13.07.2017, 14.36 Uhr

Michael Schumacher: Dieser Schumi-Sieg in Silverstone war wirklich legendär!

Michael Schumacher nach seinem Sieg beim Großen Preis von England in Silverstone.

Michael Schumacher nach seinem Sieg beim Großen Preis von England in Silverstone. Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Maria Ganzenberg

Eine Regelkontroverse und sintflutartiger Regen brachten Schumi 1998 den wohl kuriosesten Sieg seiner gesamten Laufbahn in der Formel-1-Geschichte.

Mehr als einmal war er während seiner Karriere in diskussionsbedürftige Situationen geraten, wie zum Beispiel beim Rammstoß gegen Jacques Villeneuve beim WM-Finale 1997 oder seine spontane Park-Aktion im Qualifying von Monaco 2006. Doch die Entscheidung der Rennkommissare beim Großbritannien-Grand-Prix 1998 sorgte noch lange für regen Gesprächsstoff.

Michael Schumacher gegen Mika Häkkinen beim Silverstone GP 1998

Michael Schumacher in der Boxengasse.

Michael Schumacher in der Boxengasse. Bild: dpa

Eigentlich war der Sieg mit Mika Häkkinen schon sicher, dachte er zumindest. Er hatte 42 Sekunden Vorsprung, doch ab der 42. Runde (von insgesamt 60) wendete sich das Blatt. Es begann wie aus Eimern zu schütten und Häkkinen drehte sich in der schnellen Bridge-Kurve und schleuderte über die Rasenfläche und das Kiesbett im Infield. Danach schnitt er die Priory-Kurve ab, ehe er in Luffield wieder auf die Strecke zurückfand. Mit viel Glück verlor er dabei nur zehn Sekunden, doch der Regen wurde immer stärker.

Immer mehr Fahrer schlitterten von der Bahn bis die Rennleitung ein Safety-Car herausschickte. Häkkinens Vorsprung verpuffte und plötzlich trennte ihn und Schumacher nur Giancarlo Fisichella. Schumacher überrundete diesen in Runde 49 und schnappte sich Häkkinen. Der Regen ließ nach und Schumi konnte 20 Sekunden zwischen sich und Häkkinen bringen.

Handschriftliche Stop-and-Go-Strafe für Michael Schumacher

Soweit, so gut. Doch beinahe wäre Schumis Vorsprung ebenfalls verloren gegangen. Denn dieser musste eine 10-Sekunden-Strafe über sich ergehen lassen, da er während der Safety-Car-Phase verbotenerweise Alexander Wurz überholt hatte. Doch die Entscheidung wurde lediglich handschriftlich übermittelt und aus der konnte nicht abgelesen werden, ob es sich um eine Stop-and-Go-Strafe oder um eine Zeitstrafe handelt.

Eigentlich waren die Regeln klar: Überholen hinter dem Safety-Car hat eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe zur Folge. Ferrari holte Schumacher in die Box, aber erst am Ende der 60. Runde! Und die Ziel-Linie befand sich vor der Ferrari-Box. So beendete der siebenfache Weltmeister das Rennen in der Box, wo er seine zehn Sekunden Strafe absaß und anschließend auf Auslaufrunde ging.

Michael Schumacher jubelt nach seinem Sieg mit seinem Teamkollegen Eddie Irvine, der Dritter wird.

Michael Schumacher jubelt nach seinem Sieg mit seinem Teamkollegen Eddie Irvine, der Dritter wird. Bild: dpa

Seiten: 12
Fotostrecke

Diese Menschen begleiteten seine Karriere

Michael SchumacherJoachim Löw krankHelene FischerNeue Nachrichten auf der Startseite