11.01.2018, 15.08 Uhr

Michael Schumacher: Andenken zerstört! Keine Hoffnung mehr für Schumi-Kartbahn

Formel-1-Legende Michael Schumacher machte seine ersten Gehversuche im Motorsport auf der Kartbahn seines Vaters in Kerpen.

Formel-1-Legende Michael Schumacher machte seine ersten Gehversuche im Motorsport auf der Kartbahn seines Vaters in Kerpen. Bild: Diego Azubel / EPA FILES / picture alliance / dpa

In der Formel 1 gilt Michael Schumacher auch nach dem Ende seiner aktiven Karriere vor knapp sechs Jahren als unangefochtene Legende. Doch selbst ein siebenfacher Weltmeister in der Königsklasse wie Michael Schumacher hat mal klein angefangen. Bei Schumi, wie der 49-Jährige liebevoll von seinen Fans genannt wird, war es eine unspektakuläre Kartbahn in Kerpen, die Schumi als Dreikäsehoch seine ersten Gehversuche im Motorsport ermöglichte.

Michael Schumachers Karriere begann auf der Kartbahn Erftlandring in Kerpen

Erftlandring heißt der 1,107 Kilometer lange Parcours, der seit seiner Eröffnung im Frühjahr 1980 so manchem späteren Motorsportstar als Übungsplatz diente. Nicht nur Michael Schumacher, auch Formel-1-Idole wie Ayrton Senna, Mika Häkkinen oder Heinz-Harald Frentzen drehten hier bereits ihre Runden. Doch Michael Schumacher ist seit jeher besonders eng mit der Kartbahn verbunden - dem 49-Jährigen gehört die Rennstrecke zu zwei Dritteln, ein weiteres Drittel befindet sich im Besitz des Vereins "Rennsportfreunde Wolfgang Graf Berghe von Trips e.V." und des "Kart-Klub Kerpen-Manheim".

Schock für Schumi-Fans! Kerpener Kartbahn wird abgerissen

Bis heute ist die legendäre Schumi-Kartbahn in Kerpen eine Pilgerstätte für Fans des Formel-1-Rekordmeisters, rund 550 Vereinsmitglieder schätzen den Parcours als Rennstrecke mit einzigartiger Tradition. Doch eben diese Tradition, die Michael Schumacher maßgeblich prägte, steht nun vor ihrem Aus. Wie der Kölner "Express" berichtet, soll die legendäre Kartbahn abgerissen werden!

Schumi-Erbe in Kerpen stirbt - Braunkohle ist schuld

Der Grund für die Pläne, den Erftlandring dem Erdboden gleichzumachen, liegen genau dort - im Erdboden. Die Kerpener Kartbahn muss nämlich dem Tagebau weichen, da Braunkohle unter der Rennstrecke abgebaggert werden soll. Selbst der Termin für den Abriss der Schumi-Kartbahn steht bereits fest und wurde für 2020 anberaumt - in zwei Jahren ist also Schluss mit dem Schumi-Erbe.

Das Erbe von Michael Schumacher hätte gerettet werden können

Dabei wäre das Aus für die eng mit Michael Schumacher und seiner Familie verbundenen Rennstrecke leicht zu verhindern gewesen. Der "Express" zitiert Gerhard Noack, den Präsidenten des Kartklubs, mit folgenden Worten: "Da wir im Randgebiet liegen, müsste RWE nur auf 20 Hektar Abbaugebiet verzichten, und die Kartbahn könnte bleiben." Doch offenbar konnten sich der Energieversorger und die Rennsport-Enthusiasten nicht auf einen Kompromiss einigen. Das bestätigte Ralf Schumacher, seines Zeichens jüngerer Bruder von Michael Schumacher und Vater son David Schumacher (16), der sich ebenfalls im Rennsport versucht. Nach dem Abriss der Schumi-Kartbahn sei kein Neubau geplant, so "Schumi II" zum "Express". Damit sei auch das Ende des Kartklubs besiegelt, denn ohne Rennstrecke werde dem Verein die Grundlage zum Trainieren entzogen.

Ralf Schumacher entsetzt über Ende von Kartbahn in Kerpen

"Es gibt keine neue Kartbahn", so das bittere Resümee von Ralf Schumacher. Seine Enttäuschung über das Aus der ehrwürdigen Sportstätte kann der Schumi-Bruder nicht verbergen: "Es ist eine Schande. Hier sterben Tradition und erfolgreiche Jugendförderung gleichzeitig", so Ralf Schumacher im "Express". Bislang ist lediglich durchgesickert, dass der Kartclub seine Anteile an der Rennbahn an RWE veräußern wolle, unklar ist jedoch, ob die Familie von Michael Schumacher dies ebenfalls tun wird. Sabine Kehm, Managerin von Michael Schumacher, ließ lediglich verlauten, "Die Familie Schumacher ist über die Entwicklungen auf dem Laufenden".

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loc/kad/news.de
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