24.08.2018, 15.25 Uhr

Reise-Frust: Passagiere sauer! Ryanair macht Handgepäck kostenpflichtig

Ryanair

Ryanair wird neue Richtlinien für Handgepäck einführen, um Verspätungen zu reduzieren. Davon wird jetzt in zahlreichen britischen Medien berichtet. Dabei kommen die Fluggäste aber schlechter weg, denn jetzt wird für jeden Koffer Geld fällig. Nach den Piloten-Streiks während der Urlaubszeit wird diese Meldung sicher noch mehr Kunden verärgern.

Handgepäck bei Ryanair wird kostenpflichtig

Ryanair verschärft die Handgepäckregeln erneut. Sie werden noch vor Ende des Jahres in Kraft treten.

Ryanair verschärft die Handgepäckregeln erneut. Sie werden noch vor Ende des Jahres in Kraft treten. Bild: picture alliance/Jochen Lübke/dpa

Bisher war es den Passagieren möglich, eine kleine Tasche und ein Stück Handgepäck kostenlos auf einem Ryanair-Flug mitzuführen. Das durfte auch ein kleinerer Rollkoffer sein. Da die Fächer im Flugzeug nicht ausreichten, um diese zu verstauen und es zu lange dauerte, bis jeder Fluggast einen Platz für seinen Koffer fand, wurden die Handgepäckstücke seit Januar ohne weitere Gebühren im Frachtraum verstaut.

Dieser Ablauf löste laut Ryanair jedoch wieder Verspätungen aus, denn mittlerweile wurden pro Flug bis zu 120 Taschen erst am Gate markiert, die dann eingeladen werden mussten, was wiederum den Abflug verzögerte. Deshalb kündigte die irische Airline nun an, das Handgepäck kostenpflichtig zu machen.

Neue Regelungen zum Ryanair Handgepäck

In den neuen Bestimmungen heißt es, dass Handgepäck nicht mehr kostenfrei mitgeführt werden darf. Taschen und Koffer, die bis zu 10 Kilogramm wiegen, werden dann wie normales Gepäck behandelt und gegen eine Gebühr von 8 Pfund, was knapp 9 Euro entspricht, aufgegeben. Lediglich eine kleine Tasche dürfen Passagiere mit ins Flugzeug bringen, die unter den Sitz passen muss. Die erlaubten Maße dieser Taschen sollen um 40 Prozent erhöht werden, schreibt der britische "Telegraph".

Regeln treten November in Kraft - aber gültig für Buchungen ab September

Zugeständnisse gibt es für Passagiere, die für etwa 6 Euro das limitierte Priority Boarding buchen. Sie dürfen vorzeitig einsteigen und kleine Koffer mit an Bord nehmen. Die neuen Regelungen treten im November in Kraft; alle Buchungen ab dem 1. September sollen ebenfalls diesen Richtlinien unterliegen. Passagiere, die vor diesem Datum einen Non-Priority-Flug buchen, aber erst im November oder später reisen werden, haben die Option sich für Priority zu entscheiden oder das Handgepäck als kleines Gepäckstück aufgeben. Alternativ sind Stornierungen gegen den vollen Betrag möglich, so der "Telegraph".

Laut Ryanair wird nur ein geringer Teil der Passagiere von den Änderungen betroffen sein, denn angeblich würde schon ein Drittel ihrer Kunden Priority Boarding buchen, und ein weiteres Drittel ohnehin nur mit kleinen Taschen reisen. Die Airline behauptet auch durch die zusätzlichen Gebühren keinen Profit zu machen, da viele Passagiere, die sonst Gepäckstücke bis zu 20 Kilogramm aufgeben würden, ab November die billigere Option wählen werden.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

scs/loc/news.de
StealthingSexspielzeug selber machenHannelore Elsner ist totNeue Nachrichten auf der Startseite