03.01.2017, 12.00 Uhr

Vierschanzentournee 2017 Wiederholung und Ergebnisse: Nach Abbruch wegen Wind - Tande gewinnt auf der Bergiselschanze

Nach Garmisch-Patenkirchen geht es bei der Vierschanzentournee am 3. und 4. Januar 2017 nach Innsbruck auf die Bergiselschanze.

Nach Garmisch-Patenkirchen geht es bei der Vierschanzentournee am 3. und 4. Januar 2017 nach Innsbruck auf die Bergiselschanze. Bild: dpa

Zur Halbzeit der 65. Vierschanzentournee haben sich die Hoffnungen der deutschen Skispringer nicht erfüllt. Nur Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe dürfen zufrieden sein. Severin Freund, Richard Freitag und Andreas Wellinger liegen hinter den Erwartungen.

Am einzigen Ruhetag der Vierschanzentournee gab Markus Eisenbichler auch abseits der Schanze Gas. Deutschlands neue Skisprung-Hoffnung genoss am Montagvormittag gemeinsam mit seinen Teamkollegen in einem Sponsorenauto den Fahrspaß auf einer Eispiste, ehe es zum Krafttraining ging. "Nach vier Sprungtagen ist es notwendig, den Jungs mal wieder ein paar Kilo aufzuladen und ein paar Kniebeugen zu machen", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Bergisel-Springen der Vierschanzentournee am 4.1.2017 verpasst? Wiederholung online in der ARD-Mediathek und bei EUROSPORT

Sie hatten bereits etwas anders vor und konnten die Live-Übertragung vom Skispringen in Innsbruck nicht live im Ersten verfolgen? Werfen Sie doch einfach einen Blick in die ARD-Mediathek. Dort finden Sie zahlreiche Sendungen nach TV-Ausstrahlung als kostenloses Video on Demand. Eurosport 1 überträgt am Donnerstag, den 5.1.2017 um 9 Uhr denWeltcup-Einzelwettbewerb nochmal in der Wiederholung.

Das 3. Springen der Vierschanzentournee aus Innsbruck: Ergebnisse

Das Ergebnis nach dem ersten Durchgang ist auch das Endergebnis: Daniel Andre Tande gewinnt mit 128,5 Metern vor seinem norwegischen Mannschaftskollegen Robert Johansson und dem Russen Jewgeni Klimow.

+++ Stefan Kraft lässt Federn. Nur 116 Meter. War er der letzte Springer? Wie entscheidet die Jury?

+++ Kamil Stoch bringt seinen Sprung bei 120,5 Metern zum Stehen. Der letzte Springer ist nun Stefan Kraft: Der Wind lässt es gerade nicht zu.

+++ Favorit Daniel Andre Tande schafft 128,5 Meter, das bedeutet die Führung.

+++ Das Wunder ist ausgeblieben, Markus Eisenbichler landet bei 112 Metern. Er fällt noch hinter Richard Freitag zurück.

+++ Markus Eisenbichler ist der letzte Deutsche auf der Schanze. Der Wind ist allerdings nicht für einen Sprung geeignet.

+++ Andreas Wellinger schafft 119 Meter und schiebt sich zwischen Leyhe und Geiger. Das deutsche Team aktuell auf den Rängen fünf, sechs, acht und 21.

+++ Karl Geiger kommt nach 125 Metern im Ziel an. Er konnte den Aufwind nutzen. Er landet zwei Plätze hinter Stefan Leyhe.

+++ Stefan Leyhe kommt gut in den Sprung und landet bei 120,5 Metern, vorläufig Rang vier und einige Punkte macht er somit auf Peter Prevc in der Gesamtwertung gut.
+++ Die Zeit für Hubers Coach war abgelaufen, da er mit der Freigabe zu lange gewartet hatte. Peter Prevc kam somit kampflos weiter.

+++ Für den österreichischen Springer Stefan Huber war die Ampel auf Grün, doch sein Trainer Florian Liegl nimmt ihn aus dem Rennen? Will er ein Zeichen setzen? Für Huber ist dieser Wettkampf nun beendet.

+++ Der Schweizer Simon Ammann kritisiert im Interview mit der ARD die Jury-Entscheidung, das Springen durchzuziehen. Auch Bundestrainer Werner Schuster ist nicht zufrieden mit der Durchführung.

++ Die Jury drückt aufs Tempo und will den Durchgang mit aller Macht über die Bühne bringen.

+++ Der Österreicher Florian Altenburger stürzt im Auslauf über eine Bodenwelle. Er fasst sich an den Kopf, kann aber den Auslauf alleine verlassen.

+++ Immer wieder fegen Sturmböen über die Schanze. Die Springer müssen lange am Start warten. Kamil Stoch möchte trotz starker Schmerzen starten.

+++ Richard Freitag aus Aue gewinnt seinen KO-Durchgang gegen Jurij Tepes mit 114,0 Metern. Im zweiten Durchgang ist er dabei, aber ob das für eine vordere Platzierung reicht?

+++ Extreme Windbedingungen an der Bergisel-Schanze: Die Verantwortlichen hoffen, wenigstens einen Durchgang über die Bühne zu bringen. Es erwarten uns viele Pausen.

+++ Kamil Stoch stürzt beim Probesprung schwer. Sein Start scheint in Gefahr. Die Ärzte prüfen gerade seinen Gesundheitszustand. Er hat sich wohl an der Schulter verletzt.

+++ Die Paarung Severin Freund und Michael Hayböck fällt aus. Beide haben die Vierschanzentournee 2017 aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen.

Severin Freund beendet die Vierschanzentournee 2017

Wegen eines grippalen Infekts hat sich Severin Freund dazu entschlossen, die Vierschanzentournee 2017 vorzeitig zu beenden und tritt beim heutigen Springen auf der Bergisel-Schanze in Innsbruck nicht mehr an. Der Team-Olympiasieger befindet sich derzeit in einem Formtief und somit erlöste ihn sein Gesundheitszustand von seinem Leiden. Wann Severin Freund in den regulären Skisprung-Weltcup zurückkehrt ist offen, Bundestrainer Werner Schuster wird ihm die nötige Zeit geben.

Ergebnisse der Qualifikation für das 3. Springen der Vierschanzentournee 2017

Den besten Sprung der Qualifikation brachte der Österreicher Stefan Kraft mit 134,5 Metern, es folgen die beiden Polen Maciej Kot mit 132 Metern und Pjotr Zyla mit 130 Metern. Severin Freund ist bereits vorqualifiziert. Das ist gut, denn er springt nur 116.5 Meter und landet auf einem enttäuschenden 47. Platz. Morgen muss er gegen Michael Hayböck ran. Markus Eisenbichler bleibt der stärkste Deutsche und landet bei 130 Meter und somit auf Rang 6. Stefan Leyhe wird 12. und Richard Freitag 25.

Auch eine Disqualifikation gab es am Bergisel: der Franzose Ronan Lamy Chappuis wurde aus der Wertung genommen, da sein Anzug nicht den Regeln entspricht.

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K.o.-Duelle beim dritten Wettbewerb der Vierschanzentournee 2017

Alle sechs deutschen Skispringer haben sich für den dritten Wettkampf bei der 65. Vierschanzentournee in Innsbruck qualifiziert. An diesem Mittwoch, 4.1.2017 um 14.00 Uhr, kommt es im ersten Durchgang zu folgenden K.o.-Duellen mit deutscher Beteiligung:

Richard Freitag (Aue) - Jurij Tepes (Slowenien) Karl Geiger (Oberstdorf) - Cene Prevc (Slowenien) Stephan Leyhe (Willingen) - Dimitri Wassiljew (Russland) Andreas Wellinger (Ruhpolding) - Mackenzie Boyd-Clowes (Kanada) Markus Eisenbichler (Siegsdorf) - Taku Takeuchi (Japan) Severin Freund (Rastbüchl) - Michael Hayböck (Österreich)

Eisenbichler angriffslustig nach Innsbruck zur Vierschanzentournee 2016/2017

Die Athletikübungen dürften Eisenbichler kaum gestresst haben. Der 25-Jährige ist derzeit so gut drauf wie noch nie in seiner Karriere und als Halbzeit-Vierter die große deutsche Tournee-Hoffnung. Kamil Stoch, Stefan Kraft und Daniel Andre Tande haben zwar ein Punktepolster. "Aber man weiß ja nie, was bei der Tournee so alles passiert", meinte Schuster.

Die deutsche Mannschaft hat das bereits am eigenen Leib erfahren. Weltmeister Severin Freund kämpft bisher vergeblich gegen sein Formtief an, Andreas Wellinger und Richard Freitag stagnieren im Mittelmaß. "Wir werden versuchen, die Mannschaft zu stabilisieren und die namhaften Athleten noch in Schuss zu kriegen", formulierte Schuster den Anspruch für die Springen in Innsbruck und Bischofshofen. "Wir werden das Podium weiter attackieren."

Die erfolgreichsten Länder bei der Vierschanzentournee.

Die erfolgreichsten Länder bei der Vierschanzentournee. Bild: Statista

Markus Eisenbichler macht alles richtig bei der Vierschanzentournee 2017

Eisenbichler macht derzeit auf der Schanze fast alles richtig. Er springt sehr symmetrisch, hat dadurch eine Top-Position in der Luft und kommt dank dieser Stabilität auch mal bei nicht so guten Absprüngen ins Fliegen. "Er weiß, dass der Sprung läuft und muss nicht viel darüber nachdenken", sagte Schuster.

Diese Selbstverständlichkeit zeichnete in den vergangenen Jahren vor allem Freund aus. Doch die Leichtigkeit des Seins ist dem 28-Jährigen nach seiner Hüftoperation abhanden gekommen. "Er hat nach wie vor einen sehr verkorksten Fehler in der Sprungauslösung. Er kommt nicht hoch genug vom Schanzentisch weg", analysierte Schuster.

Platz 20 in Oberstdorf, Platz 21 in Garmisch-Partenkirchen, Platz 22 in der Tournee-Gesamtwertung - an solche Ergebnisse kann sich Freund nach sportlich fetten Jahren kaum noch erinnern. "Es ist gerade nicht sehr spaßig", räumte der Team-Olympiasieger und Skiflug-Weltmeister von 2014 ein.

"Es ist nicht leicht, er hat die vergangenen zwei Jahre gemeinsam mit Peter Prevc die Ergebnislisten dominiert", sagte Schuster über die sportliche Misere seines durchhängenden Musterschülers. "Er braucht mal ein besseres Training, dann könnten wir schneller vorankommen. Es war bisher immer nur Schadensbegrenzung."

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