwei Partien. Beide konnte das DFB-Team gewinnen: Bei der WM-Endrunde 2002 in Japan und Südkorea gab es in Sapporo ein 8:0 mit drei Treffern von Miroslav Klose. Und 1998 siegte das DFB-Team im ersten Vergleich im König Fahd Stadion von Riad 3:0.

Die Weltmeister Thomas Müller vom FC Bayern und Mesut Özil vom FC Arsenal sind mit jeweils 90 Länderspielen die erfahrensten Akteure im deutschen WM-Kader. Dahinter folgen Toni Kroos von Real Madrid mit 82 Einsätzen und Bayern-Torwart Manuel Neuer (75). Sami Khedira (Juventus Turin) und Mario Gomez (VfB Stuttgart) könnten in Leverkusen jeweils ihr 75. Länderspiel bestreiten.

Thomas Müller ist mit 38 Treffern auch der erfolgreichste Schütze im deutschen 23-Mann-Aufgebot für Russland. Auf Platz zwei folgt Mario Gomez mit 31 Treffern. Eine zweistellige Torquote können außerdem Mesut Özil (23) und Toni Kroos (12) vorweisen.

+++ 07.06.2018: Schweini: "Deutschland hat Chance auf den Titel", Löw sei ein Weltklassetrainer +++

Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger hat Bundestrainer Joachim Löw gelobt und traut der deutschen Nationalmannschaft die erfolgreiche Titelverteidigung bei der WM in Russland zu. "Ich ziehe den Hut, wie er die verschiedenen Situationen bei den Turnieren immer wieder gemeistert hat, wie er vorangeht und der Mannschaft einen Spielstil verpasst, der ihr entspricht", sagte der 33-Jährige von Chicago Fire dem "Kicker" (Donnerstagausgabe) zu Löw. Der Bundestrainer sei "ein Weltklassetrainer, der vorangeht und ohne den die Erfolge nicht denkbar wären".

Zu den Erfolgsaussichten der DFB-Elf in Russland sagte Schweinsteiger, der mit Deutschland 2014 in Brasilien den Weltmeisterschafts-Pokal geholt hatte: "Deutschland kann den Titel verteidigen, da sehe ich schon eine Chance."

+++ 07.06.2018: Mesut Özil muss wegen Knie und Rücken im Test am Freitag aussetzen +++

Mesut Özil wird das letzte Testspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vor der WM gegen Saudi-Arabien verpassen. Zusätzlich zu den anhaltenden Rückenproblemen plagt sich der 29 Jahre alte Spielmacher des FC Arsenal mit einer leichten Knieprellung. Der Verzicht auf Özil sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, betonte der Verband am Donnerstag beim Abschlusstraining.

Der Spielmacher absolvierte bei der letzten Übungseinheit vor der Abreise aus dem Trainingslager in Südtirol nur das Aufwärmen mit den Teamkollegen. Im Anschluss arbeitete Özil individuell an seiner Fitness. Der Profi des FC Arsenal hat auch noch Rückenprobleme.

Die übrigen 22 WM-Akteure waren voll im Einsatz, darunter auch Jérôme Boateng. Für den Münchner Innenverteidiger kommt das letzte Länderspiel vor der Abreise nach Russland am kommenden Dienstag nach einer gerade auskurierten Oberschenkelverletzung aber noch zu früh.

Die Nationalmannschaft wird nach einem abschließenden Training am Donnerstag nach Leverkusen fliegen, wo am Freitag (19.30 Uhr/ARD) der letzte Test vor der Weltmeisterschaft in Russland stattfindet. Die deutsche Mannschaft startet am 17. Juni in Moskau gegen Mexiko ins WM-Turnier. Weitere Gruppengegner sind Schweden und Südkorea.

+++ 05.06.2018: Wirbel um Özil - Wer spielt gegen Saudi-Arabien? +++

Das Trainingslager in Südtirol geht in die Endphase. Der Bundestrainer richtet den Fokus ganz auf die WM und das Auftaktspiel. Boateng steigt ein - und Özil sorgt für Wirbel.

Mesut Özil nahm am drittletzten Trainingslagertag nicht am Teamtraining teil. Der Spielmacher absolvierte eine individuelle Einheit im Fitnesszelt, radelte zunächst und stemmte dann Gewichte. Am anschließenden Medientag wollte er zudem als einziger Spieler nicht teilnehmen. Laut DFB begründete das der Arsenal-Profi damit, zu dem umstrittenen Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan schon alles gesagt zu haben.

Im letzten Testspiel vor dem WM-Ernstfall gibt es nur noch zwei Fragezeichen. Reicht es für Boateng nach dessen Oberschenkelverletzung schon zum ersten Spiel? Und wer erkämpft sich das Startelf-Mandat auf dem linken Flügel, Favorit Julian Draxler oder der Dortmunder Marco Reus?

Der 24-jährige Draxler, der bei der WM 2014 noch Reservist war und von Löw nur einmal im Halbfinale gegen Brasilien eingewechselt wurde, hat sich zu einer festen Größe im DFB-Team entwickelt. Bei der EM 2016 schaffte er den Durchbruch, 43 Länderspiele stehen für den Offensivspieler von Paris Saint-Germain inzwischen zu Buche. "Ich werde versuchen, dem Trainer zu zeigen, dass ich eine große Hilfe für die Mannschaft sein kann", sagte Draxler im Trainingslager.

+++ 05.06.2018: Löw startet Feinschliff, Kroos und Boateng stoßen zum Team +++

Nach der Streichung von Leroy Sané, Bernd Leno, Nils Petersen und Jonathan Tah aus dem endgültigen Kader startet die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Trainingslager in Südtirol mit dem Feinschliff für die Weltmeisterschaft. "Jetzt geht es Richtung Russland und Mexiko", kündigte Joachim Löw in Eppan an. "Wir müssen in einigen Bereichen intensiv arbeiten", sagte der Bundestrainer.

Dieser Dienstag beginnt auf der Trainingsanlage mit der Aufstellung der 23 WM-Akteure zum offiziellen Mannschaftsfoto. Im Abschluss wird in der Sportzone Rungg trainiert. Dann soll auch der Münchner Innenverteidiger Jérôme Boateng erstmals nach seiner vor sechs Wochen im Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid erlittenen Muskelblessur ins Teamtraining einsteigen. "Die Verletzung ist völlig ausgeheilt", hatte Löw am Montag berichtet.

Auch der erst am Wochenende angereiste Champions-League-Sieger Toni Kroos wird in die Vorbereitung einsteigen. Nahziel ist das letzte Testspiel vor dem WM-Start am kommenden Freitag in Leverkusen gegen Saudi-Arabien. Nach inzwischen fünf Länderspielen ohne Sieg soll es vor der Abreise nach Russland (12. Juni) wieder ein Erfolgserlebnis für das deutsche Team geben. "Wir müssen uns steigern, definitiv", sagte Weltmeister Sami Khedira: "Die Trainingssteuerung wird so angelegt, dass wir Freitag spritziger sind."

Richtig ernst wird es aber erst am 17. Juni in Moskau. "Bis zum Spiel gegen Mexiko werden wir in einem sehr gutem Zustand sein", erklärte Löw. Weitere Gruppengegner sind Schweden und Südkorea.

+++ 04.06.2018: Angela Merkel spricht mit der Nationalelf über Russland +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei ihrem Besuch im WM-Vorbereitungscamp auch über das Gastgeberland Russland informiert. "Sie hat uns natürlich viel Glück gewünscht und uns einiges mit auf den Weg gegeben", berichtete Nationalspieler Sami Khedira von dem rund dreistündigen Treffen in Südtirol.

Neben einem gemeinsamen Abendessen stand am Sonntagabend im Teamhotel Weinegg auch eine Diskussionsrunde mit allen Spielern auf dem Programm. Als Russland-Kennerin habe Merkel "über Land und Leute erzählt" und auch einige Hintergrundinformationen weitergegeben, sagte Oliver Bierhoff. Der Teammanager verwies darauf, dass es für alle wichtig sei, sich vor dem Turnier vom 14. Juni bis 15. Juli mit der Situation im Land zu beschäftigen.

"Es ist eben auch ein Zeichen, dass wir in Russland über die vier Eckfahnen des Fußballplatzes hinausdenken. Das machen unsere Spieler", erklärte DFB-Präsident Reinhard Grindel. Merkel habe die Lage im WM-Gastgeberland aus ihrer Sicht geschildert. "Ich fühle mich bestätigt, dass wir auf Dialog setzen, dass wir die Fußballfans in Russland respektieren", ergänzte der Verbandschef und sprach von einem "offenen und sehr nützlichen Besuch" der Kanzlerin.

"Es ist schon über Jahre hinweg ein ganz besonderes Verhältnis", bemerkte Vizekapitän Khedira. "Es war wie immer ein sehr angenehmes Zusammenkommen." Merkel habe sich "unkompliziert, sehr menschlich, sehr ehrlich und auch sehr interessiert" gezeigt. Vor dem Teamhotel hatte die Bundeskanzlerin kurz auch zahlreiche Fans begrüßt.

+++ 01.06.2018:Petersen vor Länderspiel-Debüt - Löw: "Jeden Tag entwickelt" +++

Der Freiburger Nils Petersen soll in Klagenfurt sein Debüt in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft feiern. "Nils wird sicher auch zum Einsatz kommen", kündigte Joachim Löw für das WM-Testspiel am Samstag gegen Österreich an. Ob von Beginn an oder in der zweiten Halbzeit, sei noch nicht entschieden, berichtete der Bundestrainer nach dem Abschlusstraining am Freitag in Eppan.

Petersen war ohne Länderspielerfahrung überraschend in das vorläufige WM-Aufgebot berufen worden. "Er hat schon drei, vier Tage gebraucht, um sich daran zu gewöhnen", sagte Löw zu Petersens Anpassungsphase an das hohe Niveau im Weltmeister-Team. "Der Eindruck ist immer besser geworden", schloss der DFB-Chefcoach aber an.

Vor allem dank seiner Joker-Qualitäten hatte Petersen die Aufmerksamkeit des Bundestrainers geweckt. Im Trainingslager in Südtirol konnte der 29 Jahre alte Stürmer auch in den beiden Übungsspielen gegen die U20-Auswahl des DFB seine Fähigkeiten zeigen. Als "variabel, läuferisch gut, immer anspielbar und in der Defensive gut mitarbeitend", lobte ihn Löw. "Er weiß, was bei uns verlangt wird. Ich bin absolut zufrieden mit ihm."

Dennoch gehört Petersen zu den Spielern, denen die WM-Teilnahme noch versagt werden könnte. Am Montag will Löw mitteilen, welche vier Spieler aus dem noch 27-köpfigen Aufgebot gestrichen werden. "Das bedeutet für die einzelnen Spieler, die alles reingelegt haben, erst einmal eine wahnsinnige Enttäuschung", sagte der Bundestrainer.

+++ 01.06.2018:Merkel will Nationalteam bei Besuch Erfolg für WM wünschen +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt an diesem Sonntag ins Trainingslager der Fußball-Nationalmannschaft nach Südtirol. Bei dem Besuch will sie sich über die Vorbereitungen auf die WM in Russland informieren, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin sagte. Merkel will den Spielern auch persönlich viel Glück und Erfolg wünschen. Teammanager Oliver Bierhoff hatte bereits am Donnerstag gesagt, es werde sicherlich wieder "ein nettes Beisammensein". Besuche der Kanzlerin beim DFB-Team haben inzwischen Tradition. Ob Merkel auch ein Spiel bei der Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) besuchen wird, ist unbekannt.

+++ 01.06.2018: Löw: Finale Entscheidung zu Neuers WM-Einsatz erst am Sonntag +++

Manuel Neuer soll im WM-Testspiel gegen Österreich sein Comeback in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft geben. "Wenn alles okay ist, dann wird er morgen von Anfang an im Tor stehen", sagte Bundestrainer Joachim Löw am Freitag im Trainingslager in Eppan. Neuer hatte seit vergangenem September wegen der Folgen einer Fußverletzung pausiert. Die Partie gegen Österreich am Samstag in Klagenfurt ist der letzte deutsche WM-Test vor der Nominierung des endgültigen WM-Kaders am Montag. Für den Münchner Schlussmann wäre es das 75. Länderspiel. Eine finale Entscheidung über Neuers Nominierung solle erst am Sonntagabend fallen, sagte Löw.

Nicht mit nach Klagenfurt werden laut Löw die beiden Weltmeister Mats Hummels und Thomas Müller reisen. "Sie haben viele Spiele gemacht, bei denen weiß ich, was sie können. Da ist es auch mal gut, wenn sie den Kopf frei bekommen", sagte er. Ohnehin nicht beim Testspiel dabei sind Jérôme Boateng, der nach einer Oberschenkelverletzung noch im Aufbautraining ist, und Toni Kroos, der nach dem Champions-League-Sieg mit Real erst am Samstag zum Team stoßen soll.

Zwei Tage später muss Löw sein bislang 27-köpfiges Aufgebot um vier Spieler reduzieren und sein finales WM-Aufgebot dem Weltverband FIFA melden. Im Moment sei seine "Gefühlslage vor der Nominierung noch völlig entspannt", sagte Löw. Am Sonntag werde sich der Trainerstab «nochmal die Köpfe heiß reden» und "alle Dinge auswerten, die man auswerten kann". Am Montagvormittag werde er dann mit denjenigen Spielern sprechen, die gestrichen werden.

"Natürlich ist es dann kein gutes Gefühl. Im persönlichen Gespräch mit dem Spieler tut es auch mir manchmal weh. Es bricht eine kleine Welt für denjenigen zusammen, der dann nicht zum Turnier darf", erläuterte Löw. Es gebe "manchmal das ein oder andere Argument, manchmal ist es auch nur ein Bauchgefühl".

+++ 01.06.2018: Löw: Neuer gegen Österreich von Anfang an im Tor +++

Manuel Neuer soll im WM-Testspiel gegen Österreich sein Comeback in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft geben. "Wenn alles okay ist, dann wird er morgen von Anfang an im Tor stehen", sagte Bundestrainer Joachim Löw am Freitag im Trainingslager in Eppan. Neuer hatte seit vergangenem September wegen der Folgen einer Fußverletzung pausiert. Die Partie gegen Österreich am Samstag in Klagenfurt ist der letzte deutsche WM-Test vor der Nominierung des endgültigen WM-Kaders am Montag. Eine finale Entscheidung über Neuers Nominierung solle erst am Sonntagabend fallen, sagte Löw.

Es sei noch nicht klar, ob Neuer am Samstag die kompletten 90 Minuten bestreiten werde. Nicht mit nach Klagenfurt werden laut Löw die beiden Weltmeister Mats Hummels und Thomas Müller reisen.

Ohnehin nicht beim Testspiel dabei sind Jérôme Boateng, der nach einer Oberschenkelverletzung noch im Aufbautraining ist, und Toni Kroos, der nach dem Champions-League-Sieg mit Real Madrid erst am Samstag zum Team stoßen soll.

+++ 01.06.2018: Löw spricht lange mit ter Stegen - 25 Mann im Abschlusstraining +++

Mit 25 Spielern hat Bundestrainer Joachim Löw am Freitagvormittag in Südtirol das Abschlusstraining für das erste von noch zwei Testspielen vor der Fußball-Weltmeisterschaft bestritten. Auf dem Trainingsplatz in Eppan fehlten nur Jérôme Boateng und Toni Kroos. Beide werden auch am Samstag (18.00 Uhr) in Klagenfurt gegen Österreich nicht zum Einsatz kommen. Abwehrspieler Boateng befindet sich nach einer Oberschenkelverletzung im Aufbautraining. Kroos wird nach einem Sonderurlaub im Anschluss an den Champions-League-Sieg mit Real Madrid erst am Samstag nach Südtirol reisen.

Vor Beginn der Übungseinheit führte Löw auf dem Platz ein längeres Gespräch mit Torwart Marc-André ter Stegen. Der 26-Jährige vom FC Barcelona wird sich bei der WM wieder als Nummer 2 hinter Manuel Neuer einfügen müssen, sofern der Kapitän bei seinem in Klagenfurt geplanten DFB-Comeback die hundertprozentige WM-Fitness nachweisen kann. Löw hatte bereits öffentlich verkündet, dass Neuer nur als Nummer 1 mit nach Russland fahren würde.

Während des rund siebenminütigen Gesprächs hatten die anderen drei Schlussmänner inklusive Neuer ihr Aufwärmprogramm schon begonnen. Löw gab ter Stegen am Ende des Vier-Augen-Gesprächs einen Klaps auf die Schulter. Beide gingen mit einem Handschlag auseinander.

+++ 01.06.2018: Letzte Sichtung vor Kader-Komplettierung! Fußball-Nationalteam bereitet sich auf Österreich vor +++

Die Spannung steigt: Das Testspiel gegen Österreich bleibt für Bundestrainer Joachim Löw die letzte Sichtungsmöglichkeit für den 23-Mann-Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft. "Es wird eine schwierige Entscheidung für die Trainer werden", sagte Manager Oliver Bierhoff zur bevorstehenden Streichung von vier Akteuren aus dem noch vorläufigen Aufgebot für das WM-Turnier. Am Montag muss der DFB dem Weltverband FIFA die endgültigen 23 WM-Spieler melden.

Bundestrainer Joachim Löw wird nach einer Trainingseinheit am Vormittag (11.00 Uhr) in Südtirol erläutern, wie er das erste von zwei verbleibenden Testspielen vor dem WM-Start angehen will. Klar ist: Für Kapitän Manuel Neuer wird die Partie am Samstag (18.00 Uhr/ZDF) in Klagenfurt zur alles entscheidenden Prüfung. Acht Monate nach seinem dritten Mittelfußbruch wird der 32 Jahre alte Schlussmann des FC Bayern München bei seinem Wettkampf-Comeback beweisen müssen, dass er tatsächlich als Nummer 1 mit nach Russland fahren kann. Teammanager Bierhoff ist nach den bisherigen Trainingseindrücken in Eppan davon überzeugt: "Manuel ist in der Spur."

Löws Assistent Thomas Schneider hatte bereits angekündigt, dass gegen die nicht für die WM-Endrunde vom 14. Juni bis 15. Juli in Russland qualifizierten Österreicher noch einmal möglichst viele Spieler zum Einsatz kommen sollen. Der Freiburger Angreifer Nils Petersen könnte im etwas mehr als 30.000 Zuschauer fassenden Wörthersee-Stadion sein Länderspieldebüt feiern. "Ich hoffe, dass ich noch länger Teil dieser Mannschaft bleiben darf", sagte der 29 Jahre alte Profi mit Blick auf die anschließende Kaderreduzierung von 27 auf 23 Spieler.

+++ 31.05.2018: DFB-Panne! Ist das ein Hinweis auf Jogi Löws finalen Kader? +++

Eine Reporterfrage zu einem Poster mit 23 deutschen WM-Spielern hat bei der Pressekonferenz im Trainingslager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft kurzzeitig für Verwirrung gesorgt. Die Auswahl der Akteure wurde von jungen Redakteuren einer Schülerzeitung getroffen, was nicht sofort klar war. In dem auf der DFB-Homepage zu sehenden Poster werden die Spieler in Gebärdenschrift vorgestellt. Aus dem vorläufigen 27-Mann-Kader fehlen dabei Torhüter Kevin Trapp, Abwehrmann Jonathan Tah, Mittelfeldspieler Sebastian Rudy und Stürmer Nils Petersen.

Der fiktive 23-Mann-Kader war allerdings schon vor längerer Zeit erstellt worden. "Es ist kein Hinweis auf die finale Nominierung", sagte Teammanager Oliver Bierhoff, der am Donnerstag in Eppan auf die Namensliste angesprochen wurde. Im ersten Moment reagierte der überraschte Manager heftig: "Das muss eine Panne sein. Das macht mich richtig sauer." Der DFB konnte die Verwirrung jedoch schnell auflösen. Es handelt sich um eine Kaderauswahl der Schüler.

Das Plakat mit den 23 Spielern hat die "Mühlezeitung", eine Schülerzeitung der Schule Haslachmühle im baden-württembergischen Horgenzell, in Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch, dem Deutschen Fußball-Bund und dem Dachverband Deutscher DEAF Fanclubs e.V. (DDDF) schon vor längerer Zeit entwickelt. So steht es auf der DFB-Seite. Das Poster solle dazu beitragen, "dass sich Fußballbegeisterte mit und ohne Behinderung gemeinsam über die WM verständigen können".

Bundestrainer Joachim Löw muss bis Montag (12.00 Uhr) noch vier Spieler aus seinem bisher 27-köpfigen Kader für die Fußball-WM in Russland streichen. Trapp, Tah, Rudy und Petersen gehören zu den Kandidaten, die kein persönliches WM-Ticket bekommen könnten. An diesem Samstag bestreitet die Nationalmannschaft aber noch ein Länderspiel in Klagenfurt gegen Österreich. Die Eindrücke dieses Tests sollen auch noch in die finale Kaderauslese einfließen.

+++ 31.05.2018: Bierhoff bestätigt: Merkel will DFB-Team am Sonntag besuchen +++

Im Trainingslager der Fußball-Nationalmannschaft herrscht bereits Vorfreude auf den angekündigten Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). "Sie möchte der Mannschaft 'Hallo' sagen", bestätigte Teammanager Oliver Bierhoff am Donnerstag in Südtirol. "Meine Informationen sind, dass sie vorhat, am Sonntag bei uns vorbeizuschauen", sagte Bierhoff in Eppan und bestätigte damit einen Bericht der Tageszeitung "Die Welt" (Donnerstag).

Die Kanzlerin wolle bei ihrem Besuch im DFB-Teamhotel keine große Inszenierung, erläuterte Bierhoff. "Es ist schön von ihr zu hören, wie sie die Situation der Mannschaft grundsätzlich beim Turnier sieht." Es werde sicherlich wieder "ein nettes Beisammensein".

Besuche der Kanzlerin bei der deutschen Nationalmannschaft haben Tradition. Ob Merkel auch ein Spiel bei der WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) besuchen wird, ist unbekannt. Merkel erlebte auch den Finaltriumph vor vier Jahren in Brasilien mit. Bundestrainer Joachim Löw hatte zuletzt in der «Bild»-Zeitung gesagt: "Ich persönlich würde mich sehr freuen, wenn Angela Merkel ein Spiel von uns in Russland besucht."

+++ 31.05.2018: Gomez wieder im Training - Boateng mit ersten Team-Übungen +++

Angreifer Mario Gomez ist ins Training der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Südtirol zurückgekehrt. Der 32 Jahre alte Stuttgarter stand nach muskulären Problemen am Donnerstag wieder auf dem Trainingsplatz. Jérôme Boateng absolvierte in der Sportzone Rungg erstmals nach seiner Oberschenkelverletzung Ende April wieder einen Teil des Teamtrainings. Nach einigen Passübungen mit den Mitspielern setzte der Münchner Innenverteidiger sein Aufbauprogramm fort. Im WM-Testspiel am Samstag in Klagenfurt gegen Österreich wird Boateng ebenso wie Toni Kroos aber noch fehlen. Champions-League-Sieger Kroos stößt erst nach dem Spiel zum Team.

+++ 31.05.2018: Weltmeister treffen Blindenfußballer - Kampf um persönliche Tickets +++

Mit einem Training und einem ganz speziellen Treffen setzt das Fußball-Nationalteam in Südtirol seine WM-Vorbereitung fort. Die Weltmeister Thomas Müller und Matthias Ginter treffen am Donnerstagmittag in der Sportzone Rungg zwei Spieler der deutschen Blindenfußball-Nationalmannschaft. Im Trainingscamp wird es auch eine kurze Demonstration des Spiels mit den blinden Akteuren geben. Für Müller und Co. ist es auch Abwechslung im harten Trainingsbetrieb.

Für einige Spieler, die noch um ihr persönliches Ticket zum WM-Turnier ab 14. Juni in Russland bangen müssen, beginnt der Endspurt um einen Platz im endgültigen WM-Kader. Nach dem Länderspiel am Samstag in Klagenfurt gegen Österreich muss Bundestrainer Joachim Löw drei Feldspieler und einen Torhüter nach Hause schicken. "Wir haben ein bisschen Angst vor der Entscheidung", sagte Löws Co-Trainer Thomas Schneider. Denn eigentlich könne man keinem Spieler in den Tagen von Südtirol etwas vorwerfen: "Alle hauen sich rein."

Am Freitag wolle die Sportliche Leitung dann darüber entscheiden, wer gegen die nicht für die WM qualifizierten Österreicher wie lange spielt, kündigte Schneider an. Die Spieler, die nun schon längere Zeit keinen Wettkampf hatten, werden höher belastet. Mario Gomez wird wegen muskulärer Probleme die Partie in Klagenfurt wohl verpassen. Jérôme Boateng, der sich noch im Aufbautraining befindet, sowie Toni Kroos fehlen definitiv. Der Champions-League-Sieger von Real Madrid stößt erst am Spieltag zum vorläufigen deutschen WM-Kader.

+++ 30.05.2018: "Welt": Kanzlerin Merkel reist am Sonntag zur Nationalmannschaft +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird die Fußball-Nationalmannschaft am Sonntag im Trainingslager in Südtirol besuchen. Das berichtete die Tageszeitung "Die Welt" (Donnerstagausgabe). Die Bundesregierung und der Deutsche Fußball-Bund wollten sich am Mittwochabend nicht dazu äußern.

Ob die Kanzlerin die Mannschaft auch bei einem Spiel während der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) besuchen werde, stehe laut dem Bericht noch nicht fest. Merkel hat die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw bei den Weltmeisterschaften in Südafrika 2010 und in Brasilien 2014 besucht. Löw hatte in einem Interview der "Bild"-Zeitung am vergangenen Freitag gesagt: "Ich persönlich würde mich sehr freuen, wenn Angela Merkel ein Spiel von uns in Russland besucht", sagte Löw.

Zu Südtirol hat die Regierungschefin eine enge Bindung, sie verbringt regelmäßig ihren Sommerurlaub in der Region. Am Tag vor dem Besuch der Kanzlerin trifft die deutsche Nationalmannschaft im vorletzten WM-Test in Klagenfurt auf Österreich.

+++ 30.05.2018: Klare Trainer-Ansage an Özil - Gegen Österreich wohl ohne Gomez +++

Der Trainerstab um Joachim Löw ist mit den bisherigen Trainingsleistungen von Fußball-Weltmeister Mesut Özil in Südtirol nicht zufrieden. "Wir erwarten, dass er sich selbst fordert in den Einheiten, um Substanz aufzubauen", sagte Löws Assistent Thomas Schneider am Mittwoch in Eppan. Der 29 Jahre alte Özil gilt im DFB-Team als Fixkraft für die Weltmeisterschaft in Russland. Der Spielmacher des FC Arsenal hat aber auch weiter mit Rückenproblemen zu kämpfen. "Mesut ist immer wieder in Behandlung", berichtete Schneider. Er sei aber im Training dennoch "voll belastbar".

Auf Mario Gomez trifft das aktuell nicht zu. Der 32 Jahre alte Angreifer des VfB Stuttgart muss wegen muskulärer Probleme mit dem Teamtraining aussetzen. Gomez droht damit auch für das Testspiel an diesem Samstag in Klagenfurt gegen Österreich auszufallen. Verpassen werden das erste von zwei Länderspielen vor der WM definitiv Jérôme Boateng, der sich noch im Aufbautraining befindet, sowie Toni Kroos. Der Champions-League-Sieger von Real Madrid stößt erst am Spieltag zum vorläufigen deutschen WM-Kader.

++++ 30.05.2018: Löws Assistent: Neuer noch "nicht mit Sicherheit" bei WM +++

Manuel Neuer hat seine Belastung im Trainingslager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft weiter gesteigert. Doch auch nach dem zweiten Übungsspiel gegen die U20-Auswahl des DFB in Südtirol will die Sportliche Leitung beim Kapitän "weiter von Tag zu Tag schauen", erklärte Co-Trainer Thomas Schneider am Mittwoch in Eppan. "Das kann man mit Sicherheit noch nicht sagen", antwortete der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw auf die konkrete Frage, ob damit Neuers WM-Teilnahme bereits feststehe.

Der Münchner Torhüter agierte im Test 70 Minuten als Keeper der Juniorenmannschaft, musste so die Schüsse seiner Nationalmannschaftskollegen abwehren. "Er hat auch einiges auf das Tor bekommen und er hat ein paar sehr gute Paraden dabei gehabt", berichtete Schneider. Das Übungsspiel, das die Nationalelf durch Treffer von Thomas Müller und Julian Draxler mit 2:0 gewann, fand wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Der 32 Jahre alte Bayern-Profi soll am Samstag in Klagenfurt gegen Österreich sein erstes Länderspiel seit Oktober 2016 bestreiten. Danach will Löw entscheiden, ob Neuer hundertprozentig fit ist und mit nach Russland geht. "Ich habe schwer in die Röhre geguckt, als Manuel nach seiner Verletzung sofort wieder durch die Bude geflogen ist. Seine Ausstrahlung ist einmalig. Er ist der Beste", erklärte Bayern-Kollege Niklas Süle. Auch der DFB-Trainerstab räumt Neuer eine Sonderstellung zu. "Wenn ein Torwart so unfassbar gut ist, möchte man ihm die Tür so lange wie möglich offen halten", sagte Schneider.

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Das ist der DFB-Kader in Russland

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