16.03.2017, 14.00 Uhr

Skispringen Weltcup in Vikersund 2017: RAW-AIR-Chaos: Zusätzlicher Skiflug-Weltcup wieder abgesagt

Skispringer Stefan Kraft aus Österreich.

Skispringer Stefan Kraft aus Österreich. Bild: dpa

Die mit 100.000 Euro dotierte RAW-AIR-Tour der Skispringer versinkt immer mehr im Wind-Chaos. Nachdem der Wettbewerb in Lillehammer am vergangenen Dienstag den stürmischen Bedingungen zum Opfer gefallen war, musste auch der als Ersatz geplante Skiflug-Weltcup in Vikersund am Freitag abgesagt werden. Stattdessen wurde für den Abend (19.30 Uhr) die Qualifikation für das Finale am Sonntag angesetzt, die nach dem neuen Programm erst am Samstag stattfinden sollte.

Durch die neuerlichen Verschiebungen reduziert sich die Norwegen-Tour von ursprünglich 16 auf 14 Wettbewerbssprünge. Im Kampf um die Siegprämie von 60 000 Euro liefern sich der in Führung liegende Doppel-Weltmeister Stefan Kraft aus Österreich, der das Springen am Donnerstagabend in Trondheim gewann, und Deutschlands Topspringer Andreas Wellinger ein Kopf-an-Kopf-Duell. In Vikersund sind ein Team-Weltcup am Samstag und ein Einzelspringen am Sonntag geplant.

Kraft setzte sich in Trondheim durch

Weltcup-Spitzenreiter Kraft setzte sich am Donnerstag in Trondheim mit Sprüngen auf 138 und 142,5 Meter vor dem Norweger Andreas Stjernen, der auf 138,5 und 138 Meter kam, durch. Dahinter jubelte Wellinger, der zur Halbzeit noch Sechster war, über Rang drei - 0,9 Punkte vor seinem Teamkollegen Markus Eisenbichler. Der Bayer verteidigte mit 1206,2 Punkten zumindest Rang drei in der Gesamtwertung.

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Skispringen Weltcup 2017 verpasst? Springen aus Trondheim als Wiederholung sehen

Wenn Sie das Skispringen in Trondheim verpasst haben, müssen Sie nicht traurig sein. Eurosport sendet noch einmal eine Zusammenfassung des Weltcups zu folgenden Sendeterminen im Fernsehen:

  • Donnerstag, 16.3.2017 um 21.15 Uhr
  • Freitag, 17.3.2017 um 0.05 Uhr
  • Freitag, 17.3.2017 um 8.45 Uhr
  • Freitag, 17.3.2017 um 15.15 Uhr

Wellinger katapultiert sich mit 141,5 Metern in Spitzenränge

Nach 133 Metern im ersten Versuch katapultierte sich Wellinger mit 141,5 Metern im Finale noch nach vorne. "Der zweite Sprung war noch mal echt klasse. Da kam ich höher von der Kante weg und besser ins Gleiten. Ich kann mich nur über den ersten Versuch beschweren", bilanzierte der 21-Jährige. "Da war ich etwas zu früh an der Kante. Cool, dass es noch so ausgegangen ist. Schade nur, dass der Markus nicht mit auf dem Podium steht."

Eisenbichler kann Chancen nicht nutzen

Eisenbichler, der bei der WM in Lahti gemeinsam mit Wellinger Mixed-Gold gewonnen hatte, vergab nach zwei tollen Sprüngen auf 141 und 140 Meter durch eine jeweils wacklige Landung seine Chance auf einen Podestplatz. "Ich habe mich sehr geärgert, denn ich will immer alles perfekt machen. Aber das war alles andere als annehmbar, sondern wieder alte Schule. Ich hatte den Schwerpunkt viel zu weit hinten", haderte Eisenbichler mit sich. "Ansonsten bin ich zufrieden. Die Sprünge laufen."

Richard Freitag landet auf Rang Acht

Richard Freitag kam mit 133 und 135 Metern auf Rang acht. Andreas Wank als 25. und Stephan Leyhe als 28. sammelten ebenfalls Weltcup-Punkte. Karl Geiger verpasste als 31. das Finale. Bereits an diesem Freitag (16.30 Uhr) geht die Norwegen-Tour weiter. Dann wird beim Skifliegen mit allen Teilnehmern der am Dienstag wegen zu starken Windes in Lillehammer ausgefallene Weltcup nachgeholt. Am Samstag wird auf der größten Schanze im Team geflogen und am Sonntag in einem weiteren Einzel der Premierensieger der RAW-AIR-Tour gekrönt.

Abgebrochener Skisprung-Weltcup aus Lillehammer wird am Freitag in Vikersund nachgeholt

Der am Dienstag wegen zu starken Windes abgebrochene zweite Einzelwettbewerb der RAW-AIR-Tour wird am Freitag (16.30 Uhr) auf der Skiflugschanze in Vikersund (Süd-Norwegen) nachgeholt. Das teilte der Weltverband FIS am Mittwoch mit. Der Sieger wird in nur einem Durchgang, an dem alle Skispringer teilnehmen, ermittelt. Die ursprünglich zu diesem Zeitpunkt geplante Qualifikation für das Finale am Sonntag wird am Samstag vor dem Team-Wettbewerb ausgesprungen.

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gea/sam/news.de
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