12.07.2014, 16.59 Uhr

WM-Sieg 2014: Deutschland - Argentinien: Problemlos zum WM-Titel! Diese sechs Hürden räumte Löw aus dem Weg

Von news.de-Redakteur Ullrich Kroemer

Vor der Fußball-WM 2014 in Brasilien standen viele Fragezeichen hinter dem Team von Jogi Löw. Nun hat Deutschland im Finale gegen Argentinien den Weltmeister-Titel geholt.

Auch, weil der Bundestrainer Probleme beseitigte und in Stärken verwandelte. Wir zeigen die Probleme, die Löw lässig löste:

Kann er sich bald Weltmeistertrainer nennen? Jogi Löw am Strand von Bahia.

Kann er sich bald Weltmeistertrainer nennen? Jogi Löw am Strand von Bahia. Bild: dpa

1. Stürmerproblem? Von wegen!

Vor der WM jammerte die deutsche Fußball-Öffentlichkeit darürber, dass der Bundestrainer mit Routinier Miroslav Klose nur einen echten Stürmer für den WM-Kader nominierte. Stefan Kießling erhielt erst gar keine Chance, Kevin Volland wurde ebenso ausgemustert wie Max Kruse und Mario Gomez spielte nach seiner Verletzungssaison in Italien eh keine Rolle. Nun hat das DFB-Team 17 Tore erzielt - so viel wie keine andere Nation, wenn man die Elfmeterschießen außer Acht lässt. Thomas Müller (5 Tore) trifft so zuverlässig wie ein etatmäßiger Torjäger, Phänomen Miroslav Klose (2) ist wieder aufgeblüht, André Schürrle (3) gibt den Tor-Joker von der Bank und Mats Hummels (2) bei Standards brandgefährlich. Mit dieser torgefährlichen Variabilität ist das deutsche Team extrem schwer ausrechenbar.

2. Instabile Abwehr? Nicht bei Deutschland!

Seit der EM 2012 wankte die deutsche Abwehr immer wieder. Die Kompaktheit war dem Team nach traumatischen Halbfinale gegen Italien bisweilen abhanden gekommen - so wie beim 4:4 gegen Schweden oder dem 3:3 gegen Paraguay. Doch im WM-Turnier hat Löws Elf nur vier Gegentore hinnehmen müssen - nur Argentinien kassierte das Elfmeterschießen ausgenommen weniger (drei).

Bis auf das wilde Spiel im Achtelfinale gegen Algerien und das streckenweise konfuse 2:2 gegen Ghana stand die deutsche Defensive gut. Mats Hummels spielt ein überragendes Turnier. Jerome Boateng agiert körperlich sehr präsent und weitgehend fehlerfrei - egal, ob als Innen- oder als Außenverteidiger. Und auch Per Mertesacker agierte mit viel Engagement und Einsatz, auch wenn er seinen Stammplatz verlor. Aber so hat der Arsenal-Profi mehr Zeit, um in der Eistonne auszuspannen. Seit Philipp Lahm wieder hinten rechts spielt ist die Defensive deutlich stabiler und das Spiel über die Flügel gleichzeitig gefährlicher. Und auf der linken Außenposition macht Benedikt Höwedes einen überraschend soliden Job.

3. Bayern-Block vs. BVB-Block? 23 Freunde müsst ihr sein!

Bei der EM 2012 war die Mannschaft gespalten. Dortmunder wie Mats Hummels ätzten gegen Bayern-Kicker und andersherum. Die Atmosphäre in Polen und der Ukraine war bestenfalls unterkühlt. Anno 2014 ist das Team zusammengewachsen. Auch Ur-Dortmunder wie Kevin Großkreutz sind bei den Bayern-Spielern voll anerkannt. Das zeigen die Twitter- und Instagram-Botschaften der Stars. Die 23 Spieler bilden wirklich eine Einheit.

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