17.03.2016, 13.06 Uhr

Doping mit Mildronat: Meldonium: So wirkt das verbotene Doping-Mittel bei Sportlern

Produktion des Herzmedikaments

Produktion des Herzmedikaments "Mildronate®": Weil es den Wirkstoff Meldonium enthält, ist das Herzmedikament des lettischen Herstellers Grindeks 2016 von der WADA verboten worden. Bild: dpa

Nachdem zunächst der russische Tennis-Star Maria Scharapowa bei einem Doping-Test positiv auf das leistungssteigernde Herzmedikament Meldonium geprüft wurde, häufen sich die Missbrauchsfälle mit der verbotenen Substanz. Weltweit sind es derzeit über 100, wie "Spiegel-Online" berichtet.

Der russische Schwimm-Star Julija Jefimowa ist ebenfalls positiv auf Meldonium getestet worden.

Der russische Schwimm-Star Julija Jefimowa ist ebenfalls positiv auf Meldonium getestet worden. Bild: dpa

Dazu zählen vor allem russische Sportler, wie zum Beispiel Eisschnelllauf-Weltmeister Pawel Kulischnikow und Olympiasieger Semjon Jelistratow im Short-Track. Und die Liste setzt sich fort. Aktuell ist auch bei der russischen Schwimm-Weltmeisterin Julija Jefimowa Meldonium nachgewiesen worden. Dem erst 23-jährigen Sport-Ass droht nun eine lebenslange Sperre.

WADA verbietet Meldonium nach eingehender Prüfung

Bereits im Jahr 2015 hat die "Welt-Anti-Doping-Agentur" (WADA) den Wirkstoff genauer unter die Lupe genommen und beobachtet, nach dem sie eine erhöhte Verwendung der Substanz in Sportlerkreisen festgestellt hatte. Zum 1. Januar 2016 hat sie Meldonium schließlich als leistungssteigerndes Mittel verboten und auf die Dopingliste in die Gruppe "S4 Hormone und metabolische Modulatoren" gesetzt, wie das Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln auf seiner Internetseite "dopinginfo.de" erklärt. Aber die Wirkung hat bei der Entscheidung der WADA nicht allein den Ausschlag gegeben.

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