08.07.2014, 11.34 Uhr

Homosexualität und Homophobie bei der WM 2014: «Informationen verdichten sich»: Experte Marcus Urban über schwule WM-Stars

Denn natürlich sind und waren auch bei der WM Stars dabei, die schwul sind, sagt Urban. «Und das sind nicht die schlechtesten Spieler ihrer Mannschaften.» Auch, wenn Urban das weder bestätigen noch dementieren mag: Es ist davon auszugehen, dass darunter auch Spieler jener Mannschaften sind, die noch im Turnier dabei sind: Deutschland, Brasilien, Niederlande, Argentinien.

Die Informationen über homosexuelle Profispieler verdichten sich

Die Informationen über homosexuelle Profispieler verdichten sich immer weiter. «Tendenziell ist es so, dass das mehr Spieler sind als sich viele gemeinhin vorstellen.» Genaue Zahlen, wie viele Namen schwuler Kicker er kennt, will er nicht nennen.

Anzeichen für schwule Nationalspieler gibt es jede Menge. Die Gerüchte blühen nicht nur in Deutschland. So äußerte Mexikos Sportdirektor Ricardo Peláez vor dem WM 2014, dass seine Spieler während des Turniers zwar Sex haben dürften, aber «nicht untereinander». Das heißt, dass im Team der Mexikaner erstens homosexuelle Spieler stehen und zweitens die Notwendigkeit besteht, den betreffenden Kickern Sex untereinander zu verbieten. Eindeutiger geht es kaum. Doch in einer Fußballwelt, wo Zehntausende Fans das Wort Schwuchtel als Schimpfwort durchs Stadion brüllen, bleiben diese Spieler lieber im Verborgenen. Der Fifa scheint das ganz recht zu sein.

Mehr über die geplanten Aktivitäten von Marcus Urban und seines Vereins für Vielfalt in Sport und Gesellschaft lesen Sie hier.

Thomas Hitzlsperger will mit seinem Coming-out anderen Sportlern helfen.

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iwi/news.de
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