20.01.2018, 08.12 Uhr

Handball EM 2018 Live-Stream: Deutsche Handballer starten mit Zitter-Sieg in EM-Hauptrunde

DHB-Kapitän Uwe Gensheimer verlangt vollen Einsatz gegen Tschechien.

DHB-Kapitän Uwe Gensheimer verlangt vollen Einsatz gegen Tschechien. Bild: dpa

Die deutschen Handballer sind trotz erneut schwacher Leistung erfolgreich in die Hauptrunde der EM in Kroatien gestartet und haben weiter alle Chancen auf den angepeilten Halbfinal-Einzug. Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop setzte sich am Freitagabend in Varazdin glücklich mit 22:19 (9:10) gegen Außenseiter Tschechien durch. Beste Spieler einer im Angriff lange desolaten DHB-Auswahl waren vor rund 3000 Zuschauern die Torhüter Silvio Heinevetter und Andreas Wolff sowie Spielmacher Steffen Fäth, der acht Treffer erzielte.

Mit zwei weiteren Siegen in den abschließenden Hauptrunden-Spielen gegen Olympiasieger Dänemark am Sonntag (18.15 Uhr/ARD) und Vize-Europameister Spanien am Mittwoch (20.30 Uhr/ZDF) stünde der Titelverteidiger sicher im Halbfinale.

Handball-EM 2018 live aus Kroatien im TV bei ARD und ZDF

Sie haben nicht die Möglichkeit, direkt vor Ort nach Zagreb zu reisen, um die Handball-EM der Männer vom 12. bis zum 28. Januar zu erleben? Kein Problem! Denn Sie können die Spiele auch von zu Hause aus live im Fernsehen bei ARD und ZDF sehen. Allerdings überträgt das öffentlich-rechtliche Fernsehen leider nicht alle Handballpartien aus Kroatien. Zu sehen sind lediglich die Deutschland-Spiele. Am Montag, den 15.01.2017 überträgt die ARD die Partie Deutschland gegen Slowenien ab 18 Uhr. Am Mittwoch wird die Partie Deutschland gegen Mazedonien ebenfalls ab 18 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Anpfiff ist jeweils nach den Vorberichterstattungen um 18.15 Uhr.

Handball-EM 2018 im Live-Stream via ARD-Mediathek und Deutschlandsport.tv

Natürlich können Sie die Deutschland-Spiele auch online als Live-Stream in der ARD-Mediathek verfolgen. Auch wenn keine TV-Übertragung der anderen Begegnungen geplant ist, müssen Sie darauf nicht ganz verzichten. Sportdeutschland.tv sendet Live-Übertragungen aller Spiele (ausgenommen die, die auf ARD und ZDF gesendet wurden). Zudem gibt es täglich um 18.15 Uhr Live-Konferenzen mit Kommentator Gari Paubandt. Sportdeutschland.tv ist zudem über ProSiebenSat.1-TV via HBB-TV zu empfangen.

Spielplan Handball-EM 2018 inklusive TV und Live-Stream (ARD/ZDF)

Datum Spiel TV/Live-Stream
Montag 15.01.2018, 18:15 Uhr Slowenien - Deutschland ARD und ARD-Live-Stream
Mittwoch 17.01.2018, 18:15 Uhr Deutschland - Mazedonien ARD und ARD-Live-Stream
Donnerstag, 18.01.2018 3. Gruppe A - 2. Gruppe B Sportdeutschland.tv
Donnerstag, 18.01.2018 2. Gruppe A - 3. Gruppe A Sportdeutschland.tv
Freitag, 19.01.2018 3. Gruppe C - 2. Gruppe D Sportdeutschland.tv
Freitag, 19.01.2018 2. Gruppe C - 3. Gruppe D Sportdeutschland.tv
Samstag, 20.01.2018 1. Gruppe A - 1. Gruppe B Sportdeutschland.tv
Sonntag, 21.01.2018 1. Gruppe C - 1. Gruppe D Sportdeutschland.tv

DHB-Auswahl nach Sieg gegen Tschechien weiter im EM-Medaillenrennen

Aufatmen statt Absturz: Dank ihrer überragenden Torhüter Silvio Heinevetter und Andreas Wolff haben Deutschlands Handballer zum Auftakt der EM-Hauptrunde den erhofften Sieg gefeiert und ihre Gold-Chancen gewahrt. Der Titelverteidiger gewann am Freitagabend gegen Tschechien trotz einer über weite Strecken schwachen Offensiv-Vorstellung mit 22:19 (9:10) und bleibt mit 4:2 Punkten im Medaillenrennen. Mit einem weiteren Erfolg am Sonntag gegen Olympiasieger Dänemark würde das Team von Bundestrainer Christian Prokop einen großen Schritt in Richtung Halbfinale machen.

Vor rund 3000 Zuschauern in Varadzin war Steffen Fäth mit acht Toren bester Werfer beim Europameister. Wie schon in der durchwachsenen Vorrunde, in der die Prokop-Schützlinge ohne das nötige Selbstvertrauen agiert hatten, präsentierte sich die DHB-Auswahl gegen das bisherige Überraschungsteam des Turniers jedoch lange weit unter ihren Möglichkeiten.

Dabei reagierte Prokop auf die viel kritisierte Leistung im letzten Vorrundenspiel gegen Mazedonien (25:25) und veränderte seine Startformation auf drei Positionen. Im Tor begann erstmals Heinevetter, der von der ersten Sekunde an voll drin war in der Partie und der Abwehr mit einer starken Leistung Sicherheit gab. Im rechten Rückraum startete Kai Häfner, der gleich das erste deutsche Tor erzielte, und auf Rechtsaußen Patrick Groetzki.

Der deutschen Mannschaft war zwar der Wille anzumerken, das Ruder herumzureißen. Doch im Angriff agierte das Team erneut erschreckend schwach. Immer wieder spielten beim Abschluss die Nerven nicht mit. Uwe Gensheimer und Patrick Groetzki ließen beste Konterchancen ungenutzt, Julius Kühn agierte im Rückraum völlig verunsichert und setzte alle Würfe neben das Tor.

Da auch Häfner und Philipp Weber nicht aus der Distanz trafen, versäumte es die DHB-Auswahl, ihre erste Zwei-Tore-Führung (7:5/15.) auszubauen. Stattdessen zogen die Tschechen, die in der Vorrunde schon Olympiasieger Dänemark düpiert hatten, mit einem 3:0-Lauf wieder vorbei.

Einziger Lichtblick in der Offensive war Fäth, der aber weitgehend auf sich allein gestellt war. Fünf Minuten vor der Halbzeit brachte Prokop daher Steffen Weinhold. Doch auch der beste DHB-Schütze aus dem Mazedonien-Spiel konnte nicht verhindern, dass der Titelverteidiger mit einem Pausenrückstand in die Kabine ging. "Außer Fäth kommen wir mit zu wenig Schwung auf die gegnerische Abwehr", stellte Gensheimer in der Pause im ZDF fest. "Es ist viel zu leicht für die Tschechen, unseren Angriff zu unterbinden."

Auch nach dem Wechsel wurde es nicht viel besser, denn immer wieder wurden vorne leichte Bälle verworfen. Einzig der überragende Heinevetter hielt das DHB-Team im Spiel. Selbst als in der 42. Minute erstmals wieder eine Führung gelang, gab dies keine Sicherheit. So blieb es spannend bis zur Schlussphase, in der die deutsche Mannschaft das bessere Ende für sich hatte. Vor allem eine Sechs-Tore-Serie von 16:18 auf 22:18 und Torhüter Wolff retteten den wichtigen Sieg.

Tschechien, Dänemark, Spanien: Deutsche Gegner in EM-Hauptrunde

"Jetzt sind wir zum Siegen verdammt": So bezeichnete DHB-Vize Hanning die Ausgangslage vor Beginn der Hauptrunde der Handball-EM. Dort trifft der Europameister nun auf schwere Gegner.

TSCHECHIEN: Die Tschechen schafften es überraschend souverän in die nächste Runde. Eine heftige 15:32-Niederlage im ersten Spiel gegen Spanien weckte das vom Trainer-Duo Jan Filip und Daniel Kubes gecoachte Team auf. Es folgte ein Ausrufezeichen gegen Olympiasieger Dänemark (28:27) und ein weiterer Erfolg gegen die enttäuschenden Ungarn (33:27). Bisher überragender Akteur der Tschechen ist Ondrej Zdrahala, der gegen Ungarn 14 Treffer erzielte und bis 2016 noch beim Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen gespielt hatte.

DÄNEMARK: Der nächste Gegner nach den Tschechen ist am Sonntag Dänemark - der Olympiasieger. Die Dänen zählen auch in Kroatien zu einem der Topfavoriten auf den Titel, überzeugend agierten sie in der Vorrunde aber nicht immer. Wozu die Mannschaft um ihren Superstar Mikkel Hansen jedoch fähig ist, demonstrierte sie beim überzeugenden 25:22 zum Abschluss gegen Spanien. Umso überraschender war zuvor jedoch die Pleite gegen die Tschechen.

SPANIEN: Zum Abschluss der Hauptrunde kommt es am nächsten Mittwoch zur Neuauflage des EM-Finales von 2016. Dass die Spanier bei großen Turnieren schlagbar sind, hatte die DHB-Auswahl bereits beim sensationellen Titelgewinn in Polen bewiesen - damals wurden die Iberer klar mit 24:17 bezwungen. In Kroatien spielte die Mannschaft um die Stars Alex Dujshebaev, Raul Entrerrios oder Valero Rivera in den ersten zwei Spielen stark auf, unterlag dann aber den starken Dänen. Für die DHB-Auswahl ist auch dieser Gegner schlagbar - dafür muss Prokops Team aber - wie in jedem Hauptrunden-Spiel - an seine Leistungsgrenze kommen.

MODUS: Der ist einfach erklärt. Alle sechs Mannschaften nehmen ihre Punkte und Minuspunkte aus der Vorrunde aus den Spielen gegen die ebenfalls für die Hauptrunde qualifizierten Gegner mit. Die jeweils zwei besten Mannschaften der Hauptrundengruppen ziehen ins Halbfinale ein.

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mag/kns/news.de/dpa
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