05.08.2016, 09.00 Uhr

Olympische Spiele: Das sind die skurrilsten Olympia-Maskottchen seit 1972

"Vinicius" und "Tom" sind die Olympia-Maskottchen in Rio 2016. Bild: dpa

Von news.de-Volontärin Dana Kaule

Sie gehören inzwischen zu Olympia wie das Olympische Feuer oder die Olympischen Ringe. Aber anders als letztere sind sie nicht fester Bestandteil seit der Antike, sondern noch recht jungfräulich. Erst 1972 zog erstmals ein Maskottchen in das olympische Dorf. Der Dackel namens "Waldi" war kunterbunt gescheckt und sollte Widerstandskraft, Zähigkeit und Beweglichkeit symbolisieren, wie die "Süddeutsche" berichtet.

Olympia-Maskottchen "Waldi" folgen zahlreiche skurrile Gesellen

Maskottchen sind seit jeher bewährte Werbeträger und haben auch deutlich zur Populärität von Olympia beigetragen. Nach den Olympischen Spielen 1972 in München folgten zahlreiche ausgefallene bis skurrile Gesellen, die sowohl die Sportler als auch die Zuschauer durch die Spiele begleiteten. Sie sind entweder eine Tierart, die im Gastgeberland heimisch ist, oder eine andere Figur, die auf Kultur und Geschichte des Landes verweist.

Da die Maskottchen weltweit die Olympischen Spielen vertreten, legen beim Entwurf meist Designer Hand an. Dabei kann es manchmal gar nicht kreativ und drollig genug sein, wie beispielsweise das erste computergenerierte Maskottchen "Izzy" beweist, das sehr abstrakt daherkommt.

Aber die Gestaltung ist wesentlich für die Bekanntheit der Werbefiguren, schließlich sollen sie möglichst lang im Gedächtnis bleiben. Gutes Beispiel hierfür ist "Mischa, der Bär" bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau, der nicht nur nationales Symboltier der Sowjetunion war, sondern auch als erstes Maskottchen große Bekanntheit erlangte. Die Athleten schlossen den kuscheligen Kerl sofort in ihr Herz und manch ein Zuschauer, der in diesem Jahr noch Kind war, erinnert sich vielleicht sogar besonders liebevoll an Mischa.

Maskottchen prägen die Olympischen Spiele

Kein Wunder, denn einer Studie der Stony-Brook-Universität in New York zufolge prägen sich Werbe-Maskottchen besonders stark ein, wenn wir ihnen vor dem 13. Lebensjahr begegnen, wie die "Augsburger Allgemeine" berichtete. Eine Tatsache, die auch für Olympia nur Gutes bedeuten kann. Wird doch mit den Kindern auch eine neue Generation von potenziellen Olympia-Sportlern und -Begeisterten geprägt.

Werbe-Figuren bei den Olympischen Spielen in Rio werden dieses Jahr "Vinicius" und "Tom" sein. Ihre Namenspaten sind die Autoren Vinicius de Moraes und Antonio "Tom" Carlos Jobim der Bossa-Nova-Hymne "The Girl from Ipanema". "Vinicius" ist eine Katzenfigur, während "Tom" als Maskottchen für die Paralympics mit seinen Blätterhaaren die Natur Brasiliens darstellen soll.

Welche ausgefallenen Figuren und Tiere es in der olympischen Geschichte noch alles gab, sehen Sie hier:

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kad/zij/news.de
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