09.02.2014, 17.25 Uhr

Olympia 2014: Wie fair bewerten die Kampfrichter?

Von news.deRedakteurin Juliane Ziegengeist

Gelten in Sotschi als Favoriten auf Gold: Aljona Savchenko und Robin Szolkowy.

Gelten in Sotschi als Favoriten auf Gold: Aljona Savchenko und Robin Szolkowy. Bild: dpa/Juri Koschetkow

Sie sind DIE deutsche Gold-Hoffnung im Eiskunstlauf: Aljona Savchenko und Robin Szolkowy. Das Chemnitzer Sportpaar hat in seiner Disziplin schon alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Viermal wurde es Europa-, viermal Weltmeister. Nur Olympia-Gold fehlt noch. Damit wollen Savchenko und Szolkowy ihre Erfolgskarriere krönen. Denn nach Sotschi 2014 soll Schluss sein.

Dabei gibt es allerdings zwei Probleme: das russische Konkurrenzpaar Tatjana Wolossoschar/Maxim Trankow und die Wertungsrichter. Ersteres können die Chemnitzer mit einer fehlerfreien Darbietung schlagen, allerdings nur, wenn fair bewertet wird. Und hier liegt anscheinend die Krux.

Gibt es heimliche Absprachen zwischen Russland und Amerika?

Denn wie die französische Sportzeitung «L'Equipe» berichtet, geht da nicht unbedingt alles mit rechten Dingen zu. Schon im Vorfeld der Eiskunstlauf-Wettbewerbe soll es Absprachen gegeben haben. Demnach haben sich Russland und die USA angeblich darauf geeinigt, dass Paarlauf und Team-Wettbewerb an den Gastgeber gehen - letzteren hat Russland am Sonntagnachmittag bereits für sich entschieden. Amerika gewinnt im Gegenzug den Eistanz.

Sowohl die russische Einskunstlauf-Förderation als auch der amerikanische Eiskunstlauf-Verband ließen den Medienbericht als «komplett falsch» und«nur Müll» dementieren. Doch die Gerüchteküche brodelt weiter. Von einer Verschwörung gerade gegen das deutsche Favoriten-Paar, das sich schon lange mit den Russen duelliert, ist die Rede.

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Auffallend viele Preisrichter aus dem ehemaligen Ostblock

So ganz einfach sind solche Kungeleien freilich nicht, möchte man meinen. So etwas fällt doch auf. Doch gerade wenn es um Siegeskandidaten geht, zwischen denen oft nur Nuancen liegen, können Preisrichter umso unauffälliger mit ihren Punkten jonglieren, deren Vergabe für die meisten Zuschauer ohnehin reichlich undurchsichtig ist.

Eben jene Preisrichter stammen in Sotschi zudem auch noch vermehrt aus ehemaligen Sowjetrepubliken. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt... Schon beim Slopestyle-Wettbewerb zu Beginn der Winterspiele, den der US-Amerikaner Sage Kotsenburg überraschend gewann, hatte es Diskussionen über die Entscheidung gegeben.

Letzter Eiskunstlauf-Skandal in Salt Lake City 2002

Der Snowboarder hatte nicht die schwierigsten Elemente gezeigt und dennoch die beste Wertung kassiert, was andere Fahrer zum Grübeln brachte. Weltmeister Roope Tonteri aus Finnland sprach aus, was viele dachten: Es sei ein Wettbewerb der FIS gewesen. Es wäre nicht der erste Skandal um manipulierte Kampfrichter. In Salt Lake City 2002 hatte ein russischer Oligarch Juroren im großen Stil bestochen.

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zij/news.de
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