15.01.2016, 11.36 Uhr

Sturz bei Skiflug-WM 2016 am Kulm: 23-jähriger Skispringer Lukas Müller an Beinen gelähmt!

Der Skispringer Lukas Müller ist nach einem Sturz am Kulm in Österreich querschnittsgelähmt.

Der Skispringer Lukas Müller ist nach einem Sturz am Kulm in Österreich querschnittsgelähmt. Bild: dpa

Der österreichische Skispringer Lukas Müller ist nach seinem schweren Sturz am Kulm derzeit an den Beinen gelähmt. "Es liegt eine inkomplette Querschnittslähmung vor. Er kann die Beine derzeit nicht bewegen", teilte Franz-Josef Seibert, Unfallchirurgie-Vorstand am Universitätsklinikum Graz, am Freitag mit. Ob der 23 Jahre alte Müller irgendwann wieder gehen könne, sei derzeit offen. "Es wäre unseriös, zum jetzigen Zeitpunkt eine fixe Aussage dazu zu machen", sagte Seibert.

Lukas Müller: Heilung der Querschnittslähmung nach Horror-Sturz?

Nach Angaben des Ärztlichen Direktors Gernot Brunner sei dies eine "Frage von Monaten oder sogar einem Jahr". Müller hatte sich am Mittwoch bei seinem Sturz in Bad Mitterndorf den sechsten und siebten Halswirbel gebrochen. Durch die erfolgreich verlaufene Operation der unteren Halswirbelsäule seien zumindest die Voraussetzungen für eine mögliche Heilung geschaffen worden, erklärte Seibert. Müller werde für einige Tage zur Beobachtung auf der Intensivstation bleiben. Er ist bei Bewusstsein und muss nicht mehr künstlich beatmet werden.

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Bundestrainer Schuster und Skisprung-Kollege Ammann sind bestürzt

Das Sturz-Drama um den Junioren-Weltmeister von 2009, der die Diagnose laut Seibert "relativ gefasst" aufgenommen hat, löste im Springerlager große Betroffenheit aus. "Das geht nicht spurlos an einem vorbei", sagte der viermalige Olympiasieger Simon Ammann. Der Schweizer war im Vorjahr in Bischofshofen schwer gestürzt, hatte aber keine bleibenden Schäden davongetragen.

Bundestrainer Werner Schuster, der Müller noch aus seiner Zeit am Skigymnasium Stams kennt, äußerte sich betroffen über den Unfall. "Mir tut es extrem weh, dass er sich möglicherweise schwer verletzt hat", sagte Schuster am Donnerstag nach der WM-Qualifikation in Bad Mitterndorf. "Skispringen war ja eigentlich nur noch sein Hobby. Für ihn ist das tragisch."

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