13.06.2017, 13.58 Uhr

Cristiano Ronaldo und sein Vermögen: Muss er jetzt wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis?

Cristiano Ronaldo soll Steuern in Höhe von 150 Millionen Euro hinterzogen haben.

Cristiano Ronaldo soll Steuern in Höhe von 150 Millionen Euro hinterzogen haben. Bild: dpa

Fußballstar Cristiano Ronaldo muss sich in Spanien Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 14,76 Millionen Euro stellen. Die für Wirtschaftsdelikte zuständige Staatsanwaltschaft erstattete beim Gericht in Madrid eine entsprechende Anzeige gegen den Torjäger von Champions-League-Sieger Real Madrid. Auf Anfrage bestätigte die Behörde am Dienstag entsprechende Medienberichte.

Cristiano Ronaldo droht Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung

Es gehe um Einnahmen aus Bildrechten in Höhe von insgesamt rund 150 Millionen Euro, die der Weltfußballer aus Portugal zwischen 2011 und 2014 "bewusst" am spanischen Fiskus vorbeigeschleust habe, hieß es. Für den Steuerbetrug habe der 32-Jährige im Jahr 2010 - ein Jahr nach seinem Wechsel von Manchester United zu Real - ein Unternehmensgeflecht geschaffen. Die Staatsanwaltschaft war von der Steuerbehörde eingeschaltet worden.

Zuvor hatte ein vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" angeführtes internationales Medien-Netzwerk vorwiegend in Spanien tätige Fußballstars in Berichten über Steuertricks und Briefkastenfirmen in Steueroasen genannt. Die Informationen waren von der Enthüllungsplattform "Football Leaks" zur Verfügung gestellt worden. Ronaldo droht nun sogar eine Haftstrafe.

Wie viel verdient Cristiano Ronaldo? Das sind Gehalt und Vermögen des Fußballers

Der 32-jährige Kicker von Real Madrid ist Weltfußballer 2016 und zählt zu den besten Fußballern weltweit. Sein Vermögen wird derzeit auf rund 347 Millionen geschätzt bei jährlichen Gesamteinnahmen von etwa 82 Millionen Euro. Das Nettogehalt bei Real Madrid macht dabei 23,5 Millionen Euro aus. Wie das "Vermögenmagazin" berichtet, ist Ronaldo mit dieser stattlichen Vermögenssumme der reichste Fußballer der Welt, noch vor dem Argentinier Lionel Messi.

Auch der sportliche Erzrivale war erst vor wenigen Wochen wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 4,1 Millionen Euro zu einer 21-monatigen Haftstrafe verurteilt. Der Profi des FC Barcelona wird aller Wahrscheinlichkeit nach aber nicht ins Gefängnis müssen, denn Haftstrafen von bis zu zwei Jahren werden in Spanien bei nicht vorbestraften Angeklagten praktisch immer zur Bewährung ausgesetzt.

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kad/sam/news.de/dpa
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