27.08.2017, 15.24 Uhr

AIBA Box-WM 2017 in Hamburg: Amateur-Teilnehmer, Zeitplan, Live-Stream - was Sie wissen sollten

Jack Culkay-Khet wurde bei der WM 2009 in Mailand zum Amateur-Champion.

Jack Culkay-Khet wurde bei der WM 2009 in Mailand zum Amateur-Champion. Bild: dpa

Vom 25. August bis 2. September 2017 finden in Hamburg (Krochmannstraße 55), die 19. AIBA Box-WM der Amateure statt. Dabei treten zehn Gewichtsklassen an - vom Halbfliegengewicht (bis 49 kg) bis zum Superschwergewicht (über 91 kg) ist alles vertreten. Dass die Amateur-Boxer-WM ein ganz besonderer Meilenstein ist, zeigt ein Blick in ihre Historie. Kein Geringerer als Henry Maske wurde 1989 der erste deutsche AIBA-Weltmeister - und startete eine beispiellose Karriere. Nach ihm waren noch vier andere Deutsche erfolgreich: Torsten May (bis 81 kg) und Marco Rudolph (bis 60 kg) im Jahr 1991, Zoltan Lunka (bis 51 kg) im Jahr 1995 sowie im Jahr 2009 Jack Culcay (bis 69 kg).

Die AIBA Box-WM der Amateure in Hamburg 2017 in Live-Stream und TV

Von den Vorrunden sowie Viertel- und Achtelfinals der AIBA Box-WM wird es leider keine Übertragung von Bewegtbildern geben. Immerhin sendet das ZDF am 27. August 2017 im Magazin ZDF SPORTextra ab 15.45 Uhr eine Zusammenfassung von den Geschehnissen in Hamburg. Besser sieht es da schon für die Halbfinals und das Finale aus! "Box-Champ beendet Karriere! Wie geht es jetzt weiter?

Salah Ibrahim aus Münster erreicht bei Box-WM Viertelfinale

Halbfliegengewichtler Salah Ibrahim aus Münster hat bei den Boxweltmeisterschaften der Amateure in Hamburg das Viertelfinale erreicht. In seinem ersten Kampf bezwang der 19-Jährige am Sonntag den Kenianer Shafi Hassan mit 5:0 Punkrichterstimmen. Ibrahim trifft in der Runde der besten acht Boxer auf den Olympiadritten und Weltmeister Joahnys Argilagos aus Kuba.

AIBA-Führung will Box-Präsident Wu suspendieren

Der Weltverband der Amateurboxer AIBA formiert sich gegen seinen Präsidenten. Das Exekutivkomitee des Verbandes hat am Samstagabend während der Weltmeisterschaft in Hamburg getagt und das Vorgehen gegen Präsident Wu Ching-Kuo festgelegt. Derzeit untersucht ein ordentliches Gericht in der Schweiz angebliche Verfehlungen des Verbandschefs. Ziel ist es, ihn zu suspendieren. Das Urteil soll Anfang September gesprochen werden. Wu schweigt zu den Vorwürfen.

Sollte das Verfahren nicht zum Erfolg führen, soll Wu bei einem außerordentlichen AIBA-Kongress in Dubai (11. bis 13. November) seines Amtes enthoben werden. Wu wird vorgeworfen, den Verband wirtschaftlich ruiniert zu haben. Der 70-jährige Taiwaner hatte Verträge in Millionenhöhe mit vier Investoren abgeschlossen, um professionelle Wettkampfserien aufzubauen. Weil die neuen Formate keinen Gewinn abwarfen und sich nicht refinanzierten, fordern die Kreditgeber ihr Geld zurück.

Ein aserbaidschanisches Unternehmen soll auf kurzfristige Rückzahlung eines Kredits in Höhe von zehn Millionen Dollar bestehen. Die Frist dafür lief am 21. August ab. Das Unternehmen hat die AIBA vor einem Schweizer Gericht verklagt. Die Summe aller Verbindlichkeiten soll mehr als 30 Millionen Dollar betragen. Das Exekutivkomitee fordert von Wu die Offenlegung der Verträge, die er abgeschlossen hat.

Die Gläubiger sollen erst zum Zahlungsaufschub bereit sein, wenn Wu nicht mehr im Amt ist. "Das Exekutivkomitee kann nicht sehenden Auges in die Katastrophe taumeln. Wir sind uns einig, dass wir handeln müssen", sagte Jürgen Kyas, Präsident des Deutschen Boxsport-Verbandes und Mitglied der AIBA-Exekutive, am Sonntag.

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gea/kad/news.de/dpa
Themen: Boxen, Hamburg
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