25.04.2018, 09.11 Uhr

Formel-1-Star Michael Schumacher: Ewiger Kampf! DARUM darf Ex-Kollege Barrichello nicht zu Schumi

Ex-Kollege Rubens Barrichello erhebt schwere Vorwürfe gegen Ferrari und Michael Schumacher.

Ex-Kollege Rubens Barrichello erhebt schwere Vorwürfe gegen Ferrari und Michael Schumacher. Bild: Jens Büttner/dpa

In der Königsklasse des Motorsports wird sich auch unter Kollegen nichts geschenkt. In einem Interview mit dem brasilianischen TV-Sender "TV Globo" sprach Rubens Barrichello jetzt über seine Zeit bei Ferrari - und sparte dabei nicht mit Kritik an Michael Schumacher.

Rubens Barrichello wollte Schumi in Spielberg nicht den Sieg schenken

Der 12. Mai 2002 war ein denkwürdiger Tag für Motorsport-Fans: Damals gewann Michael Schumacher den Großen Preis von Österreich in Spielberg. Allerdings nur, weil er kurz vor dem Ziel von seinem Teamkollegen Rubens Barrichello vorbei gelassen wurde. Die Stallorder bei Ferrari sorgte schon damals für Aufruhr und selbst Barrichello sitzt der Vorfall nach fast 16 Jahren immer noch in den Knochen.

Barrichello beschwert sich über Stallorder bei Ferrari

"Ich fuhr in die letzte Kurve und hatte entschieden, den Platz nicht aufzugeben. Aber dann dachte ich: 'Ich liebe das, was ich mache. Was ist, wenn sie mich feuern?'. Und sie haben mir gesagt, ich solle mir das zweimal überlegen", so Barrichello laut "Focus" im Interview mit dem TV-Sender "TV Globo. "An jenem Tag bin ich nach der Siegerehrung nicht zur Pressekonferenz gegangen, denn mir war schlecht. Ich habe an diesem Tag viel gekotzt - vor Wut", so der Ferrari-Pilot weiter. Und auch mit Schumacher soll es regelmäßig zu Reibereien gekommen sein.

Die zwei Gesichter von Michael Schumacher

Zu seinem ehemaligen Ferrari-Kollegen hatte Barrichello damals ein gespaltenes Verhältnis: "Er war großartig mit einem Glas Wein in der Hand, ein richtiger Partner", so Barrichello über Schumacher. "Aber auf der Strecke und in den Meetings, da gab es Momente, in denen ich nicht glauben konnte, dass er das gerade wirklich gesagt hat." Und auch nach ihrer Zeit bei Ferrari gerieten die beiden Piloten aneinander, etwa beim Ungarn-Grand-Prix 2010, als Schumacher (jetzt bei Mercedes) Williams-Fahrer Barichello gegen die Boxenmauer drückte.

Michael Schumacher aktuell: Barichello darf Schumi nicht besuchen

Dennoch sieht Barichello Schumacher heute im Rückblick als einen fairen Sportsmann. Doch der Kontakt zwischen den beiden Ex-Kollegen ist abgerissen. Im Interview mit "TV Globo" offenbarte Barichichello, dass er Schumi nach seinem schweren Skiunfall unbedingt besuchen wollte, allerdings vergeblich: "Bei meinem ersten Versuch, haben sie abgelehnt. Sie haben gesagt: 'Damit tust du ihm und dir selbst nichts Gutes.' Ich habe also keine Neuigkeiten von ihm, aber er ist in irgendeiner Form immer präsent."

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jat/news.de
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