14.08.2017, 07.45 Uhr

Leichtathletik-WM 2017 im Live-Stream:       Leichtathletik-WM 2017 - Ergebnisse aktuell am Samstag und Sonntag

Usain Bolt beendet seine große Karriere nach der Leichtathletik-WM in London. Schnappt er sich noch eine letzte Gold-Medaille?

Usain Bolt beendet seine große Karriere nach der Leichtathletik-WM in London. Schnappt er sich noch eine letzte Gold-Medaille? Bild: dpa

Caster Semenya zum dritten Mal 800-Meter-Weltmeisterin

Caster Semenya ist zum dritten Mal Weltmeisterin im 800-Meter-Lauf. Die 26 Jahre alte Südafrikanerin wurde am Sonntag bei der Leichtathletik-WM in London ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann in der Jahresweltbestzeit von 1:55,16 Minuten. Zweite hinter Semenya, die schon Dritte über 1500 Meter war, wurde Francine Niyonsaba aus Burundi in 1:55,92 Minuten vor der Amerikanerin Ajee Wilson (1:56,65). Für Semenya war es bereits das dritte WM-Gold nach 2009 und 2011.

Przybylko Fünfter im Hochsprung - Barshim erstmals Weltmeister

Der Leverkusener Hochspringer Mateusz Przybylko hat bei der Leichtathletik-WM als Fünfter seine erste internationale Medaille verpasst. Der 25-Jährige kam am Sonntag in London mit 2,29 Metern nicht an seine Saisonbestleistung von 2,35 Metern heran. Topfavorit Mutaz Essa Barshim aus Katar feierte sein erstes WM-Gold.

Der Olympia-Zweite überwand 2,35 Meter und scheiterte knapp an 2,40. Silber gewann der unter neutraler Flagge startende Russe Danil Lysenko mit 2,32 Metern vor dem Syrier Majd Eddin Ghazal (2,29). Routinier Eike Onnen (35) aus Hannover kam mit nur 2,20 Metern auf Rang zehn.

Przybylko war am 25. Juni in Bottrop 2,35 Meter gesprungen und als Zweiter der Weltjahresbestenliste hinter Barshim angereist. Bei der Weltmeisterschaft 2015 in Peking und bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro war er jeweils in der Ausscheidung gescheitert, diesmal erreichte er die beste Platzierung seiner Karriere. Der Sportsoldat mit polnischen Eltern - Mutter einst Leichtathletin, Vater Fußballer - kommt aus einer sportlichen Familie: Bruder Kacper ist Fußballprofi beim 1. FC Kaiserslautern.

Geher Christopher Linke: schon wieder Fünfter - Portugiesin kassiert

Geher Christopher Linke hat bei der Leichtathletik-WM in London die erhoffte Medaille über 20 Kilometer verpasst. Der Potsdamer kam am Sonntag nach 1:19:21 Stunden wie bei den Olympischen Spielen 2016 auf den fünften Platz. "Ich habe alles riskiert. Es war ein hartes Stück Arbeit, ich habe wieder gezeigt, dass ich dazugehöre zu den Weltbesten", sagte der 28-Jährige nach dem Wettbewerb auf dem Zwei-Kilometer-Rundkurs am Buckingham Palace.

Weltmeister wurde der Kolumbianer Eider Arévalo in 1:18:54 vor dem unter neutraler Flagge startenden Russen Sergej Shirobokow (1:18:55) und dem Brasilianer Caio Bonfim (1:19:04). Linkes Clubkollegen Nils Brembach und Hagen Pohle belegten die Plätze 15 und 17.

Über 50 Kilometer siegte Yohann Diniz souverän und schwang schon lange vor dem Ziel die französische Flagge. Der 39-Jährige ging nach 3:33:12 Stunden über die Ziellinie und blieb damit knapp über seinem 2014 aufgestellten Weltrekord (3:32:33). Carl Dohmann aus Baden-Baden erreichte Rang zehn, der Erfurter Karl Junghannß wurde 13.

Dohmann hatte bei der WM 2015 und bei Olympia 2016 nicht das Ziel erreicht. Diesmal stellte der 27-Jährige in 3:45:21 Stunden eine persönliche Bestzeit auf. Dies gelang auch Junghannß bei seiner ersten WM in 3:47:01. "Zehnter ist super. Damit geht ein Traum in Erfüllung. Ich habe auf meinen Körper und meinen Puls geachtet. Der sollte unter 165 bleiben", sagte Dohmann. Auch Junghannß war "hundertprozentig glücklich".

Nach einigen Disqualifikationen und aufgegebenen Rennen in den vergangenen Jahren war es der erste ganz große Titel für Diniz: Bei den Olympischen Spielen hatte der Ex-Europameister für Schlagzeilen gesorgt, als er sich mit Durchfall auf der Strecke quälte.

Silber gewann der Japaner Hirooki Arai in 3:41:17 Stunden vor seinem Landsmann Kai Kobayashi (3:41:19). Titelverteidiger und Olympiasieger Matej Toth war nicht am Start: Der Slowene ist wegen Dopingverdachts suspendiert.

Bei der Weltmeisterschaft-Premiere der Frauen über 50 Kilometer siegte die Portugiesin Ines Henriques in der Weltrekordzeit von 4:05:56 Stunden. Allerdings waren nur sieben Teilnehmerinnen am Start, eine wurde während des Wettkampfs disqualifiziert, zwei kamen nicht ins Ziel. Mit der Aufnahme der 48. Disziplin hat der Weltverband IAAF für Gleichberechtigung gesorgt. Die Disziplin muss sich allerdings erst noch entwickeln, zumal die Geher ohnehin als Außenseiter in der Leichtathletik gelten.

Weltmeisterin Henriques durfte sich allerdings über ein sattes Preisgeld freuen: 60.000 US-Dollar für den Sieg, 100.000 Dollar für den Weltrekord - insgesamt rund 135.000 Euro.

Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch verpasst WM-Medaille

Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch hat bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft den vierten Platz belegt. Die 26-Jährige vom VfB Stuttgart überflog am Samstagabend in London 1,95 Meter. Damit verpasste Jungfleisch den erhofften zweiten Zwei-Meter-Sprung ihrer Karriere und ihr erstes internationales Edelmetall. Gold im Olympiastadion gewann wie erwartet Maria Lasizkene mit übersprungenen 2,03 Metern.

Silber über 5000 Meter: Mo Farah verpasst drittes WM-Double

Unter dem ohrenbetäubenden Gebrüll der 56.000 Zuschauer hat der britische Läufer-Star Mo Farah bei der Leichtathletik-WM sein zweites Gold knapp verpasst. Der 34-Jährige holte am Samstagabend in London Silber über 5.000 Meter in 13:33,22 Minuten. In einem packenden Endspurt rannte Muktar Edris aus Äthiopien nach 13:32,79 Minuten als Erster ins Ziel. Bronze gewann Paul Kipkemoi Chelimo aus den USA in 13:33,30 Minuten.

Hürdensprinterin Dutkiewicz gewinnt WM-Bronze - Pearson holt Gold

Hürdensprintern Pamela Dutkiewicz hat bei der Leichtathletik-WM in London mit einem couragierten Lauf die Bronzemedaille und damit das zweite Edelmetall für Deutschland gewonnen. In 12,72 Sekunden kam die deutsche Meisterin vom TV Wattenscheid 01 am Samstag über 100 Meter Hürden als Dritte ins Ziel. Weltmeisterin wurde die Australierin Sally Pearson, die in 12,59 Sekunden ihren zweiten Titel nach 2011 holte. Auf den Silberrang lief die US-Amerikanerin Dawn Harper Nelson in 12,63 Sekunden.

Zehnkämpfer Freimuth und Kazmirek vor 1500 Meter Zweiter und Dritter

Die deutschen Zehnkämpfer Rico Freimuth und Kai Kazmirek stehen vor dem abschließenden 1500-Meter-Lauf am Samstagabend bei der Leichtathletik-WM in London auf dem zweiten und dritten Platz. Der WM-Titel dürfte nach dem Speerwerfen so gut wie sicher an den Franzosen Kevin Mayer gehen, der nach neun Disziplinen mit 8067 Punkten führt. Der aus Halle stammende Freimuth hat 7894 Punkte gesammelt, Kazmirek von der LG Rhein Wied holte bislang 7796 Zähler. Der 1500-Meter Lauf wird um 21.45 Uhr (MESZ) gestartet.

Letzter WM-Tag mit deutscher Hochsprung-Hoffnung Mateusz Przybylko

Hochspringer Mateusz Przybylko aus Leverkusen darf am Abschlusstag der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London auf eine Medaille hoffen. Der 25-Jährige steht mit 2,35 Metern auf Platz zwei der diesjährigen Weltbestenliste. Favorit ist jedoch der Olympia-Zweite Mutaz Essa Barshim aus Katar, der noch nie Weltmeister war. Am Sonntag stehen noch einmal zehn Entscheidungen an, darunter vier im Gehen mit der 50-Kilometer-Premiere der Frauen. Über 20 Kilometer zählt Christopher Linke aus Potsdam zu den Medaillenkandidaten.

Im Finale der Diskuswerferinnen sind die Berlinerin Julia Harting - die EM-Zweite und Ehefrau von Robert Harting - sowie die frühere Vize-Weltmeisterin Nadine Müller aus Halle/Saale dabei. Titelkandidatin ist die zweimalige Olympiasiegerin Sandra Perkovic aus Kroatien. Zum Abschluss der 16. WM drehen die 4x400-Meter-Staffeln ihre Runden.

Zehnkämpfer Freimuth noch mit Titel-Chance - Kazmirek nun Dritter

Für Rico Freimuth vom SV Halle ist der Titelgewinn im Zehnkampf bei der Leichtathletik-WM noch möglich, obwohl der Rückstand auf den Franzosen Kevin Mayer angewachsen ist. Nach acht Disziplinen am Samstag liegt Freimuth mit 7121 Punkten 116 Zähler hinter dem favorisierten Mayer. Auf dem Bronzerang rückte nach dem Stabhochsprung der Olympia-Vierte Kai Kazmirek von der LG Rhein-Wied mit 7021 Punkten. Der letzte und einzige WM-Sieg eines deutschen Zehnkämpfers liegt 30 Jahre zurück: 1987 konnte der frühere DDR-Athlet Torsten Voss WM-Gold holen.

Zehnkämpfer Freimuth bleibt auf Medaillenkurs - Kazmirek Vierter

Zehnkampf-Ass Rico Freimuth vom SV Halle bleibt auch nach sieben Disziplinen bei der Leichtathletik-WM in London auf Medaillenkurs. Mit 6272 Punkten ist der 29-jährige Weltmeisterschafts-Dritte von 2015 nach dem Diskuswerfen am Freitag sogar bis auf 24 Punkten an den führenden Franzosen Kevin Mayer herangerückt und hat eine Titelchance. Freimuth warf den Diskus 51,17 Meter weit, Mayer kam nur auf 47,14. Der Olympia-Vierte Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) blieb mit 6080 Punkten auf Rang vier, liegt aber nur 15 Zähler hinter Oleksij Kasanow aus der Ukraine.

Bolt rennt mit Jamaika ins Finale - Deutsche Sprint-Frauen stark

Usain Bolt ist auf dem Weg zum erhofften zwölften WM-Gold mit Jamaikas Sprintstaffel ins Finale gerannt. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London gewann das Quartett mit dem Superstar als Schlussläufer den zweiten Vorlauf über 4x100 Meter in 37,95 Sekunden. Die deutsche Staffel verpasste als Fünfte das Finale am Samstagabend. Hingegen dürfen die DLV-Sprinterinnen um Gina Lückenkemper um die Medaillen mitrennen.

Deutsche 4x400-Meter-Frauen rennen ins WM-Finale von London

Die deutsche 4x400-Meter-Staffel der Frauen hat bei der Leichtathletik-WM in London das Finale erreicht. Ruth-Sophia Spelmeyer (Oldenburg), Nadine Gonska (Mannheim), Svea Köhrbrück (Berlin) und Laura Müller (Rehlingen) kamen am Samstag im zweiten Vorlauf in 3:26,24 Minuten auf Platz drei. Jamaika rannte in 3:23,64 Minuten die schnellste Zeit. Das erste Rennen gewann das US-Quartett in 3:21,66 Minuten. Eine deutsche Männer-Staffel über die vier Stadionrunden hat sich nicht für die WM qualifizieren können. Die Finals finden zum Abschluss der Weltmeisterschaft am Sonntag statt.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

sba/news.de/dpa
Seiten: 123
Ab ins Bett!Abgehackt und eingeklemmtDonald TrumpNeue Nachrichten auf der Startseite