14.12.2015, 12.01 Uhr

Comeback in Stuttgart?: Felix Magath ist für Gespräche mit Ex-Klub bereit

Sehen wir ihn so bald wieder in der Bundesliga? Felix Magath jubelt mit den Fans.

Sehen wir ihn so bald wieder in der Bundesliga? Felix Magath jubelt mit den Fans. Bild: dpa

Von news.de-Volontär Christopher Rust

Beim VfB Stuttgart dürfte zurzeit keine echte Weihnachtsstimmung aufkommen. Mit dem Unentschieden am Freitagabend gegen Mainz 05 (0:0) ist der Traditionsklub, einen Spieltag vor der Winterpause, auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Nur bei einem Sieg gegen den VfL Wolfsburg und gleichzeitig einer Niederlage Hoffenheims am kommenden Spieltag, könnten die Schwaben die rote Laterne noch einmal abgeben. Nach der Entlassung von Alexander Zorniger ist der Verein auf der Suche nach einem neuen Trainer und scheint dabei auf einen alten bekannten gestoßen zu sein.

Comeback nach über elf Jahren?

Wie "Bild" berichtete, gehört Felix Magath (62) zu den Wunsch-Kandidaten der Vereinsbosse. Zwar gäbe es noch keinen Kontakt, doch der Star-Trainer wäre gesprächsbereit. Schon 2001 hatte Magath den VfB übernommen - damals als Tabellenvorletzten. Bis 2004 führte er die Schwaben zur Vize-Meisterschaft und ins Achtelfinale der Champions League. Jetzt, nach über elf Jahren, erhoffen sich die Verantwortlichen eine ähnliche Entwicklung. Vor allem aber trauen ihm Präsident Bernd Wahler und Sportdirektor Robin Dutt zu, die vielversprechenden jungen Talente des VfB zu formen und zu entwickeln, wie er es seiner Zeit mit Spielern wie Philipp Lahm (32), Timo Hildebrand (36), Andreas Hinkel (33) oder Kevin Kuranyi (33) getan hat.

Stuttgart oder Japan?

Felix Magath führte zwischen 2001 und 2004 den VfB Stuttgart bis zur Vize-Meisterschaft und ins Achtelfinale der Champions League.

Felix Magath führte zwischen 2001 und 2004 den VfB Stuttgart bis zur Vize-Meisterschaft und ins Achtelfinale der Champions League. Bild: dpa

Klar ist, der Verein sucht keinen "Retter", sondern einen namenhaften Trainer für die Zukunft, auch wegen der geplanten Ausgliederung der Profi-Abteilung. Doch vor allem benötigt der Klub wieder eine sportliche Perspektive. Felix Magath würde auch nicht als "Feuerwehrmann" kommen wollen, er sucht spannende Projekte, die er selber gestalten kann.

Dieses Projekt hatte er scheinbar schon gefunden: Der japanische Erstligist Sagan Tosu FC hatte ihm ein einjähriges Vertragsangebot unterbreitet. Anfang Dezember war Magath nach Japan gereist, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Nachdem einige Medien schon die Vertragsunterschrift verkündigten, rudert der Trainer jetzt zurück: "An eine Einigung mit einem japanischen Verein kann ich mich jetzt nicht erinnern", sagte er gegenüber dem Sender "Sky".

Stuttgart benötigt eine schnelle Entscheidung

Demnach wäre Felix Magath für seinen Ex-Klub gesprächsbereit. Doch allzu lange dürfen die Gespräche nicht dauern. Nicht nur, weil der VfB Stuttgart schnellstmöglich wieder in die Erfolgsspur kommen will, sondern auch weil sich am 31. Dezember entscheidet, ob Sagan Tosu in der "AFC", der asiatischen Champions League, spielen wird. Dadurch würde das Projekt "Japan" natürlich noch reizvoller für ihn werden.

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ruc/mie/news.de
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