25.04.2017, 08.49 Uhr

Confederations Cup 2017: Putin zensiert Nationalmannschaft - DFB wehrt sich

Putin lässt die Berichterstattung beim Confed Cup 2017 zensieren.

Putin lässt die Berichterstattung beim Confed Cup 2017 zensieren. Bild: dpa

Im Sommer findet in Russland der Confederations Cup in Russland statt - als Vorspiel der WM 2018. Doch bereits jetzt sorgt das Sport-Ereignis für einen Skandal. Wladimir Putin hat bereits jetzt die Pressefreiheit von Reportern massiv einschränken lassen. Das Schlimme: Die Fifa kuscht vor Putin.

Putin schränkt Pressefreiheit ein - Fifa erlaubt es

Internationale Journalisten dürfen laut "Bild"-Zeitung nicht über Ereignisse abseits des Confed Cups berichten. Proteste und Missstände sind tabu. "Medienvertreter mit einer Akkreditierung für den Fifa Konföderationen-Pokal dürfen ausschließlich über den Fifa Konföderationen-Pokal 2017 und damit verbundene Ereignisse berichten", zitiert die "Bild" aus der Akkreditierungsbestätigung. "Medienvertreter mit einer Akkreditierung für den Fifa Konföderationen-Pokal dürfen nur auf dem Gebiet der Spielorte und nahe gelegener Sehenswürdigkeiten tätig sein."

DFB wehrt sich gegen Fußball-Zensur

Laut "Bild" sei die Zensur auch innerhalb der Fifa umstritten. Dennoch werde sie gebilligt. Anders beim DFB. Dort regt sich Widerstand gegen die Zensur der deutschen Nationalmannschaft. "Ich werde mich bei der Fifa-Ratssitzung am 9. Mai dafür einsetzen, dass die beim Confed Cup akkreditierten Journalisten frei berichten können. Es wäre ein wichtiges Signal für ‎die WM 2018, wenn schon beim Vorbereitungsturnier das russische Organisationskomitee deutlich macht, dass es keine Einschränkungen der Pressefreiheit gibt", sagte DFB-Chef Reinhard Grindel gegenüber der "Bild". Auch bei sportlichen Großereignissen müsse man die Wahrung der Menschenrechte sicherstellen, ist sich Liga-Präsident Reinhard Rauball sicher. Und Meinungs- und Pressefreiheit sind Menschenrechte.

Lesen Sie auch: Droht der Confed-Cup 2017 zu platzen?

Von der Fifa heißt es auf "Bild"-Anfrage: "Die Fifa unterstützt die Pressefreiheit und ist immer daran bemüht, den Medienvertretern die bestmöglichen Bedingungen zu verschaffen." Die Akkreditierungsunterlagen zeigen jedoch ein anderes Bild.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

bua/grm/news.de
Joachim Löw krankMichael SchumacherKate Middleton von Prinz William betrogen?Neue Nachrichten auf der Startseite