06.10.2017

Skispringen 2017 in Live-Stream und TV: Ausfall wegen Sturmtief! Alle Infos zu den Meisterschaften in Oberwiesenthal

Die Fichtelbergschanze in Oberwiesenthal.

Die Fichtelbergschanze in Oberwiesenthal. Bild: dpa

Mixed-Weltmeister Andreas Wellinger hat den Sieg beim Sommer Grand Prix der Skispringer in Hinzenbach verpasst. Der 22-Jährige konnte seine Führung nach dem ersten Durchgang von der Normalschanze am Sonntag, 1.10.2017, nicht verteidigen und landete nach Sprüngen auf 90,5 und 88,5 Meter auf Rang vier. Den Sieg sicherte sich der Pole Dawid Kubacki, der sich mit einem Sprung auf 94,5 Meter im zweiten Durchgang an die Spitze schob. Das Podium komplettierten Kubackis Landsmann Piotr Zyla und der Tscheche Roman Koudelka. In Oberwiesenthal beginnen am 4. und 5. Oktober die Deutschen Meisterschaften.

Sturmtief Xavier verhindert Skisprung-Mannschaftsmeisterschaft

Das Sturmtief Xavier mit Orkanböen bis zu 120 Kilometern in der Stunde hat am Donnerstag zur Absage des Mannschafts-Wettbewerbs bei den deutschen Skisprung-Meisterschaften in Oberwiesenthal geführt. Die Veranstalter konnten angesichts der Vorhersagen keinen sicheren Wettkampf garantieren. Am Mittwochabend hatte Andreas Wellinger auf der Fichtelbergschanze noch seinen ersten nationalen Einzeltitel gewonnen. Der Ruhpoldinger setzte sich vor Karl Geiger aus Oberstdorf und Fabian Seidl aus dem bayerischen Auerbach durch.

Skispringen Oberwiesenthal 2017 leider nicht im Live-Stream und TV zu sehen

Leider wird der Skisprung-Wettbewerb aus Oberwiesenthal nicht im Fernsehen oder im Live-Stream übertragen. Die Live-Resultate können Sie aber über fis-ski.com verfolgen. Auch die Facebook-Kanäle skispringen.com und SkisprungTV.com berichten über die Springen. AVIA Wintersport Talk hält zudem interessante Interviews und Berichte zu den Sprüngen bereit. Die Springen finden zu folgenden Terminen statt:

  • Mittwoch, 04.10.2017, 18 Uhr : 1. Durchgang, Einzel, Finaldurchgang, Siegerehrung
  • Donnerstag, 05.10.2017, 10.30 Uhr (MEZ): 1. Durchgang, Team, Finaldurchgang, Siegerehrung

Skispringen Oberwiesenthal 2017 - Start der Deutschen Meisterschaften

Bis zum Start in die Winter-Saison im polnischen Wisla sind es für die Skispringer noch eineinhalb Monate, doch in den kommenden Tagen stehen für Wellinger und Co. weitere Härtetests an: Am Dienstag waren die DSV-Adler beim Grand-Prix-Heimspiel in Klingenthal gefordert. Dann stoßen mit Markus Eisenbichler und Richard Freitag zwei weitere Top-Athleten zum Team von Trainer Werner Schuster. Am Mittwoch (4.10.2017) und Donnerstag (5.10.2017) finden in Oberwiesenthal die deutschen Meisterschaften statt.

Lesen Sie hier: Schempp und Herrmann deutsche Meister in der Verfolgung

Kronprinz in der Verantwortung: Skispringer Andreas Wellinger schultert Last

Er galt als Kronprinz und muss nun erneut die ganze Last der Verantwortung tragen. Andreas Wellinger ist nach dem neuerlichen Kreuzband-Ausfall von Skisprung-Weltmeister Severin Freund der deutsche Vorspringer und die große Hoffnung für Erfolge im Olympia-Winter. Mit Platz zwei beim Sommer-Grand-Prix-Finale am Tag der Deutschen Einheit in Klingenthal und dem Gewinn seiner ersten deutschen Einzelmeisterschaft am Mittwochabend in Oberwiesenthal scheint der schlaksige Ruhpoldinger dort anzuknüpfen, wo er in der vergangenen Saison aufgehört hat: Mit einer Podestplatzierung nach der anderen.

"Das schaut alles so leicht aus. Ihr habt ihn im Winter gesehen und jetzt wieder und werdet denken, es ist alles beim Alten. Aber dazwischen war ein Tal zu durchgehen. Er hat sich körperlich weiterentwickelt und es hat eine Zeit lang gedauert, bis die Technik wieder gepasst hat", sagt Bundestrainer Werner Schuster. Der Österreicher weiß genau, was er an dem 22-Jährigen hat. Aber auch, wie schnell ein so junger Mann scheitern kann.

Man müsse Wellinger ganzheitlich betrachten, sagt der Coach. "Er ist mit 17 hier reingeplatzt, ist mit 18 Olympiasieger geworden und hat dann schon ein wenig gedacht: 'Das ist ja toll hier, die Welt liegt mir zu Füßen.' Und musste dann wortwörtlich ein paar schmerzhafte Erfahrungen verarbeiten. Im vergangenen Jahr hat er den Durchbruch geschafft. Das macht ihn einerseits stark, aber man darf ihm andererseits auch nicht zu viel aufladen", warnt Schuster.

Wellinger nimmt die Sache - zumindest nach außen - mit jugendlicher Lockerheit. "Natürlich steigen die Erwartungen, die man sich selber macht und die von außen kommen. Ich habe im vergangenen Winter einfach mein Zeug gemacht, das hat extrem gut funktioniert", berichtet Wellinger. "Das coole ist, dass wir als Team funktionieren, wir uns untereinander die Erfolge gönnen. Wir ergänzen uns da ganz gut. Vornweg geht der, der am besten springt."

Und so will er sich gar nicht in die Leader-Rolle drängen lassen. Auch was die Saisonziele anbelangt, stapelt er tief. Eine Rangliste der besonderen Wettkämpfe, von denen es mit der Vierschanzentournee, der Skiflug-WM in Oberstdorf, den Olympischen Winterspielen in Südkorea und der ROW-AIR-Tour durch Norwegen gleich vier gibt, hat er nicht. "Ich will von Anfang bis Ende auf hohem Niveau springen. Man muss ordentlich trainieren, um sich in eine gute Form zu bringen und dann entscheiden viele Faktoren an dem jeweiligen Tag X. Je höher das eigene Niveau, um so einfacher wird es, bei den Großereignissen vorn mitzukämpfen", sagt er in typischer Wellinger-Manier. Es ist ihm durchaus zuzutrauen, dass er den Worten auch im zweiten Jahr ohne Severin Freund Taten folgen lässt.

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gea/kad/news.de/dpa
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