11.02.2017, 14.00 Uhr

Bundesliga - 20. Spieltag: Alle Ergebnisse! FC Bayern setzt sich ab, Blamagen für Verfolger Leipzig und BVB

Sky zeigt die Spiele der 2. Fußball-Bundesliga live im Pay-TV.

Sky zeigt die Spiele der 2. Fußball-Bundesliga live im Pay-TV. Bild: dpa

Langeweile droht wegen des zu befürchtenden Alleingangs von Bayern München nur an der Tabellenspitze. Darüber hinaus liefert die Fußball-Bundesliga weiter reichlich Schlagzeilen. Leider nicht nur positive: Eine Woche nach den skandalösen Vorfällen beim Spiel zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig sorgten BVB-Anhänger erneut für Wirbel und gerieten ins Visier der Strafverfolger. Zwei Busse mit 90 mutmaßlichen Randalierern wurden am Samstag vor der Auswärtspartie in Darmstadt in der Nähe von Gießen gestoppt und zurück nach Nordrhein-Westfalen geschickt.

Nach Angaben der Darmstädter Polizei fanden die Beamten bei der Kontrolle Pyrotechnik, Sturmhauben, Kampfsporthandschuhe, Drogen und Schmerzmittel. Es sei schnell klar geworden, "dass die Insassen wegen eines anderen Vorhabens nach Darmstadt wollten, als das Fußballspiel friedlich im Stadion zu verfolgen", teilte die Polizei mit. Eine Woche nach den tätlichen Angriffen von Dortmunder Chaoten auf Leipzig-Fans und den Verunglimpfungen des Gegners im Stadion gerieten BVB-Anhänger weiter in Verruf.

BVB verliert gegen Darmstadt mit 1:2

Dabei bot der schwache Auftritt der Revierelf beim Tabellenletzten aus Hessen auch so Diskussionsstoff. Die Generalprobe für das Champions-League-Achtelfinale bei Benfica Lissabon (Dienstag) verpatzte der BVB gründlich. Fast resignierend gestand Thomas Tuchel nach der 1:2-Pleite, seine Mannschaft sei "gnadenlos durchgefallen".

Der BVB-Coach zeichnet ein düsteres Bild von seiner Mannschaft, die er nicht in den Griff zu bekommen scheint. Und die sich, anders als auf der großen Bühne in der Königsklasse, gegen vermeintlich kleine Gegner wie Darmstadt nicht zusammenreißen kann. "Ich hatte nie das Gefühl, dass wir in diesem Spiel angekommen sind. Wir tun uns extrem schwer, das anzunehmen, was Leistungssport wirklich ausmacht", klagte Tuchel.

RB Leipzig verliert gegen HSV mit 0:3

Dass auch Leipzig gegen einen Abstiegskandidaten verlor und beim deftigen 0:3 gegen den Hamburger SV die zweite Niederlage nacheinander kassierte, passt ins Bild des kuriosen 20. Spieltages. Gleichwohl mochte RB-Coach Ralph Hasenhüttl den Auftritt seiner Elf nicht überbewerten. Der Österreicher tat die erste Heimpleite im Oberhaus als Betriebsunfall ab: "Wir haben kollektiv versagt, aber wir sind auch nur Menschen." Da neben Dortmund (34 Punkte) auch die Verfolger Eintracht Frankfurt (35/0:3 in Leverkusen) und Hertha BSC (33/0:2 auf Schalke) patzten, war "das Ergebnis" für RB-Sportdirektor Ralf Rangnick "rein tabellarisch kein Drama".

Hoffenheim verliert gegen Wolfsburg mit 1:2, Köln gegen Freiburg mi 1:2

1899 Hoffenheim verpasste die Chance, auf den dritten Rang vorzurücken. Das Team von Julian Nagelsmann verlor beim VfL Wolfsburg nach einem 1:0 zur Pause noch mit 1:2 und blieb Tabellenfünfter. Die Niedersachsen erkämpften nach zwei Niederlagen wieder einen Sieg.

Auch der 1. FC Köln konnte das Schwächeln der besser platzierten Konkurrenten nicht zum möglich gewesenen großen Sprung an die vierte Stelle nutzen. Beim SC Freiburg unterlagen die Rheinländer mit 1:2 (1:1) und blieben Siebter. Siegtorschütze für die Freiburger (8. Platz) war Maximilian Philipp (77.).

Bayern im "Bayern-Dusel" nach Sieg in Ingolstadt

Für den spielerisch erneut nicht überzeugenden FC Bayern waren die Resultate der mittlerweile abgehängten Konkurrenz die pure Freude. So bekommt der erst durch den Last-Minute-Doppelschlag von Arturo Vidal (90.) und Arjen Robben (90.+1) gesicherte Sieg in Ingolstadt noch größere Bedeutung. Der Vorsprung der Münchner (49) auf Leipzig (42) wuchs weiter. So kann die Meisterfeier bald geplant werden. "Das ist der Bayern-Dusel. Oder eben die Überzeugung, dass wir am Ende noch die Tore machen", meinte Philipp Lahm ungerührt vor dem Königsklassen-Hit gegen den FC Arsenal am Mittwoch.

Leverkusen unter Schock nach Falschnachricht

In Leverkusen wurde die Freude über das erlösende 3:0 gegen Frankfurt getrübt durch eine vor Anpfiff von Sky verbreitete Falschmeldung über eine vom Bayer-Gesellschafterausschuss angeblich beschlossene Trennung von Trainer Roger Schmidt. Am Sonntag leistete der TV-Sender mit einem Schreiben an die Bayer-Führung abermals Abbitte für den Fauxpas. "Wir haben einen Fehler gemacht und haben uns bereits im Stadion unmittelbar nach der Partie entschuldigt", sagte Sky-Sprecher Ralph Fürther. Bayer-Sportchef Rudi Völler bebte vor Zorn: "Wir waren geschockt, weil es Schwachsinn ist."

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lid/news.de
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