08.07.2014, 10.59 Uhr

WM 2014: Brasilien vs. Deutschland: Brasilien durchschaut! So packte Deutschland das Finale

Von news.de-Kolumnist Prof. Daniel Memmert

Reif fürs Finale: Bastian Schweinsteiger und Manuel Neuer.

Reif fürs Finale: Bastian Schweinsteiger und Manuel Neuer. Bild: dpa

Am heutigen Dienstag, 8. Juli 2014, 22 Uhr (ZDF) trifft Deutschland im Halbfinale der Fußball-WM 2014 in Belo Horizonte auf Gastgeber Brasilien. Nach dem Ausfall von Neymar und der Sperre von Thiago Silva ist die Selecao schwer auszurechnen. Taktik-Experte Daniel Memmert beschreibt, wo Brasilien angreifbar ist:

Neymar und Thiago Silva sind für Brasilien nicht eins zu eins zu ersetzen. Daher wird es entscheidend sein, wie sich das DFB-Team gruppen- und mannschaftstaktisch auf den neu formierten Gastgeber einstellen wird. Die Experten um Urs Siegenthaler und Dr. Stefan Nopp, Stefan ist übrigens Mitarbeiter unseres Instituts an der DSHS Köln, werden unseren Bundestrainer, wie auch in der Vergangenheit, sehr gut beraten.

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Wenn man das Spiel der brasilianischen Mannschaft gegen Kolumbien analysiert, stechen einem einige Auffälligkeiten ins Auge. Die Defensivtaktik besteht aus zwei globalen Strategien. Die Erste ist das aggressive Attackieren etwa 20 bis 25 Meter in der gegnerischen Hälfte, bei der die vier offensiven Spieler und auch Paulinho im Kollektiv versuchen zu pressen, um einen schnellen Ballgewinn zu provozieren.

So könnte Deutschland Brasiliens Mittelfeld überwinden

Oft wurden diese Aktionen mit einem Ballgewinn belohnt oder einem Foul unterbrochen. Jedoch ist es immer mit einem Risiko verbunden, da der Gegner durch geschickte Passkombinationen schnelle Konter einleiten kann und das brasilianische Mittelfeld überspielt wird. Dies könnte eine Möglichkeit für die deutsche Mannschaft sein.

Die zweite Verteidigungsstrategie greift kurz vor beziehungsweise nach der Mittelfeldlinie. Die Brasilianer ziehen sich zurück und machen die Mitte zu. Sie versuchen die Räume zu verteidigen, und keine Anspielmöglichkeiten anzubieten. Sobald einer der offensiven gegnerischen Spieler in Ballbesitz gelangt, wird dieser angegriffen - meist im eins gegen ein. Diese Zweikämpfe werden oft von den brasilianischen Spielern sehr hart geführt. Vor allem bei der Ballannahme wird gestört und gepresst.

Variables System: Dagegen braucht Löw einen Matchplan

Diese beiden Varianten werden im Wechselspiel eingesetzt, sodass der Gegner sich schlecht darauf einstellen kann. Dagegen wird man aus deutscher Sicht einen Matchplan entwickeln müssen. Auch dagegen, dass die Brasilianer jederzeit auf 4–4–2-System umstellen können, um kompakter mit kleinen Abständen zu agieren und eine defensive Überzahl am Ball zu bewirken.

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