18.04.2018, 13.07 Uhr

eSports-News im Ticker: Zukunft des eSport muss schnell entschieden werden

eSports wird auch in Deutschland finanziell immer lukrativer.

eSports wird auch in Deutschland finanziell immer lukrativer. Bild: dpa

Lange wurde eSport belächelt. Die Fußball-Bundesliga könnte nun das Image der virtuellen Duelle ändern: Mit eigenen Teams wollen die Vereine neue Fans gewinnen - und zusätzliche Geldquellen erschließen. Doch auch Unternehmen spielen mit Gedanken, sich in den elektronischen Sport einzubringen.

+++ 18.04.2018: eSports muss ausgebaut werden +++

Die Deutsche Fußball Liga will die Diskussion um E-Sport beschleunigen. Nach dpa-Informationen hat DFL-Geschäftsführer Christian Seifert auf der vergangenen Mitgliederversammlung angekündigt, Vertreter der 36 Bundesligisten einzuladen, um eine Bestandsaufnahme zu machen und über ein weiteres gemeinsames Vorgehen im E-Sport zu beraten. Das Treffen soll voraussichtlich bereits in der Sommerpause stattfinden.

E-Sport ist bereits ein großes Thema für die Profivereine. An der vergangenen Ausgabe der virtuellen Fußball-Bundesliga hatten rund 150 000 Spieler teilgenommen. Das Finale um die deutsche Meisterschaft im Spiel FIFA 18 war über Ostern im Deutschen Fußball-Museum in Dortmund ausgetragen worden. Inzwischen hat die Mehrzahl der 36 Erst- und Zweitligisten auch E-Sport-Abteilungen.

+++ 17.04.2018: E-Sport gehört ins Olympia-Programm +++

Der DOSB prüft, ob der neue E-Sport-Bund Deutschland ein Kandidat für die Aufnahme in den Dachverband werden könnte. Der Präsident des neuen E-Sport-Bundes Deutschland hält seinen Sport für Olympische Spiele geeignet. "Vom sportlichen Grundgeist gehört E-Sport in das olympische Programm, definitiv", sagte Hans Jagnow im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Dem traditionellen Sport täte nach seiner Ansicht E-Sport gut: "Es ist sehr wichtig, sich ein junges, modernes Profil zu geben."

+++ 04.04.2018: Sport 1 und ESL setzen Kooperation fort - Turniere im Free-TV +++

TV-Sender Sport 1 und ESL setzen ihre eSports-Kooperation fort. So wird dies ESL-Frühlingsmeisterschaft am Samstag, 07.04.2018, im Free-TV, kostenlosen Live-Stream auf sport1.de sowie via Facebook und YouTube übertragen. Sport 1 überträgt den kompletten Finaltag mit den Entscheidungen in LoL, EA Sports Fifa 18 online. Ab 9.45 Uhr beginnen die League-of-Legends-Finals, 20.30 Uhr die Übertragung im Free-TV (Fifa).

+++ 04.03.2018: DFB-Boss Grindel sieht E-Sport skeptisch - "Größte Konkurrenz" +++

FB-Präsident Reinhard Grindel hat sich sehr skeptisch zum steigenden Interesse an E-Sport geäußert. "Die größte Konkurrenz, ob Kinder in unsere Vereine kommen, kommt nicht von anderen Sportarten wie Handball oder Basketball. Sondern vom Befassen mit digitalen Endgeräten", sagte Grindel in der Talkrunde Weserstrand des "Weser-Kurier".

Grindel bezeichnete die Tendenz, dass sich immer mehr Jugendliche mit E-Sport befassen würden, als eine absolute Verarmung, wie der "Weser-Kurier" berichtete. Er halte es deshalb für falsch, E-Sport für gemeinnützig zu erklären. Der Fußball sei nicht dazu da, der Unterhaltungsindustrie Steuervorteile zu verschaffen, sagte der DFB-Boss.

+++ 04.02.2018: Computerspiele bei Olympia? Union und SPD wollen E-Sport fördern +++

Union und SPD wollen in der nächsten Legislaturperiode das Thema E-Sport aufwerten. Darauf verständigten sich die Unterhändler der Arbeitsgruppe "Digitales" am Sonntag in Berlin. "Wir wollen dem Thema E-Sport einen größeren Bekanntheitsgrad geben", sagte CSU-Unterhändlerin Dorothee Bär bei der Vorstellung der Ergebnisse. Deshalb soll das wettbewerbsmäßige Computerspielen im Vereins- und Verbandsrecht anerkannt und dem E-Sport eine "olympische Perspektive" aufgezeigt werden.

Union und SPD wollten dafür sorgen, dass Computerspiele "endlich den Stellenwert bekommen, den sie längst haben sollten". Deutschland soll zudem als Entwicklungsstandort für Computerspiele gestärkt werden.

+++ 31.01.2018: Fußball-Bundesligist 1. FC Köln steigt in den eSport ein +++

Der Fußball-Bundesligist 1. FC Köln steigt in den elektronischen Sport (eSport) ein. Nach Vereinsangaben vom Mittwoch kooperiert der Tabellenletzte dabei mit dem Partner SK Gaming. Die Kölner versprechen sich durch das Projekt auch neue Möglichkeiten der Internationalisierung. eSport begeistere Millionen Menschen weltweit, sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. "Er wird mit rasanter Geschwindigkeit professionalisiert", bemerkte Wehrle. In der virtuellen Fußball-Bundesliga wird der Verein mit zwei Profi-E-Gamern antreten.

+++ 29.01.2018: FIFA-18-Turnier endet mit Skandal +++

Der "FUT Champions Cup" in Barcelona endete nach drei Tagen Chaos in einem handfesten Skandal. Das Finale musste anstelle auf der PS4 auf der Xbox beendet werden, da die Konsolen den Geist aufgaben. Der Veranstalter war indes nicht in der Lage, passende Adapter zu organisieren, so dass auch der Konsolenwechsel zum Dilemma wird. Im Normalfall sollte das große Finale zwischen dem FIFA-18-Sieger an der PS4 und dem an der Xbox ausgetragen werden. An jeder Konsole sollte ein Spiel stattfinden. Durch die technischen Probleme war der Xbox-Sieger "DhTekKz" im Vorteil und kassierte den Sieg gegen "nicolas99fc" und das Preisgeld von 17.600 Euro ohne große Anstrengung.

+++ 29.01.2018: 15.000 Gamer zocken bei Dreamhack in Leipzig +++

In Leipzig trafen sich am Wochenende knapp 15.000 Videospielbegeisterte bei der Dreamhack, um gemeinsam ihrem Hobby zu frönen. Die Dreamhack zählt zu den größten Veranstaltungen der Szene. Sie findet regelmäßig an anderen Orten der Welt wie zum Beispiel Leipzig, London und Stockholm statt. Gezockt wurden Spiele wie "Counter-Strike", "Call of Duty" und "Rocket League".

+++ 20.12.2017: Bundesligist Hertha BSC Berlin gründet eigene eSports-Akademie +++

Fußball-Bundesligist Hertha BSC gründet als erster Bundesligits eine eigene eSports-Akademie und besondere FIFA-Talente zu fördern. Über Qualifikationsturniere können sich die FIFA-Gamer für die Akademie empfehlen. Dort erhalten sie von einem der bbesten deutschen eSportler Matthias 'STYLO' Hietsch eine umfassende Ausbildung.

+++ 27.11.2017: Formel-1-Star Fernando Alonso gründet eigenes eSport-Team +++

Zusammen mit Logitech und G2 eSports will Fernando Alonso als erster Formel-1-Fahrer ein E-Sport-Team zusammenstellen. Das zumindest berichtete "prosiebengames.de". Damit würde er es dem FC Schalke 04 und dem VfL Wolfsburg gleichtun, die bereits eSportler unter Vertrag haben. Er wäre jedoch der erste Rennfahrer. Helfen sollen ihm dabei der Schweizer Computerzubehörhersteller Logitech und der E-Sportler Carlos "ocelote" Rodríguez Santiago, der 2014 die E-Sport-Organisation G2 Esports gründete. Die Mannschaft soll FA Racing G2 Logitech G heißen.

+++ 10.11.2017: Dennis "INTERNETHULK" Hawelka ist tot +++

Wie die eSports-Mannschaft "Team Liquid" via Twitter mitteilte, ist ihr langjähriger Trainer Dennis "INTERNETHULK" Hawelka im Alter von 30 Jahren gestorben. Hawelka galt als deutsche eSports-Legende und trainierte unter anderem die "League of Legends" und die "Overwatch"-Mannschaften von "Team Liquid".

+++ 03.11.2017: League of Legends - Spannendes Match im Worlds-Finale 2017 +++

Faker gegen Crown war 2016 das spannendste "League of Legends"-Duell. Morgen kommt es im Worlds-Finale 2017 zu einem Rematch. Faker krönte sich bereits in seinem ersten Profijahr im Team SK Telecom T1 zum Weltmeister und dominierte die Szene jahrelang. Crown hingegen war anfangs erfolglos und musste immer wieder Rückschläge hinnehmen. Erst mit der Zeit entwickelte er sich zu einem der weltbesten Gamer. Jetzt stehen sich beide erneut im "League of Legends" Worlds-Finale 2017 gegenüber und werden sich einen unerbitten Kampf an den Screens liefern.

+++ 31.10.2017: Grünen-Politiker Andresen will eSport im Norden fördern

Schleswig-Holsteins Grünen-Landtagsabgeordneter Rasmus Andresen hat eine Förderung des E-Sport im Norden gefordert. "Schleswig-Holstein sollte E-Sport-Vereine unterstützen, Trainings- und Wettkampfstätten fördern und sich um die Ausrichtung von größeren E-Sport-Events bewerben", sagte Andresen der Deutschen Presse-Agentur. E-Sport steht für elektronischen Sport, also den geregelten Wettkampf zwischen Menschen mit Hilfe von Computer- und Videospielen.

"E-Sport ist viel mehr als eine nerdige Jugendkultur", sagte Andresen. Es handele sich um einen modernen, teamorientierten Trendsport, für den Schnelligkeit, Ausdauer und Konzentrationsvermögen die Grundlage ist. "E-Sport sollte als Sportart anerkannt und öffentlich gefördert werden", sagte der Sportpolitiker Andresen, der auch Vizepräsident des Landtags von Schleswig-Holstein ist.

+++ 30.10.2017: Virtus.pro aus Russland erkämpft sich ersten Major-Titel beim ESL One in Hamburg +++

Das Final hätte spannender nicht sein können. Und das Ergebnis des ersten großen Dota 2-Turnier des Jahres eine riesige Überraschung. Im Finale standen sich Virtus.pro aus Russland und Team Secret gegenüber.

Nach einer knappen Dreiviertelstunde konnte Virtus.pro den Pokal in Empfang nehmen und holte sich den ersten großen Major-Titel der Saison. Das zweitplazierte team Secret konnte sich immerhin noch über 200.000 US Dollar Siegprämie freuen.

+++ 26.10.2017: ESL One Hamburg 2017 ist größtes "Dota 2"-Turnier Europas +++

Die "Dota 2"-Elite trifft sich vom 26. bis 29. Oktober 2017 zur ESL One 2017 in Hamburg. Für die Spieler geht es dabei um ein Preisgeld von einer Million Dollar. Sport1 überträgt das Event im Live-Stream auf sport1.de und das Finale am Sonntag im Free-TV. Folgende Sendezeiten sind aktuell geplant:

  • Donnerstag, 26.10. ab 15.30 Uhr (Gruppenspiele) auf Sport1.de
  • Freitag, 27.10. ab 11.30 Uhr (Gruppenspiele) auf Sport1.de
  • Samstag, 28.10. ab 11.30 Uhr (Gruppenspiele) auf Sport1.de
  • Sonntag, 29.10. ab 11.30 Uhr (Halbfinals) auf Sport1.de
  • Sonntag, 29.10. ab 19.30 Uhr (Finale) auf Sport1.de
  • Sonntag, 29.10. ab 20.15 Uhr (Finale) im Free-TV bei Sport1/Sport1.de

+++ 17.10.2017: Pro-Gamer verdienen 45.000 Euro im Jahr +++

Für die Battle-Royale-Fans wird 2018 ein gigantisches Jahr. Neben zahlreichen eSports-Turnieren wird es außerdem für "H1Z1: King of the Kill" erstmals eine eigene Liga geben. Die "H1Z1 Pro League" besteht aus 15 Teams mit je 5 Spielern. Nach 20 Wochen soll es einen Sieger geben, das Preisgeld beträgt 250.000 Euro. Zugelassen für die "H1Z1 Pro League" sind nach Informationen von "oe24.at" nur Gamer, die mindestens 45.000 Euro Jahresgehalt vorweisen können.

+++ 06.10.2017: Sportwissenschaftler: E-Sportler haben noch "professionelle Lücken" +++

Der Kölner Sportwissenschaftler Ingo Froböse bescheinigt dem E-Sport - dem wettbewerbsmäßigen Zocken von Computerspielen - noch Nachholbedarf in Sachen Professionalität. Was er bei E-Sportlern beobachte, sei "schon nicht okay", sagte der Professor der Deutschen Sporthochschule der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn wir das aus dem anderen Leistungssport betrachten, haben die noch viele professionelle Lücken". Da gehe es etwa um Ernährung und Regeneration. "Wenn Sie das "Counter-Strike"-Finale betrachten, dann saufen die in der kurzen Zeit bestimmt drei Liter Red Bull", sagte Froböse. Gleichwohl sei er der Ansicht, dass es sich bei E-Sport um Sport handele - er fördere etwa feinmotorische Fähigkeiten und löse im Körper auch Reaktionen aus.

Beim E-Sport werden Games wie "League Of Legends", "Dota 2", "Counter-Strike" oder die Fußball-Simulation FIFA auf Wettbewerbsebene ausgefochten. Längst haben sich, wie im normalen Sport auch, Ligen etabliert, in denen Profis gegeneinander antreten.

+++ 04.10.2017: Fußball-Zweitligist Nürnberg steigt in eSport ein +++

Der 1. FC Nürnberg ist künftig auch im eSport aktiv. Wie der Fußball-Zweitligist am Mittwoch bekanntgab, werden zum Start des Computerspiels FIFA18 zwei professionelle Spieler für den fränkischen Verein antreten. Der Club wolle "vor allem die der digitalen Generation angehörenden jungen Fans ansprechen und zugleich Werbepartner von der Attraktivität und dem Potenzial von eSports überzeugen", sagte Finanz-Vorstand Michael Meeske. Zuvor hatten unter anderem auch Schalke 04 und der VfL Wolfsburg eSport-Teams gegründet.

+++ 04.10.2017: McDonald's plant eigenes eSport-Team +++

Fast-Food-Gigant McDonald's hat ein enormes Problem: Junge Menschen zwischen 13 und 25 Jahren essen immer seltener bei dem Franchiser. Wie die "Welt" berichtet, will das Unternehmen nun ein eigenes eSport-Team gründen und damit bei jungen Leuten punkten. "Ich schließe gar nichts mehr aus", sagte Deutschland-Chef Holger Beeck gegenüber der "Welt".

Auf der Gamescom zeigt der Burgerbrater auch gleich, dass er es ernst meint. Am Stand von McDonald's konnten Besucher Minecraft spielen und Autogramme von den YouTube-Stars Benx oder Debitor bekommen.

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bua/kad/news.de/dpa
Themen: eSport
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