16.03.2017, 16.50 Uhr

Ski alpin Weltcup 2017 in Aspen Ergebnisse: Tina Weirather gewinnt Super-G und holt 1. Kristallkugel für die Familie: "Unfassbar"

Tina Weirather aus Liechtenstein ist Super G-Gesamtweltcupsiegerin.

Tina Weirather aus Liechtenstein ist Super G-Gesamtweltcupsiegerin. Bild: dpa

Von Helen Scott-Smith und Maximilian Haupt

Bei den Glückwünschen für Kugelgewinnerin Tina Weirather war Viktoria Rebensburg noch völlig außer Atem. Die Umarmungen für die Liechtensteinerin, die zweitplatzierte Ilka Stuhec und Federica Brignone zu Rang drei vergab Rebensburg deswegen im Energiesparmodus. Ihre eigene Fahrt auf Platz acht im letzten Super-G des WM-Winters hatte Deutschlands beste Skirennfahrerin noch mal richtig Kraft gekostet und nicht zufrieden gestellt. Über die Erfolge der Ski-Freundinnen konnte sie sich dennoch freuen: "Ich bin mit allen drei ganz gut befreundet. Ich habe es beiden gegönnt, die Bessere hat gewonnen heute", sagte Rebensburg am Donnerstag in Aspen.

Weirather freut sich unter Tränen über zweite Kugel für ihre Familie

Im Gegensatz zu Kjetil Jansrud bei den Herren kämpfte Weirather beim ersten Siegerinterview am Stadionmikrofon mit ihren Emotionen. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es ist einfach unfassbar. Ich versuche, nicht zu weinen", antwortete die 27 Jahre alte Sportlerin. Wenige Minuten zuvor hatte sie die Kontrolle allerdings schon verloren. "Als so ziemlich festgestanden ist, dass es die Kugel wird, bin ich in Tränen ausgebrochen. Über die Jahre macht man so vieles mit, legt alles rein - und wenn dann so etwas zurückkommt, dann freut man sich sehr", sagte sie dem ORF.

Für ihre Familie ist es bereits die zwölfte Kugel. Mutter Hanni Wenzel (7), Onkel Andreas Wenzel (3) und Vater Harti Weirather (1) holten in ihrer aktiven Zeit auch Glaspokale.

Weirather war vor Rennen sehr nervös

Mit Startnummer fünf konnte Weirather in Colorado vorlegen, musste danach aber als Zuschauer bei jeder anderen Starterin zittern. "Ich war so nervös, weil ich gewusst habe, um was es geht", sagte Weirather. Am Ende war sie 0,35 Sekunden schneller als Stuhec und verdrängte die Slowenin damit von Gesamtrang eins - mit fünf Punkten Vorsprung. Die Italienerin Brignone war 0,36 Sekunden langsamer.

Rebensburg nicht zufrieden mit eigener Leistung

Weirathers Vorsprung auf Rebensburg betrug bereits 1,65 Sekunden - das ist nicht der Anspruch der Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010. "Das ist natürlich nicht das, was ich mir vorgestellt habe", sagte Rebensburg. Aber es gehe jetzt auch nicht mehr darum, die beiden achten Plätze in Abfahrt und Super-G zu analysieren, sondern die richtigen Schlüsse aus der ganzen Saison zu ziehen. "Im Riesenslalom will ich noch mal alles geben und eine gute Platzierung einfahren", kündigte Rebensburg für ihr letztes Rennen am Sonntag an.

Sander und Ferstl haben Saison schon beendet

Für Andreas Sander und Josef Ferstl ist der WM-Winter dagegen schon vorbei. Beim Tagessieg von Hannes Reichelt aus Österreich kam Ferstl auf Platz 13., Sander schied mit einem Torfehler aus. Bei den Herren stand Jansrud schon vor dem Rennen als Gewinner der Super-G-Kugel fest. Sein neunter Platz machte deswegen keinen Unterschied mehr.

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gea/sam/news.de/dpa
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